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Königssee

Da die Gesamtstrecke bis zu unserer Übernachtungsmöglichkeit das hergab, durfte der Königssee dann doch nicht fehlen. Mir gings heute morgen nicht so gut, irgendwie habe ich die letzten Tage doch zu wenig getrunken und nun rächt sich das aufsummierte Defizit. Nach einem netten Frühstück brachen wir also auf, den Rest von der für gestern geplanten Tour nachzuholen.

Die Umleitung führte uns noch mal kurz durch Österreich und dieses Mal füllte ich mit billig(er)em Schluchtensprit nach. Das sollte dann eh bis München reichen. In Reit im Winkel stießen wir wieder auf die Deutsche Alpenstraße und folgten ihr ins Berchtesgadener Land. Die Weißbachschlucht darf man sich hier als kleinen Höhepunkt merken. Ich hingegen merkte eher die Folgen meines notwendigen Flüssigkeitskonsums und kenne dort jetzt diverse Pinkelplätze. Ein ausgeschilderter, aber ungeplanter Abstecher nach Ramsau bot sich an. Für Busse gesperrt klingt nach kleiner Straße und erwies sich als feiner beinahe-Single-Track. Außerdem wollte ich den Talort für eine Watzmannüberschreitung mal live sehen.

Königssee. Au wei. Tourismus pur. Ich könnte schwören, keine Ausschilderung für Motorradparkplätze gesehen zu haben. Annette sah auch keine bei unserem Versuch, so weit wie möglich vorzustoßen. Was in einem großen Auffangparkplatz endete, der natürlich gebührenpflichtig ist. Mismutig fütterte ich den Automaten für 90min und legte den Parkschein ordnungsgemäß hinter die Windschutzscheibe. Pragmatisch fixiert mit etwas Panzerband. Auf der natürlich schon wieder fälligen Suche nach einem Klo fand ich direkt davor die Motorradparkplätze. Zum halben Tarif, mit Schließfächern für Helme oder Tankrucksäcke und viel näher am Geschehen als die anderen. Sehr löblich, liebe Königsseer, aber jetzt schildert die Plätze doch bitte auch noch gut sichtbar aus!

Der Fußweg zum Ufer ist gesäumt von Touribuden, sei es kulinarischer oder kaufmännischer Art. Wir zogen uns nach kurzem Blick wieder zurück und kehrten bim Parkplatz etwas abseits vom Trubel ein. Eine sonnenbeschienene Terasse nehmen wir immer gerne. Der Wirt war verwundert, wie schnell ich drei große Getränke inhalieren konnte, ich war verwundert, wie schnell mein Mageninhalt wieder nach draußen wollte1 und ließ mir eine halbe Pizza einpacken. Annette verputzte derweil ihre gesamten Kässpatzen inklusive Salat.

Für den Rückweg wählte ich die Variante über Bad Reichenhall. Noch mal durch die Weißbachschlucht, dann entlang der Deutschen Ferienstraße Alpen-Ostsee. Kann nicht so verkehrt sein, dachet ich mir, wenn man da die Touristen längs schickt. Spätestens ab der Abkürzung2 mit kurzem Chiemseekontakt wurde es aber eher nervig. Statt Touristen eher Schwerlastverkehr. Und Traktoren. Und lebensmüde Lieferwagenfahrer. Bei nicht enden wollendem Gegenverkehr bringen einem die Linksabbieger dann vollends zum Stillstand. Aber irgendwie kämpften wir uns dann durch bis zur Wohnung der Maschinenbäuerin und von Phil Kradblog. Sie gewährten uns nicht nur Unterschlupf  für die Nacht, sondern auch eine Duschgelegenheit. Die war bitter nötig. Sagte ich überhaupt schon, daß wir seit der Abfahrt in Oberstdorf föhnigstes Kaiserwetter hatten?

Nachher gibts noch nen Dampferstammtisch mit Futtermöglichkeit. Mal sehen, was der morgige Tag uns bringt.

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  1. immerhin in der üblich vorgesehenen Richtung []
  2. gemessen an dem Eck, das die Bundesstraßen ausgefahren wären []

1 comment to Königssee

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