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Kletterkurs, Teil 1

Annette hatte es sich ja nicht nehmen lassen und mir zu Weihnachten einen Kletterkurs geschenkt. Uns, um genau zu sein, denn sie wollte dann doch auch mitmachen. Und hatte seither Bedenken, da sie nach dem Kauf des Gutscheins einen Blick in die Halle geworfen hatte.

Lange währte die Einlösung des Gutscheins. Annette hatte im Frühjahr einen hartnäckigen Husten, mit dem sie nicht Klettern wollte. Zurecht. Als der endlich weg war, waren es auch die freien Plätze in den Kursen. Erst mit Erscheinen der neuen Kurstermine fanden wir endlich was Passendes. Heute und am nächsten Sonntag.

Los ging es um 19Uhr. Kletterschuhe und Gurte wurden ausgesucht und richtig angelegt. Ja, ich habe auch einen Leihgurt genommen, da meiner etwas locker an der Hüfte ist wenn ich nicht reichlich Klamotten anhabe. Also nix für gestern im T-Shirt. Kletterschuhe sind auch in der Tat sehr gewöhnungsbedürftig. Nicht ganz kapiert habe ich hinterher, warum wir sie auch während der ganzen Theorie anließen. Da wäre ein kleiner Hinweis der beiden Lehrer nett gewesen.

Aber ja, die Theorie. Richtiges Einbinden mit dem Achterknoten und HMS sind natürlich elementar. Seilaufnehmen ist aber auch nicht unwichtig. An einem Geländer wurde dann paarweise das Sichern geübt, wobei der zu sichernde „Kletterer“ nur am Boden hin- und herlief. An der Wand wurde dann noch hintersichert, d.h. hinter dem Sichernden hielt noch ein weiterer das Seil für den Fall, daß der Sichernde einen Fehler macht. Und ja, ein Satz leuchtete schnell ein: Auch Sichern ist Sport und geht gut in die Arme, wenn die Technik nicht stimmt.

Zwei Personen konnten so zeitgleich Klettern, wobei beim Wechseln das Einbinden und der Partnercheck auch Zeit fraß. So kam jeder zwei Mal die Wand hoch. Ich sogar ein drittes Mal, weil unsere Gruppe kleiner war. Leider konnte ich wie beim zweiten Mal wieder nicht die eine Route korrekt klettern. Der Rest hat aber auch alles greifbare genommen. 😉

In der Boulderhalle1 durften wir uns dann nach der Schlußbesprechung noch einmal austoben, so lange wir wollten. Oder konnten. Zwei Mal habe ich es dort geschafft, eine Route zu klettern2. Ein Mal jedoch meinte ich runterklettern zu müssen (auf einer anderen Route), rutschte prompt ab und drehte mich um die noch greifende Hand so blöd, daß ich mit Schwung gegen die Wand knallte. Das wird morgen schöne blaue Rippen geben und der unerklärlichen Schürfwunde an linken kleinen Finger fügte ich so noch einige Kratzer am rechten Arm hinzu.

Dann war ja auch schon weit nach 22Uhr und wir machten uns auf den Heimweg. Die Arbeit ruft… zumindest Annette.

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  1. nur ca 2,5m hoch und mit Matten ausgelegt zum Klettern ohne Sicherung und dafür praktisch nur aus kniffligen Passagen (Schlüsselstellen) bestehend []
  2. d.h. nur die Griffe und Tritte einer Farbe zu verwenden, der Rest gilt als nicht existent []

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