So, der erste Urlaubstag ist überstanden. Ich will mich kurz fassen.
Die Wanderung zum Passo San Nicolo war – äh – anders als gedacht. Steiler, weiter, anstrengender als das Prädikat “leicht” im Wanderführer uns glauben ließ. Annette ist ja noch etwas angeschlagen durch eine Erkältung, was das Ganze nicht einfacher machte. Ich habe beim Abstieg versucht auszugleichen. Völlig unnötig habe ich mich hingelegt. Im Motorradjargon würde man sagen, daß mir am Kurvenausgang der Asphalt ausgegangen ist. Unverblümt gesagt habe ich es geschafft, völlig grundlos, ohne zu schnell unterwegs oder abgelenkt zu sein, nach einer Linkskehre bergab mit dem rechten Fuß ins Leere neben dem Weg zu treten. So schlug ich dann ganz blöd mit dem linken Schienbein (Aufschürfung) und dem linken Knie (Hämatom, vulgo Bluterguß) auf die recht wohldefinierte und harte Kante des Weges. Damit es sich auch richtig lohnt, trat ich mir irgendwie mit der rechten Stiefelspitze noch in die linke Wade. Das tiefliegende Hämatom dort bereitet mir derzeit das meiste Ungemach. Will heißen es schmerzt wie Sau, sobald die Wade etwas spannt. Zum Beispiel, wenn ich in die Hocke gehe. Aber außer erträglichen Schmerzen ist nichts, ich kann mich frei bewegen. Arnikasalbe ist da auch echt eine Hilfe. Insgesamt haben wir es aber problemlos und bei Tageslicht zum Auto zurück geschafft. Auch waren wir ausreichend gekleidet. Eher zu warm. Und das, obwohl viele Pfützen, besonders die im Schatten, zugefroren waren. Murmeltiere haben wir auch reichlich gesehen.
Zum Abendessen gings heute auf Empfehlung unserer Wirtin ins La Perla. Das ist ein Hotelrestaurant im Ort. Sehr gediegen, später dazu mehr.
Dann habe ich wir noch den Schlüssel fürs WLAN des Hotels abgeholt. Da Murphy aber auf der Hut war, habe ich im Gegensatz zu gestern abend (noch ohne Schlüssel) heute keinen Empfang. Mails und Blogeinträge müssen halt morgen früh raus.
So, die knappe Flasche Rotwein vom Abendessen wirkt langsam. Gute Nacht!
