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Septmoncel

Tja, was gibt es zu heute zu schreiben? Vorneweg, das Wetter war prächtig, für unsere Klamotten schon eher auf der zu warmen Seite. Wieder gab es tolle Aussichten, aber halt auch Verbindungsstücke. Zur geplanten Route haben wir noch einen Schlenker spontan eingebaut und kamen so nur noch 10 Minuten zu früh an der Unterkunft hier an.

Unterwegs haben wir noch den fast perfekten Picknickplatz gefunden. Entlang der als schön angepriesenen Strecke gab es keine von den in Frankreich so typischen Sitzgruppen. An einem Abzweig war ein See als Touristenziel ausgeschildert und ich dachte mir, da muß es doch was geben Dem war so, mit Blick aufs Motorrad1, in der Sonne mit schöner Aussicht.

Und apropos Essen, das Abendessen hier war lecker.

Morgen geht es noch mal etwa 230km durchs Jura und im Bereich der Doubs weiter bis Montbeliard. Hotel wie gehabt auf dem Hinweg, damit ist am Samstag der Heimweg auch auf jeden Fall packbar. Und mal sehen, ob morgen Abend der Marrokaner ums Eck geöffnet hat.

Fazit: Fast rundum gelungen, der Tag. Vielleicht hätte man eine schönere Strecke als den Bonusbogen planen können, aber wäre dann das Picknick so toll geworden? Der kleine Orientierungsfehler war verzeihlich, zumal er die Ankunftszeit von „Viel zu früh“2 auf“Passt genau“ änderte.

250km in 7h13 abzüglich 2h Pausen.

  1. somit war kein Abrödeln und Abschließen nötig []
  2. was von Anfang an so angezeigt wurde []

La Clusaz

Ist das Ziel unserer heutigen Etappe gewesen. Wintersportort sozusagen am Wegesrand, um nicht an einem Tag über 300km fahren zu müssen. Und wenn ich mich recht erinnere, hatte auch die Verfügbarkeit unserer nächsten Unterkunft damit zu tum.

Aber zuerst hieß es Abschied nehmen von unserer Hauptunterkunft dieser Reise. Naja, was heißt Abschied. Gezahlt hatten wir bei der Ankunft und es hieß, wenn grad niemand da wäre, sollten wir den Schlüssel außen stecken lassen. Weitere Anweisungen gab es keine. Sonst gibt es ja bei Ferienwohnungen immer Dinge wie Müll raustragen1 und so. Klar, das Geschirr hatten wir gespült. Und eben weil niemand zu sehen war, brachen wir einfach auf. Wir waren auch früh dran. Jeder hatte vor sich hingekramt und irgendwann um halb neun waren wir quasi startklar. Ich hatte mit einem Start gegen 10 Uhr gerechnet, zumal wir ja nach dem mehrtägigen Aufenthalt erst mal wieder alles verpacken mussten. So zeigte das Navi beim Aufbruch eine geschätzte Ankunftszeit von kurz nach 12 Uhr an.

Ich hatte es schon vergessen, aber wohl wegen der üppig zur Verfügung stehenden Zeit hatte ich die Anfahrt zum Kleinen Bernhard über den San Carlo geplant. Das ist der von neulich mit der Wanderung zum See. Vollbeladen wuchtete sich die KTM etwas schwerfälliger durch die Kehren, war aber ein gutes Einschwingen. Der St. Bernhard war dann ganz schön zu fahren und bot schöne Aussichten trotz der vielen Wolken. 9°C zeigte das Bordthermometer an seinem Tiefpunkt.

Etwas davon wünschten wir uns schon bald wieder. Bourg-St-Maurice, erster größerer Ort im Tal. Bereits am Paß fing der Himmel an, blau zu werden und die Aussichten auf Vanoise und Tarentaise2 waren fantastisch. Und genauso unglaublich, was das Thermometer nach dem kurzen Tank- und Boxenstop bei der Abfahrt3 anzeigte: 33°C, bestes Sommerwetter.

Oben am Cormet de Roselend zog es sich wieder etwas zu, doch nach der Staumauer war wieder eitelster Sonnenschein. Auch wenn der Franzose hier keine Picknickbänkchen aufgebaut hat, war Brotzeit auf den Steinen unterhalb des Parkplatzes Richtung Seeufer angesagt. Bei Sonne und bester Aussicht. Annette versuchte gar ein Verdauungsschläfchen, Zeit hatten wir ja.

