Ein langer Tag neigt sich dem Ende zu. Etwas früher als sonst waren wir aufgestanden, um unsere Sachen noch schnell in den Koffer zu werfen und gen FKB1 zu fahren.
- Karlsruhe Baden Airpark [↩]
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6515km stehen auf der Uhr. Seit dem letzten Stand vor zwei Wochen sind das dann 51km mehr, grad mal gut für eine Woche. Aber ich habe auch ein wenig die F bewegt und war zwei Tage außerhalb der Stadt. Mal bgesehen davon, daß ich das Radeln nicht übertreiben will, solange mein Handgelenk Theater macht. Generell liegt mir ja ein Statement zum Thema Onlineaktivitäten, Social Networking etc. auf den Tasten. Kurz gefasst: Seit Ewigkeiten kein Geocaching mehr, reizt nimmer. Community hat mich dort eh nie angemacht. Flickr? Seit Monaten tot. 500px? Konto angelegt mit hoher Motivation, dann Feierabend. Nicht ein Bild hochgeladen. Google+? Anfangs habe ich es schon als Bedrohung fürs Blog gesehen, jetzt liegts im Koma. Allein das Blog zuckt noch gelegentlich. Naja, bald geht es nach Barcelona, da gibt es wieder Bilder. Eigentlich sollte ich es nicht so laut schreiben. Schädigt fast das Geschäft. Denn meine Batterie hält sich nicht an die Spielregeln. Eingebaut habe ich sie im Juli 2007, also fast schon vor 5 Jahren. Ein Alter, das “die heutigen Murksbatterien” laut vieler Kunden gar nicht mehr erreichen. Gepflegt? Nunja, ich habe sie gelegentlich ans Ladegerät gehängt, wenn ich in der Butze war. Nur zum Spaß. Im Winter 2010/2011 hatte ich sie sogar ausgebaut, weil wg. der OP absehbar war, daß ich ne Weile kein Motorrad fahren werde. Und immerhin regelmäßig am Ladegerät hängen gehabt. Von Juli bis Dezember vergangenen Jahres stand die F still. Über Winter habe ich die Batterie doch mal wieder ausgebaut und geladen bzw. auch lange genug am Gerät gelassen für die Entsulfatierung. Was immer das noch bringen sollte. Das ansonsten funktionierende Ladegerät hat sie überladen. Grünspan, Pilz und was weiß ich noch alles an den Polen. Wasserverlust ohne Ende. Ganz ehrlich, ich glaubte nicht dran, daß die F überhaupt anspringt mit dieser Batterie. Sie tat es. Und nach mehreren Wochen Standzeit heute wieder völlig klaglos. Das Sahnehäubchen: Ich hatte damals bewusst die Billigbatterie gekauft, weil ich mir nicht sicher war, ob ein evtl. noch vorhandener Fehler in der Elektrik nicht sofort wieder die Batterie killen würde. Und ich habe diesen Januar zum Schnäppchenpreis sicherheitshalber eine neue Qualitätsbatterie bestellt. Und die Kirsche auf dem Sahnehäubchen: Vielleicht habe ich nicht mehr lange ein Motorrad, in das diese unbenutzte Batterie passt… Eine Hand voll Mäuse, so lautet hier inzwischen ein geflügeltes Wort. Denn wenn es was leckeres gibt oder die Jungs einfach nur besonders neugierig sind, dann hocken auch schon mal beide gemeinsam auf der Hand. Gestern wurde ich besonders überrant: Imuri war nicht nur am angebotenen Apfelstückchen desinteressiert, sondern bekrabbelte auch noch gleich die Hand, mit der ich Digger den Apfel hin hielt. Ging noch gut, dafür patzte er beim schon oft erprobten Ausflug den Unterarm1 entlang. Beim Rückweg plumpste er runter. Verblüfft, aber keineswegs panisch fing er an, sich seinen Weg unter den Rollwagen zu erschnuppern, bevor ich ihm die wohlbekannte Hand als Ausweg aus der Fremde hinhalten konnte. Von der musste Digger ja noch erst runter. Und somit hatten wir im vollgerumpelten2 Arbeitszimmer eine Maus auf der Flucht. Naja, auf Entdeckungstour, besser gesagt. Besonders gehetzt schien der Kleine nicht und ich habe ihn natürlich auch nicht gejagt. Die große neue Welt war nur eben so interessant, daß die hingehaltene Hand samt Leckerli zwar wohl erkannt, aber vertagenderweise wegignoriert wurde. Röhren sind eh uninteressant3 und auch die Kehrschaufel war zu bekannt, um sich bei so einem interessanten Ausflug mit ihr zu beschäftigen. Gut, zwischendurch auf freier Fläche machte er dann auch schon mal einen ordentlichen Satz. Ob aus purer Lebensfreude oder weil ihn ein Schatten erschreckte, kann ich nicht sagen. Auch schien im allmählich die eine oder andere versteckte Ecke gut genug zu gefallen, um sich häuslich einzurichten. Höchste Zeit also, ihn ins Terrarium zu bekommen. Auch wenn Annette es nicht glauben wollte, ich kenne halt meine Mäuse. Mit dem taktisch klug positionierten Aquarium war er schnell eingesackt und durfte nach Hause. Natürlich über die Hand hinweg, damit er sie als Weg zurück kennenlernt. Sonderlich verschreckt schien ihn der Ausflug nicht zu haben. Er flitzte zwar erst mal eine Minute im Eiltempo durchs Terrarium, wohl um auszuloten, daß er wirklich wieder daheim und nicht weiterverkauft und umgesiedelt ist. Dann kam er auch schon wieder auf die Hand. Erst mal ohne Leckerli, aber das gab es als Belohnung. Auch durften beide dann