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Annette hatte sie schon im April in Pforzheim gesehen, als ich in Hannover arbeiten war. Doch sie war auf eine Wiedrholung gewillt, was die Nachbarn als Gelegenheit für ein Geburtstagsgeschenk sahen. Überraschenderweise gab es dann doch vor dem Termin im September, wieder in Pforzheim, aber mit neuem Programm, noch einen in Karlsruhe. Überraschend vor allem deswegen, weil der Termin beinahe mit meinen Arbeitszeiten kollidierte. Weiterlesen
Die Bilderseite ist fertig und (fast) alle Schottlandartikel mit Bildern versehen. Demnächst werde ich die Hauptseite des Urlaubsberichts von “Geplanter Reiseverlauf” auf “Stattgefundener Reiseverlauf” umschreiben, dann wäre alles vollbracht.
Vergesst alles Negative, was ihr über die Insel und speziell ihren wilden Norden in dieser Hinsicht gehört habt. In Schottland muß man nicht verhungern! Haggis und Blackpudding sind zwar allgegenwärtiger als der Saumagen in der Pfalz, man kann ihnen aber entgehen. Gehen wir doch einfach mal die Mahlzeiten eines Tages der Reihe nach durch: Weiterlesen
Allem voran stellt sich da die Frage nach dem Linksverkehr. In einem entsprechend angepassten Auto sehe ich da kaum ein Problem. Wenn alles seitenverkehrt ist, passt wieder. Nur sollte man mit der linken Hand schalten können; alles andere ist wie gewohnt.
Im Nachmittagsverkehr um Glasgow rum in die Prärie war ich zwar Anfangs noch was unsicher, aber es ging alles bei entsprechend defensiver Fahrweise. Generell geht man da oben recht entspannt miteinander um. Single Track Roads verlieren so auch ihren Schrecken. Ich glaub, in Deutschland würde jeder nochmal aufs Gas treten, um ja als erster seinen letzten Ausweichplatz vorm Zusammentreffen passiert zu haben und dann rechthaberisch drauf zu warten, bis der andere zurücksetzt. In Schottland kann man meist nicht schnell genug anhalten, schon steht der andere und bittet per Lichthupe drum, man möge doch weiterfahren. Auf Single Tracks kann man natürlich nicht überholen und so fordert (nicht nur da) die Polizei (!) per Beschilderung dazu auf, Schnellere passieren zu lassen. Was auch meist gemacht wird. Sehr entspannend, bei uns im Land der Autobahndauerlinksschleicher schwer vorstellbar. Auch sind die Ausweichstellen so geschickt angelegt, daß man eigentlich immer noch locker in eine reinfahren kann, wenn man Gegenverkehr kommen sieht. In den Städten wirds dann etwas hektischer. Inverness war nach zwei Wochen Highlandeinsamkeit ein Kulturschock, aber nie wirklich stressig.
Blöd kann einem die Singletrackerei nur werden, wenn das Navi eine Vorliebe dafür entwickelt statt den schnelleren, wenn auch etwas weiteren Weg zu nehmen, aber davon schrieb ich ja schon an anderer Stelle.
Von den paar Tagen mit üblem Regen mal abgesehen würde mich Schottland auch für eine Motorradtour reizen. Mal sehen, was sich da ergibt, Annette könnte ich ja zwischendurch mal für eine Wanderwoche vom Flugplatz abholen.
Unser Vehikel war übrigens ein Ford Focus 1.6l Zetec. Kostenloses Upgrade, weil in unserer gebuchten Klasse nichts frei war. Dafür ein wenig runtergeritten mit über 40tmls, aber dennoch waren zwei mir gar nicht mal so aufällige Kratzer hinten links akribisch auf dem Übergabeprotokoll vermerkt. Ich erlaubte mir dann, die Riesenschramme samt eingedrückter Heckschürze hinten rechts auch zu reklamieren bevor ich losfuhr. Vorne rechts fiel mir dann auch noch eine Schramme später auf, die aber nicht von mir sein kann. Hoffentlich kommt da nichts nach, wenn die so pedantisch sind. Die Kiste lief richtig gut. Verbrauch? Keine Ahnung, wir haben zwischendurch halt immer wieder mal getankt. Hey, ist Urlaub! Gut 1400 Meilen sind wir damit gefahren.
