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Rauchzeichen

Tja, man sollte sich mal wieder melden. Zwei Faktoren, nein drei, hindern mich derzeit. Natürlich die chronische Zeitknappheit. Der will ich entgegenwirken, indem ich die Couchzeit vorm Fernseher mit dem Laptop nutze, wenn Annette schon schläft1. Dann nervt der inzwischen nicht mehr ganz so neue Editor in WordPress immer noch. Man könnte sich durch mehr Benutzung dran gewöhnen. Zuguterletzt fehlen doch irgendwie die wöchentlichen Statusmeldungen vom Radfahren. Ohne die fehlt die wöchentliche Erinnerung, daß das Blog brach liegt.

Aber es geht um ganz andere Rauchzeichen. Als würde jemand einen Holzkohlegrill nicht richtig anbekommen, so qualmte es es beim Abendessen auf der Gartenseite. Nur ziemlich schnell deutlich stärker. Als ich runterschaute, gestikulierte man wild auf dem Rasen rum. „Wohnung im 1. Stock brennt“ und „Feuerwehr alarmiert“ waren die beiden Informationen, die ich aufschnappte. Damit stand auch der Entschluß fest, sicherheitshalber die Wohnung zu verlassen.

Seltsam, an was man da denkt. Annette schnappte sich den für die Nacht abgelegten Ehering und mahnte mich, lange Hosen anzuziehen. Ich griff die Kameratasche, da wir am Samstag eine Hochzeit fotografiert und die Bilder noch nicht außerhalb der Wohnung gesichert hatten. Und noch gleich den Feuerlöscher. Falls man sich den Weg freikämpfen müsse. Blöde Idee eigentlich im Nachhinein, da so ein Treppenhaus lange unpassierbar verraucht ist, ehe da die erste zu löschende Flamme auftaucht.

Ganz so blöde war die Idee dann doch nicht. Das Treppenhaus war rauchfrei. Im ersten Stock stand die Wohnungstür offen, Nachbarn waren umtriebig. Auf dem Balkon würde es brennen2. Damit war die Sache für mich klar. Kameratasche Annette in die Hand drücken und ab Richtung Balkon. Sicherungsstift ziehen, raus und abdrücken.

Doch ne Scheißidee. Gegen den Wind löscht man nicht. Aber aus einer anderen Richtung kam ich ja nicht ran. So stand ich dann hustend im Qualm und Löschpulver. Also nix wie wieder rein! Zwei3 weitere Anläufe mit Luftanhalten mache ich, während Annette die Tür öffnete und schloß. Eine Frau kippte zwischendurch noch einen >Eimer Wasser in den Brand. Was ncith unbedingt klug sein musste, sah der Brandherd doch wie ein Elektrogerät aus.

Schlußendlich scheuchte uns ein Rettungssanitäter aus der Wohnung. Im Treppenhaus kam uns die Feuerwehr entgegen. Der Rest ist schnell erzählt. Alle Beteiligten wurden noch auf Rauchvergiftung getestet und ermahnt, bei Symptomen ins Krankenhaus zu gehen, auch wenn der Test gut verlief.

Nachtrag: Zuerst nervt das Galerie-Handling des neuen Editors. Entschuldigt also bitte das ungewöhnlich angeordnete Bild.

Gebrannt hatte wohl zuerst mindestens ein Sack mit Tapetenresten. Die Wohnung steht leer und wird derzeit im Auftrag des Eigentümers renoviert. Das Elektrogerät war wohl das Außengerät einer Split-Klimaanlage. Die Frau mit dem Wassereimer und geringen Deutschkenntnissen war die angeheuerte Renoviererin. Die Flammen waren wohl zwischendurch bis durch die Planken des darüberliegenden Balkons durchgeschlagen. Der Rest wird spannend, besonders die versicherungstechnische Aufarbeitung.

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  1. hier merkt man, daß ich den Artikel erst eine Woche nach dem angeblichen Datum vollendet habe []
  2. daher das rauchfreie Treppenhaus bei starkem Qualm draußen []
  3. oder doch drei? []

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