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Blau ist das neue Magenta

​Was haben wir früher gelästert über die Telekom, den magentafarbenen Riesen. Der frisch privatisierte Beamtenladen, der Anträge auf Telefonanschlüsse gnädig bewilligte oder auch nicht.

Blau ist kein Riese. Aber was denen an Größe (sic!) fehlt, versuchen sie, am Kundenservice wettzumachen. Als, indem sie noch schlimmer sind, als man der Telekom in den albernsten Komödien unterstellte.

Zu Blau kamen wir wie die Jungfrau zum Kinde. Genauer, wie eine indische Jungfrau, die versehentlich in einer dunklen Ecke einer Gruppe erlebnisorientierter Männer begegnete. Denn eigentlich waren wir Kunden bei Simyo und wurden mit der ganzen Marke zu Blau hin abgewickelt. Das tat erst mal nicht weh und bei dem Anruf von der Hotline hätte ich sogar beinahe den Tarif gewechselt, wären mir solche Callcenterofferten nicht generell suspekt und im speziellen, wenn sie erneut anrufen, nachdem man ihnen mitgeteilt hat, daß man gerade im Ausland ist und erst mal nicht mehr angerufen werden will.

Nach langen Wochen wurde dann nach und nach auch das Kundenportal von Simyo zu Blau umgestellt. Ab da ging es bergab.

Mal zwischendurch für vier Wochen eine 3GB-Flat1 für die Schwiegereltern in der Zweitwohnung buchen? Fällt aus, der Tarif ist ersatzlos gestrichen. Meine Optionen schon mal zum Laufzeitende abbestellen, weil kein vernünftiger Tarif in Aussicht ist? Gibt es nicht auf der Webseite. Die war erst mal völlig überfordert, Einloggen ging nicht, dann drehte sie sich im Kreis und man kam nicht zu seinem persönlichen Bereich. Und die ach so tolle App möchte mal eben in den Kontakten rumschnüffeln dürfen. Arschkrampen ist da eines der höflicheren Wörter, das mir dazu einfällt.

Und da stellt sich dann raus: Man kann keinen Kontakt mit der Firma aufnehmen. Also kein Formular ausfüllen, daß dann irgendwann per Mail beantwortet wird. Es gibt einen Supportchat. Der aber macht nix, außer nach einigen Minuten zu schreiben, daß er überlastet sei. Welch Überraschung! Nach einiger Suche findet sich eine weitere Kontaktmöglichkeit: Eine Postanschrift, an die Kündigungen zu richten seien.

Dieser Wunsch kann erfüllt werden. Ich hab dann mal meine Optionen zum Laufzeitende gekündigt samt Auftrag, meine Rufnummer dann zur Portierung freizugeben. Ebenso die Rufnummer von Annette. Sie hat noch einen Prepaidtarif, da gibt es nix zu kündigen.

Das Einschreiben ging letzte Woche Mittwoch bei Blau ein. Bis heute passierte: NIX. Doch, der neue Anbieter, den ich für Annette gefunden habe, meckert, weil sie die Rufnummer nicht portieren können. Gut, Kunststück, das kostet eine Gebühr, die höher ist als das derzeitige Guthaben. Und man hatte ja nicht geantwortet, auch auf die Frage, wie man diese Gebühr begleichen kann.

Nebenbei stellte sich nun auch raus, daß seit der Umstellung auch nicht mehr guthabenabhängig von der Kreditkarte abgebucht wird. Zahlung per Kreditkarte ist auch keine Option. Seine Bankverbindung darf man angeben und eine Einzugsermächtigung erteilen. Hallo? Knall? Gehört? Zumal es mir widerstrebt, Guthaben auf eine Karte zu packen, die man kündigen will und das da erst mal rumgammelt, falls die die Portierung doch nicht freigeben.

Ok, immerhin kann man wohl irgendwie irgendwo Aufladekarten kaufen und damit dann aufladen. Das wäre die Option. Was aber nichts dran ändert, daß ich für meine Rufnummer immer noch keine Kündigungsbestätigung habe. Die wollte ich heute bei der Bestellhotline „bestellen“, aber die ist nur von 08:00 bis 22:00 besetzt.

Ich bin mal gespannt. Andernfalls werde ich mal einen Juristen fragen, wie man eine widerspenstige Firma dazu bringt, eine Kündigung zu akzeptieren und u bestätigen.

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  1. oder waren es sogar 5GB? []

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