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Crespeïna-Joch noch mal anders

Nachtrag vom 08.09.2020 21:00 Uhr

Das Crespeïna-Joch ist ein alter Klassiker. Schon bei unserem ersten Aufenthalt vor ziemlich genau 15 Jahren (Ups!) sind wir die Tour gegangen, damals natürlich streng nach Wanderführer. Zwischendurch gab es mal eine Abwandlung hin und zurück zum Sas Ciampiac (?), da der lange Rückweg durchs richtig benannte Langental nicht so unser Ding ist.

Pünktlich zum Frühstücksbeginn um halb acht futterten wir los und schauten ungläubig auf eine Nebelwand. Schönes Wetter, soso… Sollte aber in der Höhe besser werden, sagte man. Tatsächlich durchstießen wir auf der Paßstraße hoch fast die Wolken. Oben war dann dunstig, aber die Sonne schon zu spüren. Samt schöner Aussicht auf das Wolkenmeer in den Tälern.

Auch heute wieder Parken am Grödnerjoch für die ortsüblichen 5€ Tagespauschale. Die Fahrt mit der Seilbahn von Wolkenstein aus lohnt ja nur, wenn man durchs Langental wieder zurück kommt. Ab der Jimmy-Hütte übers Cierjoch und eben das Crespeïnajoch dann bis zum Cianpeijoch wie eh und jeh. Da dann aber der Abstieg Richtung Edelweisstal. Oberhlab der Edelweisshütte und der neu gebauten Liftstation dann quer zum Höhenweg Richtung Grödnerjoch. Anfangs rumpelig und mit viel Auf und Ab, dann mal Fahrweg und abschließend schöner Wanderpfad, aber immer wieder mit kleinen Anstiegen. Spätestens ab der Forcella-Hütte kannten wir das schon von einer kleinen Wanderung beim letzten Aufenthalt, daher auch die Idee für diese Variante. Aussicht gab es auch da reichlich und weniger Abstieg als im Langental war es allemal. Für uns eindeutig die schönere Variante und man fragt sich manchmal, ob die Wanderführerautoren von den Liftbetreibern geschmiert werden. Aber ok, wenn man eh in Wolkenstein wohnt, ist die Liftvariante durchaus zu bevorzugen. Und Hütteneinkehr gibt es auf unserer Tour auch kaum und wenn, dann zur Unzeit.

Abends dann das nächste Restaurant auf unserer ToDo-Liste, das La Bercia. Fisch soll es da geben laut deren Webseite, die aber keine Speisekarte preis gibt. Leider gab es den nicht, dafür eine noch leckerere Pizza für mich und für Annette die Aussicht auf Fritto Misto am Freitag. Wir haben direkt reserviert. Trotz bestem Wetter waren wir mit dem Auto in den Ort gefahren, denn die heutige Wanderung ging doch etwas in die Beine.

La Villa / Stern

Nachtrag vom 07.09.2020 21:00 Uhr

Anders als gestern klappte es heute verkehrstechnisch deutlich besser. Klar, mal ein LKW am Fernpaß und Baustellen am Brenner, aber Stau wäre dafür ein viel zu großes Wort. Mal kurz zäh. Am zähesten noch im Pustertal, wobei da der Gegenverkehr in den Genuß vom 11 Kilometern waschechten Staus kam. Und lahmarschige Flachlandtiroler auf Bergstraßen wie dem letzten Stück im Gadertal zählen eh nicht. Lediglich an der Mautstelle hinterm Brenner gab es mal eine erwähnenswerte Verzögerung. Irgendwie war wie gestern auch das Konzept “Zwischenstop und Pause” ausgefallen. Es gab ja eine lange Pause über Nacht. Dementsprechend waren wir kurz nach Mittag schon am Ziel.

Entgegen meiner Befürchtung war nicht nur jemand da, um uns zu empfangen, sondern unser Zimmer schon bezugsbereit. Ich hatte ja bestenfalls mit Gepäck abwerfen gerechnet. Wobei der Wanderrucksack mit dem Gepäck für eine Übernachtung bestückt war und die Wandersachen in der Reisetasche, da hätte man komplett umräumen müssen. Das Zimmer erwies sich als sehr geräumig und es zeigte sich, daß wir in der Tat die kleinere der beiden Suiten bekommen haben. Da habe ich ob der Preisverhandlungen im Vorfeld schon ein schlechtes Gewissen!

