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Ankunft in Gordes

Nach einem französisch-typisch kleinen Frühstück mit Kaffee1 aus riesigen Tassen verabschiedeten wir uns und brachen auf gen Gordes.

Zuerst wieder runter ins Rhônetal, von dessen gegenüberliegenden Seite uns das Vercors durch den Dunst anstrahlte. Da wir genug Zeit hatten, sparten wir uns die Autobahnmaut und nahmen die landschaftlich schöne Strecke. War auch nett und kostete kaum mehr Zeit. Gut, Orange und später Carpentras hätte man besser weiträumiger umfahren, denn zu sehen gab es vom Auto aus eh nichts.

Aber bleiben wir in Orange. Auf der Ausfallstraße kehrten wir in einem Carrefour ein. Mit etwas Gewürge, weil der Punkt aus einer POI-Sammlung grottenfalsch in einem Wohngebiet lag. Passend zur Mittagszeit kehrten wir dort erst mal für uns untypisch landesuntypisch beim Imbisschinesen ein. Mit Hunger kauft man ja immer zu viel ein… Der Kofferraum war eh schon randvoll und so liefen wir mit den Einkäufen in der Kühlbox und auf dem Rücksitz in Gordes ein.

In der Ortsmitte war ein Straßenfest und es bedurfte Annettes Motivation, daß ich in die leicht gesperrt aussehende Straße in Richtung unserer außerhalb gelegenen Ferienanlage einbog. Dann lief alles glatt. Kurz nach 16Uhr waren wir da und suchten die Rezeption, obwohl das Infoblatt von Interchalet diese erst ab 17Uhr als geöffnet verkündete. Aber kein Problem, die Rezeption war besetzt und sollte dies nach eigenem Aushang ab 16Uhr auch sein. Perfektes Timing! Wir bekamen quasi ein kostenloses Upgrade, eine etwas größere Wohnung als gebucht. Warum erschloß sich mir nicht ganz, obwohl ich diesem Gespräch eigentlich ganz gut folgen konnte. So bezogen wir unsere hübsches Domizil. Quasi ein Reihenhaus, von dem wir ein Mittelstück der insgesamt vier Teile bekamen. Mit offener Küche/Esszimmer/Wohnzimmer, Kinderzimmer mit zwei Stockbetten2, Bad&Dusche, separatem WC und einem geräumigen Schlafzimmer mit Doppelbett und eigenem Balkon im Obergschoß. Unten gibt es selbstverständlich auch eine Terrasse. Sehr fein, muß noch gefilmt werden.

Ansonsten war die Kamera eher pornografisch unterwegs: Auf dem Sonnenschirm unserer Terrasse besprang in unserem Beisein eine unscheinbare Fangschrecke ein viel größeres und stattlicheres Exemplar. Beim letzten Nachsehen war unser Romeo noch lebendig und wortwörtlich obenauf. Wir drücken ihm die Daumen, daß er die Nacht überlebt. Ansonsten gab es Pastis und Rotwein, Pellkartoffeln und Käse aus dem Backofen. Die Nachbarn hatten uns neulich als Mitbringsel aus ihrem Urlaub den gleichen serviert. Allerdings hatten wir kein Rezept und keinen Weißwein, weshalb der Käse naturel in den Ofen kam. Irgendwas fehlte. Was uns gerade noch fehlte, war, daß sich die idyllische und quasi verlassene Anlage doch noch füllte inklusive der Nachbarwohnung. Erstaunlich hellhörig, das Ganze. Ansonsten richtig klasse, wenn auch nicht ganz für unsere ferienwohnungsliebende Verwandschaft geeignet: Ici on ne parle rien d’Allemand.


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  1. für Annette Verbene-Zitronentee []
  2. unsere Abstellkammer []

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