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Watt, wandern?

01.08.2017 22:00

Das könnte man sich in der Tat fragen. Was wollen wir mit unseren alpinen Präferenzen hier an der Küste zum Wandern finden, wenn die Deichkrone der höchste Punkt ist? Nun ja, sogar der Meeresboden ist uneben…

So hatten wir uns schon im Vorfeld über die Wattwanderungen ab Duhnen/Cuxhaven informiert. Schlußendlich wurde es eine Themenführung. „Seehunde, Jäger der Nordsee“ Auge in Auge sozusagen mit dem größten Raubtier der Bunderepublik. Nunja.

Die Wanderung jedenfalls, übrigens barfuß gegangen, war je nach Laune einsam meditativ1 bis äußerst kurzweilig, was Wattführer Kai und seinem Fundus an Geschichten zu verdanken war. Strandkrabben fanden sich quasi von alleine und manchmal überraschend. Knuffige Kerlchen. Muscheln gab es auch mal mit Inhalt. Die durften dann auch vorführen, daß sie im Sand eben nicht nur blöd rumliegen. Sowohl eine Gruppe Herzmuscheln als auch eine Schwertmuschel durften zeigen, wie man sich so einbuddelt. Kommentar dazu: „Wer mag Pizza Frutti di Mare? Hier verschwinden gerade 4€ im Boden!“ Der berühmte sogenannte Wattwurm wurde auch ans Tageslicht geholt, Möwen gab es eh zu sehen und schließlich standen wir vor einem großen Priel. 500m Abstand zu den Seehunden müssen aus Naturschutzgründen eingehalten werden. Gefühlt war es geringfügig mehr und ich holte alles aus dem Tamron 150-600 raus. Was ich übrigens wie die gesamte Fotoausrüstung erst an dieser Stelle aus dem Rucksack zog und für den einen oder anderen verwunderten Kommentar sorgte.

Rückweg dann entlang am karibisch wirken sollenden schönsten Strand Deutschlands und statt der angesetzten 4,5 brauchten wir eher etwas über 5 Stunden. Für über 14km. Ordentliche Leistung bei den ganzen Attraktionen und vor allem barfuß mit ständigem Blick nach scharfkantigen Muscheln.

Fazit: Kurzweilig und relativ sportlich dennoch. Die Seehunde waren nicht die große Show, gerade mal im Fernglas zu erkennen. Zum Glück war es bedeckt, denn Sonnenschein bei den vielen aufspiegelnden kleinen Wasserflächen wäre noch übler gewesen. Auch so reichte es für einen Sonnenbrand zwischen den kürzeren Ärmeln des getragenen T-Shirts und der „üblichen“ Länge mit entsprechender Vorbräunung.

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  1. wenn man von der Gruppe etwas weg ging []

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