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Es sind die kleinen Dinge

… die einem begeistern. Manchmal. Hoher Nervfaktor beim Faltrad im Alltag: Das Bügelschloß war immer irgendwie mit dem Spanngurt auf dem Gepäckträger verzurrt. So fummelig, daß mich das durchaus schon davon abhielt, doch mal das Kleine zu nehmen.

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Marokkanische Kuriositäten: „Hasse mal nen Dirham?“

Ein Dauerbrenner. Schuljungs vor allem kamen immer wieder an und nuschelten einen Satz, der mit Dirham endete. Die Absicht war klar und führte zu unserer gemutmaßten Übersetzung, die den Titel des Artikels ergibt. Mädchen waren da deutlich zurückhaltender. Nicht scheuer, auch in jungen Jahren ist die marokkanische Frau für ein islamisches Land überraschend selbstbewusst. Nur ging es denen eher um ein scheues Hallo oder den Versuch, etwas zu plaudern. Unsere Mitreisende war da wohl auch ein Türöffner. Eine Frau(!) aus der Fremde, die ein großes1 Motorrad bändigt und durchs Land reist, das ist schon was! Bonbons wurden dann aber gerne abgestaubt. Und ich hatte da einiges eingepackt. Die Jungs nahmen sie auch, hätten aber sichtlich Bares bevorzugt. Doch es gibt einen Hintergrund.

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  1. für die Landesverhältnisse []

Marokkanische Kuriositäten: Tankstellen

Alle von uns besuchten Tankstellen sahen mehr oder weniger „westlich“ aus. Im Atlas, auf dem Weg von Todra nach Imilchil, haben wir mal wahrgenommen, daß Spritpreise angeschrieben waren, aber keine Tankstelle erkennbar. Das waren dann wohl die berühmten Flaschentakstellen, bei denen man den Sprit aus irgendwelchen Flaschen und Kanistern reingekippt bekommt.

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Marokkanische Kuriositäten: Parkwächter

An sich ein geniales System, um als Selbstständiger eine sinnvolle Dienstleistung anzubieten. Oder verkappte Schutzgelderpressung? Irgendwie war ich mir da nicht immer sicher. Schlußendlich kann nman nur sagen, daß es die Parkplatzwächter gibt, das System wohl etabliert ist und man eben mitspielt. Zumal es funktioniert. Das Folgende spiegelt meine persönlichen Eindrücke und kann von der Wahrheit abweichen.

Parkplatzwächter gibt es in vielen Ausprägungen. Vom alten Mann, Modell Rentner, der sich als Wachmann was (dazu)verdient bis zum korrekten Kollega, der krass korrekt die Lage checkt. Um ja nicht unerkannt zu bleiben, waren gelbe Warnwesten beliebt, die auch versuchten, Authorität und Legitimität auszustrahlen. Faktisch wirkte es aber so, als habe jemand seinen Claim abgesteckt und sorgt dort dafür, daß nix passiert. Darum der Schutzgeldvergleich. Fast immer ist der Ansprechpartner erkennbar. Wenn er einen nicht schon in einen Stellplatz einweist, sollte man ihn kontaktieren. Wie wenn man beim Parkscheinautomaten hierzulande liest, was denn die Stunde so kostet, erfährt man hier, was man denn gerne so nehmen möchte. Großer Unterschied: Diese Parkgebühren sind verhandelbar, ja es sollte sogar gefeilscht werden. Ausnahme: Der Wächter ist unauffällig, aber dann doch immer wieder zu sehen, wie er nach dem Rechten schaut. Seine Forderung, eher eine höfliche Bitte am Ende der Parkzeit ist dann auch so bescheiden, daß er die paar Dirham diskussionslos bekommt.

Insgesamt sind wir so gut gefahren bzw. gestanden. Gut, Navi und Kamera wurde immer mitgenommen. Geld, Karten und Papiere waren eh immer am Mann. Aber auch beim Rest, sprich Tankrucksack, Gepäckrolle und Hamsterbacken, hatte ich dann nie ein ungutes Gefühl. Beim ersten Mal sicherten wir die Rolle noch mit einem Kabelschloss, was vom Wächter schon fast als Beleidigung aufgefasst wurde.

Kurzum: Den Service nutzen und sich dem Konzept nicht verschließen. Parken ist in jeder europäischen Kleinstadt teurer.

Marokkanische Kuriositäten: Hunde und Esel

Ich habe mir das Stichwort notiert, weiß aber nicht mehr, was genau ich schreiben wollte. Aber es gibt einiges zu schreiben, keine Sorge.

