September 2020
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Piz La Ila

Nachtrag vom 10.09.2020

Oder Piz La Villa, je nach Sprache. Bißchen gemütlich heute. Der Berg ist Teil eines grün bewachsenen Plateaus, das wir bisher ignorierten. Die Seilbahn hoch startet hier quasi von der Haustür und wenn ich beim Frühstück durchs Fenster sehen, wie sich die Kabinen in Bewegung setzen, werde ich nervös und will aufbrechen. Ja, ein grüner Hügel, kann ja nicht spannend sein. Stimmt, aber nur teilweise. Der Hügel ist keine Herausforderung, aber nett zum Spazierengehen und die Rundumsicht grandios. Rentnerprogramm sozusagen.

Ganz so alt sind wir dann doch nicht und sind deshalb haben wir den Aufstieg selbst gemacht. Als Vorschlag im Wanderführer1  war die Fahrt aufwärts mit der Bahn und der Abstieg nach Corvara. Abstiege mögen wir nicht so, also umgekehrt. Hat den Vorteil, daß man in Corvara nicht auf den Bus warten muß. Und für die Abfahrt hier in La Villa hat sich die Mobilitätsapp der hiesigen Verkehrsbetriebe bewährt. Hatte ich an Bord, falls wir wegen eines Wetterumschwungs mal wo hin absteigen müssen, von wo aus wir mit dem Bus zum Auto fahren müssten.

Irgendwie war ich doch nicht so fit wie gestern. Zwackte doch ein wenig in der Brust und ich musste für die leichte Wanderung ja die große Kamera mitschleppen. Das machte sich beim Aufstieg bemerkbar, der auch noch ausgesprochen langweilig sich über Teerstraßen zog, um dann mal über einen Schotterweg endlich zum Wanderpfad zu werden. Klar, im Abstieg will man nur noch ankommen und es geht flotter, da passt sowas eher. Doch als wir endlich oben waren, war alles vergessen. Die Aussicht, wie gesagt. Auch und gerade auf den Sassongher, der aus der Perspektive gleich noch mal unbezwingbarer ausschaut. Wie gut, daß wir den Weg kennen. Das vermeintlich schnell erreichte Ziel war dann aber doch die Bioch-Hütte etwa auf halber Strecke des Weges über das Plateau. Da musste ich auf die Terrasse. Gut, erst mal ich den gekachelten Raum, aber irgendwie Essen trotz reichhaltigem Frühstück und was Herzhaftes trinken. Annette kam rechtzeitig zum Bestellen nach, verzichtete aber. Bier und Penne Bolognese taten mir sichtlich gut, ich war den Rest des Weges dann deutlich umgänglicher und auch flotter. Eigentlich wäre damit ja auch das Problem “draußen Essen”2 und “mindestens 14 Stunden nichts essen”3 gelöst, aber aufs Abendessen wollte dann doch niemand verzichten.

An der Bergstation des Liftes entspannten wir noch etwas. Schön, was hier oben auch für die Kleinsten alles geboten wird. Die Variante, hier mal ein Rad zu mieten und rumzufahren haben wir aber verworfen. Die Stundensätze von Moviment sind erschreckend hoch. Und zu Fuß ging es ja auch schnell genug. Mit dem eigenen Rad wäre das mal was anderes.

Zum Abendessen haben wir dann die letzte der vier Empfehlungen ausprobiert. Wir sollten schonmal hier gewesen sein, unsere Erinnerungen sind jedoch so unterschiedlich, daß es sogar in zwei verschiedenen Ortschaften gewesen sein müsste. Auch das L’Fana ist nicht schlecht, dennoch bleibt unser Favorit. Zumal wir für morgen eh reserviert haben wegen dem Fritto Misto.

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  1. der übrigens in der Gegend einiges drin hat []
  2. geht ja abends wegen der Temperaturen schlecht []
  3. statt Abendessen bis Mittagessen halt Mittagessen bis Frühstück []

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