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Immerhin, heute ist Arbeitsbeginn ab 11:00 Uhr geplant. Da kann man mal sowas wie ausschlafen. Zumal ich gestern mal halbwegs früh pennen konnte. Und unterbrochen nur von einem Trupp Besoffener1, der mitten in der Nacht noch krakelend ins Nachbarzimmer polterte. War dann auch eine schöne Überraschung. Rappelvoll war der Frühstücksraum, so daß nichts draus wurde, gemütlich und lange zu frühstücken und dabei am Laptop die quasi Morgenzeitung zu lesen. Ich setzte mich dann zu einer lustigen Mädeltruppe mit an den Tisch. DieStimmen am Nachbartisch kamen mir irgendwie bekannt vor… In dem Trubel hielt ichs dann eh nicht lange aus. Ich blieb gerade noch lange genug, um am Nachbartisch, auf dem übrigens auch die Schlüsselkarte des Nachbarzimmers lag, die Frage mitzubekommen, wann man denn letzte Nacht heimgekommen wäre. Im Gegensatz zu den Herrschaften konnte ich diese Frage auch beantworten. “Kurz vor eins. (Pause) War ja nicht zu überhören.” Das fügte den verkaterten Gesichtern dann doch noch einen Hauch von Betroffenheit hinzu. Aber das sowas nur bis zum übernächsten Glas Bier vorhält2 kenne ich ja schon aus Bad Schandau. Hab noch meine Wäsche von gestern zusammengeräumt, schnappe mir jetzt die Kamera und dann ab ins Geschäft. Strahlender Sonnenschein, da muß die Kamera mal Futter kriegen! Hatte es gar nicht erwähnt. Bin gerade für zwei Wochen in Dortmund. Geschäftlich. Das Hotel diesmal ist eines der besten mir begegneten Beispiele, wie Zimmerbilder im Internet und die Realität maximalst unterschiedlich sein können. Mal abgesehen davon, daß man heute zum zweiten Mal bei inaktiver Heizung beim Zimmerservice das Fenster gekippt gelassen hat. Wenn die das morgen wieder verbaseln, nutze ich eiskalt1 den Haartrockner als Heizlüfter.
24.09.2011 22:05 PDT Kommentar von Peter: Eigentlich ein Irreführender Titel, wir sind fast Luftline gefahren, keinen Umweg. Aber weit… Heute beginnt unsere große Fahrt nach Westen zum Mono Lake, einem Salzsee, der an seinen Süßwasserzuflüssen seltsame Säulen aus Kalk bildet. Die Fahrt zu diesem See setzt Peter mit 6 Stunden reiner Fahrzeit an1, dazu müssen wir durch eine Wüste und 3 Bundesstaaten! Weiterlesen
21.09.2011 22:05 MDT Ich gebe es zu, das ist wieder so ein nachträglich reingeschobener Artikel. Eine Zusammenfassung gab es ja schon, ich wollte nur noch den Rest des Tages etwas ausführen. 21.09.2011 22:00 MDT Utah Time, so nennt man das hier in der Gegend. Im Gegensatz zu Arizona Time. Was zwar die selbe Zeitzone ist, nur in Arizona gibts keine Sommerzeit und somit derzeit eine Stunde Zeitversatz. Allerdings nicht in ganz Arizona. Die Navajos machen die Sommerzeit dann doch mit1, und schon ist alles sehr sehr lustig. Und führt dazu, daß man gerade bei den Unterkünften gerne mal gefragt wird, was denn die eigene Uhr anzeigt, um einem dann ggf. die richtige Ortszeit zu nennen. Aber zum kurzen Zwischenbericht: Gestern gabs nach einem nicht ganz so reichhaltigen Frühstück2 einen kleinen Abstecher mit dem Shuttle zum Viewpoint “Court of the Patriachs”3, dann gings mit dem Auto zu einer kleinen Wanderung zu einem Aussichtspunkt in den Zion Canyon hinein. Dann zog sich die vermeintlich zweieinhalb Stunden lange Fahrt nach Page ewig hin. Mittagessen in einem urigen Diner in Kanab, Utah. Immer wieder kurze Stops zum Sehen, Staunen und Fotografieren. Kaibab National Forest, Vermillion Cliffs und was alles im Weg war. Es war eben die landschaftlich schöne Strecke. In Page dann erst getankt, Horseshoe Bend fotografiert, B&B bezogen4, frisch gemacht, im Schaufelraddampfer gefuttert und Walmart heimgesucht. Frühstück