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Amnesie. Schlimmer noch, ich erinnere mich an falsche bzw. veraltete Dinge. Mein externes Gedächtnis, mein Axim, ist paralysiert.
Was ist passiert?
Gestern abend hatte ich am PC noch ein paar Termine verschoben. Wohl weil im Hintergrund noch Annette angemeldet war und dort auch ein Outlook lief, bekam ich vorm Herunterfahren noch die Fehlermeldung, daß nicht alles syncronisiert wäre. Ich solle doch den PDA trennen und neu verbinden. Naja, aus- und wieder einschalten hilft auch.
Nur Einschalten ließ er sich nicht mehr. Egal wie kurz oder lang ich auf die Taste drückte, das Display blieb dunkel. Naj, kein Grund zur Panik, dann halt mal nach langen Monaten wieder ein Reset. Eh erstaunlich, wie stabil das Ding läuft.
Aber der Reset klappte auch nicht. Lang gedrückt, kurz gedrückt, keine Reaktion. Erste Anfälle von Panik. Dann die Idee, mal die Funktionstasten zu drücken. Schließlich schaltet sich der PDA dann auch ein.
So allerdings sah ich dann kurz den Bildschirm aufblitzen, auf dem nach dem Drücken von Reset und einer Funktionstaste (gleichzeitig normalerweise) gefragt wird, ob man wirklich alle Daten löschen will beim Reset. Die Taste zum Bestätigen fand sich wohl auch noch im Puffer. Mein Axim war plötzlich wieder jungfräulich.
Immerhin fand ich heute morgen dann auch noch das letzte Backup. Von 2005. Kein Problem jedoch, denn Installationsmässig hat sich seither nichts geändert und die Daten wie Adressen, Notizen etc. befinden sich ja auch auf dem PC. Einmal syncronisieren und alles ist wieder gut.
Nein, alles ist auf dem Stand von 2005. Statt wie üblich Duplikate zu generieren oder wie gewünscht den PDA einfach mit den (aktuellen) Daten des PC zu überschreiben, wurde der PC mit den alten Daten des PDA überschrieben.
Der PDA ist das Outlook-Backup und der PC das PDA-Backup. Ich hab jetzt mal eben den aktuellen Datenbestand mit einem veralteten Backup überschrieben. Ganz grosses Kino.
Wenn nicht ActiveSync irgendwo ein Backup anlegt, von dem ich nichts weiß, habe ich zwei Jahre ins Nirwana geschickt. Wie auch immer das passieren konnte. Hab ja nichts anderes gemacht als sonst nach einem PDA-Crash.
Wen es auch immer interessiert. Aber Murphy hatte eine verdammt fiese Woche vor letzte Woche.
Es begann harmlos. Bei meinen Eltern machte die gesammelte Telekommunikation immer mehr Mucken. Spätestens seit ich entdeckt hatte, daß ein Wackeln am Cat5-Kabel zwischen Splitter und DSL-Modem (im WLAN-AP integriert) das Rauschen in der Telefonleitung direkt beeinflusst bis hin zum Verbindungsabbruch, ja spätestens dann hatte ich nicht mehr allein die T-Kom und ihr dünnes Käbelchen zu meinen Eltern (ich sag nur 384kbit/s) in Verdacht.
Abhilfe suchte ich zunächst bei einer Fritz!Box. Die können ja gemeinhin fast alles miteinander verknüpfen, so sie ein phon im Namen tragen. Aber eben nicht alles. Just Splitter und NTBA würde erhalten bleiben.
Neuer Ansatz: Eine arcor-Starterbox. Ersetzt locker Splitter, NTBA und mal eben so noch die kleine Telefonanlage. Ja, meine Eltern haben nur Analogtelefone. TAE-Dose, Starterbox, Telefone und Router/DSL-Modem dran und fertig. Fast. Und da beginnt das Übel.