Hunde. Hundehaltung an sich ist im Islam wohl eher unüblich bis überflüssig. Klar hat ein Hirte auch den einen oder anderen Hütehund, aber ich sag mal so einen Chihuahua-Hype kann ich mir nicht vorstellen. Aber auch so hat es Hunde. Halbwild, möchte ich es mal nennen, weil ohne Herrchen im Schlepptau und selten alleine. Am Jaffar sind mir drei auf die Pelle gerückt, die auch Hütehunde gewesen sein können, denn es waren Ziegen in der Nähe. Praktisch überall gab es abends ein Mordsgeheule und Gekläffe. In Merzouga sind morgens mal drei Hunde übers Gelände gehetzt und und bei Bin-el-Ouidane sind auch immer wieder welche auf dem Gelände rumgerannt, die eigentlich wohl zum Nachbargrundstück gehörten. Insgesamt zwar nicht wirklich bedrohlich, aber irgendwie unangenehm und überflüssig. Will ich auch mal gesagt haben.

Esel. Auch die gibt es überall. Das Moped des kleinen Mannes. Aber von den typischen Klischeebildern ab sind mir zwei Dinge aufgefallen. Die Viecher stehen oft1 irgendwo „geparkt“ rum. Bei genauerem Hinsehen dann doch nicht, weil sie es dort so toll finden, sondern weil irgendwo am Bein ein Strick dran ist. Nicht am Hals, wie man vermutet hätte und eben wegen dem am Hals fehlenden Strick war ich anfangs verwundert, warum die an den unmöglichsten Orten so brav stehen bleiben. Gemein ist ihnen – vermenschlicht gesehen – ein etwas grimmig-genervter Blick. Oder wie bei einem trotzigen Kind. Bezeichnenderweise ist dieser Blick bei den frei rumlaufenden oder rumstehenden Eseln nicht aufgefallen.

  1. nicht gerne []

Marokkanische Kuriositäten: Badarchitektur

Offene Duschen allenthalben, also Klopapier in Sicherheit bringen. Duschvorhang ist quasi gehobener Standard und eine regelrechte Duschkabine (der der Versuch) bestenfalls in Unterkünften nach „Weststandard“ zu finden. Einen Dübel in einer Wand festzubekommen ist für einen Marokkaner wohl ein Ding der Unmöglichkeit. Alles wackelt, ob Duschkopfhalter1 oder Klorollenhalter. Letzterer, also der Blechdeckel davon, wird übrigens aus Prinzip nie geputzt. Könnte ja das wertvolle Klopapier2 nass werden. Am besten sind aber die Fensterchen. Der Schnitt der Zimmer ist der auch daheim bekannte: Tür rein, gleich abzweigen zum Bad und das eigentliche Zimmer liegt vom Flur entfernt. Statt einer aufwändigen elektrischen Lüftung gibt es ein Fensterchen zum Flur3, der recht groß ausfällt. Fiel besonders in Asilah auf: Durch das Fensterchen kann man nicht nur im Flur hören, wie die Befindlichkeit auf dem Pott ist, sondern auch in den umliegenden Badezimmern. Wie in einer öffentlichen Toilette ist man so besser als erwünscht darüber informiert, ob es gerade noch gereicht hat oder gedrückt werden muß.

  1. so vorhanden []
  2. Hygieneartikel sind hier wohl vergleichsweise teuer []
  3. oder nach draußen bei den kleinen Hütten []

Punkt 2

Die Entscheidung ist gefallen. Es wird Punkt 2 aus dem letzten Beitrag. Bei Voelkner hat mich das Ganze dann ohne Speicherkarte1 für 52€. Zuzüglich Kühlkörper, wie ich gerade bemerke. Die werden nur unter ferner liefen bei den passenden Produkten angezeigt und ich habe sie prompt vergessen. Wobei die erst mal nicht dringend sind. Aber ärgerlich und stützt meine These zum Thema Zusatzverkäufe: Der Kunde ärgert sich nur, wenn er sinnvolle Ergänzungen nicht angeboten bekommt selbst nicht dran denkt.

Grund für die Entscheidung: Das NAS beherrscht zwar OpenVPN, aber kein Site-to-Site. Und wäre eh heikel. Den alten Pi könnte ich vielleicht doch dazu bringen, eine OpenVPN-Konfig auszuspucken, die der GLi-Router frisst. Aber inzwischen bin ich vom Datendurchsatz von Wireguard angefixt und tendiere dazu, auf dem Pi dann auch noch gleich PiHole laufen und damit viel Werbung zumindest beim Surfen von der Wohnung aus verschwinden zu lassen. Auch kann der neue Pi dann nahe an den Router rücken und am Fernseher der alte wieder seine alten Aufgaben erfüllen. Alles in allem die bessere Lösung.

So, genug Technikgefasel fürs Erste. Ich schau gleich mal noch, ob ich noch ein paar Textfragmente aus Marokko veröffentlichungsreif aufbereiten kann.

