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Boéseekofel

Nachtrag vom 09.09.2020 21:00 Uhr

Heute sollte es etwas sportlicher werden. Fordern und fördern für Annette sozusagen. Wobei der gesicherte Steig zum Boéseekofel nicht lang ist und die größte Herausforderung eine 10m hohe Wand, die man wie auf einer Leiter auf Eisentritten hoch geht. Wobei bis zuletzt auch eine Tour zum Piz Boé als Alternative bereit lag. Länger, mehr Höhenmeter, aber technisch einfacher.

Ich hatte jedoch eh die Faulenzervariante eingeplant, da Annette nicht gerne bergab geht. Heißt Boé-Kabinenlift hoch, den Vallon-Sessellift auch und beide wieder runter statt zu ersterem zu laufen. Macht übrigens für zwei Personen knapp 50€1, ganz ordentlicher Eintritt für die Bergwelt… Und da wir das Klettersteiggeraffel eh mit hoch genommen hatten, wurde es auch die gesicherte Tour. Und die kürzere, denn wirklich zeitig waren wir auch nicht.

Erste Überraschung war dann eine recht große Ansammlung uniformierter Italiener. Wohl eine Übung, es wurde reichlich in verschiedenen Routen geklettert und später übte (?2) man auch mit dem die ganze Zeit rumknatternden Heli auch eine Bergung. Einer lief in einer alten Uniform, geschätzt von vor 100 und mehr Jahren rum, einige liefen nebenbei in der Mittagspause mal eben zu “unserem” Gipfel hoch, die Wand wurde mit großen Boxen und Durchsagen beschallt; man hatte ingesamt wohl recht viel Spaß dabei. Was auch die meist getragenen Flecktarnuniformen irgendwie unwirksam machte: Auch wenn man sie nicht sah, man konnte sie von Weitem hören…

Der gesicherte Teil war dann nicht wirklich schlimm. Einzig die “Mutprobe” einer zehn Meter hohen Wand, die mittels Eisenbügel überwunden wird und so auch im Wanderführer beschrieben ist. Nicht vorgewarnt wird jedoch davor, daß die oberen drei Bügel um einen halben Meter zur Seite versetzt sind. Aufwärts kein Problem, abwärts doof, wenn frau nicht nach unten sehen will und die Bügel ertasten muß. Auch kurz vorm Gipfel wird es etwas kniffelig. Wohl wissend, daß dieser quasi senkrecht zum Mittagstal hin abfällt, will man der Kante nicht zu nahe kommen. Besonders, wenn man Höhenangst hat. Doch es fand sich ein Plätzchen quasi wie hinter einer Brüstungsmauer, von wo aus sich die Aussicht genießen ließ. Und der Gipfel ist etwas zurückversetzt, so daß das Fotografieren am Gipfelkreuz auch kein Problem war.

Beim Abstieg ließen wir uns entsprechend Zeit, wohl wissend, daß wir nur bis zur oberen Bahn müssen. Aber selbst beim Bahnfahren sind die Aussichten spektakulär. Die Suche nach einem Blumenladen verlief leider erfolglos und wir trösteten uns mit Kaffee und Kuchen im Garten der Villa Alba. Essenstechnisch haben wir und weiter der Unterkunft genähert und das La Ciano getestet. Auch ok, aber das La Bercia von gestern bleibt unser Favorit. Und für genügend Bettschwere reicht es dann doch schon wieder.

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  1. ohne Anrechnung der 5€ Parkgebühren vor der Talstation []
  2. hoffentlich []

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