Oktober 2008
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Tschamintal

Heute wollten wir est etwas ruhiger angehen lassen. Da kam uns die vermeintlich flache Talwanderung gerade recht. Allerdings war die Anfahrt etwas weiter als geplant. Wir nahmen uns aber eh alle Zeit der Welt, denn bei Hin- und Rückweg auf der selben Strecke ist es einfach, beizeiten umzudrehen. So starteten wir erst kurz nach 10Uhr in Canazei und erreichten Weißlahnbad (Lavina Bianca) nach einer knappen Stunde. Immerhin 33% über der geplanten Fahrtzeit, doch die Schneeverhältnisse am Karer- und Nigerpaß gaben kaum mher her. Ganz besonders nicht für einen offenbar sommerbereiften Audi TT, der sich dann auch noch nicht freiwillig herbrennen ließ.

Vor Ort dann ein überraschendes Bild. Schnee nur in der Ferne und reichlich Ausflügler. Doch die trieben sich zum Glück wohl nur bis zur Tschaminschweige wenige Minuten vom Parkplatz entfernt rum, dahinter wurde es ruhiger. Betrieb herrschte dann nur noch an einer Almhütte („Rechter Leger“). Dort waren etliche Bänke und Sitzgelegenheiten verstreut und alle, die in der Sonne lagen, waren belegt. Wir wanderten deshalb noch ein Stückchen weiter, doch bald war klar, daß es nur noch anstrengend werden würde und keine bessere Aussicht zu erwarten sei bis wir umdrehen müsste. Dafür war auf dem Rückweg an der Hütte deutlich weniger Betrieb und wir hielten unsere Brotzeit ab. Besser als das Essen nur mitzuschleppen, um dann doch dem leckeren warmen Essen auf einer Hütte zu verfallen.

Rückmarsch dann entsprechend ereignislos. Bei einer kurzen Pause wurden wir von einem Pärchen mit Schneeschuhen am Rucksack eingeholt. Klar, hätte ich mir denken sollen, als ich die sich bewegenden Punkte auf dem Schneefeld im Bereich der Grasleitenhütte per Fernglas als Wanderer identifizieren konnte. Sicher auch ein toller Spaß.

Die Rückfahrt bot bei bestem Wetter und guter Fernsicht dann auch noch einen Vorher-Nachher-Effekt: Viel vom Schnee der letzten Nacht war im Laufe des Tages weggetaut.

Abendessen gabs dann im Nachbarort Campitello. Das gesuchte Restaurant konnten wir nicht finden, also kehrten wir wagemutig im Kamerloy an der Durchgangsstraße ein. Anfangs etwas besorgt, weil wir die einzigen Gäste waren, füllte sich die Bude doch in kürzester Zeit und das Essen erwies sich als ganz gut.