Dezember 2018
M D M D F S S
« Nov   Jan »
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31  

Archive

Kategorien

Für und wider in der Bahn

Eigentlich wollte ich was Positives als Kommentar zum letzten Beitrag schreiben, damit es auch lange in der Seitenleiste steht. Aber mein mobiler WordPresseditor kann das nicht und inzwischen ist es eine Sammlung von Pros und Contras.

  • Pro: Humor der Mitarbeiter. Nicht nur, wenn was schiefgeht. So die Ansage an der Endhaltestelle Hannover unseres ICs „Bitte schauen Sie noch mal nach und lassen Sie keine Kleidungsstücke oder Gepäck liegen. Die  guten Geschenke dürfen Sie ruhig liegenlassen, wir gehen gleich nochmal durch.“ Mit hörbarem Grinsen im Gesicht.
  • Con: Das ICE-Portal klang nach einer guten Idee. Hörbücher etc. womöglich auf einem zuginternen Server. Wie im Flugzeug. Unabhängig von der Datenverbindung nach draußen bzw. ohne diese zu belasten. Wurde aber ad absurdum geführt, als ein getestetes kurzes Hörbuch immer wieder minutenlang unterbrochen wurd,die weil die Datenverbindung weg war. Sinnfrei.
  • Pro: Die Flexibilität bei Alternativen, wenn es Verspätungen kommt. Hier erneut erwähnt wegen dem direkten Zusammenhang zu…
  • Con: Am Ende ist alles wieder nichtig, wenn man wegen wenigen Minuten Verspätung die Straßenbahn verpasst und so aus 5 Minuten 20 werden. Droht ins gerade.

Dennoch, auch weil es gerade mal wieder rund läuft trotz leichtem Schneefall: Für die meisten Strecken werde ich auch weiterhin die Bahn dem Flieger vorziehen. Dem Bus sowieso.

Bye Bye Oldenburg

Passt gerade so schön zur letzten Überschrift.

Hinfahrt und Weihnachten habe ich mal übersprungen. Oldenburg im Winter ist aber auch irgendwie immer eine Aktivitätsbremse. Praktisch kein Sport gemacht. Der Trainingseffekt meiner mitgeschleppten Bänder und sonstigem Sportkram besteht praktisch nur darin, daß ich sie geschleppt habe. Radfahren gab es im Übrigen auch nicht, war doch etwas verregnet.

Nichtsdestotrotz war es aber wieder eine schöne Zeit. Mitsamt diverser Traditionen, die sich mittlerweile eingespielt haben. Andere Geschichte, vielleicht mal.

Nun sitze ich wieder in einem Zug, was ja in den letzten Wochen häufiger vorkam. Kann ich ja wohl auch was darüber schreiben. Aktuell ist es ein flammneuer IC. Doppelstöckig, sehr modern mit vielen Gepäckregalen. Dafür aber über den Sitzen nur Platz für eine Aktentasche in den Ablagen. Einfach zu flach. Aber merken, Plätze 11 und 13 sind perfekt. Die ersten im Abteil, aber die Tür ist dank „Treppenhaus“ dazwischen weit genug ums Eck. Gepäckregal schräg gegenüber im Blickfeld und durch einen Absatz zwischen Sitzreihe und Treppe hat es Platz für einen Rucksack neben dem Sitz, ohne daß der im Durchgang stünde.

Wenn man die Wagenstände bei Buchung schon häufiger ablesen könnte1, dann wäre es sogar möglich, bei Zugwechseln am selben Bahnsteig die Wege zu minimieren. Aber ich will nicht meckern.

Meckern könnte man bestenfalls darüber, daß der heute in aller Frühe in Oldenburg gestartete Zug schon aussieht, als hätte er seit der letzten nächtlichen Überholung schon ein bis zwei Reisen hinter sich. Speziell was Toiletten und so angeht. Und da muß man wohl noch froh sein. Neulich im Frühstücksfernsehen amüsierte man sich bei dem Thema über zwei abgesperrte Toiletten mit vollen Tanks. Stand so auf den Aufklebern an der Tür. Beide waren auf zwei Tage davor datiert…

Aber auch was Positives. Bei allen Verspätungen der letzten Fahrten, die wohl auch zum Teil noch Nachwirkungen des Streiks waren, zeigte man sich doch engagiert und kreativ. Mehrfach kamen Durchsagen, daß man bereits früher umsteigen oder erst mal sitzenbleiben2 soll, damit man am Ziel ankomm,die obwohl der eigentliche Umstieg nicht zu schaffen ist. Erwischte mich neulich überraschend am Frankfurter Flughafen, so daß ich sehr schnell zusammenpacken musste. Auf der Hinfahrt nach Oldenburg wären wir aber beinahe reingefallen. Auch hier sollten in Frankfurt Reisende Richtung Düsseldorf etc. bereits umsteigen. Das waren zwar auch Ziele unseres Anschlußzuges in Köln, der vermutlich verpasst würde. Jedoch wollten wir ja nach Bremen. Und so passte alles: Gaspedal am Bodenblech sozusagen, 308km/h in der Anzeige der Bordinfo. Aus 10 Minuten Verspätung bei der Abfahrt in Karlsruhe zuzüglich diverser Minuten durch einen Halt auf offener Strecke3 wurden am Zielbahnhof Köln ganze zwei Minuten. Respekt. Ohne das Volk, das zum Einsteigen immer press an der Tür steht und dann völlig überrascht feststellt, daß auch erst mal Leute aussteigen wollen, wären wir durch die kürzeren Bahnhofsaufenthalte womöglich pünktlich gewesen! Aber ist ja skandalös, daß man durch eigenes Verhalten zur Pünktlichkeit der Bahn beitragen soll.

Jedenfalls passte alles, unser knapper Anschluß in Köln war selbst verspätet. Nun denn, verkürzte den langen Aufenthalt in Bremen unmaßgeblich und gut. Fast so wie bei der zuletzt erwähnten Rückfahrt aus Düsseldorf. 10 Minuten Verspätung auf der letzten Etappe von Mannheim aus. Macht aus einer knapp verpassten Straßenbahn im 20-Minuten-Takt eine bequem erreichbare. Die, auf die ich sonst fast 20 Minuten in der Kälte hätte warten dürfen. Verspätung am Ziel, also daheim: Null. Darf man ruhig auch mal so sehen.

  1. gut, die berüchtigte „heute geänderte Wagenreihung“ kann immer zuschlagen []
  2. also wenn man gerade umsteigen müsste []
  3. Signalstörung []