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 Hafen Ullapool
Noch einmal haben wir uns in Ullapool die Wampe vollgestopft. Diesmal wieder im Seaforth Inn. Wobei die Radler gestern wohl die Hummergründe fürs Erste leergefressen hatten, denn es stand kein Lobster auf der Tageskarte. Dafür aber Garnelenspieße und frittierte Jakobsmuscheln. Vor ersterem gönnte ich mir einen Two Soup Starter und Annette vor letzterem Ciperones. War allesamt auch lecker, wenn halt auch kein vor Ort gefangener Hummer. Für Nachtisch hätten wir sogar noch Platz gehabt, aber der ist für die restlichen Donuts reserviert.
Charlotte, unsere Wirtin im Guest House, kam uns ausnahmsweise mal nicht direkt entgegen und so mussten wir uns erst mal bemerkbar machen. Außer unserem Zimmerschlüssel hatte sie noch was für uns: Mein kleines rotes Reishandtuch, das Annette wegen vernehmbarem Müffeln heute morgen auch zum Aufbrauchen des restlichen Reisewaschmittels gewaschen und über die Duschtür gehängt hatte. Getrocknet und zusammengelegt. Da ist man dann echt gerührt.
Heute haben wir dann doch noch einiges falsch gemacht. Richtig war es, auf der Fahrt von der Wanderung zum Guest House im Ort kurz anzuhalten. Dort wurde gerade alles abgebaut, was mit der Radveranstaltung zu tun hatte, aber die Stadt war noch relativ voll. Im Seaforth Inn wars dafür umso ruhiger, man schleppte draußen lieber Fish’n'Chips to go durch die Gegend. Und Lobster stand auf der Tageskarte. Perfekt!
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Annette hatte auf der Wanderung schon von Spaghetti Carbonara geschwärmt. Und das sollte sie, wie es der Zufall so wollte, auch bekommen. Zumindest etwas, das so ähnlich genannt wurde.
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Heute war mal wieder Reisetag, wir verlegten vom Cottage auf Skye nach Ullapool. Mit kleinen Umwegen.
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Duschen, heiße Schokolade, bißchen rumlümmeln und schon war wieder 19Uhr, Abendessenzeit im Dunmara B&B. Heute morgen hatten wir die zuerst noch ausgesuchte Tomatensuppe doch wieder abbestellt, denn die Portionen gestern waren beträchtlich. Heute gabs aber was leichteres: Gedünsteten Lachs mit Kartöffelchen, Broccoli und Erbsen. Leider schaffte Annette ihre Portion heute und hatte so nichts abzugeben. Außer vom Eis, daß es zum Kuchen gab. Ihr ist immer noch kalt. Keine Gefahr also, nach dem Essen zu platzen.
Ansonsten gabs heute Abend nur Diashow und Reiseberichte; die Familie, die heute noch hier übernachtet, ist sehr mit sich selbst beschäftigt.
Wir hatten schon kurz vorbeigeschaut, doch nun haben wir es näher kennengelernt. Und wieder einmal herzallerliebst. Adrian, unser Gastgeber, kümmert sich um alles, Helen, seine Partnerin bleibt ungewohnterweise im Verborgenen. Immerhin zu hören war sie.
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Nunja, ist ja alles nochmal gut gegangen. Kleines Bad am Morgen und dann ab zum Frühstück. Leider gabs kein Frühstücksbuffet wie ich es in einem gar nicht mal so kleinen Haus erwartet hatte, sondern ein Kellner nahm in der Tat Bestellungen auf. Die Pilze waren leider etwas wässrig, ansonsten halt alles wieder gewohnter Standard. Richtig überlaufen schien es auch nicht zu sein, die Zahl der eingedeckten Tische ließ auf 4 belegte Doppelzimmer schließen. Beim Abendessen waren definitiv mehr Leute.
 Ewich Guest House, zweite Unterkunft
Was für ein tolles Etablissement! Auch hier wieder supernette Gastgeber. Kurz nach 18Uhr waren wir angekommen, hatten schnell das Zimmer bezogen und uns durch die Dusche geschleust. Bis zum Abendessen um 19Uhr hatten wir sogar noch etwas Zeit. Das wurde im Frühstücksraum serviert und wir belegten mit sechs Personen die Hälfte der Zweiertische. Frisch und hausgemacht wurde beworben. Und lecker noch dazu! Ein Schweinebraten mit einer krossen Kruste, aber ohne schleimigen Fettrand zwischen ihr und dem Fleisch. Darauf einige gedünstete Apfelschnitze, was für eine geniale Idee. Dazu in Butter angeschwenkte kleine Kartöffelchen, zwei kleine Pastetchen, gedünsteten Wirsing mit grünen Bohnen und als Highlight in Honig karamelisierte Karottenschnitze. Boah, so lecker haben wir in Frankreich schon lange nicht mehr gegessen und wir sind hier auf der Insel, auf der man angeblich nicht kochen kann. Noch dazu in Schottland, dem Land des Haggis und des Blackpudding.
Nachtisch war ein Kuchen mit Mürbeteigboden und einer Art Bananencreme obenauf. Leckerst! Die Getränkekarte hatte ich vorher nicht gesehen, wobei mich der Wein nicht gereizt hätte und ich auf Bier nicht so richtig Lust habe.
Die anderen Gäste waren übrigens auch recht kontaktfreudig und so entsteht gleich wieder eine familiäre Atmosphäre.
Doch von der Wanderung geschlaucht zogen wir uns zügig zurück und ich schreibe hier Reiseberichte, während Annette nach der abendlichen Diashow das Schnarchen anfing.
Zumindest war Annette der Meinung, daß der Senior des Saffron in Balfron wie eine indische Version des Kölner Originals aussieht. Untergebracht ist das Restaurant im Obergeschoß des örtlichen Pub, so daß man erst mal ein wenig sucht, wenn man die Kaschemme nicht besuchen will. Das Ambiente erreicht dann auch nicht wirklich Restaurantniveau. Essensflecken auf der laminierten Karte und auch die Spritzer auf der Tapete erinnern eher an Schnellchinesen mit Sitzgelegenheit hierzulande.((Tatsächlich gingen während wir dort waren gefühlte 60% der Produktion zum Mitnehmen an diverse vorbestellt habende Abholer raus))
Dafür war das Essen lecker. Fragt mich nicht mehr, wie das ganze hieß. Man sucht sich quasi eine Soße aus und dazu ein Fleisch aus. Das Fleisch bestimmt den Preis des Gerichts. Die Beilage, sei es Reis, Naan oder was anderes. Vorneweg gabs schonmal Poppadoons(?) mit diversen Dips aufs Haus.
Daß das Essen lecker war, sagte ich ja schon. Als Beilagen hatten wir eine Schale Reis und ein Naan. Annette hatte Lamm mit einer cremigen Soße. Meins sollte pikant sein mit Paprika, Chilies, Ingwer etc. und war mild genug, daß Annette davon mit aß. Und sogar die Schrimps darin mochte. Dafür aber nicht ihre eigene Portion schaffte, so daß wir den Rest mit einer weiteren Portion Reis uns einpacken ließen.
“Da hat sich in den letzten Jahren echt was geändert. Man kanns Essen und man kanns sogar bezahlen!” Das waren Annettes Worte nach unserem Abendessen. “The Black Bull”, eine Empfehlung unserer Gastgebervertretung hatten wir mit einem Fünfpfundgutschein in der Hand heimgesucht.
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