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Selbst ist der Radler

Mein radbastelnder Kollege hatte mich ha schon darauf hingewiesen, wie einfach die Bastelei eigentlich sei und gefragt, warum ich, obwohl ich fast alles am Motorrad schraube, mich da nicht rantraue. Frage ich mich inzwischen auch.

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Weil am Rhein revisited

Man braucht meine Hilfe in Weil. Dieses Mal im neuen Laden. Der alte, den ich mit eingeräumt hatte, war ja zwischenzeitlich abgebrannt.
Die Anfahrt mit der F war relativ ereignislos. Highlight war ein Benzfahrer1, der die 8km lange Baustelle bei Baden-Baden komplett auf größtenteils auf der linken der drei Spuren mit 78km/h bei erlaubten 80 durchquerte. Größtenteils deswegen, weil mindestens eine Radbreite immer auf der mittleren Spur war. Da haben wohl die 2m Fahrspurbreite nicht für Benz und Ego gereicht. “Wenn der Verkehr sich staut2, darf man mit maximal 80km/h und einer maximalen Differenz von 20km/h auch rechts vorbeifahren” dachte ich mir und fuhr mit stur 80 fast an ihm vorbei. Sein plötzlicher “Spurwechsel” auf 20% links und 80% Mitte just als ich auf seiner Höhe war, sehe ich als Versuch eines Oberlehrers, den von ihm fälschlicherweise als illegal eingestuften Überholvorgang mit tätlicher Bedrohung zu unterbinden. Was ihm gelang.
Schwamm drüber. Der sintflutartige Regen später hat mich auch nicht weiter geschockt.
Die neue Filiale sieht ganz nett aus, aber die hohe Decke der alten mit ihrer Holzkonstruktion war einfach schicker. Es gibt dort viel zu tun und die Kunden können zum Teil richtig zeitraubend sein.
Ansonsten? Unterkunft. Knapp 3km entfernt. Der erste Eindruck passte nicht zu den Befürchtungen, die ich nach den Ausführungen meines Gebietsleiters hatte. “Ganz ok, habe auch schon dort gewohnt” klang für mich irgendwie wie “Da gibts deutlich besseres, aber tröste Dich, ich musste da auch schon durch”. Richtig modern, groß und hübsch, sogar mit Balkon. In zweiter Näherung riechts irgendwoher ziemlich schimmelmufflig. Dafür, daß weder Simyo noch Fonic oder Fyve mehr als GPRS bieten können, kann das Hotel3 nichts, wohl aber für die vollmundige Ankündigung eines freien WLANs in der ausliegenden Broschüre, das sich als freier Zugang zum kostenpflichtigen Angebot der Telekom entpuppt. Und die auf der anderen Straßenseite vorbeirauschenden ICE hört man gar nicht so sehr wie befürchtet. Schaumermal.

  1. OG-AC 555 []
  2. was er definitiv tat []
  3. eigentlich genauer Gasthof []

Militante Pflegedienste

War mir schon häufiger aufgefallen, heute aber wieder ein Extrembeispiel. Ambulante Pfleger haben wohl nicht wirklich Zeit für die Fahrten von Einsatzort zu Einsatzort. Zumindest fahren sie so, als wäre ihrem schnellen Vorankommen alles untergeordnet, selbst die Unversehrtheit der anderen Verkehrsteilnehmer.

Vielleicht aber auch nur eine Form der Kundenaquise.

Toppen wollte das aber noch ein Baggerfahrer der Straßenbahnbaustelle in der Rüppurer Straße. Die Grenzen seines Buddelreiches ignorierend verließ er dieses und zuckelte den Radweg lang. Völlig unbeeindruckt von den Flüchten der drei Radfahrer, die er bei der Aktion beinahe abgeräumt hatte, mich eingeschlossen.

