Regen? Soll vorkommen…

Ein Haken unseres aktuellen Urlaubs: Die Wetterprognosen sind beginnend ab heute, dem Tag unserer Anreise, einfach grottig. Hat uns aber nicht abgehalten, irgendwas kann man schon machen. Und die Gewitterwarnungen des letzten Aufenthalts hatten sich ja auch nie bewahrheitet.

Der Plan für den heutigen Tag also: Mit der Seilbahn bis zur Mittelstation des La Crusc Liftes, von dort an einem kleinen idyllischen See vorbei wenigstens etwas bergauf gehen bis zur Kirche von Heiligkreuz und da dann genießen, was sich an Aussicht so findet, den Wanderweg mit zwischengeschaltetem Klettersteig zum Heiligkreuzjoch1 von Weitem in Augenschein nehmen und zuguterletzt bis La Villa absteigen. Naja, und dann wieder bis zum Auto bei der Talstation laufen. Letzteres wäre zumindest für Annette optional gewesen. Ich hatte schon gesagt, daß ich im Zweifel bei Sauwetter das Auto alleine hole, während sie schon zur Unterkunft geht.

Das Wetter hielt von ein paar Tropfen abgesehen ganz gut. Just an der Abzweigung, an der sich Annette gegen den direkten Weg zur Unterkunft entschied, regnete es dann doch genug, um sich wasserfest einzukleiden. Ich machte das ganz flott, denn bei der zu erwartenden flachen Talwanderung wollte ich dem guten alten Poncho mal wieder eine Chance geben. Der Weg zog sich, es ging doch noch gut bergauf und -ab, aber keine weiteren Schwierigkeiten durch den Regen. Der Poncho funktionierte ganz gut und hält mal eben auch den Rucksack trocken. Nur die Waden mussten beim Rückenwind leiden, da war es etwas feucht. Wogegen die kniehohen Gamaschen helfen würden, lägen sie nicht im Rucksack, sondern würden getragen. War aber nicht schlimm.

Der etwas ausgedehntere Nachmittag wurde dann gemütlich verbracht, bis der Wecker zum Aufbruch zum Abendessen mahnte. Nach dem Salatbuffet gab es “aufgeblasene Gnocchi”, irgendwie überbacken und was Cremiges. Unter dünn aufgeschnittenem Fleisch versteckte sich neben den Kartoffeln wie gestern auch Polenta. Vanilleeis mit heißen Früchten gab es als Nachtisch und in der Bar noch einen Kaffee.

Apropos “Kartoffeln wie gestern”. An sich finde ich es klasse, wenn so gekocht wird, daß alles verwertet wird. Interessant ist hier immer wieder, daß es beim Buffet noch etwas vom Vorabend gibt. Gestern irgendwelche Nockerl, heute Hackbällchen. Auch gerne genommen. Doch wie gerne? Reinsetzen und aufessen wäre die sponatne Reaktion. Eingedenk dessen, daß wir aber immer mit die ersten am Buffet sind, traue ich mich stets nur, eine kleine Menge zu nehmen. Andere sollen auch eine Chance haben. Andererseits wäre es auch zu schade, wenn dann immer noch was über bleibt und möglicherweise irgendwann weggeworfen werden muß. Eine Zwickmühle.

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  1. und damit den Ansteig zum Heiligkreuzkofel []

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