Das Fazit ist einfach: Alles hat sich bewährt. Naja, fast alles.
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Geschafft. Der Flieger aus Manchester stand zwar noch ne Weile auf dem Vorfeld, durfte aber dann doch fast rechtzeitig starten, wo wir doch dank Rückenwind mit einer geringeren Reisezeit zu rechnen hatten und deshalb in der Priorität zurückgestuft worden waren. Weiterlesen
 Puffin Air
Oder: Unsere Heimreise bisher.
- 04:45 Uhr Der Wecker klingelt
- 05:15 Uhr Abfahrt gen Flughafen
- 05:40 Uhr Mietwagen abgestellt und Schlüssel und Papiere eingeworfen.
- 05:45 Uhr Eingescheckt und Gepäck abgegeben. Nur zusammen 38kg bei erlaubten 40kg, ich bin stolz auf uns!
- 05:55 Uhr Frühstück nach einem sehr dringenden Ruf der Natur
- 06:10 Uhr Der Rest der letten Flasche Dr Pepper wird geext, denn unser Flug wird aufgerufen bzw. man soll mal so langsam durch die Sicherheitsschleuse.
- 06:30 Uhr Sogar ohne Wanderstiefelausziehen locker und zügig durchgekommen, Warten in der Lounge
- 06:50 Uhr Aufruf und Einsteigen durch eines der 2(!) Gates des Flughafens von Inverness Nicht lustig: Im Nieselregen vor der Tür des Fliegers gefühlte 2 Minuten zu warten, weil das Gate zu früh aufgemacht wurde. Die zuständige Dame vom Flughafen zeigt mit ihrer Miene aber deutlich, daß die Schuld eher bei der Bodencrew am Flieger zu finden ist.
- 07:05 Uhr Pünklich wie die Maurer hat unsere Kapitäneuse den kleinen Miefquirl in die Wolken gehoben. Und ich bin wieder mal fasziniert, wie diese kleinen Biester abgehen.
- 08:25 Uhr Von oben rein in die Wolken, unten raus aus den Wolken und mit Schmackes auf die Piste. Passt.
- 10:23 Uhr Auf den Infoschirmen wird noch kein Gate angegeben, aber daß es in 50 Minuten öffnen wird. Immerhin mussten wir den Sicherheitsbereich nicht verlassen und konnten uns in einem Boots mit weiterem Reiseproviant eindecken. Wobei ich unser letztes Münzgeld loswerden und dennoch den Rest (ca. 2GBP) mit Karte zahlen konnte.
So, nun sind wir an der letzten Station unserer Reise angekommen. Morgen in aller Herrgottsfrühe wird uns ein Flieger vom benachbarten Flughafenplatz Inverness Dalcross gen Heimat tragen.
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Es hat geklappt. In diversen Läden hatten wir schon geschnuppert und es gab da schon diverse Kilts für akzeptable Preise, aber nie passten Farbe, Muster und Größe zusammen. In Inverness haben wir dann bei der Fahrt in die Stadt den ersten Laden gesichtet und gleich drauf in der Nähe ein Parkhausgeentert. Der Laden war allerdings grad am umziehen und an der von uns besuchten alten Stelle bereits geschlossen. Da wir aber in der Gegend waren, in der ich per Google einige Läden ausgemacht hatten, suchten wir einfach die Straßen ab. Zuerst fündig wurden wir in der Victorian Mall(?), einem kleinen Geschäftsviertel, das so wirkt, als wären die Gassen zwischen der alten Bausubstanz einfach nachträglich überdacht worden. Hat Charme. Aber der Kiltmaker war genau das: Ein Herrenausstatter, der auf Maß arbeitet. Also nix zum von der Stange mitnehmen und schon gar nicht günstig. Aber man war hilfsbereit und sagte uns, in welcher Gegend wir nach “Touristenkilts” schauen sollten. Mit dem Rat, nicht gleich im ersten Laden zu kaufen, da die Qualität sehr unterschiedlich sei.
