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Nachtrag Colmar

Zumindest die Bilder wollte ich nachreichen und noch ein wenig vom zweitägigen Geburtstagstrip berichten. Wobei, was soll man berichten? Anfahrt ereignislos. Einchecken quasi problemlos. Wir waren richtig früh dran, konnten aber unser Gepäck in einem Gepäckraum verstauen, da das Zimmer noch nicht bereit war. Hätte auch im Auto auf dem Parkplatz bleiben können, denn die Wertsachen waren eh am Mann.

Der vollgepackte Kamerarucksack war dann ein wenig übertrieben. Das 150-600er hatte ich für Storchenbilder mit, doch die trieben sich sonstwo rum. 24-70 und 10-24 reichten, letzteres für die Architektur in den schmalen Gassen. Nach einem Abstecher zum Palmyre zwecks Platzreservierung für den Abend kehrten wir erst mal zum späten Mittag in eine Brasserie mit durchgehend warmer Küche ein. Schwendi. Ganz nett, aber halt touristisch. Rechts und links Asiaten, Spanisch wurde auch vernommen. Sah aber auch irgendwie witzig aus, wie das eine Asiatenpärchen sich auf ein Choucroute Royal1 „stürzte“ mit einer Neugier aber auch Eifer, der vergleichbar ist mit einem Europäer, der in Asien was ißt, von dem er nicht weiß, wie viele Beine es zu Lebzeiten hatte. Gestärkt mit Quiche und Zwiebelkuchen dann die restliche Erkundungstour durch die Stadt. Sprich auch Shoppingtour.

Frisch machen wollten wir uns noch ein wenig vor dem Abendessen und vor allem erst mal richtig einchecken. Da rächte es sich ein klein wenig, daß das Hotel anderthalb Kilometer von Kleinvenedig entfernt außerhalb lag. Und ach ja, es gibt hier jetzt keine reiseführermäßige Abhandlung. Fachwerk hat es reichlich und schön, die Markthalle sah erst mal von außen auch nett aus und die Menschen sind recht herzlich. Oder geschäftstüchtig. Jedenfalls wurde alles, was nach Touri aussah, mit Versucherle gefüttert. Käse, Wurst, Gebäck: Alles wollte man an den Reisenden bringen.

Das Abendessen im Palmyre war dann wieder mal nett. Gemischter Vorspeisenteller für beide, nur jeweils etwas anders gemischt. Da auch warme Speisen dabei waren, taugte das als vollwertiges Abendessen. Ich gab der Wirtschaft des Ursprungslandes – man bewirbt libanesisch-syrische Küche – eine Chance und probierte den libanesischen Rosé und gönnte mir als Aperitiv einen Arrak. Der kam irgendwie etwas stärker daher als der verwandte Pastis. Dann Verdauungsspaziergang ins Hotel und eine ruhige Nacht.

Am nächsten Morgen zog es uns erst mal zur Markthalle. Ausgiebig inspiriert landeten wir dann aber doch bei Brezeln, die wir draußen in der Sonne verputzten. Auf das extra zu zahlende Frühstück im Hotel hatten wir ja verzichtet. Kaffee und Tee gab es dann noch in der Bar der Markthalle. Irgendwie saßen dort auch die Händler beisammen und es stellte sich raus, daß ein Typ zu keinem der beiden Stände gehörte, an denen wir ihn vorher gesehen hatten, sondern zur Bar. Sprang wohl für seine Kunden ein… Irgendwie ein drolliger Mikrokosmos, dieser Markt. Vor 12 mussten wir dann aber auf dem Rückweg sein. Denn in einer Gärtnerei am Weg zum Hotel hatte sich Annette Blümchen ausgesucht und bis die Mittagspause endete, wollten wir schon wieder auf dem Weg sein. Naja, hätte man auch anders haben können.

Mittlerweile hatte sich herausgestellt, daß unser Flammkuchenrestaurant in Roeschwoog Dienstags zu hat. Und das Ausweichslokal daneben erst um 18 Uhr öffnet. Wir waren gegen vier dort, nachdem wir in Lauterbourg noch fleißig für die Woche eingekauft hatten. Annette wollte halt unbedingt, während ich das Thema Flammkuchen schon abgeschrieben hatte. Aus dem ein wenig im Ort rumtrödeln wurde dann eine Wanderung über die Felder. Kurz vor 18 Uhr war dann aber im angepeilten Restaurant immer noch alles dunkel. So inspizierten wir noch die Karten der beiden verbliebenen Restaurants an der Ecke. Einmal Ruhetag, aber ganz nette Karte und einmal leckerer Duft aus der Küche und verlockende Karte. Da im angepeilten Lokal nach sechs immer noch alles dunkel und verrammelt war, fiel die Entscheidung leicht. Fischsuppe mit allem vorneweg und hinterher ein Flammkuchen. Genauer gesagt hatten wir eigentlich zwei bestellt, Annette wollte Zwiebeln. Man sagte dann an, man würde erst mal einen bringen, halb und halb belegt. Damit er frisch und heiß bleibt. Guter Plan, denn nach diesem ersten Flammkuchen war Annette satt. Kaffee, Rechnung, auf Wiedersehen2.

Somit war es recht duster, als wir daheim ankamen. Hatten so baer auch immerhin zwei volle Tage genossen.

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  1. Sauerkraut mit allem: Bauchfleisch, Kassler, (Blut)wurst etc… []
  2. und genau so gemeint! []

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