mit leckeren Pancakes nach Familienrezept, noch mal Horseshoe Bend, noch mal Walmart und ab zum Antelope Canyon. Dort lief alles besser, als alle uns weiß machen wollten. Und dann wieder fahren, fahren, fahren. Dieses Mal die “offizielle”, direktere Strecke bis Kanab bzw. Mt. Carmel Junction. Einchecken in der Hütte in Tropic, UT. Was für ein Winzdorf, was für eine Weite hier überall! Wenn die Fahrt mal nicht durch die Berge ging, dann ewig geradeaus. Tempomat auf 65 Meilen oder was grad erlaubt war und rollen lassen. Wie angekündigt war in einem der beiden Futtertröge5 des Ortes ordentlich Andrang. “Please wait to be seated” – “Bitte warten Sie, bis man Sie zum Tisch bringt”: Und wie, 15 Minuten Wartezeit oder so. Mindestens. Aber ganz lecker. Morgen gehts in den Bryce Canyon hier um die Ecke, der ja eigentlich keiner ist. 19.09.2011 21:00 MDT Erst mal ein Nachtrag zu gestern: Mit dem Duschen wurde es nichts, hab mich nicht getraut. Bzw. Annette wurde kurz wach und rief mich zu sich. Böser Fehler. Ich hatte wegen der Dehydration ordentlich getrunken1 und tat dies in der Nacht weiter. Jedesmal, wenn ich zum Pullern raus musste. Haken an der Sache: Das Bett schaukelt dermaßen, daß Annette jedes Mal mit wach und mordfähig war. Andererseits hat sie insgesamt gut zwölf Stunden gepennt. Weiterlesen
11.09.2011 17:35EDT Was gabs noch alles zu erleben. Unsere alles in allem ganz angenehmen Plätze ganz hinten im A380 hatten zwar bedingt, daß wir in der ersten Gruppe der Economy-Class an Bord durften, aber auch, daß wir so ziemlich als letzte wieder rauskamen. Und entsprechend spät zum Ende der Schlange bei den Immigrations.1 Bezeichnend auch der erste Kontakt mit der fremden Kultur einer deutschen Touristin. Ich wär da ja eh vorsichtig und wenige Meter weiter gabs dann auch die Schilder, daß man in dem Bereich nicht fotografieren dürfe. Kann man sich doch aber bei den paranoiden Amis eh denken. So wurde die Dame von einem Uniformierten sehr freundlich und noch bestimmter abgefertigt. Dürfte sogar auf ne Bildlöschung rausgelaufen sein. Am Ende der gemeinsamen Schlange verteilte ein Mitarbeiter dann die Einreisenden an die einzelnen Schalter. Load balancing Einer von uns beiden hatte sich ja das Filmchen im A380 angesehen, in dem die Ankunft auf JFK erläutert wurde. Somit konnte ich zielsicher den Schalter ansteuern, an dem man einen Shuttlebus in die Stadt anheuern kann. Nur die Wartezeit auf Shuttle zog sich ein wenig. Immerhin konnten wir so aber schon mal unsere Anrufe erledigen. Immerhin, die Amitelefonkarte funktioniert jetzt. Mit zwei anderen Deutschen stiegen wir dann endlich ein, um noch zwei oder drei weitere Terminals abzuklappern, bis der Kleinbus voll war. In Manhatten angekommen, praktizierte der Fahrer eine Art Last-In First-Out Prinzip und so kamen wir nach einer ausführlichen Rundfahrt am Hotel an. Da dann das erste Spielchen mit “wo hab ich eigentlich welche Scheinchen einstecken?” und “wie viel Trinkgeld ist jetzt eigentlich üblich?” Check In war dann im Hotel problemlos. Das Zimmer ist gar nicht mal so klein, in Paris hätte man dort locker noch mal ein Badezimmer mit reingebaut. Das gibts hier aber gemeinschaftlich auf dem Flur. Ansonsten ist alles ein wenig angegrabbelt, aber nicht siffig. Patina und Kratzer eben. Schön. Fronleichnam. Feiertag in Schwaben-Würstelberg. Annette hatte sich eh was vorgenommen und ich wollte ursprünglich mit meinem Filialleiter französische Waldwege erkunden. Doch statt zu pendeln und damit das Hotel durchgängig gebucht werden konnte, bleib ich in Villingen respektive Königsfeld. Weiterlesen |
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