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Übersinnliche Fähigkeiten, Teil 3

Die versprochene Edeka-Kasse.

Im Edeka an der Ecke hat man keinen Automaten für Einwegflaschen. Die werden an der Kasse angenommen. Was das mit meinen Fähigkeiten zu tun hat? Sehr viel, doch dazu später.

Ich bin nämlcih ein genialer Kopfrechner. Der, nachdem die Kassiererin die zwischen zwei und sechs Artikel meines Einkaufs gescannt hat, immer das passende Kleingeld parat hat. Ist schon zwei Kassiererinnen aufgefallen. “Sie haben die Preise aber genau im Kopf und können gut rechnen. Sie hatten das Geld ja schon passend, bevor ich Ihnen gesagt habe, was es macht…”

Der Trick ist einfach. Man muß nur die leere Einwegflasche als letztes aufs Band legen. Und während die Kassiererin als letzten Vorgang vorm Drücken der Summentaste die Flasche annimmt, schaue ich auf das große Display der Kassierin. Da stehen die Artikel sauber aufgelistet und die Zwischensumme. Davon die 25ct oder 50ct Pfand abzuziehen ist ein leichtes, während die Kassiererin die Flasche verstaut. Und bis sie ihre kryptischen Einträge auf einem Freßzettel1 macht, zähle ich gemütlich mein Kleingeld. Die halbe Minute2 Pfandbuchhaltung nehmen die Kassiererinnen nicht wahr. Drum habe ich das passende Kleingeld schon in der Hand, während sie noch nach der leeren Flasche auf dem Band greifen. Glauben sie. Sollen sie. ;-)

Ach ja, bei einer der wenigen Kassiererinnen, die mir dort absolut unsympatisch ist, habe ich auch schon gesagt, daß ich ja lange genug Zeit hatte, um die Mathematik zu erfinden und die Endsumme zu errechnen, während ich in der Schlange stand. Aber das nur am Rande…

  1. scheinbar die Pfandabrechnung, ich verstehe nicht, warum keine einfache Strichliste reicht []
  2. für mich gefühlt []

Geschützt: Übersinnliche Fähigkeiten, Teil 2

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Übersinnliche Fähigkeiten, Teil 1

Ich kann hellsehen. Glaubt zumindest eine Kollegin wohl seit heute. Ich war gerade bei ihr in der Technikabteilung, als das dortige Telefon klingelte. Als sie rangehen wollte, sagte ich lapidar, daß $andereKollegin dran wäre und unser Filialleiter (derzeit auf Besprechung in Stuttgart)  mich sprechen wolle.

Sie ging ans Telefon, begrüßt $andereKollegin und ihre Augen werden noch größer, als sie mir das Telefon reicht. Ein Anruf für mich. Vom Filialleiter.

Na gut, ich kann nicht hellsehen. Aber besagte Kollegin konnte in dem Moment einfach nicht wissen, daß ich Momente zuvor eben $andereKollegin gehört hatte, wie sie am Telefon namentlich unseren Filialleiter begrüßt hatte. Der Rest war dann absehbar. Aber das sind halt so die kleinen Tricks, mit denen man Leute verblüffen kann. Wie an der Edeka-Kasse. Muß ich mal was drüber schreiben.

Befreit!?

Tolle Sache, wie ich so heute morgen aufgewacht bin. Stirnhöhlen frei, Nase fast schon trocken, die Erkältung scheint weg.

Denkste. Der ganze sprichwörtliche Rotz ist über Nacht in die Lunge gerutscht. Ich röchle und pfeife und mir geht die Puste aus, wenn ich nur vom Schlafzimmer ins Bad gehen will. Mal abgesehen davon, daß ich erschöpft aufgewacht bin. Imognimma.

Update: Nach ein paar Hustenanfällen und Unmengen von etwas, das bestimmt niemand hier als Bild sehen will, geht es mir um 11:10Uhr relativ gut. Mal sehen, ob ich mir noch etwas frische Luft gönne, der Hausputz scheint zumindest gerettet.

Rad KW43

2898km insgesamt, das sind 36km mehr als letzte Woche. Am Samstag wurde ich wegen bevorstehender Krankheit chauffiert, am Dienstag war ich in der Pfalz per Motorrad. D.h. ich habe zu 4 Tagen Arbeitsweg1 immerhin noch 8km dazugeradelt. Nichts, um drauf stolz zu sein, aber immerhin.

