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Gadget: HP Officejet Pro 6970

Dieses Gadget habe ich eine Weile genutzt, bevor ich hier zum Bericht kam. Hier aber endlich mal meine Eindrücke und die Rechtfertigung Begründung der Anschaffung.

Allem voran machte der gut 20 Jahre alte Scanner immer mehr zicken. Mal ganz abgesehen davon, daß er von Windows 10 längst nicht mehr unterstützt wird und ich ihn auf einer Virtuellen Maschine mit XP nutzte. Was ein Krampf. Das bremste dann auch ein seit langem begonnenes Projekt aus: Zeitschriftenseiten einscannen, um die Reiseberichte ohne Papierstapel mal sortiert abzulegen. Haken bei dem lahmen alten Flachbettscanner: Jede Seite einzeln einlegen, Knopf drücken und am Ende entweder Bilder manuell nachbearbeiten und in ein PDF schubsen oder ein PDF mit vielen nutzlosen Infos erhalten.

Bei meinen Eltern rauchte dann die Multifunktionskiste ab, die dort seit Jahren ihren Dienst versah. Man wollte wieder was möglichst Ähnliches, also gerne wieder HP. Von denen war ich selbst ja vor Jahren abgerückt, aber da passet alles. Kleine Recherche ergab drei Geräte der Reihe Pro69xx, die in die nähere Wahl kamen. Der 6950 war etwas zu knapp vom Funktionsumfang, der 6970 etwas über den ausreichednen Funktionen des 6960. Aber je nach Preisgefüge sollte Muttern sich einen der beiden zulegen. Es wurde der 6960, den ich perfekt per Fernwartung einrichten konnte. Die drei per VPN verknüpften Fritzboxen der Familie rocken hier sehr. An Ostern hatte ich dann auch mal live die Griffel dran und ließ munter scannen.

Haken hierbei aber: Der beidseitige Scan ist nur virtuell, denn er Einzug hat keine Duplexeinheit. Sagte ich Einzug? Ja, das war ja ein wichtiges Feature für das Zeitschriftenprojekt. Beim 6960 regiert jedoch die Software, die HP-typisch etwas eigen ist. Stapel einscannen, dann hoffentlich richtig umdrehen, Rückseiten scannen und wenn alles passt, baut die Software daraus ein PDF mit der richtigen Seitenreihenfolge.

Der 6970 hat jedoch diese Duplexeinheit und war somit auf meinem Radar. Beim Kundendienst von HP bestätigte man mir dann noch, daß dieses Gerät nicht nur auf einen angeschlossenen USB-Stick oder unter Aufwecken der Software an einen eingeschalteten (!) PC im Netz scannen könnte, sondern auch auf ein NAS, also eine Freigabe auf einer Netzwerkplatte. Zum Beispiel die an der heimischen Fritzbox. Plan: Rechnungen etc. einfach vor dem Abheften kurz durch den Scanner jagen, gelegentlich mal die dabei abgefallenen Dateien gefällig benennen und wegsortieren. Das stimmte dann nicht, die kundige Dame hat wohl vorher bei Canon gearbeitet. Deren Geräte können es wohl wirklich. Auf Nachfrage, weil ich die Funktion beim zwischenzeitlich gekauften Gerät nicht gefunden hatte, schickte man mir eine Bedienungsanleitung1 und den Verweis auf die Seite. Naja, NAS wird nicht erwähnt und meine weiteres Nachhaken bleibt jetzt schon seit Wochen unbeantworet.