Und die vertüddelten wir mit Absicht dann auf einem weiteren Schleife am Doron entlang, über den4 Forclaz und zurück durch die Gorge de l’Arby. War jetzt nicht so ganz der Bringer, aber zumindest letztere schön flott zu fahren. Fantastisch dann aber wieder der Ausblick auf die Aravis-Kette. Durchquert wurde sie mittels des gleichnamiges Passes, an dessen Ende La Clusaz liegt. Einchecken etwas vor der üblichen Zeit5, Duschen und ab ins Städtchen. Außerhalb der Skisaison, speziell wenn mit Wandern auch nix mehr los ist, ist hier der Hund begraben. Restaurants geschlossen, auch das vom Hotel, das offen haben sollte. Zwei Steinwürfe vom Hotel weg wurde uns was empfohlen. Ganz leckere regionale Küche, aber auch nicht billig. Wein habe ich gleich mal weggelassen und auch nicht nach Hauswein gefragt, ansonsten ging der Schoppen bei 17€ los.

Zurück Richtung Hotel fiel uns auf, daß sich um unser semilegal auf einem breiten Gehweg abgestellten Motorrad sich noch 6 weitere geschart hatten. Alles Offenburger. Bin mal gespannt auf morgen früh, immerhin frühstücken wir ja nicht. Auch ist es durch den Zulauf etwas lauter im Hotel geworden, die Wände sind doch etwas dünn. Wobei die pausenlos plappernde Stimmer eher italienisch klingt.

Fazit: Geniale Tour, die wir bei offenem Iseran zum Teil auch auf der Hinfahrt schon hätten haben können. Unterkunft zweckmäßig.

182km in 6h19, davon 3h05 Pausen.

  1. scheiterte hier am unbekannten Zielort []
  2. so heißen die Gebirgszüge wohl []
  3. gut, in der Sonne (!) geparkt []
  4. es gibt aber wohl zwei in der Gegend []
  5. 15:30Uhr []

Lac Place Moulin

Auf jeden Fall lohnenswert. Im Motorradreisebericht war das Ziel angegeben und die Strecke lohnt sich auf jeden Fall zu fahren. Die von uns dank Tip vom Touristenbüro hinzugefügte Wanderung zum offenen Rifugio am anderen Ende des Sees war keine große Herausforderung. 5km einfache Strecke auf einem geschotterten Wirtschaftsweg.

Am Ziel gabs Mittagessen. Gemischter Salat und jeweils Pasta1 Bolognese. Die Nudeln waren leider etwas sehr al dente, aber dennoch gut und vor allem warm. Denn heute wollte die Sonne wieder kam rauskommen und Wolken verhingen den Blick auf die umliegenden Berge.

Zurück am Parkplatz machten wir erst noch einen Falltest mit Annettes doch zu lässig über den Spiegel gehängtem Helm. Naja, es braucht wohl ein neues Visier, die Kratzer könnten nerven. Gemütlich das Tal runtergerollt, noch schnell im Supermarkt Abendbrot eingeholt und zurück zur Unterkunft. Derzeit läuft noch die Waschmaschine und nach dem Abendessen werde ich mal packen, was schon gepackt werden kann.

Morgen dann wie geplant über den kleinen St. Bernhard nach Frankreich rüber, am Lac de Roselend vorbei bis nach La Clusaz, einem Skidorf. Dort sollte es bei der Hotel- und Restaurantdichte auch Abendessen geben.

Fazit: Man kann auch aus mittelprächtigem Wetter was machen. Rumsitzen und entspannen geht auch daheim…

75km gefahren in 1h55, Wanderung 9,6km in 4h, wovon 1h10 Mittagspause abgehen.

  1. entpuppten sich als Spirelli []

Satz mit X

Der berühmte „War wohl nix“.

