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Zweiter Morgen an Bord

Immerhin noch kein Lagerkoller, aber langsam sollte man ankommen.

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Erster Morgen auf See

Länger als halb sechs konnte ich mal wieder nicht schlafen. Was gut ist, dann gibt es nachher einen Sonnenaufgang zu bewundern.

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An Bord

So, dann tippe ich mal außer der Reihe zuerst den heutigen Tag runter. Von gestern werde ich auch noch erzählen.

Erste Überraschung: Vom italienischen Festland in Sichtweite weht immer wieder ein Fetzen Mobilnetz rüber. So ganz stimmt das also nicht mit den zwei Tagen Funkloch. Zumal ein Zwischstop in Barcelona ansteht, spätestens da gibt es Netz vom Festland. Außerdem einfach zu handhaben. Internet an Bord gibt es per WLAN für schlanke 10€ pro 300MB, aber keine Tricks mit schiffsinternen teuren Mobilfunkzellen. Roaming kann also erst mal an bleiben.

Ich arbeite mich rückwärts durch den Tag. Zuerst also was über die Fähre. Angeblich kommen die runtergerittenen Kähne zuletzt auf die Afrikalinie. Naja, dafür ist unsere zu dritt genutzte Viererkabine ganz ok. Klar, eng, Stockbetten, aber das Leben findet draußen statt. Außer man pennt, wie derzeit die Nachbarn. Ich sitze in der Nähe der Bar im frei zur Verfügung stehenden Bereich im Schatten. Sonne hatte ich wahrlich genug heute. Die Beschilderung und die Deckspläne sind ein wenig überholt, wie ein Schnüffelnasenrundgang durchs Schiff zeigte. Die Diskothek unten bei den Parkdecks ist jetzt ein Gebetsraum. Diverse Lounges, für die eigentlich mit großen Plakaten geworben wird, weil sie extra kosten, sind verrammelt. Genau so wie der eingezeichnete Fitnessraum. Offen sind effektiv zwei Bars1 und zu den entsprechenden Zeiten die Kantine2 und das A-la-carte-Restaurant. Barpreise gehen übrigens, italienische Verhältnisse. Was leider günstigen Cafe und teures Bier bedeutet 😉

Unsere Buffettbuchung beinhaltet übrigens frecherweise ein Essen weniger, als man theoritsch haben könnte. Direkt nach dem Boarding war das Restaurant schlecht besucht, aber offen. Dann lieber das Mittagessen vorm Anlegen um vorraussichtlich 17 Uhr am Mittwoch nehmen, wir haben halt mit Resten und Knabberkram huete mittag gevespert. Was mangels Frühstück auch notwendig war.

Letzter Zeitsprung direkt an den Anfang des heutigen Tages. Früh war ich. Zuerst um halb vier, aber das war nur der Granufink-Spaziergang ins Bad. Dann wieder dieser seltsame Zustand, wenn man glaubt, nicht einschlafen zu können, aber die Zeit definitiv schneller vergeht, als man wach mitbekommt. Gegen halb sechs, noch vor dem Weckerklingeln, war ichendgültig wach. Was soll’s. Rückenübungen, Morgentoilette. Gepackt war das meiste schon. Vorm Anziehen der Stiefel zu angemessener Zeit die SMS ins andere Zimmer, ob man wirklich schon wach wäre. Die kam wohl direkt nach den beiden Telefonweckern als drittes und führte erst zur Verwunderung, was da jetzt noch klingelt. Ich hab dann jedenfalls schon mal mein Geraffel verschnürt. Bezahlung erfolgte ja schon gestern abend, wir mussten nur noch vom Hof reiten. Was erst mal Serpentinen in Schotterpiste bedeutete, gut zum wach werden. Als wir auf die Autobahn auffuhren, überholte uns beim Beschleunigen noch eine alubekofferte Enduro, an die wir direkt andockten. Von ganz hinten konnte ich es nicht erkennen, nur vermuten. Aber es war tatsächlich unser Vierter im Bunde, der über den Brenner die Nacht durch gefahren war. Ein perfekteres Timing hätte man mit Absicht nicht hinbekommen können. So kullerten wir in loser Formation dir kurvige Autobahn aus den Bergen runter in die Stadt. Keine Spur von Stau und nur eine kleine Unsicherheit bei der Zufahrt zum Fähranleger. Winziges Tor hart links von der Fahrtrichtung gelegen und nur mit einem kleinen Schild versehen. Das war’s dann auch, um ein Stunde überpünktlich standen wir vor dem angedockten Kahn. Im Büro dann noch die Papiere klar gemacht, später3 noch das Ausreiseformular abstempeln lassen und die Formalitäten waren erledigt. Vorerst. Der Rest war warten in der aufsteigenden Sonne. Ab kurz nach elf wurden sogar die Marokkaner nervös und ließen schon mal den Motor laufen. Da nicht klar war, wann das Verladen beginnen würde, war auch nix mit gemütlichem Frühstück in der Bar. Zumal wir einen ganz anderen Anleger hatten als gedacht. Irgendwann um halb zwölf, anderthalb Stunden vor Abfahrt fing man dann damit an, die Fahrzeuge reinzuwinken. Wir relativ weit vorne und mit einem Parkplatz recht nah an der Ausfahrt. Nach einem interessanten Wendemanöver quer durch das kavernöse Fahrzeugdeck über die Hubbel der Verzurrösen. Die asiatisch aussehenden Besatzungsmitglieder übernahmen das Verzurren und stimmten dabei einen unverständliche Singsang an4. Zusammen mit der Münze auf der Handfläche des Handschuhs sollte das wohl heißen, daß man ein wenig Bakshish wollte. Schlechter Zeitpunkt, das Kleingeld war gerade tief vergraben. Da wir früh dran waren, gab es auch noch keine Schlange beim Einchecken und wir hatten schnell unsere Kabinen in Besitz genommen. Seitdem stromern wir auf dem Schiff rum, vespern oder dösen, siehe oben. Und ich bin gespannt, ob meine Zeitrafferaufnahme vom Verlassen des Hafens was wird.

