Der kleine Kalle

Nach etlichen Versuchen, einen Namen zu etablieren, blieb Kalle hängen für unseren kleinen neuen Nachbarn. Wobei das mit dem Etablieren erst mal gar nicht sein sollte.

Als Kalles Eltern ihr Wunschdomizil inspizierten, war ich unleidig. Die Tauben im Nest in der Birke vor dem Küchenfenster waren schon nervig genug. Aber Krähen, die bisher in den Bäumen auf der anderen Hausseite eher durch Krakeelen auffielen, das könnte ja heiter werden. Zudem zeigte man sich sehr gleichgültig gegenüber Rufen, Klatschen, Winken und ich sinnierte schon über einen SuperSoaker.

Der Sinneswandel kam mit der Erkenntnis, daß gebrütet wurde. Und daß bei Krähens verständlicherweise in Nestnähe nicht rumrandaliert wird; Aufmerksamkeit ist da fehl am Platze. Fortan herrschte Toleranz. Und irgendwann sah das Ei anders aus und zappelte rum. Edgar, Munin, Kalle. Die Namensfindung dauerte.

Auch gewandelt hat sich das Verhalten der Altvögel: Kaum erkennen sie, daß man am Fenster steht, büchsen sie aus. Insbesondere, wenn dann noch Supertele oder Fernglas auf sie gerichtet wird. Das bereitete Sorgen, sollte doch ab letztem Montag das Gerüst für die Fassadensanierung aufgebaut werden. Dann wäre es mit der Ruhe vorbei und Kalle womöglich verlassen. Aber zumindest morgens und abends, wenn wir daheim sind und die Handwerker nicht anwesend, wird der kleine Kalle von den Eltern wie gehabt betüddelt. Passt also wohl.

Die Bilder schiebe ich bei Gelegenheit mal nach, sonst liegt der Beitrag noch länger auf Halde…

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