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Schrauben und lernen

Heute habe ich diverse Stunden bei Ralf in vor der Garage verbracht. Übungsziel: Schlauchreifen selber wechseln lernen. Und dabei als Nebeneffekt den neuen hinteren Anakee und den angefahrenen vorderen hinterher am Mopped zu haben. Das Ziel wurde tatsächlich erreicht.

Ralf hatte ja gemeint, er wäre eh den ganzen Tag zugange. Als ich ankam, war ich mir nicht sicher, ob ihm die Zeit reicht. Der Inhalt der alten Garage war wohl doch umfangreicher als gedacht. ;-)

So zangelte ich zuerst das Hinterrad aus der F. Ralf als eingefleischter KTM-Fahrer und BMW-Belächler sah sich in seiner Weltanschauung bestätigt, als ich dazu erst mal den Spritzschutz entfernte. Und der Bremssattel los in der Gegend baumelte. Dann gings zur Sache. Unters Rad wurde erst mal zum Schutz ein alter Reifen gelegt und ich hopste auf dem Gummi rum, um es vom Felgenbett zu lösen. Davor durfte ich mir beim Luftablassen aber noch anhören, warum richtige Ventilkappen anders aussehen als meine (Stichwort: Ventil ausschrauben). Damit wars dann aber trotzdem nicht leicht für Ralf, anschaulich und lehrreich vor meinen Augen den Reifen runterzuhebeln. Aber dann war die erste Seite doch runter, der Schlauch raus und schlußendlich der Reifen komplett von der Felge. Felge innen gereinigt, Tape drauf, neuen Reifen eingeschmoddert und mit Talkum behandelt und das Ganze rückwärts. Ging sackrisch schwer mit dem neuen Reifen.Zwischen den beiden Seitenwänden kurz Luft drauf, damit der Schlauch sich richtig legt und dann bekam Ralf ihn endgültig draufgeprügelt. Und der Schlauch scheint dicht zu sein. Druck drauf un einbauen. Was bei der F nicht SO leicht ist, aber zu zweit haben wirs geschafft. Auch ohne den Kettenschutz zu demontieren, was ich mir echt mal angewöhnen sollte.

Den Vorderreifen durfte ich dann weitestgehend alleine wechseln. Ein- und Ausbau des Rads ist eh ein Kinderspiel. Mit einem aufziehenden Gewitter im Nacken (wir erinnern uns: alles fand vor der Garage statt) verblüffte ich dann sogar Ralf mit der Geschwindigkeit. Allerdings ging der Vorderreifen deutlich leichter runter und der schonmal montierte “Neu”reifen leistet praktisch keinen Widerstand. Nicht mal den Einfädeltrick mit dem Inbusschlüssel musste ich anwenden, flutschte alles so.

Auf dem Rückweg hab ich dann an der Tanke nochmal korrekte Drücke eingestellt und genoss auf den letzten Metern heimwärts das tolle Handling eines neuen Anakee im Vergleich zum eckig gefahrenen TKC80. Und war gespannt, ob nach nun doch schon vier Stunden Abwesenheit Annette auf mich noch sehnsüchtig oder bereits mit der Bratpfanne wartet.

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