September 2012
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Salewa und weg

Heute war dann der letzte Steig angesagt, quasi ein Vormittagsprogramm vor der Heimfahrt.

Der Salewa-Klettersteig besteht aus drei Teilen: Einem Anstieg zum Iseler-Gipfel abseits des bequemen Wanderwegs, einer Querung rüber zum Wanderweg, der über den Gipfel hinweg den Kamm entlang führt und einer weniger tollen Passage unterhalb des Wanderwags am Kamm. Den dritten Teil wollten wir eh auslassen, da der damit verbundene Abstieg bis zur Talstation aus dem ganzen eine erfüllte Tagesrunde gemacht hätte. Teil zwei war optional, abhängig von Zeit und Puste.

Die Fahrt zur Talstation des Sessellifts dauerte etwas länger als geplant, so daß wir bei unserer Ankuft schon die Sessel samt Passagieren aufsteigen sahen. Na gut, eine Viertelstunde bringt uns nicht um. Nur ein wichtiger Tip an dieser Stelle: An der Bergstation hat es im Gegensatz zur Talstation keine Toilette! Dank meines gewissen Ausweises kam ich sogar für den 3€ günstigeren Kindertarif hoch. Und erhielt einen sehr verwunderten Blick des Kassierers, sah man mir doch an, daß ich mehr als einen Spaziergang vor hatte. Bereits an der Bergstation legten wir das Geraffel an, da ein Bänkchen förmlich dazu einlud. Der Aufstieg zum Einstieg war unproblematisch. Nur habe ich Trottel die Lücke im Latschenwald nicht gesehen samt erstem Stahlseil und bin munter den schlammigen Grashang hochgestiefelt. Und hinter uns die ganzen Zweiergruppen, die uns beim Anstieg überholt, wir aber dann beim Aufrödeln am Abzweig vom Wanderweg passiert hatten. Da kam allgemeine Freude auf, als man nicht nur wieder runter durfte, sondern auch mit verschlammten Stiefeln Klettern musste.

Nur kurz zum Steig: Gesichter ist er besser als die beiden bisherigen. Um genau zu sein ist praktisch kein Meter seilfrei, selbst leichte Gehpassagen sind gesichert. Technisch ist es aber mit Sicherheit der schwierigste. Wer wie ich Klettertechnik durch Kraftbolzerei ersetzt, hat am Ende sicher ziemlich dicke und geschaffte Arme. Aber eine sehr spaßige Tour ist es und ohne solche psychischen Herausforderungen wie die ausgesetzten und dann meist auch noch ungesicherten Passagen am Mindelheimer oder gar dem Hindelanger Steig. Am Gipfel war ich dann aus genannten Gründen platt genug, um auch mit Blick auf die Zeit abzusteigen. Doch vor dem Slalom um die Rentner auf dem Wanderweg zur Bergstation gabs noch eine kleine Rast auf dem überfüllten Gipfel. War eh ein wenig witzig, sich die letzten Meter im Fels hochzuziehen, um dann zwischen leger gekleideten Wanderern im vollen Ornat rumzustehen.

Kurzer Kaffe- und Burgerzwischenstop in Sonthofen und dann konnte ich mich wieder bis Bad Rappenau chauffieren lassen. Dort wieder Hundibegrüßung, I war auch da und nach ein wenig Bilderkopieren, Umziehen und etwas Plausch gings mit der KTM wieder heimwärts. Dank Stau auf beiden Streckenabschnitten und der etwas komplizierteren Packerei war ich dann über eine Stunde später als geplant in Karlsruhe; zeitgleich mit Annette, die sich schon gefreut hatte, endlich mal wieder einen gedeckten Tisch mit was zu Essen drauf vorzufinden.

Bilder gibt es heute keine, der Steig war so fordernd, daß ich dafür keinen Kopf hatte.

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