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Plancoet-Runan

Heute war Verlegung angesagt. Wir hatten mal über eine Wanderung am Weg nachgedacht, dann wieder nicht wegen Gepäck im Auto. Ein Gestüt haben wir auch wieder verworfen und so war es klasse, daß ich eigentlich eine frühe Abreise avisiert hatte. Aber die war ja gestern.

Gestern? Ja, denn ich hatte den letzten Tag hinterher noch mal einzeln gebucht. Kortinthenkackend kann man also behaupten, daß sich die Abreise ja gar nicht auf den Samstag bezog. Praktisch hat die Dame des Hauses grad eh unten in der Fahrschukle Bürokram gemacht und kein Problem damit, daß wir bis Mittag unseren Kram in der Wohnung, insbesondere im Kühlschrank lassen. Mit dem MArkttag im Ort war der Vormittag also erledigt…

Gegen 11 Uhr machten wir uns dann auf die Piste. Eine Burg nahmen wir auf einem Schlenker südwärts mit. Eintritt und Besichtigung sparten wir uns, schöne waren die Außenansichten vom Spaziergang drumherum. Nur war es Annette irgendwie zu heiß, zu arg, zu schlaff. Im Schatten legte sie sich erst mal hin. Mit leichter Verspätung, also fast schon um halb eins, liefen wir dann in der Creperie zwischen Burg und Parkplatz ein. Cola half Annette wieder auf die Beine, doch bei der Bestellung lief was ganz schief. Annette hatte was mit Zwiebelconfit, ich definitiv kein Complet mit Käse und irgendwie fehlte der Salat. Reklamieren oder durch? Nö, so weit beherrsche ich dann die Sprache doch. Dem Kellner fiel es auch gleich wie Schuppen aus den Haaren und er hatte ohne weitere Nachfrage dann auch die richtige Bestellung parat. Verwechslung, kommt vor. Annette lud mich ein und packte noch eine Flasche des Hauscidres zum Mitnehmen obendrauf als Geburtstagsgeschenk.

Das ein wenig überbewertete1 Jugon-le-Lacs erledigten wir dann im durchfahren. Im wahrsten Wortsinne. Ok, es hat da wohl eine mittelterliche Gasse, sprich ehemalige Durchgangs- äh- Straße? aber sonst? Aufgrund der Verzögerungen schenkten wir uns die weiteren Schlenker und wollten lieber früh ankommen. Mit einem Aufenthalt in einem klimatisierten Supermarkt in der letzten Stadt kamen wir dann eine halbe Stunde vor der frühestmöglichen Anreise2 an. Beim Einkauf hatten wir aber irgendwie vergessen, daß wir nicht nur ein Abendessen geordert hatten, sondern von unseren wirklich liebenswerten Gastgebern auch noch ein Willkommenspaket angebkündigt bekommen hatten. Somit ist der Kühlschrank gut gefüllt.

Irgendwann, als Stuart mir den Fernseher erklärte, dämmerte mir was. Aber sie können aufzeichnen und sahen so den Rest des WM-Spiels England gegen Schweden eben zeitversetzt. Gut, hier hat es keine Nachbarn in Hörweite und schon gar keine, die durch Jubeln für England das Ergebnis verraten könnten. Überhaupt ist es hier ruhig und ganz niedlich.

Anne konnten wir für ihr Essen nur loben. Da kann schon was richtig schönbes bei rauskommen, wenn sich Engländer nach Frankreich absetzen, um dort Ferienwohnungen zu betreiben. Wobei erstaunlich wenig brikoliert ist. Brikolieren, von bricolage, was angeblich im Französischen sowohl Heimwerkern als auch Pfuschen bedeuten soll. Wir haben da mittlerweile eine Theorie. Über die Normannen3 sind die Nordfranzosen ja mit den Engländern verbandelt. Wilhelm der Eroberer, 1066 Hastings und so. Ich schrieb mal in der Normandie darüber. Also eigentlich alles Nachfahren von Wikingern, die ja so unbegabt nicht waren. Die handwerklichen Defizite können wir uns nur so erklären: Wer als Wikinger handwerklich nix draufhatte, musste auf Plünderfahrt gehen oder gleich ganz auswandern. Bingo!

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  1. unserer Meinung nach []
  2. 16 Uhr []
  3. die irgendwie auch mit dem nichtgälischen Teil der Bretonen zusammenhängen []

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