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Gepäcksortierung

Stauraum und auch Gewicht ist bei einer Motorradreise ja begrenzt. Insbesondere, wenn man zu zweit auf einem Motorrad reist. Ich gehe hier mal für mich, aber auch für den interessierten Leser, meine Packliste durch. Nein, nicht jeden Punkt, nur die, zu denen mir was einfällt. Ja, das wird lang, könnte aber den einen oder anderen auch interessieren. Wen sowas nicht interessiert, der lässt das Weiterlesen.

An der Stelle der Hinweis, daß ich ganz angetan bin von Packing List Lite1 und ich damit seit einiger Zeit alle möglichen Listen verwalte. Und immer, wenn was fehlt, wird es für das nächste Mal der Liste hinzugefügt bzw. Unnötiges aussortiert. Man darf mich jetzt beim Denken beobachten.

  • Tablet war fast schon überflüssig. Bei einem über 5″ großen Telefon mit FullHD-Auflösung sowieso. Der damalige Kaufgrund (hüstel), es als sich mitbewegende Landkarte zu verwenden, wurde nur seltenst und nicht auf dieser Reise genutzt. Vermisst habe ich eher das Netbook, das nicht in dieser Liste auftauchen wird. Es war in der Werkstatt und stand deswegen nicht zur Verfügung. Win10 mit Basecamp zum unterwegs umplanen habe ich schon ein wenig vermisst. Auch wenn das nicht Oldschool ist. Aber kurz: Tablet raus.
  • Bluetooth-Tastatur war gerade ohne Netbook zum Tippen unentbehrlich. Praktisch alles aus dem Urlaub wurde damit geschrieben. Sowas von drin.
  • Cube ist eine würfelförmige Mehrfachsteckdose mit Verlängerungskabel und zwei USB-Ladeausgängen. Praktisch, um auch abweichende Steckernormen des Reiselandes2 mit nur einem Adapter für alles anzupassen. Faktisch läuft inzwischen alles per Eurostecker bzw. USB und der passte quasi überall. Wirklichen Steckdosenmangel gab es auch nicht und zur Not hätte ich auch unterwegs im Tankrucksack laden können. Bequem, aber überflüssig. Raus.
  • Ministativ, wäre vielleicht am Lac de Mont Cenis interessant gewesen. Nur, es war kalt und zugig und für Späßchen nicht zu viel Interesse. Gedacht war es, um mit der Action Cam auch mal uns beim Vorbeifahren aufzunehmen. Oder ich hätte mal Zeitrafferaufnahmen machen können. Ungenutzt, also eigentlich raus. Alleine auf Tour, wenn ich mehr Unfug im Kopf habe, aber wieder drin.
  • Waschlappen Nur für mich erwähnt, der war ungenutzt. Raus. Generell gab es auch viel Shampoo und Duschgel in den Unterkünften. Hier kann der Kulturbeutel je nach Situation ausgedünnt werden.
  • Rasierzeug Kann etwas ausgedünnt werden. Hobel, Klingen, Öl und Blutstiller reichen, letzterer für Notfälle eher unter Reiseapotheke zu verbuchen. Wie ein Zausel will ich nicht rumlaufen, also drin.
  • Reinigungsflüssigkeit für Linsen 60ml der kleinen Flasche reichen nicht für zwei Wochen, das ist künftig zu bedenken. 12 Tage waren es.
  • Wanderhose Zweischneidige Sache. Genutzt habe ich sie zum Wandern nicht. War zwar in Gebrauch, aber überflüssig. Raus.
  • Softshell Ein paar mal getragen. Ganz nüchtern und unter dem Ansatz, daß man ruhig sehen darf, daß man mit dem Motorrad unterwegs ist, hätte es auch die Jacke ohne Protektoren getan. Bleibt im Einzelfall zu prüfen, ob die rein muß.
  • Regenjacke und Regenhose Da habe ich ja mit Absicht die Motorradvariante mitgenommen. Allein, weil die Wanderhose nicht über die Motorradhosen passt. War richtig so. Wäre bereit gewesen, um bei einer Wanderung zu schützen und trotz wasserdichter Tourenklamotten auf dem Motorrad beim nassen Start ein Segen. Nicht auszudenken, welchen Knacks die Moral genommen hätte, wenn wir in Mömpelgard und am Faucille die aufgeweichten Klamotten hätten trocknen müssen bzw. in ersterem Fall damit noch in die Stadt gemusst hätten. War perfekt so. Regenklamotten kommen künftig immer mit, Gorekram ist ein Komfortfeature, kein Muß. Also auch für Annette: Drin.
