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Schottlandnachlese: Ausrüstung

Das Fazit ist einfach: Alles hat sich bewährt. Naja, fast alles.

Unsere Wanderausstattung ist mittlerweile auf einem so hohen Niveau, daß alles andere auch erschreckend wäre. Blöd war, daß Annettes zugegeben etwas älteren Lowa-Stiefel just im Urlaub in diesem nassen Untergrund sich als undicht erwiesen. Da hat das vor Ort gekaufte Imprägniermittel aber auch viel geholfen. Unsere Regenbekleidung war nicht nur dicht, sondern saß auch bei den erlebten Windgeschwindigkeiten noch gut. Selbst der schottische Horizontalregen konnte nicht eindringen. Es mag auch am Untergrund gelegen haben, aber bis zur nächsten Urlaubssaison werde ich wohl meine Hanwaags neu besohlen lassen, die sind doch schon recht abgelaufen und ich bin auch sogar auf Sandstein mal gerutscht. Das kannte ich anders. Als Glücksgriff erwiesen sich Annettes SealSkinz-Handschuhe. Mit 25GBP sogar ein Schnäppchen, ich habe für mich welche grad im Angebot für 32,50€ bestellt, regulärer Preis ist über 40€. Da wir kein Übergepäck zahlen mussten, wäre der Kauf im Urlaub sogar günstiger gewesen. Und als warm, dicht und griffig haben sie sich schon erwiesen. Softshelljacke und Hosen kamen bei den erlebten Windgeschwindigkeiten an ihre Grenzen, hielten sich aber tapfer.

Im Bereich Kamera gabs zwei kleine Doktrinwechsel. Zum einen werde ich auf Wanderungen wohl nicht mehr die Koppel mit den kleinen Taschen zusätzlich zum Rucksack tragen. Schade um die große, leicht zugänglicher Kameratasche, aber sie ist halt auch nicht wasserdicht und auch wenn unter der Regenjacke Platz ist: Es ist ein Mordsgefummel. Denn auf der anderen Seite ist ohne Koppel der Rucksack so schnell ab- und wieder aufgesetzt, daß Ersatzakkus, Stativ und Weitwinkel auch dort verstaut werden können. Letzteres vielleicht wieder am Schultergurt. Und die Riegel kommen halt in die Jackentasche. Zum anderen brachte mich der direkte Vergleich mit Annette wieder etwas weiter weg von der DigitalSLR. Da ist meine S3IS mit aufgesetztem Konverter schon sperrig genug und oft genug hatte ich keine Lust, sie aus der Tasche rauszuholenfummeln. Wobei das jetzt speziel für nasses Wetter gilt. Bei Sonnenschein mag das wieder etwas anders sein.

Sorgen bereitete dann noch ein wenig mein Garmin zumo550. Einmal ist es an entscheidener Stelle1 so abgestürzt, daß auch kein Reset mehr half. Fester Vorsatz: passenden Innensechskantschlüssel immer mitnehmen, damit ich den Akku rausnehmen kann. Die beiden anderen Fehler mögen am Kartenmaterial2  liegen, sind aber selbst dafür nur bedingt verzeihlich: Kleine Single-Tracks und zweispurige Straßen werden praktisch nicht unterschieden, weshalb das Navi frohen Mutes einem etliche Meilen über eine kleine Straße lotste, während praktisch parallel auch eine viel bessere verlief. Aber der Weg wäre halt ein paar Meilen länger3 gewesen. Just die angenommene Geschwindigkeit ist mir auch ein Rätsel. „Reststrecke 25 Meilen, Restzeit 25min“ ergibt nach sehr einfacher Kopfrechnung eine Geschwindigkeit von 60mph. Welches die erlaubte Höchstgeschwindigkeit außerorts darstellt, die auf jenem Streckenabschnitt nicht wirklich immer zu halten war. Mal abgesehen von diversen Ortsdurchfahrten mit maximal erlaubten 30mph oder 40mph. Nicht nur wegen der Single Tracks waren die Zeitschätzungen völlig daneben, ich habe generell mit mindestens Faktor 1,5 oder bei zu erwartenden Single Tracks auch mit Faktor 2 gerechnet. Und selbst das hat nicht immer gereicht. Da sollte ich mal an Garmin schreiben…

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  1. Abfahrt aus Inverness raus und zum einzigen B&B, von dem wir keine schriftliche Wegbeschreibung, sondern nur die Adresse und den Wegpunkt im Navi hatten []
  2. Stand 2008 []
  3. und somit bei gleicher angenommener Geschwindigkeit auch langsamer []

3 comments to Schottlandnachlese: Ausrüstung

  • Peter,

    ersetze die blöde Schraube durch eine mit normalem Langschlitz, z.B. aus einer normalen Lüsterklemme geklauten. Und mach blos keinen Schraubenlack mit rein.

    Was bei mir übrigens geholfen hatte war den Einschaltknopf und das Display rechts unten gedrückt zu halten – der zumo ist dann in das Service-Menue und von dort war er auszuschalten.

    Hint: Bei mir hatte die Landkarte und das Dateisystem einen Schuß, ich konnte die Karte nicht vom zumo auf den PC laden. Eine Formatierung später, und die Landkarte neu übertragen, war das Geschichte. Man kann die gmapsupp.img auch in gmaprom.img umbenennen, die Datei-Inhalte sind identisch 😉

    Ciao! (und willkommen back home)

  • Schraube ersetzen – was für eine abstruse Idee. Ich bin tief in meiner Ehre getroffen, daß ich in meinem Victorinox-Multitool mit 8teiligem Bitsatz keinen passenden Schlüssel hatte. Da muß ich mal bei. Oder den L-förmigen Schlüssel aus dem Werkzeugkasten mitnehmen auf Reisen… aber die Schraube wechseln, also neee… 😉

    Ansonsten war er wohl nur etwas verwirrt. Sehr zeitnah einschalten, in die Halterung setzen, abrutschen, nochmal nachhaken während er gleich die Ausschaltmeldung bringen will, dann doch ausschalten – damit verwirrt man halt nen zumo final.

    Das mit den beiden Dateinamen ist interessant. Ich experimentiere jedoch grade mit verschiedenen „Ergänzungskarten“ auf SD-Karte, die ich einfach nach Bedarf einschiebe. Im Hauptspeicher bleibt immer die mitgelieferte CNNT. Beide Dateien tragen den selben Namen, befinden sich aber auf unterschiedlichen Laufwerken und koexistieren im zumo wunderbar.

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