Doch die Beine sollten noch etwas gelockert werden, also gab es eine kleine Wanderung zum Sompuntsee. Eher ein Tümpel, aber mit zwei Schwänen und Forellen. Leider mit zwei Hotelrestaurants ziemlich verbaut. Um nicht all zu früh zurück zu sein, planten wir für den Rückweg einen Schlenker über die Sponata-Hütte. Doch die knackigen Steigungen, es sollte immerhin bis fast zur Höhe der Bergstation des Gherdenaccia-Lifts gehen, ließen uns dann über eine Schotterpiste1 unterhalb abkürzen. Nicht gleich am ersten Tag das Pulver verschießen, wir haben noch mehr vor. Immerhin hielt das Wetter.

Der Regen prasselte dann, während wir beim Abendessen saßen. Immerhin mussten wir ja auch wieder zurück, denn anders als im Stella gibt es im Villa Alba keine Halbpension und so müssen wir jeden Abend auswärts essen. Heute fiel die Wahl auf das La Tor. Interessanterweise hatten wir dort auch zuletzt in Stern gegessen bevor wir Elsas Küche für uns entdeckten. Ich hatte mir sogar eine Pizza gegönnt, da die Milchproduktvermeidung in diesem Urlaub eh schon wieder gescheitert war. Leckerer Teig, jedoch war das Gemüse des Belags etwas grob geschnitten2 und somit nur knapp gar.

Morgen soll das Wetter endgültig aufgehen und dementsprechend groß sind unsere Pläne. Bettzeit!

  1. MTB-Trail? []
  2. wahrscheinlich das mise en place fürs Grillgemüse []

Weissensee

Nachtrag vom 06.09.2020 22:00 Uhr

Auf nach Südtirol! So der Plan, um pandemiebedingt nicht auch öffentliche Verkehrsmittel angewiesen zu sein. Dieses Mal mit Schwerpunkt Wandern, also mit dem Auto und dem halben Hausstand anreisen. Wie sich zeigen wird, sind doch die wesentlichen und kleinen Teile daheim geblieben.

Weissensee deshalb, weil wir einen neuen Plan hatten. Statt irgendwann am Sonntagmittag am Fernpass im Stau zu stehen und um am Montag den LKW-Verkehr auf der Autobahn zu vermeiden, wollen wir in zwei Etappen anreisen. Das hatten wir schonmal gemacht, allerdings ging es damals an Südtirol vorbei in die Toskana. Kleiner Nachteil an en Unterkünften “direkt vorm Loch”1 ist, daß die Königsschlösser in der Nähe und das Preisniveau entsprechend hoch ist. Da kann man noch mal nachbessern.

Das mit der staufreien Autobahn war schonmal ein frommer Wunsch. Bereits vor Ulm wurden wir durch Ulm statt um Ulm herum gelotst, so dicht war dort wohl die Bahn. Und ab da immer wieder Staus aus dem nichts. Die Gegenrichtung traf es erwartungsgemäß härter, da war Urlaubsrückreisewelle. Zeitig losgekommen waren wir eh nicht, da am Ziel Regen angesagt und der Besuch im Klettergarten somit hinfällig war. Nun, vielleicht hätten wir einiges an Stau vermeiden können und der Regen setzte erst später ein.

Am Ziel dann eine kleine Enttäuschung: Restaurant Steigmühle(nstube) und Pension Steigmühle sind zwei verschiedene Betriebe in zwei benachbarten Gebäuden. Daß der Besitzer der selbe ist und das Restaurant verpachtet ist da nebensächlich. Unser Hinweis, daß wir schon öfter zum Essen da waren und uns wieder drauf freuen, wurde kommentarlos ignoriert. Dank zügiger Reaktion beim Einchecken bekamen wir den letzten freien Tisch des Abends.

Doch bis dahin sollte es noch einen Spaziergang um den Weissensee geben. Wir starteten dieses Mal nicht an der Straße lang, sondern am gegenüberliegenden Ufer und wurden überrascht, wie nah die Felswand ans Wasser reicht. Und vom Regen, besser gesagt seiner Intensität. Auch wurde die Zeit knapp und wir drehten um.

Abendessen war wie erwartet lecker und jetzt geht es ins Bettchen. Für morgen früh haben wir die erste Schicht beim Frühstück ab halb acht gebucht.

  1. O-Ton Annette []

Kurzer Zwischenstand aus Südtirol

Annette braucht mal wieder länger beim Frühstück, da ist das die Gelegenheit. Tatsächlich bin ich abends nach dem Essen nicht mehr lange genug wach, um über die Planung für den nächsten Tag hinaus auch noch zu schreiben.

Kurz und gut, es läuft. Wetter passt, eine lange und eine knifflige Wanderung ist absolviert. Die Spätsommersonne hat in der Höhe noch gut Kraft. Trotz Sonnencreme kurz vorm Garpunkt, das gibt noch mal ordentlich Farbe an den Armen und Waden. Mehr Details in den Berichten, die nach und nach nachgeliefert werden.