März 2015
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3 Calanques in einer Wanderung

Für den heutigen Tag wurde der Wecker gestellt. Sicher ist sicher. Wach waren wir dennoch vor seinem Klingeln. Vom Bäcker gegenüber – der nebenan hat heute seinen freien Tag – gabs nicht minder leckeres Baguette fürs Frühstück. Gut gestärkt schnürten wir dann ganz allmählich die Wanderstiefel. Ich staunte nur nicht schlecht, als Annette noch mal unter die Dusche sprang, während ich den Rucksack schon praktisch auf dem Rücken hatte.

Zuerst muß man mal aus Cassis raus, was durch den Ort(steil?) Port Miou führt. Somit führt die erste halbe Stunde und ein bißchen was über Wohngebietsstraßen. Dabei kürzt man an ihrer Basis auch die Landzunge ab, auf der der Ort Port Miou liegt und die die gleichnamige Calanque von der Bucht von Cassis trennt. Daß die Calanque ein alter Naturhafen ist, hatte ich gestern bei der Bootsfahrt schon verstanden. Aber sie ist deutlich länger und voller, als man gestern hätte denken können. Das sieht man schon, wenn man nach den letzten Häusern bergab Richtung Strand läuft. Wobei wir etwas oberhalb blieben und an der Kante des alten Steinbruchs entlangliefen. Vor lauter Booten sieht man hier von der Calanque wenig. Gegen Ende hin wurde der Weg dann doch etwas wilder, war aber markiert. Die nächste Landzunge kürzten wir wieder an ihrer Basis ab und standen so bald am Strand der Calanque Port Pin. Das war dann auch schon das Ende des ersten geplanten Teils. Ein Blick auf die Uhr verriet, daß die von dort aus angedachte Rundtour zu einem Aussichtspunkt oberhalb der nächsten Calanque, d’En Vau, locker drin sei. Recht wildromatisch führt der Pfad in der Höhe die Steilküste entlang. Leider sieht man im Gegensatz zur Bootstour so nicht die Steilküste, über der man gerade läuft, stellt aber fest, daß die Bootstour einem bei Weitem nicht bis zum Ende der Calanques auch nur blicken lässt! So waren wir überrascht, daß En Vau auch einen Strand hat. Um zu ihm runter zu kommen, hätte man aber einen gewaltigen Schlenker machen oder kraxeln müssen. Wir beließen es dabei, am Aussichtspunkt zu vespern und den Blick zu genießen. Nicht nur kann man schön über die niedrigere Basis der nächsten Landzunge weit die Küste entlang sehen, sondern mit kräftigerer Sonne enthüllte sich ganz beiläufig auch noch die Île de Riou1 aus dem Dunst. Da schmeckt das Essen doppelt gut und so vertilgte Annette die Reste der Leberwurstpizza, während ich mich an Baguette, Salami und Comté labte.

Der Rückweg war entsprechend unspektakulär. Statt durchs Landesinnere abzukürzen, nahmen wir den selben Weg zurück und erfreuten uns noch mal in besserem Sonnenlicht an den Felsküsten. In Cassis gab es zur Belohnung bei „unserem“ Eckimbiß noch je ein Eis mit 3 Geschmacksrichtungen, natürlich wieder an unserem Sonnenplätzchen. Noch kurz die Tageskarte des La Place gesichtet und ab ging es unter die Dusche.

Und auf ein Nickerchen ins Bett. Immerhin haben wir das Abendessen nicht verschlafen. Aber für hiesige Verhältnisse waren wir doch spät dran. Verstärkt wurde der Eindruck dadurch, daß am Hafen entlang bis auf wenige Ausnahmen der Dienstag wohl der generelle Ruhetag ist. So wurde nicht aus den Moules frites ums Eck. Ein anderes Lokal sah recht lecker aus, aber wir wollten noch bei einem anderen nachschauen. Schlußendlich entschieden wir uns doch für ersteres, L’Escalier. Kein Fehler.
Heute abend war ich dran mit der Fischsuppe, Annette nahm vorweg ein Lachstartar. Hinterher Rouget-Filets mit Tapenade für mich und für Annette ein großes Fischfilet. Beides wurde von Gemüse und Reis begleitet. Dazwischen noch Unterhaltung mit den Tischnachbarn zur Rechten wie zur Linken. Gesellig-gemütlich hier. Zuguterletzt noch Apfelkuchen mit einem Bällchen Vanilleeis. Fertig war das Menü. Zusammen mit einem anderen deutschen Paar verließen wir wohl als letzte des Abends gegen halb zehn das Lokal.

Noch ein Bild von der nächtlich angeleuchteten „Burg“ gemacht, bloggen und schlafen. Morgen wird wieder gemütlicher!

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  1. ich denke mal, sie war es []

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