Lago di Petra Rossa

18.07.2020 22:00 Uhr Das lief mal unter Lago d’Arpy und wir hatten bei unserem letzten Besuch schon diesen Spaziergang unternommen. Heute wollten wir einen draufsatteln. Merke: Karten genauer ansehen. Dieser zweite See scheint nur noch mal 50% auf die Wegstrecke draufzusatteln, aber irgendwie war nicht bewusst, daß dort der größte Teil der vielen Höhenmeter sich befindet. Die Anfahrt war recht unproblematisch, auch wenn sich Richtung Colle San Carlo, dem Startpunkt, die Autos in den Kehren stauten. Wodurch uns so richtig bewusst wurde, daß wir an einem Samstag eines der beliebteren Ausflugsziele der Gegend ansteuerten. Nachdem wir einige forschere Motorradfahrer durchgewunken hatten, machten wir uns selbst ans Überholen. War ja nicht auszuhalten! Ehrenrunde auf dem Parkplatz, der sich prompt verstopfte, kaum daß wir ein Plätzchen gefunden hatten. Dann waren wirklich alle da. Auf der Rückfahrt sahen wir dann, daß noch eine große Strecke weit einfach am Straßenrand geparkt wurde, was das schmale Sträßchen direkt mal fast die Hälfte der Breite kostete. Da hätte man bei Verkehr nicht mit dem Auto durch wollen. Bis zum Lago d’Arpy war es schon fast wieder gemütlich zu schlendern. Auch wenn nervte, daß Familienclans im Schneckenmodus den Weg immer wieder in voller Breite in Beschlag nahmen. Sowas nervt auch schon, wenn man nicht versucht, einen gewissen Abstand einzuhalten. Hinter dem See ging es erst noch halbwegs gemütlich weiter, aber dann kam es dicke. Wie schon angedeutet wurde es steil, es hatte noch zahlreiche Schneefelder, die aber teils den Anstieg eher erleichterten. Aber auch die Orientierung erschwerten, weil der markierte Weg an manchen Stellen unpassierbar war und andernorts Spuren in den Schneefeldern auf unmarkierte Wege lockten. Wobei mit Steinmännchen viel zusätzlich markiert war und auch die Farbmarkierungen durchaus mehrere Wege parallel kannten. Der See selbst dann füllte quasi seinen kleinen Talkessel aus mit Schnee an den Hängen und großen Eisschollen im Wasser. Da ist dann klar, woraus sich die ganzen Wasserfälle speisen. Ein schöner, aber gar unsommerlicher Anblick bei angenehmen Temperaturen. Der Rückweg zog sich dann entsprechend und das Wasser wurde knapp, doch spätestens am Lago d’Arpy war dann ein Ende des Weges wieder abzusehen und der Wald spendete Schatten. Flott zurück, geduscht und ab ins vornehme Restaurant. Raffiniert gekocht und hübsch angerichtet, aber für nen hohlen Zahn. Der dank des absichtlich ausgelassenen Mittagessens, wir hatten reichlich Frühstück, dann besonders hohl war. Dafür gab es noch ein günstiges Eis nahe des B&B und ab ins Bett. Waren dann doch etwas geschafft.

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Colle Sommeiller

15.07.2020 22:00 Uhr Vorweg: Ganz hoch ging es nicht, das wollte ich dann mit Sack, Pack und Frau an Bord doch nicht. Aber zumindest das Ganze mal anschauen bis zum Rifugio Scarfiotto1 und Wandern wäre ja auch eine Idee. So kam es dann auch. Die Anfahrt beschleunigten wir über die Autobahn. Es gibt nur eine Zahlstelle mittendrin und die verlangt gleich 7,30€ aber es spart reichlich Zeit und Nerven. Das letzte Stück nach Rochemolles ist noch befestigt, aber so schmal, daß am Ende eine slowenische Alm liegen könnte. Hier schon rumpelten wir hinter zwei Monteurswägelchen eines Mobilfunkanbieters und einem SUV her, der hinter sich einen Hänger mit zwei Hardenduros oder Crossern zog. Selbst am Parkplatz zu Beginn der unbefestigten Strecke hielt er nicht, sondern staubte uns voll. Irgendwann fuhr er doch mal ran. Danke Kollege! Da hättest Du schon Kilometer vorher auf die Zweiräder umsatteln können, wäre sinnvoller gewesen. Insgesamt ist die Strecke gut bewältigbar, auch wenn ich mit unbefestigten und/oder sehr engen Kehren auf Kriegsfuß stehe. Das Rifugio war dann eine willkommene Gelegenheit für eine Pause. Und da die Zeit dafür schon da war, bauten wir uns je eine Polenta mit Würstchen ein und erkundigten uns über die ausgeschilderte Wanderung, einen geologischen Lehrpfad. Im Uhrzeigersinn gelaufen ist der Anstieg erst mal knackig, die Aussichten sind hübsch und im Abstieg kann man schön auf die Fahrbahn ausweichen, wenn der Wanderweg einem zu steil vorkommt. Und dabei feststellen, daß die gut sichtbaren Kehren gleich nach dem Rifugio doch gut bewältigbar sein müssten. Da muss man mal noch ganz hoch. Wie angekündigt dann noch Käffchen und Tee im Rifugio, Rückweg wieder über die Autobahn und da wir ja schon eine warme Mahlzeit gehabt hatten, reichte eine Brotzeit in der Unterkunft. Bei der wir von der Hauskatze sehr umgarnt wurden. oft von mir falsch Scoiattolo bezeichnet, naja, italienisch und fängt mit Sc an… Den Pass spreche ich ja auch ständig Sommellier aus, obwohl er nichts mit Wein zu tun hat. [↩]

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