Hach ja, endlich mal wieder ein nettes kleines Treffen im RRR-Umfeld. Ich bewundere, wie das Adaptivschwesterli das Jahr um Jahr organisiert. Wir verkünsteln uns ja schon bei der Anfahrt.Sonst war es immer relativ klar: Ich habe frei oder zumindest frühen Feierabend in der Firma, rolle mit der F gen Marbach und Annette kommt direkt aus Pforzheim mit dem Auto nach. Unökonomisch, aber das Zelt steht frühzeitig und ich kann bei der Orga mithelfen.
Dieses Mal sollte ich erst um 15:00Uhr Feierabend bekommen. Also 16:00Uhr weg aus Karlsruhe. Da konnte ich auch noch ein wenig trödeln und mit den kurz nach fünf aufbrechenden Nachbarn mich zusammentun. Allerdings erst bei Weil der Stadt, da dann auch noch der Schlenker über Pforzheim drin war um Annette gleich bei der Arbeit einzusammeln. Vorzüglicher Plan.
In der Firma war der Aufbruch erst ein wenig stressig und verzögert, aber alles noch im Rahmen. Anfahrt nach Pforzheim über die A81, dort gewohnheitsgemäß an der Ausfahrt West raus und die gewonnene Zeit genutzt, um im McDrive2 noch schnell eine kleine Cola und einen Veggie-Burger abzugreifen. Klapphelme sind was Feines. Früh genug war ich bei Annettes Auto, daß ich den Packsack schon hätte verzurren könne, hätte ich einen Autoschlüssel mitgenommen. Klappte aber auch so alles. Wenige Minuten vor der vereinbarten Zeit rollten wir somit in die als Treffpunkt vereinbarte Tankstelle.
Elektronik ist auch was Feines, denn in dem Moment kam über Mobiltelefon, Navi und Bluetoothheadset die Stimme des Nachbarn an mein Ohr. Sie würden 20km entfernt gerade die Büsche wässern und wären bald da. “Bald” quantifizierte sich nach entsprechend verstrichener Zeit als knapp über eine halbe Stunde. Ergänzt um eine Viertelstunde Pause, da außer dem Gebüschausflug noch keine Erholung möglich war. Diese wurde aber insbesondere von Birgit benötigt, die als Anfängerin nicht mal eben 200km am Stück3 runterreißen kann. Mit gut 45min Verspäung und gemessenen Schritts ging es dann weiter. Interessant, daß das GPSmap60Cx des führenden Nachbarn aus meiner publizierten Route was anderes machte als mein Mapsource und mein zumo. Aber wir blieben meist auf Kurs.
Erwartungsgemäß war es nach Begrüßung und Zeltaufbau dann andgültig dunkel und das Feuer war den Verlautbarungen nach eh nie viel heißer gewesen. Die letzten beiden Würstchen, die ich mir eh hätte reinzwingen müssen, wurden somit am nächsten Morgen geräuchertes Hundefutter. Aber die Begrüßung war wie immer herzlich und wer mir spontan ein Bier in die Hand drückt, kann kein schlechter Mensch sein!
Samstag gabs wie immer eine kleine Tour, wie so oft zum Donautal. Nur heuer anders herum, weil wir eine empfohlene Höhle gegen Ende der Tour ggf. noch besichtigen wollten. Das fiel allerdings flach, weil uns die Zeit ausging. Eine große Truppe ist halt nicht so zügig unterwegs als die kleine Flotte Gruppe, die sich ursprünglich zusammengerottet hatte.
Abends dann Kässpätzle, zubereitet von einer gar lustigen4 Mädelstruppe. Spendiert von der Blonden. Dafür möge ihr ein Licht aufgehen5. Vielen Dank für den leckeren Schmaus6!
Sonntags hat der (Haus)Herr vor den Aufbruch das Putzen gestellt. Annette half in der Küche noch mal mit, während ich das Zelt abbaute und abschließend wischte ich schon fast traditionell die gefliesten Räume. Passte zeitlich gut mit dem Aufbruch der Nachbarn, mit denen wir dann die lange Anfahrtstour7 einfach heimwärts fuhren. Zumindest bis Bad Liebenzell, denn unseren Schlenker über Pforzheim8 brauchzen die ja nicht machen. Aber wir kamen wohl recht zeitnah daheim an: Mit den ersten Tropfen des heftigen Gewitters. Aber trocken. Ein perfektes Wochenende.
Mein Dank an alle, die dazu beigetragen haben!
- erst ab Karlsbad, ich bin am Dreieck Karlsruhe wegen sichtbarem Stau noch schnell über die Landstraße geflüchtet [↩]
- ehrlich, mit dem Motorrad! [↩]
- allen Legenden zum Trotz fällt es mir auch zunehmend schwerer, wenn ich da mal genau hinsehe [↩]
- und von der Küche exklusiv besitzergreifenden [↩]
- Insider [↩]
- und das Weglassen der Zwiebeln in manchen Töpfen [↩]
- die aus Zeitgründen nicht möglich war [↩]
- Annettes Auto! [↩]

Och, das ist gar nicht so tragisch mit dem organisieren, so lange ich nicht auf die Idee komme, das Mopped dabei haben zu müssen: ein Tag Urlaub, eine über die Jahre entwickelte open-office-Tabelle, zu der jedes Jahr was dazukommt (dieses Jahr: Kochsekt. Stößchen! und vielleicht eine etwas längere Liste vorab ausgearbeiteter Touren) und euer aller Mithilfe beim Aufräumen und Putzen.
Und spätestens seit letztem Jahr dürfte allen klar sein, dass mindestens ein Topf ohne Zwiebeln bei der ersten Fuhre dabei sein muss.