  • Hut Der sogenannte Sombrero ist klasse. Endlich mal ein gut sitzender, wasserdichter Hut, der in Form bleibt. Packmaß geht in Ordnung und da die Motorradregenjacken keine Kapuze haben in der Kombination unverzichtbar. Drin.
  • Scarpa&TCX Schuhe Ich nehme beide mal zusammen. Sie belegten den größten Teil der Hamsterbacken. Wie nötig waren sie? Schwierig. Ich habe Wanderungen in den Endurostiefeln absolviert, war aber froh über die leichteren Scarpas. Ich bin zu den Wanderungen in den TCX-Schuhen gefahren, weil die besser in die Koffer passen als die großen Botten. Bei besserer Witterung und ohne die geplanten Offroadeinlagen hätte ich eher auf die Endurostiefel verzichtet, die TCX ganztags getragen und zum Wandern auf die Scarpa gewechselt. Ideal wären die TCX mit der Sohle der Scarpa. Denn ein Versuch, mit ersteren zu wandern, war etwas rutschig. Im Trockenen! So ein Schuh wäre perfekt für gepäckarme Touren. Da würde ich quasi nur noch einen leichten Segeltuchschuh oder gar Hüttenschuh mitnehmen für ums Haus rum. So gesehen: Endurostiefel nur wenn es sein muß. Scarpa, wenn es ins Gelände geht. TCX geht ansonsten immer!
    Kleiner Nachtrag: TCX hat inzwischen geantwortet, daß sie meinen Vorschlag eines motorradtauglichen Wanderstiefels eingehnd prüfen wollen.
  • Diverse Bekleidung Lange Merinounterwäsche als Wärmereserve bei der Witterung auf jeden Fall drin. Funktioniert auch prima als Schlafanzug. Mit dem Merino-Poloshirt ist man immer schnell passabel angezogen. Müffelt nicht auf Reisen, knittert kaum und lässt sich gut mit dem Langarmshirt kombinieren. Ein weiteres T-Shirt reicht schon fast und wer unterwegs mehr waschen will, spart Socken und Unterhosen. Nix neues hier. Wollbuff hat sich auch wie immer als Allzweckwaffe bewährt. Bleibt alles drin.
  • Taschenmesser Reichte praktisch immer. Das Brettchen, Teller etc. waren eigentlich überflüssig. Höchstens noch das billige Plastikmesser zum Streichen. Praktisch, aber nicht unverzichtbar, waren der Faltbecher und der Kaffeefilter. Auf das Weinglas hatte ich gleich verzichtet. Sogar der Franzose trinkt im Zweifel aus dem Einwegplastikbecher, wie er im Bad zu finden ist. Im Urlaub würde auch Instantkaffee reichen. Verpackt in einem Beutel schrumpft da im Verlauf der Reise auch das Packmaß. Taschenmesser und Campingbesteck reichen.
  • Stirnlampe Es waren eigentlich zwei. Die Notfallampe beim Werkzeug und die gute Fenix. Letztere wurde auch mal eingesetzt. Prinzipiell aber nicht ganz so wichtig. Was man aber nur so lange sagt, bis man sie wirklich gebraucht hätte. Bleibt daher drin. Nur der Aufwand mit dem Ladegerät, der bleibt zu überdenken.
    Nachtrag: Es gibt inzwischen Akkus für die Fenix3, die einen integrierten USB-Anschluß haben und so geladen werden können. Annettes Taschenlampe kann einen eingelegten Akku auch per USB direkt laden. Das spart das exteren Ladegerät, somit bleiben beide drin.
  • Wasserdichte Packsäcke Klar dabei. Brauchen kaum Platz, aber schon ab dem ersten Stop war Annettes Rucksack nicht mehr auf ihrem Rücken, sondern so wasserdicht verpackt auf dem Topcase verzurrt. Der Kompressionsbeutel war auch Gold wert, denn die Thermofutter und dicken Handschuhe waren so schnell so verkleinert, daß das Verstauen nicht jedesmal ein wildes Gestopfe wurde. Sowas von drin!
