Februar 2020
M D M D F S S
« Jan    
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
242526272829  

Archive

Kategorien

Merkhilfe fürs Fahrrad

In den letzten Tagen war ich viel mit dem Tern unterwegs. Das große Rad war malad. Erst hatte ich endlich erfolgreich die Schaltröllchen getauscht, aber festgestellt, daß die Kette irgendwie nicht (mehr) passt. Dann ein kleines Drama beim Kettenwechsel, verkehrt eingesetzter Nietstift. Als die endlich drin war, bewahrheitete sich die Befürchtung: Ritzelpaket war schon zu weit eingelaufen und sprang über. Also auch getauscht. Seit heute morgen läuft es wieder halbwegs. Aber bei den Radlagern sollte ich auch mal bei…

Fazit übrigens: Ketten häufiger tauschen, nicht wie beim Motorrad nur zusammen mit den Zahnrädern. Dann halten letztere länger, dafür braucht es häufiger Ketten. Merke ich mir.

Neues Ticket

Lang war die Liste der Tickets, die ab Bremen im IC nicht mehr gelten und verlesen wurden, damit der Zug in Bremen verlassen werden kann. Zum Schmunzeln war dann das zuletzt aufgeführte „Hab-ich-nicht-gewusst-Ticket“. Ob die Bahn als solche Humor hat, vermag ich nicht zu sagen, ihre Mitarbeiter aber immer wieder. Erfrischend!

Fleissig radeln

74km in einer Woche ist daheim eher selten, die Zeit ist leider meist zu knapp. In Oldenburg hingegen trotz suboptimalem Wetter machbar, es hat ja auch viel flaches Land drumherum.

So gab es eine Tour vom Mittagessen in Varel bis nach Wilhelmshaven auf den Brompton Falträdern, knappe 25km. Zwei Runden um Oldenburg, davon eine heute bei ordentlichem Wind. Die Nabenschaltung von Schwiegervadderns Hollandrad ist erstaunlich lang übersetzt und reichte für 38km/h entspanntes Reisetempo oder 47km/h Spitze. Gut, zurück gegen den Wind war dann etwas langsamer…

Teilerfolg

Immer noch bzw. wieder die VPN-Geschichte.

Weiterlesen

Und dann war da noch…

… der Sponsor eines Sportvereines, dessen Schriftzug vorne auf den Trikots prangt. Welche zwei junge Mädels, offenkundig vom Land und eher aus den Höhenlagen, mit nicht nur stolzgeschwellter Brust in Karlsruhe am Bahnhof trugen. „Schwarzwaldmilch“ – sehr amüsant in dem Zusammenhang…

Es sind die kleinen Dinge

… die einem begeistern. Manchmal. Hoher Nervfaktor beim Faltrad im Alltag: Das Bügelschloß war immer irgendwie mit dem Spanngurt auf dem Gepäckträger verzurrt. So fummelig, daß mich das durchaus schon davon abhielt, doch mal das Kleine zu nehmen.

Weiterlesen

Marokkanische Kuriositäten: „Hasse mal nen Dirham?“

Ein Dauerbrenner. Schuljungs vor allem kamen immer wieder an und nuschelten einen Satz, der mit Dirham endete. Die Absicht war klar und führte zu unserer gemutmaßten Übersetzung, die den Titel des Artikels ergibt. Mädchen waren da deutlich zurückhaltender. Nicht scheuer, auch in jungen Jahren ist die marokkanische Frau für ein islamisches Land überraschend selbstbewusst. Nur ging es denen eher um ein scheues Hallo oder den Versuch, etwas zu plaudern. Unsere Mitreisende war da wohl auch ein Türöffner. Eine Frau(!) aus der Fremde, die ein großes1 Motorrad bändigt und durchs Land reist, das ist schon was! Bonbons wurden dann aber gerne abgestaubt. Und ich hatte da einiges eingepackt. Die Jungs nahmen sie auch, hätten aber sichtlich Bares bevorzugt. Doch es gibt einen Hintergrund.

Weiterlesen

  1. für die Landesverhältnisse []

Marokkanische Kuriositäten: Tankstellen

Alle von uns besuchten Tankstellen sahen mehr oder weniger „westlich“ aus. Im Atlas, auf dem Weg von Todra nach Imilchil, haben wir mal wahrgenommen, daß Spritpreise angeschrieben waren, aber keine Tankstelle erkennbar. Das waren dann wohl die berühmten Flaschentakstellen, bei denen man den Sprit aus irgendwelchen Flaschen und Kanistern reingekippt bekommt.

