Gadget: Neues Laptop

Vom 21.12.2017 06:05 Uhr

Noch so eine Leiche…

Der Videoschnitt hat es schon angedeutet. In Sachen Laptop hat sich was geändert. Leistung ist halt doch was Feines, Touchscreen überflüssig für mich und so führten meine Überlegungen zu dem Lenovo V510. Die 256GB SSD wollte ich per externer Platte bei den Videodaten ergänzen. Schön großer Bildschirm, alles an Bord zu dem was ich oben schon schrieb und so ahnt man es: Die Entscheidung für das Lenovo war gefallen. Zwar nicht im Tausch, aber mit großem Abzug durch eine Aktion des Händlers.

Stolz war ich direkt auf die Kiste, direkt nach dem Auspacken: Schnell, leise, HDMI für die Verbindung zu einem modernen Fernseher, alles war da. Auflösung größer als am Bildschirm im Arbeitszimmer.

Schnitt, wir haben jetzt Ende 2020 und das Lenovo wird durch einen Nachfolger abgelöst. Etwaige Leistungsexplosionen in der Zwischenzeit oder Defizite diesbezüglich waren nicht der Grund, da hatte ich solide gewählt.

Die erste Ernüchterung war dann doch die Größe. Eigentlich noch handlich, schon. Ich hatte die Tiefe des Geräts gemessen, also sagen wir mal von da, wo es am Bauch anstößt zu da, wo der Bildschirm hochklappt und mich gefreut, daß es in meine bestehenden Fotorucksäcke passen würde. Waren die doch für maximal 15″-Laptops angegeben und dieses hat 15,6″. Gelernte Lektion: die zusätzlichen 0,6″ ergeben sich aus der Breite1. Will man das zusammengeklappte Laptop also mit der schmalen Seite voran in das entsprechende Fach stecken, schaut oben was raus. Großes Kino. Ich behalf mir mit dem Lowepro Computrekker, da ich eh mit immer weniger Fotogepäck unterwegs bin, was da ins Bodenfach passt und das Laptopfach würde auch einen 17-Zöller schlucken.

Die tolle Idee, statt dem optischen Laufwerk einen zweiten Akku einzusetzen scheiterte daran, daß es diesen plötzlich nicht mehr gab. Aber schlußendlich weniger ärgerlich als befürchtet, da dank Steckdosen in der Bahn ich eigentlich nie wegen schlappem Akku Schluß machen musste. Aber nice to have, wenn auch nicht entscheidend, war der Zehnerblock. Oft genug ertappte ich mich dabei, daß ich Zahlen doch wieder über die Tatenreihe über den Buchstaben eingab.

Einmal war das Gerät beim Service, weil der Fingerabdrucksensor nicht mehr wollte. Angeblich wäre alles OK gewesen bis auf den Treiber. Genau deshalb dokterte ich ewig selbst rum, als der Sensor wieder nicht ging, verlor das Interesse an der Technik und beließ es dabei. PIN tut es auch.

Beim Öffnen des Geräts zwecks zweiter SSD bin ich gescheitert. Trotz unzähliger Schrauben am Boden, die ich alle offen hatte, konnte ich das Gerät nicht öffnen. Und die externe Platte ist halt immer ein Gehampel mit Kabel. Der kleine Sprung im Gehäuse unterhalb des Touchpads tauchte erst später auf. Ich vermute mal, daß es in irgendeiner Tasche doch zu einer Biegebeanspruchung des großen Gehäuses kam. Da freue ich mich mal, daß der Bildschirm heile blieb. Ebenso wie der Fingerabrucksensor für mich nur ein kleiner Schönheitsfehler.

Fazit: Erweiterbarkeit und Robustheit2 lagen hinter der Erwartung zurück, ansonsten hat das Gerät alle Erwartungen erfüllt und könnte dies noch einige Jahre. Bei der Suche nach einem Ersatz für das zickende Gerät der Schwiegereltern stolperte ich eher über potentielle Nachfolger für mich und über die Einsicht, daß das Lenovo für die ja eine super Lösung wäre. Pandemiebedingt fiel der Besuch in Oldenburg aus, bei dem ich deren Gerät migriert hätte. Mal sehen, vielleicht wird es auch zum Experimentierfeld für Linux.

 

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  1. wieder, wenn an davor sitzt []
  2. ich schreibe hier absichtlich nicht Verarbeitung, die finde ich trotzdem sehr gut []

Ein Kommentar

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