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PSA

PSA steht für Persönliche SchutzAusrüstung (oder Ausstattung) und kann erst mal alles mögliche sein. Motorradbekleidung, wenn sie zertifiziert ist. Oder Sicherungsmaterial beim Klettern samt Helm. Protektoren zum Inlinerfahren. Ihr seht wohl, was ich meine. Und um gleich die Kurve zu bekommen: Eine Badeshorts und Flipflops sind auf dem Motorrad keine PSA, aber auch kein Kletterhelm. Merken, wird gleich relevant.

Es gibt Dinge, die macht man aus bestimmten Gründen. Und dann wird einem in einem sich ändernden Kontext direkt unterstellt, man würde sie neuerdings aufgrund der neuen Lage machen bzw. verwenden. Zumindest die Blicke, die man erntet, suggerieren das. Leute, wir haben derzeit wieder Nachtfrost. Ein Schlauchtuch, beim Radfahren bis über die Nase hochgezogen, soll keine medizinische Schutzmaske ersetzen, mir friert sonst einfach die Fresse ein! Arbeitshandschuhe verhindern beim Hantieren mit Kartons die fiesen kleinen Papierschnitte1 und sollen kein Ersatz für Gummihandschuhe sein. Und den einfachen Handdesinfizierer2 habe ich schon seit Jahren am Rucksack oder der Umhängetasche dran. Das Ding in der grünen Silikonhülle. Hilft unterwegs schon mal gegen Dreckgriffel und dank Alkohol darin kriegt man schön auch Schmodder von der Hand gelöst, wenn man mal das Rad an der falschen Stelle angefasst hat. Also keine Hysterie meinerseits neuerdings. Kriegt euch mal ein.

Aber zum Schlauchtuch vorm Gesicht: Da hat der derzeit sehr bekannte Virologe Christian Drosten im überaus hörenswerten NDR-Podcast in Folge 19 was Interessantes erklärt: Einfache Masken und Tücher können gegen die Virenverbreitung helfen. Nicht wirklich gegen die eigene Ansteckung, da taugen wohl auch die immer öfter zu sehenden OP-Masken nix, die sind für andere Entfernungen und noch nicht so vernebelte Atemluft gedacht. Aber gegen das Verteilen von Viren, sollte man selbst infiziert sein. Denn dann haut man im Zweifels- bzw. Hustenfall das Material nicht raus wie eine große Schrotflinte, sondern viele Tröpfen bleiben hängen. Und wir reden nicht vom ins-Gesicht-Husten, das macht man eh nicht, nicht nur aktuell. Sondern von den Tröpfchen, die herunterrieseln, sich auf Einkaufswagengriffe und Regale und wasimmer legen und dort den infizieren, der rein und dann ohne zwischenzeitliches Händewaschen ins Gesicht langt. Auch, wenn er dabei Gummihandschuhe trägt. Hatten wir hier schon. Also, macht was draus und helft auch bein psychologischen Effekt: Was immer man in sich rumschleppt, will man für sich behalten und da mal nicht freigiebig sein.

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  1. heißt das im Deutschen überhaupt so? Ich kenne nur das englische „paper cuts“. []
  2. wirkt nicht gegen Viren und wird deshalb von mir nicht dafür eingesetzt, die Hände wirklich zwischendurch zu desinfizieren []

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