  1. was in Italien ach durcvhaus damit vergleichbar ist, was bei uns Cafe genannt wird []
  2. mit dem Buffettessen, das wir auch gebucht haben []
  3. der Polizeiposten hatte noch nicht offen gehabt []
  4. vorher sprachen sie passabel Englisch []

Schweiz? Flach!

So ähnlich äußerte sich schon Obelix. Der hatte die meiste Zeit gepennt, wenn ich mich recht erinnere. Wir sind im Expressmodus durch die Schweiz, auf dem vignettierten Pfad. Und der führt gerne mal unter der Erde durch, am Gotthard dann auch mal 17km am Stück.

Doch zurück auf Anfang.

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Wenn es läuft, dann läuft es

Und wenn es nicht läuft, dann sitzt man wohl in einem Zug Der Bahn.

Um 05:59 Uhr sollte es in Karlsruhe wieder los gehen gen St. Pölten. Ach ja, seit letzter Woche bin ich dort im Einsatz. Jedenfalls fuhr der Zug wieder frühzeitig aus dem Depot an den Bahnsteig. Nur stand überall was von Ersatzzug, handgeschriebene Zettel mit Tesa befestigt nannten die Wagennummern. Mein Wagen war der einzige dunkle. Und auch wenn es ein Abteil war im Reservebestand aus den 90ern statt Großraum, so setzte ich mich stur auf meinen reservierten Platz.

Und durfte weiterziehen. Wagen defekt. Was dann auch die Abfahrt um 7 Minuten verzögerte. Nicht meine Sturheit, sondern der defekte Wagen, der erst einmal so weit betriebsbereit gemacht werden musste, daß wir überhaupt aufbrechen konnten.

Der Umstieg in München wird spannend. Mein Anschlußzug wurde schon eine Stunde vor meiner Abfahrt storniert, statt dem ICE sollte aber ein IC mit den selben Zeiten fahren. Aha. Dank unserer Verspätung in Karlsruhe wird die Alternative aber auch nicht mehr angezeigt. Sieht so aus, als hätte ich meine Sitzplatzreservierung zurückgewonnen, weil ich keinen einzigen reservierten Platz in Anspruch nehmen kann. Denn den RJX ab München kann ich mir wohl auch abschminken. Und komme eine Stunde später an.

Da fällt der Sprung im Display meines Telefons schon fast nicht mehr auf. Ich hege die Hoffnung, daß es nur die Glasfolie und nicht das eigentliche Display ist. Kann man aber so oder so nicht brauchen…

Update 07:02 Uhr: Wollte es bis zur Durchsage eben nicht glauben: Der Ersatzzug aus Karlsruhe nach Stuttgart wurde da zu meinem Anschlußzug bzw. dessen Ersatzzug. Durfte einfach sitzen bleiben. Start mit 3 Minuten Verspätung und IC statt ICE. Mal sehen, ob das immer noch klappen wird mit dem Anschluß in München. Aber ich bin optimistischer. In Sachen Improvisation ist man bei der Bahn wohl inzwischen recht routiniert.

Neues vom mobilen Router

Nebenbei, also im Urlaub und davor in der Unterkunft in Aalen, habe ich ja immer wieder an dem mobilen Router gedaddelt. Fakt: Das „mitgelieferte“ OpenVPN und Wireshark kann nicht mit der Fritzbox zusammenkommen. Ich habe ein Paket installiert, das prinzipiell das von der Fritzbox verwende Xauth/IPSec beherrscht, aber ich finde keine Möglichkeit, ihm die Konfigurationsdatei unterzujubeln. Lediglich über das GUI geht was, aber dann ist der Router als einzelnes Gerät mit der Fritzbox verbunden. Kein Routing, keine verbundenen Netzwerke.