Ich haderte, ob ich sicherheitshalber noch Router/Accesspoint/DSL-Modem besorgen soll, denn die alte T-Kom-Gurke hatte wohl gerne Verbindungsabbrüche (im WLAN-Teil), wurde im Betrieb ziemlich heiß und war generell suspekt. Ohne vollständige Problembehebung abreisen wollte ich nicht. Also suchte ich nach solchen Geräten. Und stolperte über einen Router von ASUS, den wiederum ich sehr schnuckelig fand. Somit wäre ja dann mein altbewährter SMC frei für den elterlichen Haushalt… Und wie schnuckelig er sich präsentierte. Alles mögliche sollte er können, Videos und Musik im (W)LAN streamen, Downloads ohne PC machen können und dergleichen mehr. All dies mit Hilfe seiner zwei USB-Anschlüsse, die nicht nur wie üblich einen Drucker ansteuern können, sondern auch externe Festplatten. Die stünden dann dem LAN (auf Wunsch auch dem WAN, aber das kommt mir nicht in die Tüte) als Windows-Freigabe oder per FTP zur Verfügung.
Da sah ichs dann vor mir: Mein altes externes Festplattengehäuse am Router. Die Daten somit nicht nur am Schreibtischrechner verfügbar, sondern auch am Laptop. Meine Sammlung an Rasterkarten für meine GPS-Software direkt erreichbar. Ein Traum. Das Ding musste her, so viel war klar.
So wurde dann vor dem wochenendlichen Einsatz bei den Eltern auch schon alles fertig konfiguriert. Nur die Platte, die wollte der Router nicht erkennen. Allerdings auch der PC nicht. Des Rätsels Lösung: Ich betreibe das Gehäuse am PC per Firewire, den USB-Teil muss es mal zwischenzeitlich zerstört haben.
Es ist Donnerstag, mein Hoflieferant hat geschlossen und die ins Auge gefassten externen Platten eh nicht am Lager. In meinem Tatendrang staube ich eben bei Mediamarkt abends um 21:00 Uhr noch eine ab. Preislich gesehen sogar voll ok. Nur läuft sie nicht. Alte Computerbastler kennen das Geräusch einer Festplatte, die nicht anläuft. Also erstmal vertagen und am Freitag die Platte tauschen. Da stört es auch nicht weiter, daß ich irgendwie mit dem Laptop nicht per WLAN an den Router komme.
Umtausch der Platte am Freitag war problemlos. Dafür manifestierte sich das Laptopproblem weiter. Da habe ich nun eine niegelnagelneue 300GB-Platte und der Hauptnutznießer kommt nicht ran. Um es kurz zu fassen: Egal mit welchem Adapter, auch mit dem vom Schreibtischrechner, der keine Verbindungsprobleme hatte, kam keine Verbindung zustande. Letztendlich habe ich entnervt den Router zurückgegeben. Doch bevor das möglich war, hatte Murphy noch eine Glanzleistung abgeliefert.
Von den Verbindungsproblemen entnervt wollte ich wieder alles auf meinen alten SMC-Router zurückbauen. Doch das Netzteil passte nicht. Mit einem lauten “OOOPS” hechte ich zur neuen externen Platte, denn da hängt wohl das vom SMC dran. Glücklicherweise hatte ich sie noch nicht eingeschaltet. Wäre aber auch kein Problem gewesen, denn die beiden Netzteile waren identisch. Ich Trottel hatte es irgendwie fertiggebracht, im letzten Moment das Netzteil des Routers zu der defekten Platte in die Schachtel zu legen… Glücklicherweise war diese am Montag noch im Markt vorhanden und ich bekam das richtige Netzteil wieder.
Den bisherigen Status qou erreichte ich am Donnerstag bzw. gestern: Den ASUS habe ich gegen Aufpreis gegen eine Fritz!Box 3170 getauscht. Sonst gab es nichts mit dem Plattenfeature. Ok, im Nachhinein wäre ein Adapter von Ethernet auf USB günstiger gewesen, aber die neue Box kann einiges mehr und bietet immerhin 125MBit/s fürs WLAN, was bei Netzwerkplatten kein Fehler ist. Dafür stellt sie die Platte nur mit einem schnöden FTP ins Netz und ist auch in Sachen Rechtevergabe für verschiedene Nutzer weniger schick. Damit kann ich aber erstmal leben.
