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Jo mei, man arbeitet sich halt so durch. Nichts besonderes, nur normales Tagesgeschäft. Mit zwei kleinen Ausnahmen. Beide basierend auf der starken US-Präsenz hier in der Gegend. Einerseits komme ich so dazu, mein Englisch mal wieder an Muttersprachlern aufzupolieren. Andererseits habe ich in den letzten drei Tagen mehr VAT-Forms bearbeitet als in den letzten drei Jahren in Karlsruhe.
 C-40B im Anflug auf Ramstein
Auch bemerkbar macht sich die Airforce bei entsprechender Windrichtung. Der vorherrschenden, um genau zu sein. Dann sieht und hört man hier, was das MAC so nach Ramstein schickt. Daran erkennt man übrigens hier auch wohl die Auswärtigen: Wer nach oben schaut, ist den Trubel nicht gewohnt. Und ich bin ja generell neugierig, wenn etwas tief genug fliegt, um gut erkannt zu werden.
 Kunst im Wald
Ansonsten hat die Kamera reichlich Ruhe. Irgendwie finden sich keine lohnenden Motive. Maximal die Straßenkunst hier. Und übrigens, der vermeintliche Fotografenfehler ist volle Absicht. Ich habe zwei vorhergehende Bilder ohne dieses Detail, daß ich dann abschließend eingefügt habe. Man beachte hierbei auch den Bildaufbau im Spiegel.
Obwohl, ein Objekt war es mir doch noch ablichtenswert. Die Schilder am Weiher hier beim Hotel scheinen zielgruppenoptimiert zu sein. Man hatte wohl schon Probleme mit Schwarzanglern aus dem kyrillischen Schriftraum.
 Angelski verbotski
Sodele, gestern hab ich meinen Urlaub festgeklopft und um noch relativ günstig zu reisen habe ich soeben gebucht.
Gestern hatte ich mich schon ein wenig umgesehen und dabei festgestellt, daß der Zusatzgebührenmeister RyanAir trotzdem noch günstig sein kann. Klar ist es ärgerlich, daß ein zweiter Koffer pro Person satte 70€ Gebühren kostet und pro Koffer nur noch 15kg erlaubt sind, aber Karlsruhe-Cagliari ist immer noch nur unwesentlich teurer als Köln-Olbia bei AirBerlin. Und die Anreise nach Köln würde locker das doppelte des Gesparten verbrauchen, von der unmöglichen Reisezeit mal abgesehen. In dem Zusammenhang kann ich übrigens den gesamten gerühmten Flugsuchmaschinen und Urlaubsportalen nur kritisieren: Bei gleichen Reiseterminangaben fanden sie, auch wenn beide bereits genannten Fluggesellschaften mit berücksichtigt wurden und auch in Angeboten auftauchten, nur deutlich turere Angebote. Kurzum, selbst mit allen Gebühren bei RyanAir liegt meine Buchung grad mal bei der Hälfte des günstigsten Angebots eines Portals. Das hatte den günstigen RyanAir-Flug mit einem entsprechen deutlich teureren Flug in der anderen Richtung ausgegelichen. Mit 3x Umsteigen, ein Mal quer durch Europa.
Dann aber noch ein Killerargument: Der Mietwagen. Wird neuerdings bei RyanAir während des Buchungsprozesses recht aggressiv angeboten. Das kann ja eigentlich kein gutes Angebot sein bei solcher Penetranz. Wenn es nicht 160€ günstiger wäre als Hertz mit Louis-Rabatt oder mein bisheriger Mietwagenbeschaffer Autoeurope. Und dann auch noch inklusive Vollkasko. Na gut, mal genau hinsehen, wie hoch die Selbstbeteiligung ist, das haben sie bisher gut getarnt. Aber man kann ja bei Hertz noch gebührenfrei stornieren…
Kurzum: Vom 27.09.2010 abends bis zum 13.10.2010 abends werden wir auf Sardinien sein. Freiwillige zum Mäusehüten, Blumenersäufen, Briefkastenleeren und Flughafenchauffieren dürfen sich gerne unter bekannter Mailadresse melden. Oder in den Kommentaren.