Wir hatten im Bon Plat bei unserer Ankunft hier in Gressan bei Aosta gegessen und es war nicht nur ganz in Ordnung, sondern wir hatten auf der Karte noch den ein oder anderen Posten gefunden, den wir noch nicht abhaken konnten. Direkt daneben ist eine wohl kooperierende Pizzaria und wir hatten uns extra die Ruhetage der beiden gemerkt. Heute sollte die Pizzaria zu haben und im Bon Plat wäre unsere letzte Gelegenheit vor der Abreise gewesen, weil morgen zu ist. Das Licht in der Pizzaria verwunderte, dafür war es im Restaurant dunkel. Alles klar, Tage vertauscht. Pizza war lecker. Und zusammen für nen Zehner günstiger als jedes einzelne Gericht im Restaurant. 😉

Kurzprogramm

Gemütlich sind wir heute aufgebrochen. Die angedachte Wanderung, die auf der Karte vom Tourismusbüro verzeichnet war, haben wir aber irgendwie volle Kanne verpasst. Jedenfalls brachen wir ganz woanders auf, auch wenn der ausgebaute Wanderparkplatz Gutes verhieß. Im Endeffekt haben wir wohl den kurzen, aber knackig steilen Teil gemacht, statt von viel weiter unten/drüben im Tal zu dem kleinen Stausee By zu wandern. So jedenfalls verstand ich einen der beiden Pinselschwinger, die Wanderwegmarkierungen auf Felsen erneuerten.

Wieder runtergelaufen und aufs Motorrad geschwungen. Die Strecke selbst war auch nicht die große Offenbarung. Aber wir hatten keine Vesper mit und kein Lokal am Wegesrand offen, somit zogen wir uns in die Unterkunft bei schlechter werdendem Wetter zurück. So kam die KTM auch zu mehr Kettenspannung und Reifendruck.

Ganz kurz spannend war höchstens noch ein kleiner Unfall. In einem Kreisverkehr hatte wohl ein Linienbus ein unvorsichtig einbiegendes Auto mitgenommen. Deswegen für mich so interessant, als daß ich mich wunderte, wie das hier gut geht. Keiner blinkt, jeder hält einfach drauf.

Gleich geht es ein Stück die Straße runter zum Bon Plat, Abendessen.

Fazit: Knapp daneben ist auch irgendwie vorbei, aber wir haben trotz mittelmäßigem Wetter uns bewegt.

48km in 1h16, dazu 3h42 Wanderung. Genau genommen: 6km in 3h13, der Rest ist Umziehen.

Zwei auf einen Streich

Fast schon drei Wanderungen waren es. Wir haben ja nichts großes vor und der Weg mit dem Motorrad hin zum Start ist schon Teil des Erlebnisses.

Durch die Tips der Touri-Info bestärkt ging es hoch zum Colle San Carlo. Den hatte ich eh anvisiert und erwies sich auch als beliebtes Ausflugsziel. Von dort aus läuft man recht bequem auf einem Fahrweg1 zum Lac d’Arpy hoch. Um den See rum ist es dann schon ein „richtiger“ Wanderweg. Sehr schön dort. Zurück am Parkplatz kehrten wir erst noch ein, es gab leckere Polenta und Annette konnte sich einen Nachtisch nicht verkneifen. Dann noch mal in die andere Richtung zu einem Aussichtspunkt.

Mont Blanc, Monte Bianco, das Thema hier. Was man aus der Innenstadt von Aosta heraus sieht, ist er nicht. Vom Aussichtspunkt und auch von der Wanderung zum See aus kann man ihn sehen. Oder die Wolken, die seinen Gipfel verhüllen.

Entgegen des Vorschlags des Navis fuhren wir den Paß noch zuende bis zur Zufahrtsstraße zum Kleinen St. Bernhard, die wir talwärts nahmen. Nächstes Tagesziel Val Ferret. Zieht sich ein wenig nach dem letzten Ort und ich war mal wieder froh, nicht Auto fahren zu müssen. Schmal hier. Am Ende, bereits ein paar hundert Meter geschottert, dann ein Parkplatz und ein Schild, daß die Weiterfahrt (auf Privatgrund?) verboten sei. Nundenn. Die Wanderung machten wir nicht bis zur eh geschlossenen Hütte, sondern kehrten um, als die Sonne hinter den Bergen verschwand. Immerhin gab es auf dem Rückweg aber noch drei Steinböcke zu sehen!

Runter ins Tal und nach Aosta dann wieder zügig. Italiener fahren seltsam. Mal 80% der erlaubten Höchstgeschwindigkeit, die auf freier Strecke eh schon lächerlich niedrig angesetzt ist, dann ballern sie wieder mit 80 durch Ortschaften. Ja, durchaus der selbe Wagen.

Fazit: Bike&Hike kann sehr gut funktionieren! Das bestätigt sich erneut.

172km in 3h, die fast 7h Wanderungen und Mittagspause lasse ich gleich mal raus.

