Das ist kein Scherz

Ich bleibe albern, denn Monte Cherz war eines der Stichworte heute. So heißt der Grashügel – Berg ist etwas unpassend im Angesicht der Felsriesen – den wir heute vom Campolongo-Pass aus erklommen. Eine schöne Aussicht tät es geben, wenn nicht alles wolkenverhangen wäre. Wobei das Wechselspiel aus Verstecken und sich Zeigen der Berge auch spannend ist. Erst mal ging es dann über die Wiese zurück bis zu einer Liftstation. Die war zwar geschlossen, hatte aber eine praktische Überdachung zum Anlegen der Regenklamotten. Beim wieder Loslaufen prasselte es nur so, aber nicht lange. Nur war der Weg an einem kleinen Bergrücken entlang nicht nur wegen diesen Regens reichlich rutschig. Der Wanderführer mag die Tour zwar als tollen Lückenfüller für halbgare Tage anpreisen, aber Matsch macht auf der Runde keinen Spaß. Das Incisia-Joch war der Wendepunkt, es ging auf der anderen Seite zurück zum Hotel Boe am Pass. Somit gab es mal wieder viel Zeit zu Überbrücken bis zum Abendessen, aber Tourplanung, Wetterbericht, der sorgenvolle Blick in die Hochwassernachrichten aus Deutschland und ein erstes Bildersichten füllten sie aus. Zum Abendessen gab es dann nach dem üblichen Buffet grüne Tagliatelle mit Specksoße, gefüllte gegrillte Tomaten nebst leicht panierten dünnen Lachsscheiben und Vanilleeis in einer Schokosoße, die wohl mit etwas Chili aufgepeppt war. Zum Glück sind die beiden Gänge eher Seniorenteller, dem größten Teil des Publikums hier halt angepasst. Sonst währe die Kalorienbilanz hier deutlich positiv, was negativ wäre.

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