lernen, daß am Ende einer Pappröhre auch gerne mal ein Kürbiskern liegt. Für die Zukunft. Digger hat auf das ganze recht typisch reagiert: Zuerst hat er es sich an der Tür bequem gemacht und sich das eine Weile angeschaut, dann ging er essen. Aus dem Aquarium hatte ich u.a. das Laufrad rausholen müssen. Ich hielt es kurz außen ans Terrarium, um meinen Verdacht zu bestätigen, daß es auf die Ebene noch unter die Decke passt. Ohne den Sandsteinklotz der Mädels hat es auch genug freie Fläche. Die Jungs drehten fast durch. Als wollten sie sich durchs Glas zum Rad durchgraben, so hampelten sie rum. Ein Grund mehr, es ihnen reinzustellen. Was nicht leicht war, denn sie krabbelten sofort auf Hand und Rad rum, aber schlußendlich konnte ich es abstellen. Nur, damit umgehen können sie nicht. Zumindest bisher. Mehr als zwei oder drei Schritte sind nicht drin, ansonsten wird es einfach nur beklettert. Annettes Kommentar war vorhersehbar: “Männer….” 6464km, stolze 50km mehr als in der Vorwoche. Am Montag Von daheim zum Arzt und zurück, einkaufen, zur Arbeit und zurück war schon ein guter Anfang. Am Dienstag mal eben nach der Arbeit noch beim Baumarkt vorbei und schon waren die lächerlichen 29km von letzter Woche nach zwei Tagen deutlich überboten. Gut, der Rest war Standard, am freien Donnerstag blieb das Rad stehen, ebenso im Laden von Freitag auf Samstag, was wieder 7km kostete. Es tut sich was im Keller. Vor Wochen schon habe ich den Stoffschrank schon leicht versetzt und ein IVAR-Regal im Format 80x50cm in der Ecke untergebracht. Am Sonntag durfte ich zur Nachbesserung einer Telefonanlageninstallation spontan in die Pfalz und nahm dafür doch das Auto. Denn so konnte ich zu den von Muttern schon beigebrachten 14 Regalböden1 auch u.a. drei Seitenteile anschleppen. Heute morgen griff ich dann vom Nachbarn noch ein Seitenteil ab und los gings.
6414km und somit schlaffe 29km mehr als vor einer Woche. Schwamm drüber. Die alte Nuckelflasche der Mädels wollte ich unseren Jungs nicht zumuten – eigentlich soll man die eh alle halbe Jahr wechseln. So bin ich heute auf dem Heimweg noch schnell bei Nellys Futterkiste vorbei. Und ganz am Rande: Getrocknete Insekten hatten die nicht. Frechheit vom Zoogeschäft: Da wird das “gewohnte” Futter angeboten, weil die jungen Renner ja so viel leckere Tierchen brauchen fürs Wachstum und dann ist in der übersichtlich großen, undurchsichtigen1 Plastiktüte grad mal ein halbes Dutzend halber Heimchen drin. Wenn ich den Futterverbrauch hochrechne, dann ist das ein Viertel Heimchen pro Woche! Aber zurück zum Möbel: Nuckeflasche gefunden. Eine Art Reagenzglas ohne Kugel im Rohr. Die anderen Flaschen sind klar dafür ausgelegt, von außen an einen Käfig angehängt zu werden und haben deshalb reichlich benagbare Kanten. Neben einer Art Heuraufe stolperte ich wieder über den Buddelturm, den ich den Mädels schon beinahe gekauft hätte. Heute konnte ich nicht mehr widerstehen. Beim Beiseiteschieben des Streus waren die Jungs schon zur Stelle. Turm hingestellt, mit Streu befüllt und schon ging es los. Die Leiter habe ich seitlich angebracht und sie ist effektiv eine Brücke von der Plattform rüber. Digger2 hat das mit der Brücke schnell kapiert. Imuri3 ist da skeptischer, aber um so eifriger beim Rausschippen des Streus. Was wetzen die beiden in dem Turm rum! In Sachen Zähmung tut sich auch einiges. Laut Ratgeberbüchlein soll man ja die Mäuse die erste Woche komplett in Ruhe lassen. Fällt flach, wie schon beschrieben. In der zweiten und dritten Woche soll man sie dann dran gewöhnen, daß auf dem Handrücken Leckerlis zu finden sind. Aha. Dann mal mein derzeitger Stand nach fast exakt sieben Tagen: Beide kommen praktisch sofort auf die Hand und suchen das Leckerli. Notfalls bis zum halben Unterarm hoch, falls ich nicht schnell genug eins nachgelegt habe. Auch laufen beide nicht nur auf die Hand drauf, wenn sie im Streu liegt, sondern hopsen auch schon 2-3cm hoch, wenn sie über dem Streu schwebt. Imuri zeigte sich nur mäßig verwirrt, als ich ihn vom Streu aufs neue Häuschen hochhob. Als er dann schon satt und desinteressiert war, hüpfte Digger auch schon in die hohle Handfläche statt auf den Handrücken. Das Absetzen auf dem Häuschen fand er wohl so toll, daß er sofort wieder zum “Handlandeplatz” flitzte für die nächste Runde. Leckerlis waren da schon keine mehr im Spiel. Das ist dann schon das, was man nach 6 Wochen (!) erst probieren (!) soll. Laut Buch. Digger findet es klasse. Allerdings werde ich mich dennoch zurückhalten. Als Erfolg will ichs erst bezeichnen, wenn sie auch in der Hand fressen statt mit der Beute abzuhauen. Wenn auch erst nach sorgfältigem Verstauen und – bei geringer Beute – dem Absuchen der restlichen Hand. Oder länger sitzenbleiben auch ohne Futter. |
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