Geschafft. Der Flieger aus Manchester stand zwar noch ne Weile auf dem Vorfeld, durfte aber dann doch fast rechtzeitig starten, wo wir doch dank Rückenwind mit einer geringeren Reisezeit zu rechnen hatten und deshalb in der Priorität zurückgestuft worden waren. Weiterlesen
Ich wusste ja, daß in Deutschland noch mindestens eine Ju52 in Betrieb ist. Aber unvermittelt eine quasi vor dem Arbeitszimmerfenster vorbeiziehen zu sehen ist dann doch eine große Überraschung. Leider hatte ich mein Fernglas nicht schnell genug zur Hand, um evtl. noch eine Registrierung oder andere Markierungen abzulesen.
Das Gröbste haben wir jetzt wohl überstanden.
Die Ansteherei beim Einchecken war nur der Anfang. Endlich an der Reihe, gab es dann einen kleinen Schreck, der wohl immer noch nicht richtig angekommen ist. Es stellte sich raus, daß wir satte 10kg Übergepäck haben. Womöglich nochmal anstellen, nachdem wir einer Abfalltonne doch noch einen (den nicht so inseltypischen) Teil unserer Einkäufe überantwortet haben, das kam nicht in Frage. Somit war geklärt, was wir mit unserem restlichen Bargeld machen. Per Kreditkarte musste ich sogar noch drauflegen, ganze 55GBP hat uns der Spass gekostet.
Ein wenig Ruhe genossen wir dann noch vor der Sicherheitsschleuse. In einer etwas ruhigeren Ecke – eine ruhige Ecke gibt es nicht an einem Flughafen, auf dem Hunderte Menschen auf Sitzen und Isomatten genächtigt haben und nach und nach aufwachen – verputzten wir noch den leckeren Yoghurt von Tesco.
Dann war jedoch schon wieder Getümmel angesagt. Bei der Sicherheitskontrolle war Hochbetrieb, dementsprechend lang die Schlangen. Mein Blick immer wieder auf der Uhr, damit wir rechtzeitig zum Boarding kommen. Interessant hier, daß Schuhe generell ausgezogen werden mussten zum durchleuchten. Allerdings konnte nicht geklärt werden, was die Schotten unter ihrem Kilt tragen. Der Humor der traditionell gekleideten Sportlergruppe (Highlandgames?) half uns aber ein wenig über die hektische Kontrolle.
Das Boarding war so toll, daß wir gleich zwei Mal mitspielten. Kurz vor offiziellem Beginn reihten wir uns am Ende einer langen Schlange ein. Der Monitor am Gate zeigte nichts bzw. nur Werbung an. Mit über 10 Minuten Verspätung begannen die Damen dann auch ihre Arbeit. Verwundert war ich nur darüber, daß fast alle anderen in der Schlange Bordkarten für den Flug nach Porto hatten. Aber Gate und Uhrzeit stimmten und viele Leute vom Karlsruher Flug waren auch in Sichtweite, nicht zuletzt auch die krasse Kollegas der Schulklasse.
Ganz vorne wurden wir nur barsch beiseite geschickt. Boarding für Karlsruhe wäre nicht hier, zumindest nicht jetzt, womöglich wäre das der nächste Flug, genaueres wisse man nicht. Würde auch alles der Monitor anzeigen ,wäre er nicht gerade ausgefallen. Mein Vorschlag, als Backup für den ausgefallenen Monitor einfach Papier, Edding und Tesa zu nutzen, kam überhaupt nicht an. Stattdessen wurde der nächste in der Reihe abgewimmelt (auch er wollte nach Karlsruhe) und dann wieder Passagiere nach Porto abgefertigt.
So reihten wir uns einfach wieder hinten ein. In der Schlange vor uns dominierten dann Karlsruher Bordkarten, immerhin. Nur die vergangene dreiviertel Stunde hätten wir auch bequemer auf einer Bank verbringen können. Der zweite Boardingversuch klappte dann auch anstandslos, wenn auch verspätet. Ich hatte mich an den Gedanken gewöhnt, daß man schon nicht starten würde, während der grösste Teil der Passagiere noch von den Stanstead-Bürokraten aufgehalten wird.
An Bord dann die übliche Sicherheitseinweisung für die Boeing 737-800 gefolgt von einer ungewohnt gründlichen Beobachtung der Fluggäste. Kameras etc. wurden recht barsch ins Gepäck verwiesen. Ich packe auch meinen GPS-Empfänger wieder weg. Wir haben eh keinen Fensterplatz bekommen und somit gibts auch keinen Empfang. Annette verschlief schon den Start und in der Luft gibts jetzt eine tolle Verkaufsschow in gebrochenem Englisch mit tschechischem Akzent. Das Deutsch ist noch grausliger.
