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Cap Fréhel

Endlich mal die richtige Richtung, sprich das richtige Flußufer, was ja die Wahl der Unterkunft beeinflusst hatte. Da die gestrigen Gewitter und Niederschläge sehr heiß und trocken ausgefallen waren, glaubten wir der Wetterprognose entsprechend. Annette ließ sogar ihre Regensachen in der Wohnung.

Früh waren wir dran. Spontan waren wir zu einem Supermarkt abgebogen, um unsere Trinkwasserreserven aufzufüllen1 um festzustellen, daß hierzulande ein Supermarkt auf der grünen Wiese auch erst mal um 9 Uhr aufmachen kann. Und wir schon gegen 8 Uhr unterwegs waren… So gab es dann aber auch noch schöne Morgenstimmung an der Baie de la Frénaye. Wir parkten gezielt nicht beim Cap Fréhel selbst, da es dort in der Saison – ist die schon? – kostenpflichtig sein soll. Beim Fort la Latte gab es einen still und einsamen Parkplatz ohne Gebühren. Dafür war ein Tor verschlossen, Schilder verrieten 10:30 Uhr als Öffnungszeit und die Eintrittspreise fürs Fort. Ahja. Stand so nicht im Wanderführer.

Aber Dank GPS-Track vom Wanderführer war der gut beschilderte Einstieg gut zu finden. Zusätzlich zum geänderten Startpunkt liefen wir auch noch in die andere Richtung. So hatten wir die Sonne im Rücken und die angeleuchteten Aussichten voraus. Gut mitgedacht von Annette! Bei La Fauconnière gab es dann auch noch zwei Vogelinseln. Das fiese: Im Gegensatz zu letztem Mal und den Inseln vorgestern war hier noch ordentlich Betrieb. Und ich hatte meine amtliche Spatzenflak nicht mit! Mit 2fach-Konverter kam das Minolta-Tele zwar nicht ganz ran2, ist aber deutlich transportabler. Nicht ärgern… Hauptsächlich Silbermöwen und ihre Jungen, die schon kräftig ihre Flügel in die Böen hielten, gab es zu sehen. Aber auch Massen von Kormoranen und etliche Lummen. Und Touristen. Vom Parkplatz des Kaps ist es nicht weit und kaum beschwerlich. Das Wetter war inzwischen gut, die Massen wach und der offiziell hingebaute Aussichtspunkt voll. Wir wanderten weiter…

Cap Fréhel war dann irgendwie gar nicht mehr so spektakulär. Vauban-Turm, Leuchtturm im Hinterland beim Parkplatz. Sah von weitem netter aus und inzwischen war es dort rappelvoll. Sogar als Mann musste man vorm Klo warten. Nichts wie weiter in die relative Einsamkeit. Der zweite Schauer wirkte dann so, als hätte er das Zeug zum Landregen. Bis ich meinen Kamerakram wasserdicht im Rucksack und meine Regenjacke an hatte, war Annette schon weit vorausgelaufen. Sie hatte bzw. konnte ja auch nicht mehr machen, als die Regenhaube über ihren Rucksack zu ziehen. Bis ich sie einholte, war der Regen vorbei. Naja, besser so als andersrum.

Viertel vor zwölf standen wir dann vor dem Lokal, in das wir unsere Hoffnungen für ein Mittagessen gesetzt hatten. Fast die beste Zeit. Wir erinnern uns, um zwölf einkehren ist ideal. Hier jedoch wollte man erst um 12:15 Uhr öffnen. Naja, kurz nach zwölf ließ man uns rein, wo wir so bedröppelt auf dem Parkplatz rumstanden. Auch hier wieder: Flotter, freundlicher Service, innerhalb einer halben Stunde brechend voll. Ich kam zur meinen Moules Frites, Annette gönnte sich Kartoffeln als Vorspeise mit einer Art eingedickter Buttermilch und dann noch mal als Ofenkartoffel mit hiesigem Käse. Bretonisches Bier ist auch nicht schlecht, aber Cidre können sie besser. Und so ging der heftigste Regen des Tages auch spurlos an uns vorbei.

Dann weiter quer durch die Halbinsel und ein Stück die Küste lang zurück zum Fort. Diesmal richtig, nicht zum Parkplatz. Von außen schön, drinnen unbekannt. War uns dann den Eintritt nicht wert, was sollte noch kommen. Zudem war das Fort brechend voll, auch der Parkplatz platzte aus allen Nähten. Kein Wunder, schien doch inzwischen ausdauernd die Sonne.

Kleiner Einkauf auf dem Rückweg, damit es wieder frischen Salat hat. Die nicht angerührten Brotvorräte3 aufgestockt, Makrelenrillette und sonstigen Kleinkram wie Cidre besorgt, Sechserpack Wasser dazu und ab zur Wohnung. Duschen, Abendessen, Bilder sichten. Kennt man ja. Für morgen ist auch schon alles geplant und im Navi. Kann also wieder früh losgehen.

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  1. das Leitungswasser hier ist doch arg gechlort []
  2. max. 420mm/F8 statt 600mm/F6,3 []
  3. als Notreserve, falls das Lokal geschlossen gewesen wäre []

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