Wanderungen: Lago Arpy 7,6km in 2h25, Aussichtspunkt 2,7km in 49min, Val Ferret 3,3km in 1h08.

  1. Ja, geschotterter Fahrweg. Kann man fahren, darf man aber nicht []

Aosta nach zwei Tagen

Erst mal zur Anreise gestern. Ging halt erst mal quasi wieder durch die Po-Ebene, raus aus dem einen, rein ins andere Tal. Unterwegs beschlossen, daß wir nicht nur im Val d’Ayas wie geplant reinschauen, sondern auch das weiter vorne im Aostatal gelegene Val di Gressoney mitnehmen. Gut, dadurch wurden es geringfügig mehr als die angepeilten 200km pro Tag.

Das Ende der Sackgasse im ersten Tal war leider unspektakulär, ein Parkplatz eines Skilifts. Aussicht zum Monte Rosa gab es da auch nicht und unterwegs fehlten die Haltemöglichkeiten. Mittagspause machten wir dann an einem eigentlich gebührenpflichtigen Rastplatz. Die Gebühren werden wohl aber wegen den Grills erhoben, die nicht an waren und somit auch niemand da, um zu kassieren. Essen gab es eh nicht, da das Frühstück1 üppig war. Gut, Annette hatte einen Apfel.

Ähnlich im nächsten Tal. Abruptes Ende ohne Aussicht auf die vergletscherten Gipfel des Talschlusses, kein Haltepunkt auf dem Weg hoch, der gefallen hatte. Direkt nach dem Wenden dann eine Gelateria. Das wär’s, dachten sich auch die Blasen. Pustekuchen, trotz Kaiserwetter und Tischen auf der Terrasse war zu. Dann halt kurze Rast auf der nahen Wiese samt Ausflug in die Büsche. Dann zog es sich aber auch. Abwechslung bot der Colle di Joux mit seinem Blick auf das, was wir bisher für den Mont Blanc halten. Mal sehen, ob er es wirklich ist. Doch auf der langen Abfahrt nervte erstmals wieder die Schulter und die Bundesstraße nach Aosta zog sich. Ich mag knauserig sein2 und was gegen Autobahnen haben, aber man kann sie empfehlen. Die Aussicht ist sicher genau so gut und es schont Zeit und Nerven.

Etwas nervig dann auch die Unterkunft. Tatsächlich eine kleine Ferienanlage mitten im Ort. Wobei die Orte sich eh nahtlos an die Durchgangsstraße reihen. Eben, Durchgangsstraße. Lauter, als gedacht und wir bekamen auch noch das Häuschen direkt vorne zugewiesen. Auf Nachfrage konnten wir uns für eine Wohnung im Haupthaus entscheiden. Etwas weniger von der Straße zu hören, dafür umso hellhöriger, was die Nachbarwohnung und vor allem die der Eigentümerin darüber angeht. Fliesenboden offenbar und heute abend reichlich stühlerückende Gäste. Die aber zum Glück vor 22Uhr wieder weg waren.

Duschen etc, schnelle Fahrt zum Supermarkt für das Nötigste und Abendessen 1km Fußweg entfernt. War ganz lecker, aber Hunger hatte ich nicht mehr. Dafür aber Annette, die diesbezüglich allmählich mordfähig wurde. Witzig auf dem Heimweg: Ein Bauernhof hat nicht nur einen Hofladen, sondern auch einen Automaten für Milch, Joghurt und Käse. Annette konnte da nicht widerstehen.

Fazit: Eigentlich unnötig und erlebnislos länger als nötig unterwegs gewesen, deshalb etwas dünnhäutig. Aber alles wird gut.

243km in 6h32 abzüglich 1h33 Pausen

Heute blieb dann das Motorrad stehen. Mit dem Bus3 in die Stadt rein, Sightseeing. Und Shopping ohne Einkaufen für Annette. Römische Ruinen, alte Kirchen mit archäologisch erkundeten Kellern und so weiter. Dieses Wochenende sind die ganzen Museen und Sehenswürdigkeiten kostenlos, praktisch. Zu Mittag waren wir in einem etwas versteckten, aber sehr niedlichen Lokal eingekehrt. 15€ für drei Gänge sind nicht schlecht. Frei von der Karte wählbar, nix Tagesgericht! Auch das hier so verbreitete Pane&Coperto4 war schon mit drin.