120 ist die neue 107

Bilanz der letzten drei Zustellungen: Zwei landen in der Packstation am Bahnhof1 und nur an die eigentlich adressierte2. Dafür ist die so beliebte direkt im Hof der Zustellbasis. Ein Schelm, der Böses dabei denkt…

  1. 2km Umweg []
  2. 150m Umweg []

Sigma

Eigentlich wollte ich erst nach Abschluß des Vorgangs was schreiben, aber der Laden geht mir langsam echt auf die Nüsse. Weiterlesen

Fangesindel

Zahnarzttermin in der Pfalz. Und bevor noch mal jemand fragt: Ja, es ist beschlossene Sache, zu einem Arzt in Karlsruhe zu wechseln, aber die drei Termine für eine professionelle Zahnreinigung hatte ich schon vor diesem Entschluß ausgemacht und nun ziehe ich das durch. Auch wenn es schwer fällt.
Probleme hatte ich allerdings beim Kauf der Fahrkarte. Eine Viererkarte wollte ich und wurde auf dem Bildschirm aufgefordert, die Kennzahl1 für mein Ziel anzugeben. Die konnte ich gerade so noch finden, denn gerade über meinen Zielbahnhof hatten die Vollpfosten nicht ihren Fanrottenaufkleber gepappt. Aber wie gebe ich die Zahl ein. Sollte da nicht irgendwo ein Zehnerblock sein, wie in der Anzeige angedeutet. Ich habe die Tastatur dann gefunden. Daß ich so lange gebraucht habe, hängt ziemlich wesentlich damit zusammen, daß der selbstklebende Reviermarkierungskothaufen des Fangesindels just das Format und die größe der Tastatur hat. Tja, unter willkürlich kreuz und quer und schief aufgeklebten Selbsbeweihräucherungen ist dann doch die eine verdächtig, die exakt ausgerichtet ist.
“Sektion 3 Langen-irgendwas”, wohl eine neue Fanfreundschaft oder sowas. Und überhaupt ist es gar nicht auffällig, daß die Haltestelle beim Fansammeltopf2 zwar nur marginal mehr verschmiert und verklebt ist als andere Haltestellen in Randlage, dafür aber auffällig exklusiv mit Fanaufklebern und Parolen. “Pyrotechnik ist kein Verbrechen” steht auf einem Aufkleber mit einer Hand, die eine Magnesiumfackel hält. “Sport angucken ist kein Menschenrecht” möchte man darauf antworten und diesen intelektuellen Brennpunkt mit der von ihnen selbst gewünschten Pyrotechnik bearbeiten. Dann wären auch die Sommernächte wieder angenehmer ohne Mucke und Gegröhle bis in die frühen Morgenstunden.

  1. Zonenzahl []
  2. “Fanprojekt” nennt sich das []

Rad KW42 und Kommentare

4589km stehen auf der Uhr, somit sind es 41km mehr als seit der letzten Radelwoche (vor dem Urlaub).

Ansonsten hat sich radltechnisch ein wenig getan in Karlsruhe. Auf meinem Radweg zur Arbeit wurde der Radweg bis vor die Kfz-Haltelinie vorgezogen. Wird öfter praktiziert, ist aber an der Stelle mehr als angebracht. Schließlich geben dort die Autofahrer gerne schon Gas, wenn nur die Radler, nicht aber sie grün haben. Und dann wird es an der nachfolgenden Engstelle knifflig. Deswegen ja auch die stufenweise Grünphase.

Aber gleich drauf dann der Knüller: Ein Stück Fahrbahnbreite fehlt schon wegen einer Baustelle und diese Woche wurde nun auch die gegenüberliegende Straßenseite mit einem Bauzaun verbarrikadiert. Die verbleibende Gasse ist kaum breiter al ein Auto und mit seitlichem Versatz ca. 60m lang. Ohne irgendwelche Regelung. Klar, ist ja eine Fahrradstraße und zwei begegnende Räder kommen locker aneinander vorbei. Nur daß in der Praxis munter Zweispurfahrzeuge die Straße bevölkern.

Welcher Pfosten erteilt in dieser Stadt so unkoordiniert Baugenehmigungen?

Badischer Sushimarathon

Man darf die “Viel vor, nix dahinter”-Stadt1 echt nichts organisieren lassen. Oder genehmigen, falls wer anders organisiert hat. Heute auf dem Weg zum Sushi-Brunch per Rad war bei der freien Tankstelle erst die Straße und wenig später sackgassenmäßig der Radweg gesperrt. Wobei sich Hütchen ohne Flatterband ignorieren lassen. Doch spätestens die Überquerung der Kaiserstraße gelang nur mit Hilfe eines Streckenpostens. Und das vor dem Start.