  1. von denen habe ich reichlich über []

Licht am Ende des VPN-Tunnels

OpenVPN könnte ich nochmal testen, hier ist bisher der letzte Stand, daß, obwohl ich (ziemlich sicher) keinen Passwortschutz für die Verbindungsdaten verwendet habe der kleine GLi-Router jammert, er habe keine Shell, um das Passwort abzufragen. Am Aufruf von OpenVPN im Router sollte es nicht liegen, de sollte ja von den Machern der entsprechend nicht interaktive Modus gewählt sein.

Also Wireguard, welches auch deutlich mehr Datendurchsatz bei gleicher Hardware liefern soll. Da hat sich jetzt rausgestellt, daß der einstmals zugelaufene Raspberry Pi ein Model B mit ARMv6-CPU ist und das nicht direkt unterstützt wird. Zu alt und so, von Hand compilieren ist angesagt. Machbar, aber ich will mir das nicht immer wieder geben müssen. Es gibt das zwei Lösungswege:

  1. Zweiter Gli-Router
    Sollte (!) dann Out-of-the-box laufen, der bietet einen Server genau so an wie einen Client. Nachteil: Nix genaues weiß man nicht und ob es ein echtes Site-to-Site ist, was ich ja haben will, oder doch der Server nur einzelne Clients beherrscht, habe ich noch nicht rausbekommen.
  2. Neuer(er) Pi
    Muss ja nicht gleich ein Pi4 für um die 100€ sein. Ein Dreier für derzeit rund 65€ als Komplettsatz täte es auch. Wäre damit 15€ teurer als die erste Lösung mit dem Router, aber deutlich flexibler, weil auch für andere Sachen zu gebrauchen. Der Mediaplayer könnte darauf ja auch installiert werden. Müsste halt nochmal bei fast Null anfangen, wäre es mir aber wert. Ich tendiere dazu.

Zeitplan: Bis zur Bahnfahrt nach Oldenburg soll das Sytsem laufen. Nicht, daß es dafür so notwendig wäre, denn spätestens in OL sind wir wieder mit dem Heimnetz verbunden. Aber es wäre der Testbetrieb. Produktiv1 sollte es dann spätestens bei meinem ersten Einsatz für die Firma wieder sein. Ich will einfach mehr Urlaubsbilder sichten und bearbeiten können bzw. generell das NAS daheim mehr nutzen können.

Für Meinungen bin ich übrigens wie immer offen…

  1. wie man es in einer professionellen Umgebung nennen würde, nicht, daß da viel bei rauskommt []

Winterreifen

… oder was man so nennt. Den Schwalbe Land Cruiser Plus hatte ich ja schonmal drauf und 2018 (hust!) durchgefahren wegen „dreckiger Waldwege und eh fast runter“. Gut, 2019 war die Zeit knapp und die Laufleistung gering. Aber diese orange Linie, die zum Vorschein kam, sollte mir wohl was sagen. Als kleinen Bonus habe ich mir dieses Mal die Variante mit Reflexring gegönnt.

Kurzum, Wechsel klappte ganz gut diesmal. Nur die völlig festgebackene Kette hielt auf und bei den Schaltröllchen muß ich wohl auch endlich mal bei. Einen Ventilausdreher hatte ich nicht greifbar, schaffte es aber, ein Ventil beim Reindrücken so zu drehen, daß es undicht wurde. Also ab in die Tiefgaragen, Werkzeug vom Motorrad holen. Kilometerstand ist 21065 auf diesem Rad. Falls ich mal nachsehen will, wie lange die Gummis halten. Und wobei mir auffällt, daß das Rad keine eigene Seite hat…

VPN nochmal

Nachdem Fritzbox und GLI-Mobilrouter partout nicht den selben Dialekt von VPN sprechen wollen, habe ich jetzt andere Maßnahmen ergriffen. Der gelangweilte Raspberry Pi, der eigentlich als Musikserver an der Stereoanlage hing und gegen das klassische „CD einlegen“ nie ankam, hat nun eine neue Speicherkarte mit einem neuen Image. Und unter anderem PiVPN.

Port wird von der Fritzbox weitergeleitet und die derzeitige Fehlermeldung am Mobilrouter, daß ein Kennwort gefordert wird, aber am keine Eingabemöglichkeit besteht, lässt diesbezüglich mal hoffen. Neues Profil ohne die ansonsten empfohlene Paßworteingabe ist erstellt, muß getestet werden, wenn Zeit ist.

Das mobile Netz ist die 192.168.8 und in der Fritzbox habe ich schonmal als statische Route eingestellt, daß alles für dieses Netz an die 192.168.0.28 gehen soll, welches die IP des Pi im Heimnetz ist.

Müsste dann doch alles korrekt sein?