Spät kamen wir los, da wir nach unserem Frühstück noch mit Katie und Damien plauderten. Netterweise gaben sie uns noch ihre (email)Adresse, damit wir in Kontakt bleiben können. Mich würde es freuen, ihnen bei einem Aufenthalt in Deutschland mal Karlsruhe oder Strasbourg1 zu zeigen. Endlich starteten wir dann zu unserer Wanderung.
Der letzte Teil der Anfahrt führte natürlich wieder über eine Single Track Road. Die Parkmöglichkeiten waren diesmal nicht ganz so leicht erkennbar, aber vorhanden. Zwei Wohnmobile hatten sich auch schon so richtig breitgemacht2. Wir nahmen dann gleich den Schotterweg, den es bereits nach kurzer Zeit zu verlassen galt. Anfangs nahe eines Zaunes gings dann schlicht und ergreifend mehr oder weniger direkt den Hang hoch. Die Steigung variierte natürlich, ebenso der Untergrund. Von anfänglichen Sumpflöchern über Wiese und Heide bis zu Felsen und Felsbrocken auf Wiese gabs alles. Als Aussicht gabs zuerst nur den Blick zurück aufs Meer hinaus und zu den leider etwas verhangenen Bergen linkerhand, aber das sollte sich noch ändern. Sowas wie einen erkennbaren Pfad gabs auch nur gelegentlich. Dafür frischte der Wind mit jedem Höhenmeter etwas mehr auf. Der leichte Nieselregen, der kurz vorm Gipfel dann doch noch der einen oder anderen vorbeifliegenden Wolke entfleuchte, hörte sich wie ein Trommelfeuer an, war jedoch schneller wieder vom Wind getrocknet als man hinschauen konnte. Softshellwetter. Aber eben kurz vorm Gipfel wars dann doch zu unsicher und so schlüpften wir im dicksten Sturmgetöse in unsere Regenjacken. Die bremsten den Wind dann auch viel effektiver, so daß bei allem Brausen und Heulen es schon wieder fast angenehm und spaßig war. Am Gipfel, dessen Steinhaufen ich wieder mal bereicherte, alberten wir ein wenig rum, machten Bilder und uns wieder an den Abstieg. Die Aussicht hätte prinzipiell schön sein können in alle Richtungen, aber Wolken und Nebel gaben uns wenig Chancen.
Runter gings dann recht zügig. Der Wind, der uns jetzt ins Gesicht blies, wurde wenigstens auch wieder immer schwächer und wärmer, je weiter wir runter kamen.
Im Auto rätselten wir noch ein wenig, was wir mit dem angebrochenen Tag machen könnten. Das Wetter scheint sich gerade zu bessern, kann aber auch jederzeit kippen. Schöne und ausreichend kurze Wanderungen haben wir in der Gegend auch keine mehr im petto, also gehts nach Eilean Donan. Drinnen waren wir ja noch nicht.3
Nachtrag: Bilder haben wir zwar gemacht, aber keins davon ist halbwegs herzeigbar.

[...] eigentlich auch keins. Eigentlich. Damien, den wir zusammen mit Parterin Katie in Schottland kennengelernt hatten und mit dem wir seither in (Elektro)Briefkontakt stehen, hatte angefragt. Und für [...]