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Gorropu-Klamm fest in deutscher Hand!

Korrekt heißt das Teil Gola su Gorropu und ist eine recht beeindruckende Schlucht. Und gestern war dort anscheinend bis auf die Dame am Ticketzelt1 und ein anscheinend nicht-nativ englischsprachiges Pärchen deutsch die faktische Amtssprache.

Schon auf der Anfahrt über die holprige Piste sammelten wir vor uns drei Autos ein, von denen zwei deutsche Kennzeichen hatten und das andere offensichtliche ein Mietwagen war. Mit Kind, Kegel und Oma machte man sich auf den Weg zu Schlucht. Und der ist schon nicht schlecht. Nach ca. 15min war nach einem letzten kleinen Parkplatz für Autos die Durchfahrt endgültig verboten2 und ein Schild teilte auf italienisch und englisch die Eintrittspreise, Spielregeln und Uhrzeiten für die Führungen mit. Annette meinte, wir würden doch die 11Uhr-Führung locker schaffen. Sie wollte nicht glauben, daß es ab da noch gut zwei Stunden durchs Tal flußaufwärts geht. Tja, die 12:30Uhr-Führung hätten wir schaffen können, erkundeten aber nach einer Brotzeit die Schlucht doch auf eigene Faust. Beeindruckend, die riesigen, teils wie Kiesel rundgeschliffenen Felsbrocken. Ein herrliches Kletterterrain. Geklettert wird übrigens auch an der Wand an der tiefsten Stelle der Schlucht, 400m hoch und bis zum Grad 8+ versicherte man uns. Wir begnügten uns damit, die Felsbrockenhindernisse zu überwinden. Ich bin überzeugt, daß wir ein gutes Stück über jenen Punkt hinausgekommen sind, den die Dame im Ticketzelt3 als den beschrieben hatte, an dem man ohne Ausrüstung nicht weiterkäme. Ich hatte ja zuvor schon auf zwei Fixseile verzichtet und eine andere Route gewählt. Faszinierend auch, wie weit Annette mitgehalten hat. Ist halt doch was anderes als eine Wand in einer Halle, in der man dann auch noch drauf achten soll, nur Griffe einer Farbe zu verwenden.

Wichtigste Maßnahme bei der Rückkehr zum Ticketzelt: Wasser trinken! Wir hatten wie angeboten unser Gepäck beim Zelt gelassen und damit auch unser Wasser. Dann ging es auf den zwar relativ einfachen, aber 7km langen Rückweg. Der ging dann noch mal in die Knochen4. Annette vertrieb sich die Zeit mit dem Outen von Deutschen. Der wünscht sich ja bis zur Dämmerung gerne einen guten Tag, also in Italien einen „Buongiorno“. Der Italiener jedoch betrachtet bereits ab dem Mittagessen den Tag als gelaufen und wünscht somit schon in der Mittagshitze einen Buonasera, einen schönen Abend. Und somit kann man leicht die Deutschen erkennen: Einfach am Nachmittag mit Buongiorno grüßen. Erwidern sie den Gruß ebenso, sinds Deutsche. Klappt zuverlässig. Mal abgesehen davon, daß man sich damit auch als Deutscher zu erkennen gibt.Gallery is empty!

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  1. english spoken []
  2. wir hatten bereits nach der angeblich eingestürzten Brücke geparkt []
  3. ja genau, die Schlucht kostet Eintritt, welcher von zwei Leuten in einem kleinen Zelt am Eingang erhoben wird. Die erklären dafür auch die Schlucht und worauf man achten soll. Aufgescheuchte Mufflons z.B., die man zwar nicht sieht, die aber Steine lostreten, die auf dem eigenen Kopf landen könnten []
  4. Nachtrag: Auch die Kletterei sollte sich am nächsten Morgen in den Schultern und Armen bemerkbar machen []

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