Langkofel darf auch nicht fehlen

Nachtrag vom 20.07.2021 21:35

Auch hier eigentlich Routine. Aber halt auch immer wieder schön. Mit dem Auto zum Sellajoch, dort gebührenpflichtig parken – ja, die Parkanlagen werden sogar immer professioneller. Steinerne Stadt, Comici-Hütte, mal wieder irgendwo verlaufen, hintenrum zur Langofelhütte, Scharte hoch zur Demetz-Hütte, mit der urigen Seilbahn runter, Rückfahrt. Das war’s.

Nicht ganz. Auf der Hin- und Rückfahrt fiel auf, daß die Reisebusse pandemiebedingt immer noch fehlen, aber nicht vermisst werden. Bestenfalls von den Schleichern, die nun um so mehr auffallen und irgendwie immer direkt vor mir fahren. Überholen ist leider nicht und überholen lassen ist wohl ehrenrührig. Am Sellajoch wies ein Mitarbeiter mit Warnweste höchstmotiviert die Autos in die Parklücken ein. Mit Warnweste heißt hier, daß er eine trug und mit einer weiteren winkte wie ein Torero. Und er war darauf bedacht, die Lücken zwischen den Autos klein zu halten, um viele Autos unterzubringen. Näher als mir lieb war hielt ich dann hangabwärts von einem frisch eingeparkten Auto, dessen hintere Tür prompt etwas weiter aufsprang und unsere hintere Tür auf der Beifahrerseite eindellte. Um es kurz zu machen: Nach etwas Hickhack mit dem unterschiedlichen Recht und einer Werkstatt, die fürs Anschauen schon Mondpreise aufrufen wollte, war das ganze für so kleines Geld zu beheben, daß der “Unfallgegner” direkt aus eigener Tasche zahlte.

An der Comici-Hütte nahmen wir einen etwas anderen Weg als sonst. Dank Schneefreiheit oberhalb, sparte dann aber doch keine Höhenmeter und wir verliefen uns über eine Weide. Die zugehörigen Kühe waren aber teils längst ausgebüchst und blockierten den Wanderweg, sehr zum Verdruß der verunsicherten Rentnertruppe.

An der Demetzhütte verweilten wir bei einem Getränk noch kurz auf der Terrasse. Bis wir jemanden fanden, bei dem wir das Ticket für die Seilbahn zahlen konnten, verging etwas Zeit und die Aussage, man könne oben nur bar zahlen, unten jedoch mit Karte verwirrte erst. Abgesehen davon, daß die 15€ pro Person für die einfache Talfahrt schwindelig machten. Aber die Bahn steht nunmal strategisch günstig und macht mit ihren urigen Kabinen mächtig auf Vintage, das kostet auch die Betreiber. Unten klärte es sich dann: Man braucht das Ticket, um aus der Bahnanlage raus zu kommen, kann aber auch einfach unten eines kaufen damit man eben raus kommt. Vorschlag für ein Schild am Kassenhäuschen oben: “Wenn hier niemand an der Kasse sitzt, zahlen sie einfach unten. Das geht dann auch per Karte.”

Essen war natürlich wieder lecker. Eine Art kurz geschnittener Canneloni mit Ricotta und Spinat, aufgewickelte Schnitzelchen mit Kartoffeln und hinterher Pudding.

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