Der Vollständigkeit halber bekam ich gestern noch die Platte von einem Freund wieder, der sie für mich neu formatiert hatte. Schlau, wie ich war, hatte ich sie bei einem Test direkt am Rechner mit NTFS formatiert, die Controller in den Routern verstehen aber allesamt maximal FAT32. Und ich war nicht in der Lage, die Platte wieder umzuformatieren…
Vor wenigen Minuten sind die restlichen zwei Mitfahrer in unserer Sitzgruppe zugestiegen. Anscheinend Geschwister und kein Pärchen, ihrem Verhalten nach. Ganz amüsant zu beobachten. Sie hatte ja sofort einen Laptop ausgepackt, der sich aber nicht einschalten ließ. Woraufhin sie sich minutenlang drüber beklagte, daß doch so neue Akkus länger halten müssten. Danke, das lindert meinen Frust, denn schon seit geraumer Zeit hat mein Gegenüber seinen Laptop am laufen. Während ich meine Texte umständlich in den Axim stanze, zockt er irgendein reifenquietschendes Ballerspiel. “GTA San Andreas” ist es wohl, wie das männliche Geschwisterteil sofort erkannt hat und nun dem Zocker zuschaut und mit ihm fachsimpelt.
Nachtrag: Die Kiste lief mit der platten- und somit auch stromtechnisch wohl recht anspruchsvollen Software stundenlang. Das hat meinen Frust wieder deutlich gesteigert. Aber ob sich ein neuer Akku bei meinem so lohnen würde, kann ich kaum sagen, denn nicht nur die Kapazität ist wichtig, sondern auch der Verbrauch der (angegrauten) Komponenten. Und mit ca. 15% des Neupreises kein Schnäppchen. Aktuelle Businessnotebooks versprechen da interessante Laufzeiten, aber über 600e auszugeben, um bei einer Zugfahrt alle halbe Jahr auch mal ohne Steckdose vorm TFT sitzen zu können, ist auch Schwachsinn.
Nachtrag2: In Pisa ist wohl grad ein Sack Türme umgefallen. Fragt mich doch das männliche Geschwister bei der just angekündigten Einfahrt gen Mannheimer Hauptbahnhof am Neckar entlang, ob dies die Mosel wäre, die ja in Mannheim in den Rhein münden würde. Ja ne, is klar.
Uff, endlich geschafft für heute.
Vorbereitenderweise haben wir schon im Laufe des Tages Stück für Stück den alten Kassentresen weggebaut. Am Ende stand nur noch die eine Kasse beim Server mit ebendiesem, das Telefon/Fax und sonst nix mehr.
Während ich mit einem Kollegen aus Hamburg erst noch fein säuberlich die Verkabelung aus den Tresenresten rausoperierte bzw. provisorisch verdrahtete, haben die Kollegen schonmal den Resttresen kleingehauen. Eine Kasse, Server etc. ist bereits wieder auf einem Biertisch aufgebaut und betriebsbereit. Nur will aus irgendeinem Grund keine DSL-Verbindung zustandekommen. Das Link-Lämpchen leuchtet, untereinander können die PCs auch, nur zur Firmenzentrale hin läuft nichts. Aber erstmal zweitrangig, wichtig ist, daß im neuen Tresen alles funktionieren wird.
Ich glaube, ich hatte mal erwähnt, daß mein Kartenleser meine 4GB SD-Karte nicht mag. Das Auslesen der Karte mit der Kamera ist etwas mühselig. Statt einem neuen Leser für Gazillionen verschiedener Karten habe ich mir nun einen kleinen nur für SD gekauft. Sharkoon Flexidrive XC+ heißt das Teil. Die eingelegte Karte wird mit einer Klappe abgedeckt, so daß man das ganze auch als Speicherstick mit rumtragen kann, zumal eine kleine Kordel mit Häkchen dran ist. Diese verhindert auch einfach aber genial den Verlust der Abdeckung des USB-Steckers.
Beinahe hätte ich den Kauf ja wieder ad infinum verschoben, weil ich u.a. einfach grad nicht dran dachte, als ich mit einem Freund im Computerladen am Plaudern war, wenn er nicht zufällig (oder hellseherisch?) auf das Thema gekommen wäre.
Feines Teil jedenfalls und eben auch schön kompakt für die Kameratasche.
Oder so eine von diesen alten vielgerühmten Tastaturen, die man problemlos in eine Geschirrspülmaschine stellen und sauber und funktionstüchtig wieder rausholen kann.
