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So dann doch nicht…

Eigentlich war dieser Artikel dafür gedacht, wie ich mit dem doch ganz brauchbaren neuen Scanner künftig bei der Filmentwicklung FotoCDs oder gar Abzüge überflüssig mache. Eigentlich.

Stand bisher: Ich belichte einen Film. Dann bringe ich ihn zum “Labor”, in der Regel zum dm Drogeriemarkt, die dann bei cewecolor entwickeln lassen. Erster Haken: Ich muß mich für eine FotoCD entscheiden, bevor ich auch nur ein Bild entwickelt gesehen habe. Hinterher scannen ist unwirtschaftlich, vor allem für die gebotene Qualität.

Lösungsansatz: Ein kleiner, preisgünstiger Negativscanner. Der sollte die 1535×1024 Bildpunkte der FotoCD ja auch locker bringen. Abzüge kann ich mir dann auch sparen, denn die haben die “günstige” CD erst möglich gemacht. Nur noch entwickeln, selber scannen und die guten Bilder abziehen oder in hoher Qualität scannen lassen. Nach wenigen Filmen wäre der Scanner amortisiert. Klingt wie ein guter Plan. Denn die einfachen Scans sollten fürs Web und vor allem als elektronischer Katalog reichen.

Bei Google+ hatte ich schon geklagt. Die vermeintlich noch bessere Gelegenheit war nervenaufreibend. Aldi Süd führte hier um die Ecke einen Resteverkauf durch. Mit dabei: Der Tevion TV 7100. Den hatte ich zum regulären Preis von 69,95€ schon in der Hand gehabt. Für 39,95€ musste ich ihn haben. Punkt. Da wurde sogar Annette überredet. So radelte ich letzten Montag im strömenden Regen zum Aldi, um ja noch einen abzubekommen. Aus der unangetasteten, hoch gestapelten Palette. Ich hätte skeptisch sein sollen. Daheim die erste Ernüchterung: Gerät defekt. Super. Noch zwei Mal1 durch den strömenden Regen. Der zweite funktionierte soweit und ich war erst mal glücklich. Und scannte munter neben dem Fernsehen. Tolle Sache, so ein Standalone-Scanner. Streng betrachtet eine 5MP-Digitalkamera, die einfach das Negativ abfotografiert und deren Software die Farben gleich in Echtfarben wandelt. Auf dem integrierten kleinen Display sah es schon mal gut aus. So gelangte Bild um Bild auf die eingelegte Speicherkarte, was recht zügig gelang. Auch war ich stolz darüber, daß ich schnell die wackelige Negativhalterung erkannte und rausbekam, wie man das Bild gerade vor den Sensor bekommt. Auch klärte sich, daß gar nicht dm2 an den falsch gescannten Bildern mit schwarzem Rand an der einen und fehlendem Bild auf der anderen Seite schuld war: Die Kamera hatte da wohl falsch eingezogen und just die selben Bilder waren auch im Negativhalter des Scanners versetzt; justiert durch entsprechende Führungsnasen.

Fürs Blog wollte ich dann noch einen tollen Bericht schreiben und zwei Scans des selben Negativs mal als Vergleich zeigen. 1535×1024 Punkte gegen 2760×1840 ohne Interpolierung, da konnte die CD ja nur verlieren. Oder? Erster Schreck dann aber im direkten Vergleich: Da fehlt was: Nicht nur der schwarze Streifen war weg, sondern auch an den anderen drei Rändern fehlte was. Sauerei, der Scan ist übelst beschnitten! An sich schon ein KO-Kriterium, aber der Scan sah auch irgendwie merkwürdig aus neben dem von der CD. JPG-Artefakte? Immerhin fällt auf, daß das pixelmäßig deutlich kleinere Bild mit 1,46MB gegenüber 960kB eine deutlich größere Datei benötigt. Das riecht nach unnötig starker Komprimierung im Scanner. Doch das ist es nicht alleine. Das Bild sieht 1:1 betrachtet auch über verrauscht aus. Das kann doch nicht? Doch, es ist. Unnötig, aber Fakt. Wer kommt auf die Idee, so etwas zu konstruieren? Belichtungszeit und Beleuchtung wären doch kein Problem, warum wird hier also der Sensor dermaßen empfindlich gedreht, daß er rauscht wie der Pazifik bei Sturmflut? Und warum wird der Mist dann auch noch dermaßen komprimiert? Ich hätte mir die ersten Scans gleich genauer als auf dem eingebauten Display oder dem Netbook ansehen sollen.

Klarer Fall: Morgen geht die Kiste zu Aldi zurück. Der Tevion TV7100 ist Schrott und man sollte die Finger davon lassen. Nicht mal meinen niedrigen Ansprüchen hat er genügt.

Canon 9000F. Kein reiner Filmscanner, sondern ein Flachbett mit Durchlichteinheit. Würde den alten hier ersetzen, bringt nebenbei noch eine Stitching3funktion mit und reicht für mehr als nur die angestrebten Katalogisierungs-Thumbnails und Webbilder. Ein reiner Filmscanner widerstrebt mir. Nur noch ein Gerät mehr im Arbeitszimmer.

Nachtrag: Hier die beiden Bilder, von denen die Rede war. Beide unbearbeitet, auch ohne Stempel und in Originalgröße. Ausnahmsweise.

dm FotoCD

dm FotoCD

Tevion TV7100Naja, das Layout zerschießt es auch…

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  1. hin und zurück []
  2. bzw. cewecolor []
  3. Zusammenfügen mehrer Scans, für Karten zB []

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