  1. zu je 7km, macht 28km []

Schließlich erwischt

Und ich war schon so stolz drauf, dieses mal bei der firmeninternen Erkältungsverteilung leer auszugehen. Gestern gings mir schon weniger gut und heute hänge ich endgültig in den Seilen. Morgen muß ich aufschließen, versuche dann aber meine Verweildauer in der Firma zu minimieren um mich an meinem freien Tag am Dienstag hoffentlich ausreichend zu regenerieren. Mal abgesehen davon, daß eigentlich die Pflanzen aus dem Treppenhaus geholt werden müssen, das Werkzeug von der Mäusebastelei wieder in den Keller gehört und ich auf den Dienstag zum wiederholten Male den Wohnungsputz verschoben habe.

Schöner Wohnen, Teil wasauchimmer

Aufgabe: Die anfällige Plastikröhre, die Terrarium und Anbau verbindet, muß durch was besseres ersetzt werden.

Plan: Ein Kasten, der einfach oben auf dem Terraium aufliegt und das bestehende Loch quasi umbaut. Und über die Kante zum Anbau hin runtergezogen ist, um dort hineinzuführen über ein Loch in der Seitenwand. Schließlich soll der Anbau einen neuen Deckel bekommen, der dann immer geöffnet werden können soll.

Ausführung: Wie immer handwerklich verbesserungsfähig. Relativ gut geklappt hat die Idee, als Deckel ein Lochblech einzuschieben. Die Führung habe ich einfach mit Hilfe der Dremel-Kreissäge ausgeschnitten. Trotz Dübellehre ist alles ein wenig windschief. Die Bretter waren mit Hilfe der genialen Kreissäge meines Onkels sauber und rechwinklig gesägt. Denke ich. Ein Teil der Wand zum Anbau hin und der Boden über dem Terrarium sind übrigens nicht fest mit dem Kasten verbunden, sondern mit Anbau und Terrarium. Zudem habe ich zwischendrin eine kleine Fläche freigefräst, so daß man einen Streifen Lochblechvon außen einschieben und so die Öffnung verschließen kann. Dadurch kann sowohl Anbau als auch Terrarium einzeln verwendet werden, wenn in der Verbindungsbox oder dem jeweils anderen Gehege “Wartungsarbeiten” stattfinden. Künftige Putzaktionen dürften damit stressfreier für beide Seiten verlaufen.

Und egal wie es aussieht, es funktioniert. Die Mäuse haben rund um die Uhr Zugang zum Anbau.

Nachtrag: Hier noch die Bilder dazu. Faszinierend, wie die beiden in kürzester Zeit alles vollgeköttelt hatten. Ist inzwischen bereinigt und dafür haben sie den Anbau mit der letzten verabreichten Heuladung gefüllt. Mäuse – Hauptsache sie machen sich Gschäft.

Unkoordiniert

Neulich war Kälteeinbruch. Die Chilis vertragen Temperaturen unter 10°C nicht lange und mussten deshalb runter vom Balkon. Erst einmal ins Wohnzimmer, denn im sonst genutzten Treppenhaus hing ein Aushang, daß man es freiräumen soll, weil gemalert wird.

Wir waren vorsichtig und ließen den angekündigten Termin erst einmal verstreichen. Wie anhand der unpassenden Hausnummer auf dem Aushang zu erwarten, wurde nicht gestrichen. Auch die Nachbarn trugen nun frühlich ihre Pflanzen ins schützende Treppenhaus.

Nun hängt abermals der selbe Vordruck an der Tür. Diesmal mit der richtigen Hausnummer und einem neuen Termin versehen. Sieht so aus, als dürften wür die schweren Töpfe noch einmal zwei Stockwerke nach oben wuchten vor dem 27.10. Tolle Kommunikation.

Nachtrag zu gestern

Ich hab etwas in Eile den Beitrag abgeschickt, als es bettwärts ging.

Die Pointe habe ich ja inzwischen schon heimlich nachgereicht. Das “überreagiert” bezieht sich hauptsächlich auch darauf, daß in den vorliegenden Fällen ohne Absicht nur eine dem Markenlogo ähnliche Abbildung verwendet wurde. Ganz ohne Bezug zur Marke. Und das im starken Gegensatz zu einem nicht erkennbaren Vorgehen gegen “richtige Fälscher”, die auf irgendwelchen Basaren weltweit billige und untaugliche Kopien als Markenware in Umlauf bringen. Das ist ungefähr so, als würde mein Arbeitgeber1 wild Leute abmahnen, die Motorradfahrer in Schräglage abbilden. Oder Rollerfahrer, die Katzenpfote zur Wolfspfote Motorrad. Aber gleichzeitig nichts unternehmen, wenn irgendwelche Gestalten als offizielle Firmenrepräsentanten in Kuffnuckistan auftreten.