Das ist übrigens der letzte Eintrag nach britischer Zeit, ab der Landung geht es wieder mit Mitteleuropäischer (Sommer)Zeit weiter.
(Randnotiz: Wir haben himmerhin eine Zeitzone überquert, ab hier bis auf weiteres alle Zeitangaben in der aktuell gültigen britischen Zeit)
Wir überqueren gerade bei Paglesham die Küste zur Hauptinsel. Zwei Buchautorenkann ich jetzt schon widerlegen. Tom Clancy schreibt nicht ganz die Wahrheit in “Red Storm Rising”, als passenderweise aus mehreren Kilometern Höhe Schiffe nicht unterscheiden könne, sondern nur als graue Flecken mit Kielwasser sichtbar seien. Aus 10km Höhe über der Nordsee konnte ich sehr wohl Schiffstypen unterscheiden und das auch ohne ein hochwertiges russisches Fernglas an Bord eines Fernaufklärers. So es die Wolkendecke zulässt. Peter Stahl hat auch nicht ganz recht, das Flakfeuer an der Küste ist eher nichtexistent. Allerdings war das auch vor 65 Jahren und seine Ju88 flog etwas tiefer als unsere Fokker 100.
England also. Jetzt ist es wahr. Meine Spannung steigt.
Soweit haben wir es geschafft, Die Bahn kann uns nichts mehr anhaben. Verspätung gab es nur wenige Minuten auf unserem letzten Teilstück von Köln HBf zum Flughafen. Bis wir den bepackten Kofferkuli per Aufzug zum richtigen Terminal geschafft hatten, waren immer noch ein paar Minuten Zeit bis zum Beginn des Eincheckens. Aber der Schalter war bereits besetzt und so war das schnell abgehakt. Ein bißchen zum Zeitvertreib im Duty Free Shop gestöbert. Sicherheitskontrolle war mal wieder aufwendig, aber das Personal war ausgesprochen nett und hilfsbereit – ganz im Gegensatz zu Frankfurt/Hahn vor ein paar Jahren. Der ganze breitgefächerte und durchsatzstarke Checkpoint war wohl neu eingerichtet. Die stillgelegten Anlagen bei der Ausweiskontrolle sehen bei weitem nicht so effektiv aus.
Da ich meine Weste durch den Scanner laufen lassen konnte und diesmal auch an die Geldbörse dachte, waren zwei Gründe für den fiependen Metalldetektor per Handsucher schnell gefunden: Gürtelschnalle (ich lerns nie!) und der Metallanhänger am Lederbändchen um den Hals. Der dritte Grund befand sich wohl in meinen Wanderstiefeln (die ich aus Gewichts- und Platzgründen im Reisegepäck anstelle der leichten Sportschuhe trage), die musste ich ausziehen und sie wurden seperat gescannt. Der Dame neben mir auf der Bank ging es auch nicht besser mit ihren High Heels.
Ausweiskontrolle war nochmal lustig. Der eine Beamte schaute skeptisch auf AnnettesAusweis und zog seinen Kollegen hinzu, der ebenso skeptisch dreinblickte. Beide aber waren etwas am Grinsen und so konnte ich mir nicht verkneifen, mit einem schelmischen Lächeln abwimmelnd zu gestikulieren. Als Retourkutsche schauten sie sich grinsend meinen Ausweis auch sehr genau an. Schlauerweise hatte ich die auf dem Foto nicht vorhandene Brille (das selbe Foto ist auch im Führerschein und ich will dort keine Brille eingetragen bekommen) abgenommen, was die beiden aber kommentierten mit “Nehmen sie lieber den Bart ab, der verändert mehr.” Und dann winkten sie mich lachend durch.
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Geschützt Manche Artikel sind nicht für jedermann gedacht, sondern nur für den Bekanntenkreis. Warum, tut nichts zur Sache. Wer das Kennwort haben möchte, kann mir eine Mail schicken. Oder sich an mich an die Zeit vor dem 05.06.2007 erinnern. Umlaute und Großbuchstaben sind hinderlich.
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