Heimlich und undurchdacht findet heute also dieser Marathon statt. Bei einer ähnlichen Veranstaltung in Hannover Anfang des Jahres war in den Wochen davor, als ich dort arbeitet, schon alles voll mit Schildern, die besagten, wo die Strecke verläuft und wie man sie umfährt. Tja, so wird das halt in Landeshauptstädten geregelt, da braucht sich der Badenser nicht zu wundern, daß er vom Schwabenländle aus regiert wird. Hier in Karlsruhe wussten nämlich selbst die Streckenposten nicht mehr, als daß sie an ihrem Standort niemanden durchlassen sollen. Und schickten selbst unwissend uns auf der Rückfahrt immer wieder in Sackgassen. “Da müssen sie halt außenrum fahren.” Wo und wie weit außenrum wusste niemand. Also haben wir die Strecke einfach in einem wenig beobachetetn Moment an einer publikumsarmen Stelle gequert.

Tolle Großveranstaltung.

Und im Sushi Circle baut man neuerdings Schnittlauch in die California Rolls. Bäh. Habe ich mich eben am Tunfisch schadlos gehalten. Die Ignorantenquote war heute eh ungewöhnlich hoch.

  1. Karlsruhe natürlich []

Langsam mahlen die Mühlen der Gerechtigkeit

Doch sie mahlen. Ungefähr so wollte ich heute den Blogeintrag nennen. Ursprünglich.

Grund war meine neuliche Genugtuung. Vor knapp drei Wochen war mir am selben Tag aufgefallen, daß sowohl bei den Radwegzuparkern an der Linkenheimer Landstraße Grüße vom Ordnungsamt als auch an dem ums Eck auf einem öffentlichen Parkplatz verrottenden ehemaligen Imbißbudenanhänger ein roter Punkt prangten. Der Punkt war auch überfällig, hatte der Hänger doch ein am 1.5.2010 abgelaufenes Kurzzeitkennzeichen. In der Zeit sah man den Beweger des großen baltischen Transporters, der hier oft die Gehwege kraft seines mächtigen Hecküberhangs zuparkt, gelegentlich an dem Hänger arbeiten. Seit Monaten rottet das Teil scheinbar unbeachtet vor sich hin.

Heute morgen, Stichtag. Der Hänger ist weg. Weg vom alten Platz. Jetzt steht er auf einem Privatparkplatz direkt gegenüber. Vom Arbeitszimmer aus hat man eine wunderbare Aussicht auf das vermooste und mutmaßlich auch morsche Dach. Der Boden scheint eh zu fehlen, denn bei den Arbeiten am Hänger sah man den Nachbarn mit beiden Beinen fest auf dem Straßenboden stehen. Vorsorglich wurde das abgelaufene Kurzzeitkennzeichen abgeschraubt. Die ehemals auf dem Parkplatz abgestellten Kräder verteilen sich nun teils auf der Zufahrt zum Haus gegenüber, wo in einer Wohnung scheinbar das halbe Baltikum untergebracht ist. Der zugehörige Kleinwagen steht auch schon wieder bei uns vorm Haus in der Zufahrt im Weg rum.

Fragt sich, wie es sich verhält auf privatem, aber nicht umfriedetem Grund. Soweit ich weiß, würde man für eine überfällige Hauptuntersuchung, profillose Reifen u.ä. ein Knöllchen bekommen. Doch wie steht es um eine nicht vorhandene Zulassung? Ist das wirklich harmlos? Soll ich künftig vom nicht verkehrssicheren Krad einfach das Kennzeichen demontieren? Oder ist es doch wieder nur die Trägheit der städtischen Bediensteten Karlsruhes, die auch ein Autowrack mit ähnlicher Unterbringung oder den Hinweis auf besagten Hänger seit Monaten gekonnt und geübt ignorieren?

Naite Update

Oder: Wie ein bekannter Hersteller an der Kundenanfrage herumtextbausteint.

Der Reihe nach. Am Sonntag hatte ich den Helm aus dem Keller geholt und mit dem Telefon rumgespielt. MP3s abspielen klappte erwartungsgemäß problemlos. Beim Radio dann die erste Ernüchterung. Klar, das Kabelheadset muß ja dran als Antenne. Und bekommt somit den Ton. Gut, man kann die Lautsprecher aktivieren, aber kein Ton findet seinen Weg per Bluetooth in den Helm.

Anfrage bei Sony-Ericsson. Und heute kam die Antwort: Geht nicht. Ok. Pech gehabt. Peinlich nur der Vorschlag, ich solle mir doch ein spezielles SE-BT-Headset mit integriertem Radio kaufen. Dann hätte ich ja, was ich wolle.

Ja, ich hatte erwähnt, daß es um ein BT-Headset in einem Motorradhelm geht. Danke fürs Lesen, lieber Supportmitarbeiter…

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