Weiterlesen

Marokkanische Kuriositäten: Parkwächter

An sich ein geniales System, um als Selbstständiger eine sinnvolle Dienstleistung anzubieten. Oder verkappte Schutzgelderpressung? Irgendwie war ich mir da nicht immer sicher. Schlußendlich kann nman nur sagen, daß es die Parkplatzwächter gibt, das System wohl etabliert ist und man eben mitspielt. Zumal es funktioniert. Das Folgende spiegelt meine persönlichen Eindrücke und kann von der Wahrheit abweichen.

Parkplatzwächter gibt es in vielen Ausprägungen. Vom alten Mann, Modell Rentner, der sich als Wachmann was (dazu)verdient bis zum korrekten Kollega, der krass korrekt die Lage checkt. Um ja nicht unerkannt zu bleiben, waren gelbe Warnwesten beliebt, die auch versuchten, Authorität und Legitimität auszustrahlen. Faktisch wirkte es aber so, als habe jemand seinen Claim abgesteckt und sorgt dort dafür, daß nix passiert. Darum der Schutzgeldvergleich. Fast immer ist der Ansprechpartner erkennbar. Wenn er einen nicht schon in einen Stellplatz einweist, sollte man ihn kontaktieren. Wie wenn man beim Parkscheinautomaten hierzulande liest, was denn die Stunde so kostet, erfährt man hier, was man denn gerne so nehmen möchte. Großer Unterschied: Diese Parkgebühren sind verhandelbar, ja es sollte sogar gefeilscht werden. Ausnahme: Der Wächter ist unauffällig, aber dann doch immer wieder zu sehen, wie er nach dem Rechten schaut. Seine Forderung, eher eine höfliche Bitte am Ende der Parkzeit ist dann auch so bescheiden, daß er die paar Dirham diskussionslos bekommt.

Insgesamt sind wir so gut gefahren bzw. gestanden. Gut, Navi und Kamera wurde immer mitgenommen. Geld, Karten und Papiere waren eh immer am Mann. Aber auch beim Rest, sprich Tankrucksack, Gepäckrolle und Hamsterbacken, hatte ich dann nie ein ungutes Gefühl. Beim ersten Mal sicherten wir die Rolle noch mit einem Kabelschloss, was vom Wächter schon fast als Beleidigung aufgefasst wurde.

Kurzum: Den Service nutzen und sich dem Konzept nicht verschließen. Parken ist in jeder europäischen Kleinstadt teurer.

Marokkanische Kuriositäten: Hunde und Esel

Ich habe mir das Stichwort notiert, weiß aber nicht mehr, was genau ich schreiben wollte. Aber es gibt einiges zu schreiben, keine Sorge.

Hunde. Hundehaltung an sich ist im Islam wohl eher unüblich bis überflüssig. Klar hat ein Hirte auch den einen oder anderen Hütehund, aber ich sag mal so einen Chihuahua-Hype kann ich mir nicht vorstellen. Aber auch so hat es Hunde. Halbwild, möchte ich es mal nennen, weil ohne Herrchen im Schlepptau und selten alleine. Am Jaffar sind mir drei auf die Pelle gerückt, die auch Hütehunde gewesen sein können, denn es waren Ziegen in der Nähe. Praktisch überall gab es abends ein Mordsgeheule und Gekläffe. In Merzouga sind morgens mal drei Hunde übers Gelände gehetzt und und bei Bin-el-Ouidane sind auch immer wieder welche auf dem Gelände rumgerannt, die eigentlich wohl zum Nachbargrundstück gehörten. Insgesamt zwar nicht wirklich bedrohlich, aber irgendwie unangenehm und überflüssig. Will ich auch mal gesagt haben.

Esel. Auch die gibt es überall. Das Moped des kleinen Mannes. Aber von den typischen Klischeebildern ab sind mir zwei Dinge aufgefallen. Die Viecher stehen oft1 irgendwo „geparkt“ rum. Bei genauerem Hinsehen dann doch nicht, weil sie es dort so toll finden, sondern weil irgendwo am Bein ein Strick dran ist. Nicht am Hals, wie man vermutet hätte und eben wegen dem am Hals fehlenden Strick war ich anfangs verwundert, warum die an den unmöglichsten Orten so brav stehen bleiben. Gemein ist ihnen – vermenschlicht gesehen – ein etwas grimmig-genervter Blick. Oder wie bei einem trotzigen Kind. Bezeichnenderweise ist dieser Blick bei den frei rumlaufenden oder rumstehenden Eseln nicht aufgefallen.

  1. nicht gerne []