Abschließend zog sich der Weg ein wenig zu einem eigentlich recht interessant gemachten Museum, das über einer Ausgrabungsstätte gebaut wurde. Megalithen sind hier das Stichwort. Gut gemacht. Die Ausstellung moderner Kunst am Ende, auf die Annette eigentlich scharf war, fiel da mächtig ab. Da kann man schon ein schlechtes Gewissen haben, daß sie in ihren Schläppchen5 so weit gelaufen war.

Dafür gab es dann wieder den Bus für den Rückweg. Erst noch bis zu einem großen Supermarkt, wo wir uns noch ein wenig mit Tee und Salat eindeckten. Witzig hierbei der Busfahrer. Aosta ist offiziell zweisprachig und so hatte ich keine Hemmungen, auf Französisch zu fragen, ob das der richtige Bus in die Richtige Richtung wäre und ob man bei dem gesichteten großen Supermarkt vorbeikäme. Zurück kam auf Italienisch die Bestätigung und wie man von der Haltestelle dort hinkommt. Was wiederum ich irgendwie verstand. Nur erkannten wir die Haltestelle nicht, jedoch drückte der Fahrer selbst auf den Haltewunschknopf und sagte uns, daß dies nun unsere Haltestelle wäre.

Apropos schlechte Gewissen: Das habe ich auch all denen gegenüber, die sich in der letzten Zeit so viel Mühe gegeben hatten, mir bei der Vermeidung von Milchprodukten zu helfen. Voerhersehbar habe ich hier all ihre Bemühungen zunichte gemacht und munter Mahlzeiten mit Milchanteil konsumiert. Geht praktisch nicht anders. Allerdings leide ich auch deshalb: Die ersten fetten Pickel sind schon wieder aufgetaucht, mich juckt es allenthalben und nach dem Mittagessen war es mir schon etwas übel. Wobei sicher nichts verdorben war, Annette und ich haben jedes Gericht geteilt und sie hatte keine Beschwerden.

  1. bei der Unterkunft inklusive, kann man nicht verfallen lassen! []
  2. Maut! []
  3. 1,50€ pro Nase und Strecke jeweils, zur Vollständigkeit []
  4. Wörtlich Brot und Besteck, aber eher sowas wie Bedienung und so []
  5. Und ich sagte noch: Zieh die Wanderschuhe an! []

Colle de Nivolet

Mal wieder wandern. Viel gibt es nicht zu sagen. Nach dem Frühstück (!) zur Paßhöhe gefahren, dabei die beiden fotogenen Seen gesehen und dann mehr oder weniger drauflos gewandert. Zurück zog sich der Weg ein wenig wegen Linienbus und diverser Schnarcher, obwohl wir objektiv schneller waren als auf dem Hinweg.

Abendessen im Ort, man scherzte schon mit uns. Gestern hatten wir unentschlossen beim ersten Versuch keine Bestellung abgegeben, heute kam die Dame um die Ecke und sagte grinsend-fragend „No?!“, aber wir hatten doch schon gewählt. Immerhin führen die dort Moretti, wie ich gestern feststellen konnte. Als mein Wein schon auf dem Tisch stand.

Blöd auf dem Rückweg dann wieder wie gestern die vielen kläffenden Hunde in den Gärten an der Straße und der fehlende Fußweg.

Fazit: Rundum gelungener Tag bei kühlem Kaiserwetter. Mehr davon! Endlich Urlaub!

94km gefahren in 2h35 abzüglich 12min Tank- und Fotostopp. Wanderung 7,8km in 3h40.

Auf und ab und auf

Faszinierend war die Nacht. Der Wind heulte vorm Fenster. Morgens brachen wir dann wie geplant auf. Ohne Gepäck, erst mal den See umrunden. Schon beim Abrödeln pfiff der Wind durch alle Ritzen.

Plaudernd verpassten wir die Abzweigung und das erste Unheil des Tages nahm seinen Lauf. Die ausgewaschene Schotterpiste ging steil bergab, völlig ungeeignet dafür, sich erst mal wieder an den losen Untergrund zu gewöhnen. Immerhin schaffte ich es, die KTM zu wenden. Annette lief das kurze Stück zu Fuß zur Staumauer, ich fuhr den Umweg zurück zum geplanten Einstieg. Der Rest der Umrundung war dann auch unkritisch. Stick to the plan as long as ist is good, stupid!

Wir holten unser Gepäck und verabschiedeten uns herzlich im Le Malamot. 13:20 Ankunftszeit in der neuen Unterkunft, da musste doch noch was passieren.