So liefen wir dann in den ersten Laden ein, der irgendwie aussah wie die Tourifalle in Ullapool, bei der ich beinahe zugeschlagen hätte. Der bevorzugte Black Watch Tartan war auch da nicht in meiner Größe zu haben, aber wir fanden ein mehr rotes Muster, daß uns durch seinen subtilen Grünanteil auch gefiel. Passte auch sehr gut. Aber wir sollten ja nicht im ersten Laden kaufen. Ich ließ für ne Stunde zurücklegen. Der nächste Laden kam mir dan definitiv bekannt vor, es war Hector Russel. Aber nichts in meiner Größe gefiel. Außer einem Heavyweight Kilt, also das volle dicke Material, auch in entsprechend guter Verarbeitung. Kostete aber auch gleich das vierfache dessen, was sich bisher so als typischer Preis eines leichteren Casual Kilts herauskristallisiert hatte. Und schwer war das Ding wirklich! Dafür schlug ich bei einem Gürtel und einer Schnalle zu.
Dritter Laden, scheinbar wieder kein Glück. Nicht in meiner Größe. Aber man ließ vom Laden des selben Unternehmers auf der anderen Flußseite einen rüberbringen. Passte wunderbar. Allerdings keine Wolle, sondern Viskose/Polyester. Der im ersten Laden war aus 100% Wolle zum selben Preis. Ich überlegte eine ganze Weile. Wolle kann halt nicht selbst gewaschen werden und Annette mag sie nicht zum Ankuscheln, so entschied ich mich dann doch für das “niederwertigere” Material. Daß es in diesem Laden ein Paketangebot gab, in dem zu dem Preis, den ich nun für Kilt, Gürtel und Schnalle ausgegeben hatte, auch noch ein Sporran und ein Hemd beigewesen wäre, ärgerte mich nicht, denn so toll waren Täschchen und Gürtel aus dem Set nun auch nicht.
Allerdings konnte man keine schönen Strümpfe zu einem akzeptablen Preis bieten und so suchten wir nochmal Hector Russel heim.
Es ist nicht leicht, ein so kuscheliges Heim zu verlassen. Ganz besonders, wenn man weiß, daß am Ende des Tages noch eine kurze Übernachtung und dann der Rückflug, also das Ende des Urlaubs, ansteht. Charlotte MacDonald ist eine wirklich herzige Gastgeberin. Deswegen ließ es sich Annette nicht nehmen, ihr noch ein kleines Blumensträußchen zu besorgen. Sie schaute auch recht verwundert, als wir nach großer Verabschiedung inkl. Zahlung noch mal auftauchten. Und sehr erfreut, als sie die Blümchen sah.
Nachtrag: Sie fragte noch, ob wir was vergessen hätten. Und das sollte sich später doch noch bewahrheiten. Da schaut man einmal nicht in alle Fächer und Schubladen und schon vergisst die Frau in dem Nachtschränkchen, das schwer und nur von ihrem Bett aus erreichbar war, eine Mappe mit Handyladegerät und dem gesammelten Eurobargeld. Aber unsere liebe Gastgeberin ist schon am zuschicken
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Geschützt Manche Artikel sind nicht für jedermann gedacht, sondern nur für den Bekanntenkreis. Warum, tut nichts zur Sache. Wer das Kennwort haben möchte, kann mir eine Mail schicken. Oder sich an mich an die Zeit vor dem 05.06.2007 erinnern. Umlaute und Großbuchstaben sind hinderlich.
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