Heute dann ein anderer Ansatz. Einen Asus RT12-Router habe ich ja noch, der eigentlich im Wohnzimmer Richtung Balkon das WLAN erweitern soll. Der kann zwar wohl OpenVPN-Server, aber lässt nur Einzelgeräte durch. Für VPN ist mein Raspberry Pi wohl zu schwach, da müsste ein neuerer her. Selbst dann ist in den gefundenen Tutorial für einen Server nur von einzelnen Geräten, aber keiner LAN-LAN-Kopplung die Rede. Zumal es nicht trivial ist, wenn ein Gerät, das nicht das Standardgateway ist, zwischen zwei Subnetzen vermitteln soll.

Da tat sich der nächste Ansatz auf. Bridgeing statt Routing. Der GLiNet750 wäre dann kein eigener Router, sondern nur eine transparente Brücke wie das Powerline, das die beiden Stockwerke übers Stromkabel verbindet. Alle Geräte hätten dann ihre lokale IP als wären sie in der Wohnung im WLAN oder am Kabel. Klingt gut. Eigentlich sogar besser. Launische Anmerkung im Tutorial: Ist tatsächlich besser, aber beschissener zu konfigurieren als eine LAN-LAN-Kopplung. Mal sehen, in Österreich finde ich hoffentlich abends die Zeit, um den mobilen Router mal auf den Zahn zu fühlen. Ob er auch Bridgeing kann? Wobei ich mich frage, woher die Fritzbox weiß, daß sie die Pakete für die gebrückten Geräte am anderen Ende des VPN-Tunnels in Richtung des mobilen Routers, für die Fritzbox im Prinzip nur ein per VPN eingewähltes Handy oder Tablet, werfen soll. Da behauptet Schwiegermutti, ich wäre voll der Spezialist. Aber denkste, hier komme ich an meine Grenzen.

Kann losgehen

Heute habe ich noch mal gewerkelt. An der KTM ist die zweite Hamsterbacke montiert. Genauer, die Hecktasche1, die ich an der Hamsterbacke genannten Tankverkleidung verzurrt habe. Teservestauraum für Marokko. Damit nicht alles gequetscht in die Koffer muß und für Zusätzliches vor Ort wie Wasser etc. Der Scottoiler ölt auch wieder, der Motor brummt und alles ist bestens. Noch diese und kommende Woche in Karlsruhe arbeiten, dann drei Wochen in Österreich und in der anschließenden Woche in Karlsruhe wird alles endgültig reisefertig gemacht.

„Handgepäck“, also meine 30l-Gepäckrolle, habe ich auch schon fast fertig. Sandalen, Hose und Wechselwäsche für vier Tage. Eigentlich sind es drei, zwei Tage auf der Fähre und was nach dem Anlegen so kommt. Kulturbeutel ist quasi fertig, ich werde vielleicht noch den Rasierhobel statt dem offenen Messer reinpacken. Die Wechselwäsche für den Rest der Reise2 ist auch gerichtet, die kommt in den Koffer. Wird nur noch der Besteckkram etc fehlen, der erst mal mit nach Österreich kommt. Der Motorradkram kommt in die Koffer, die Elektronik in den Tankrucksack. Fertig. Erschreckend einfach.

Die Tage werde ich noch den restlichen Kram3 schon mal in die Koffer stopfen. Die Spiegelreflex kommt wohl auch mit, auf jeden Fall aber neben den beiden Actioncams die Kompakte von Annette. Das packe ich so peu a peu in die Koffer im Keller. Laptop und so bleibt daheim. Wird krass.

  1. als solche vom Arbeitgeber verkauft []
  2. Unterwegs wird gewaschen! []
  3. Regensachen und so []

Test Ride

Heute gab es eine kleine Nordvogesen/Südpfalzrunde mit den Nachbarn. Eine kleine Tetsfahrt fürs Material und die Holde fühlte sich zweirädrig unterchauffiert dieses Jahr. Nun denn, die Sache mit dem Radausbau und dem Reifenwechsel…

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Rest vom Urlaub

Ja, die Meldungen kommen sporadisch. Heute fuhren wir einen Tag früher als geplant zurück. Der Vermieter nahm es gelassen und das Geld nur für die tatsächlichen Übernachtungen. Uns hielt nichts mehr. Die Wanderungen waren eher Beschäftigungstherapie und der Tod eines Freundes mit ungewissem Bestattungstermin tat ein Übriges.

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Zwischenstand von der Grenze

Nach dem letzten Tag in Cortina gingen wir an die Grenze. Nicht unsere, sondern die zwischen Italien und Slowenien. Dort liegt unsere aktuelle Unterkunft. Ich mache das Ganze mal im Stil des letzten Beitrags:

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