Zuguterletzt ging mir ein Kommentar noch lange durch den Kopf. Der Slogan “Draußen zuhause” wäre schon ein Schlag ins Gesicht jedes Obdachlosen gewesen. So viel zum Thema Überreagieren auf beiden Seiten. Von zerschnittener Bekleidung mal ganz zu schweigen. Denn nach der Logik ist jede Expedition in eine unwirtliche Gegend ein Schlag ins Gesicht der dort lebenden Bevölkerung, die den dortigen Gefahren tagtäglich nicht aus Spaß oder Forscherdrang, sondern zum nackten Überleben trotzen muß. Denkt auch bitte bei dem nächsten Spaziergang zu einer Alm an den armen Almbauern, der diesen Weg gehen muß, um sein EinAuskommen zu sichern. Seine rote Gesichtsfarbe kommt nicht von der vielen in der freien Natur verbrachten Zeit, sondern von den pausenlosen Schlägen ins Gesicht durch die ignoranten Sommerfrischler.

  1. Logo oben links auf der Seite beachten []

Wir müssen zuhause bleiben

Jack Wolfskin macht sich gerade netzweit ganz beliebt. Unbeliebt, um genau zu sein. Was ist da los?

Kurz zusammengefasst: Die bekannte Wolfstatze1 ist von Jack Wolfskin markenrechtlich geschützt. So weit, so gut. Über die Schöpfungshöhe des Designs mögen andere streiten. Ebenso darüber, wie ähnlich Katzenpfotenabdrücke2 aussehen. Oder wie umsatzschädlich Handarbeitsprodukte aus Heimarbeit für den Konzern sind. Fakt ist, daß Jack Wolfskin die Anwälte von der Leine gelassen hat. Und mit der ganz groben Keule rumholzt.

Ich selbst wurde drauf aufmerksam über einen Artikel von einem anderen Peter, dazu trifft es der hier auch ganz gut. Zudem ist da auch der Text der Pressemitteilung zu lesen. Das pdf von der Konzernseite verlinke ich mal nicht, wer weiß was da in wenigen Tagen stehen wird… Übrigens bin ich im Gegensatz zu etlichen Kommentatoren nicht der Meinung, daß statt der 991€ für die Anwaltskanzlei auch 55ct für einen Brief gereicht hätten. Die Arbeitszeit der Sekretärin, die den Brief schreibt, ist ja auch nicht kostenlos. Aber die Verhältnismäßigkeit ist meiner unwesentlichen Meinung nach nicht mehr gegeben.

So, und jetzt mache ich noch ein wenig auf dicke Hose. Ich kann bei der ganzen Boykotteuphorie, die grade um sich greift, mich feixend zurücklehnen. Das Image, das Jack Wolfskin bei mir schon lange hatte, war folgendes: Auf outdoortauglich gemachter bunter Modeschnickschnack mit fraglicher Praxistauglichkeit. Und die Omnipräsenz von Markenlogos geht mir generell furchtbar auf den Sack. So sehr, daß ich meine überaus geliebten und bewährten The North Face Klamotten argwöhnisch betrachte. Bis auf einen Miniwaschsalon, der mir durch eine Fehlfunktion bei weitem nicht so viel Ungemach bereiten kann wie eine undichte Regenjacke oder ein schlecht sitzender Rucksack, habe ich bisher nichts von dieser Marke gekauft. Aber er wird in Gebrauch bleiben. Warum? Boykott meinetwegen, aber wer meint, seine Jack Wolfskin Produkte jetzt entsorgen (und ersetzen) zu müssen, schadet nicht Jack Wolfskin, sondern nützt den Wettbewerbern. Auch eine Art Abwrackprämie. Ansonsten gilt die Überschrift. Schließlich lautet das Firmenmotto doch “Jack Wolfskin – Draußen zuhause”.

  1. ich kann sie schon nicht mehr sehen, dazu weiter unten mehr []
  2. Katzen können ihre Krallen einziehen, sie fehlen deshalb beim Pfotenabdruck []
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