  • Spanngurte An der Stelle angemessen. Rock Straps sind toll und ich hatte zwei Größen mit. Die kleinen kümmerten sich auf der ganzen Reise um Annettes Rucksack (s.o.), die großen waren aber für das Kofferproblem ungeeignet. Als Notnagel für alle Fälle tun es auch die einfachen, die wir unterwegs gekauft haben. Auch um marode Koffer am Träger zu halten. Künftig kommen die mit!
  • Reiseapotheke Klar, praktisch nichts von gebraucht, aber dennoch unverzichtbar. Die Ergänzung mit Getränkepulver und Mineralienbrausetabletten bleibt. Dafür Magnesium und so Zeug reduzieren. Und raus, was nicht akut gebraucht wird. Apotheken gibt es im zivilisierten Europa, da kauft man halt mal unterwegs. Drin, mit Einschränkungen.
  • Werkzeug Das gilt auch hierfür.
  • Ribz-Tasche Der gebührt unter der Gadget-Rubrik ein eigener Artikel. Sie erlebte ihr Revival und bewährte sich. Definitv künftig dabei.
    Dennoch vermisse ich gelegentlich einen kleinen Rucksack, der in die Koffer passt. Mal sehen, was da die Zukunft bringt.
  • Wasserkocher Man glaubt es kaum, es gab unterwegs nur in zwei Unterkünften einen. Eine davon war erwartungsgemäß die Ferienwohnung in Aosta in Form eines Gasherdes mit Wasserkessel. Ohne Kaffee und Tee auf dem Zimmer wäre die Moral dahin gewesen. Gas- oder gar Benzinkocher wäre da nicht gegangen. Definitiv drin.
  • Handtuch Auch zweischneidig. Hätte man es gebraucht, würde man es nie mehr daheim lassen wollen. Wenn aber nicht gerade ein Sommerurlaub in Meeresnähe geplant ist: Raus.
  • Motorradklamotten Mal so als ganzes. Über die Schuhe schrieb ich schon. Die Kombination Textiljacke ohne Protektoren und das Protektorenhemd drunter war nahezu perfekt. So konnte die Jacke auch zum Wandern herhalten. Die Jeans machten die Wanderhose überflüssig, ich bin sogar in der Motorradhose gewandert, wenn das Wetter es gebot. War alles ok. Die luftigen Sommerhandschuhe habe ich vermisst, die dicken Schweinepfoten habe ich dafür nicht wirklich gebraucht. Gut, es war immer wieder mal kühl, aber das gehört dazu. Den zweiten Satz Funktionswäsche habe ich nicht wirklich gebraucht, das sieht aber bei einer Tour im Sommer sicher anders aus.
  • Reservekanister Steht hier nur dabei, um zu erwähnen, daß ich ihn wirklich mal benutzt habe. Tanken hätte ich allerdings auch rechtzeitg gekonnt, so habe ich ca. 15ct/l gespart, weil es noch aus Italien raus reichte. Naja. Aber das gute Gefühl, im Zweifel noch mal 40km weiter als die Reserve zu kommen, wenn die Lampe angeht, ist unbezahlbar. Ganz besonders bei den italienischen Automatentanken mit Bargeld, bei denen man ja nie volltankt. Also drin, frisst am Halter am Koffer eh kaum Brot.
  • Startakku Tatsächlich ein Mal gebraucht und das direkt beim Start vor der Haustür. Unterwegs gab es noch mal einen Aussetzer, der aber andere Gründe hatte und sich ohne Starthilfe löste. Immerhin beruhigte das Teil im Gepäck aber von Panik runter auf „so ein Mist, das gibt dauernd Gefummel unterwegs“. Ohne das leidige Batterietheater bei der KTM womöglich verzichtbar. Aber fungiert auch als Taschenlampe und kann per USB unterwegs mal was im Gepäck laden. Beruhigend. Bleibt drin.
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  1. die Vorteile der Vollversion hatten sich mir nicht erschlossen bzw. funktionierten bei einem Versuch nicht []
  2. Schweiz letztes Jahr! []
  3. 18650er []

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