Den Kauf beflügelt haben zwei Aktionen, die mich bis heute den Kopf schütteln lassen, auch wenn die Gründe dafür wechseln. Instant Ink. Das Programm von HP, das einem automatisch rechtzeitig neue Tinte zuschickt. Man schließt quasi ein Abo ab über eine bestimmte Zahl gedruckter Seiten pro Monat. Druckt man weniger, wird bis zu einer Monatsmenge Seiten in den Folgemonat übernommen. Druckt man mehr, kosten alle paar Seiten einen gewissen Aufpreis. Insgesamt nict wirklich billig verglichen mit Nachbaupatronen. Die es aber für die Reihe nicht gibt, dafür Originalpatronen, die nochmals teurer sind als üblich. Wohl um die Kunden zu dem Aboservice zu treiben. Die Aktion: Ein Jahr lang monatlich bis zu 300 Seiten drucken für lau. Statt 9,95€ pro Monat. Damit wäre der Drucker für 130€ quasi fast gezahlt gewesen, auch wenn ich im Monat niemals so viel drucke. Ein bißchen Augenwischerei.

Aktion zwei: Man schließt ab einem Bestellwert von 150€ eine Finanzierung zu 0% ab und bekommt 50€ nachgelassen. Wer auch immer bei der Nummer noch irgendwo Geld verdient. Die 150€ erreichte ich dann locker und sinnvoll mit einer schwarzen Patrone für den elterlichen Drucker. Ich hab ja erst mal ausgesorgt. Für in 9 Monaten abzustotternde 106€ hatte ich dann den Drucker samt 12 Monaten Tinte satt und besagter Patrone obendrauf. All you can eat plus a whole chicken.

Die zwischenzeitliche Ernüchterung: Die Bank brauchte ewig, um den Riesenkredit zu bearbeiten und zu genehmigen. Dann eben kein Scannen auf NAS, was aber bei der fummeligen Namenseingabe auf dem Touchscreen fast schon geschenkt ist. Rechner ist ja schnell an. Und da kann man gleich etwas nachbearbeiten. Doch bis dahin und seither bombardiert mich die Bank mit massiver Werbung und nebenbei noch einer Kreditkarte. Ich hatte ja alle Häkchen entfernt, die irgendwelche zusätzlichen Kosten verursachten. „Restschuldversicherung“ und so Unfug. Die Kreditkarte rutschte so durch. Aber mal sehen, also Notgroschen und Reserve im Urlaub irgendwo doch noch zu gebrauchen.

Aber was sage ich Drucker? Einen Scanner mit Drucker (und Fax) dran habe ich ja gekauft. Derzeit 462 Seiten gescannt und etwas über 30 Seiten gedruckt sagen da alles. Die Bildqualität ist nicht berauschend, aber ich wollte auch nicht meine Negative höchstwertig scannen, sondern Zeitschriften und Rechnungen archivieren. Und dafür reicht es allemal. Mal eben 14 Seiten Scannen lassen, unbeaufsichtigt natürlich und in der Zeit Rasieren oder Zähneputzen. Dann die Nachbearbeitung am Stück. Leider laufen die Programmteile nicht getrennt voneinander und man kann nicht schon den nächsten Stapel scannen, während man den ersten bearbeitet. Das wäre Profiklasse, aber der Scanner soll auch nicht verglühen. Seite passen zuschneiden ist schnell gemacht. Dabei verschwindet nicht nur der weiße Bereich, den eine Zeitschriftenseite kleiner ist als A4, sondern auch gleich mal eine halbseitige Werbung. Zuviel gescannte Seiten fliegen per Markierung gleich ganz raus. Die gibt es beim doppelseitigen Scan ja immer. Danach abspeichern und weiter gehts von vorne. Feine Sache.

Im Regal verstauben seit dem Einzug des Lasers noch einige Bögen Fotopapier. Mit der kostenlosen Tinte werde ich da noch einige Kartenausdrucke fürs Wandern und das Motorrad machen. Ansonsten Scannen und Archiveiren. Läuft nicht so wie geplant, aber dennoch gut und flüssig. Passt. Übrigens, ein reiner Dokumentenscanner kostet schnell mal 400€ und mehr. Der kann dann wohl etwas mehr, aber ich brauche nicht mehr.

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  1. hatte vorher diese nirgends gefunden []

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