Es passierte in Susa bzw. kurz danach. An einer Tanke entledigten wir uns bei inzwischen knapp 20°1 unserer Regenjacken bzw. Jackeninnenfutter. Beim Aufpumpen der Reifen2 fiel mir dann auf, daß die „Aluminium“koffer Risse im Kunststoffboden haben. Isnichwahr.

Über eine Stunde waren wir dann hin- und hergerissen, einfach weiter zur Unterkunft zu fahren oder einen Bau- oder größeren Supermarkt zu finden, in dem man Spanngurte und Kabelbinder3 kaufen könne. Supermärkte waren zu klein und hatten das Sortiment nicht, der gefundene Baumarkt hatte gerade seine Mittagspause begonnen.

Frustriert und vorsichtig fuhren wir dann weiter zur Unterkunft auf der ursprünglich geplanten Strecke durch die kleinen Dörfer. Das Kommunikationssystem erwies sich hier als Segen, konnten wir uns doch durch miteienander Reden auch weider aufmuntern. Ein Plätzchen, an dem wir eientlich fürs Gegenteil gestoppt hatten, erwies sich als nett, um die eigentlich abgesagte Mittagsvesper einzunehmen. Modernen Roamingkonditionen sei dank wurde ich da auch gleich noch telefonisch beim Kofferhersteller vorstellig. Spanngurte drum und erst mal heimkommen, dann reklamieren, so der Rat. Also genau mein Plan. Witzig an der Stelle auch, daß die Freunde, die ich um Rat fragen wollte, wie man denn in Italien unser Gesuchtes findet, sich meldeten. Selbst sind sie auch im Urlaub, der wohl was holprig verläuft.

Anyway, ein paar kleine Nester weiter entdeckte Annette am Weg einen kleinen Krimskramsladen, der auch noch offen war. Und drinnen entdeckte ich mit Hilfe des Personals und einer Onlineübersetzung das Gesuchte!

Mit noch einem kleinen Exkurs über italienische Fahrweisen und Fahrbahnmarkierungen4 kamen wir dann immer noch etwas verfrüht in Sparone an. Im eigenen Saft, hatte es doch zwischenzeitlich knapp 30° gehabt und wir immer noch unsere Thermofutter in den Hosen. Tolles B&B, der Fußweg in den Ort zum Abendessen etwas blöd, weil ohne Gehweg, aber satt wurden wir und kamen heil wieder zurück.

Fazit: Miteinander reden (Kommunikationssystem) kann den Urlaub retten. Und nicht panisch werden, die Hilfe findet sich auch so. So bot uns ein älterer Herr sogar eine Wäscheleine aus seinem Kofferraum an, als wir ihn danach fragten, wo man Zurrgurte kaufen könne.

Mit der Schotterrunde 187km in 7h44 abzüglich 2h56 Pausen.

  1. statt 3° und schmelzende Schneewehen auf der Straße am See oben []
  2. ich hatte für den Schotterteil Luft abgelassen, wie es sich gehört []
  3. zwei von dreien des Scottoilers hatten sich gelöst, Überraschung, haha []
  4. fehlend! []

Umgeplant

Tolle Sache so ohne Laptop, das wird morgen beim Navigieren spannend. Bin aber auch selbst schuld.

Da beobachte ich die Wetterprognose der Etappenziele und denke nicht an den Weg dazwischen. Zum Beispiel, daß morgen mit dem Col d’Iseran einer der höchsten Alpenpässe anstünde. Coole Sache an sich, endlich den mal in der Sammlung abzuhaken. Doch nicht bei der Witterung. Tageshöchsttemperatur -4°, das  wäre zu cool. Vertagt, eher verjährt, sozusagen.

Alternativroute geplant, ob des Umwegs auch mautpflichtige Autobahnen in Kauf nehmend. Für die kommende Nacht ist ein Hotel am Lac de Mont Cenis1 gebucht. Zwar stornierbar, aber so ganz reiße ich die Planung nicht um.

Hoffentlich ist die Aussicht wenigstens schön. Den Lac de Roselend gibt es ja noch mal auf em Rückweg. Und die schöne Strecke östlich des Lac d’Annecy will ich auch mitnehmen, Alternativstrecke erst ab Albertville. Schaumermal.

  1. mit Nachtfrost, aber tagsüber leichten Plusgraden []
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