Unter dem kritischen Blick von Annette durfte ich soeben mit einem Uhrmacherschraubendreher zwischen den Tasten rumkratzen. Zugegeben, afrikanische Kleinstaaten haben schon wegen weniger Kriege angefangen als ich da rausgeholt habe, aber sauberer siehts trotzdem nicht aus. Hätte Bilder machen sollen von vorher, nachher und dem Häufchen.
“Die Mailadresse für ihr ganzes Leben” oder so ähnlich, so hat damals die Post geworben. Eine kostenlose eMail-Adresse konnte man sich holen. Jetzt schnell, solange Einprägsames wie vorname.nachname@epost.de noch frei ist. War ja schließlich damals echt die Hölle mit den ständig wechselnden Adressen, die sich keiner merken konnte. Angeblich.
Und eine schöne neue Welt sollte es werden. Etwas, was man später neudeutsch “Integrated Messaging” nennen sollte, nur noch extremer. Schließlich weiß Yahoo! zum Beispiel ja garnicht erst, daß in der zuständigen Paketstelle eine Sendung eingetroffen ist, die nun am nächstbesten Arbeitstag ausgeliefert werden soll. Ich freute mich schon auf Mails wie “Soeben wurde ein Paket für Sie dem Zusteller übergeben. Er wird dies heute zu der gewohnten Uhrzeit [also irgendwann zwischen 10:00 und 17:00, danke, sehr hilfreich, Anm. d. Red.] zustellen”. Vielleicht noch gleich mit einem tollen Automailerservice? “Hallo Chef, ich komm heut nicht zur Arbeit, ich bekomme irgendwann ein Paket.” Naja, jetzt nicht übertreiben.
Doch dann begann der Verfall.
Weiter kostenlos epost nutzen? Gerne, kein Problem.
Aber pop/smtp kostet. Ok, mit dem Webinterface kann ich leben.
Spamfilter kostet aber! Gut, Spam bekam ich eh nie an diese wohlbehütete Adresse. Der kam erst, als ich kein Schutzgeld äh nicht für einen Spamfilter bezahlte.
Automatische Mailweiterleitung? Für Geld kein Problem.
Von langen Haltezeiten und begrenzter Mailanzahl reden wir nicht, das braucht ja kein Problem sein. Schade nur, daß von den vielen ursprünglich in Aussicht gestellten Features kein einziges je implementiert wurde. Auch nicht für Geld und schon garnicht für gute Worte.
Und was grinst mich der Tage an, als ich zugegeben nach etwas längerer Zeit mal wieder reinschaue? epost macht zu. Aber man könne kostenlos zu Lycos abwandern. Schön, denke ich mir, ob jetzt die Post meine Adresse hostet oder Lycos… doch was hat es mit diesem Vermerk auf sich? “Kostenlose Mailweiterleitung bis zum 28.02.”?
Ja genau. Man bekommt eine neue Adresse bei Lycos. Aus die Maus mit vorname.nachname@epost.de
Ende des Monats werde ich wohl besonders vorsichtig sein. Nicht daß die Post noch wenigstens eines ihrer Versprechen einlösen will. “Ein ganzes Leben lang eine Mailadresse” – wo ich doch schon seit Monaten kostenlos und ohne meine Adressdetails preiszugeben 1GB Speicherplatz bei GMail habe.
Nachtrag: Inzwischen hat sich der Name eh geändert und ich habe meine eigene Domain. Passt schon. Irgendwie.
Auf einem Cocktail ist es albern. Aber erschreckend, wie sehr man sich an eines in der Windows-Taskleiste gewöhnt. Und immer wieder direkt merkt, wenn es mal nicht aufgespannt ist.
Jetzt ist es weg. Windows hat sich AntiVir sozusagen einverleibt. Seit dem Service Pack 2 ist es Bestandteil des Windows Sicherheitscenter.
Ok, no news is good news und solange Windows nicht meckert, ist angeblich alles in Ordnung. Naja.
Ich vermisse meinen kleinen Schirm, der mir Sicherheit vorgaukelt.
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Geschützt Manche Artikel sind nicht für jedermann gedacht, sondern nur für den Bekanntenkreis. Warum, tut nichts zur Sache. Wer das Kennwort haben möchte, kann mir eine Mail schicken. Oder sich an mich an die Zeit vor dem 05.06.2007 erinnern. Umlaute und Großbuchstaben sind hinderlich.
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