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Für und wider in der Bahn

Eigentlich wollte ich was Positives als Kommentar zum letzten Beitrag schreiben, damit es auch lange in der Seitenleiste steht. Aber mein mobiler WordPresseditor kann das nicht und inzwischen ist es eine Sammlung von Pros und Contras.

  • Pro: Humor der Mitarbeiter. Nicht nur, wenn was schiefgeht. So die Ansage an der Endhaltestelle Hannover unseres ICs „Bitte schauen Sie noch mal nach und lassen Sie keine Kleidungsstücke oder Gepäck liegen. Die  guten Geschenke dürfen Sie ruhig liegenlassen, wir gehen gleich nochmal durch.“ Mit hörbarem Grinsen im Gesicht.
  • Con: Das ICE-Portal klang nach einer guten Idee. Hörbücher etc. womöglich auf einem zuginternen Server. Wie im Flugzeug. Unabhängig von der Datenverbindung nach draußen bzw. ohne diese zu belasten. Wurde aber ad absurdum geführt, als ein getestetes kurzes Hörbuch immer wieder minutenlang unterbrochen wurd,die weil die Datenverbindung weg war. Sinnfrei.
  • Pro: Die Flexibilität bei Alternativen, wenn es Verspätungen kommt. Hier erneut erwähnt wegen dem direkten Zusammenhang zu…
  • Con: Am Ende ist alles wieder nichtig, wenn man wegen wenigen Minuten Verspätung die Straßenbahn verpasst und so aus 5 Minuten 20 werden. Droht ins gerade.

Dennoch, auch weil es gerade mal wieder rund läuft trotz leichtem Schneefall: Für die meisten Strecken werde ich auch weiterhin die Bahn dem Flieger vorziehen. Dem Bus sowieso.

Bye Bye Oldenburg

Passt gerade so schön zur letzten Überschrift.

Hinfahrt und Weihnachten habe ich mal übersprungen. Oldenburg im Winter ist aber auch irgendwie immer eine Aktivitätsbremse. Praktisch kein Sport gemacht. Der Trainingseffekt meiner mitgeschleppten Bänder und sonstigem Sportkram besteht praktisch nur darin, daß ich sie geschleppt habe. Radfahren gab es im Übrigen auch nicht, war doch etwas verregnet.

Nichtsdestotrotz war es aber wieder eine schöne Zeit. Mitsamt diverser Traditionen, die sich mittlerweile eingespielt haben. Andere Geschichte, vielleicht mal.

Nun sitze ich wieder in einem Zug, was ja in den letzten Wochen häufiger vorkam. Kann ich ja wohl auch was darüber schreiben. Aktuell ist es ein flammneuer IC. Doppelstöckig, sehr modern mit vielen Gepäckregalen. Dafür aber über den Sitzen nur Platz für eine Aktentasche in den Ablagen. Einfach zu flach. Aber merken, Plätze 11 und 13 sind perfekt. Die ersten im Abteil, aber die Tür ist dank „Treppenhaus“ dazwischen weit genug ums Eck. Gepäckregal schräg gegenüber im Blickfeld und durch einen Absatz zwischen Sitzreihe und Treppe hat es Platz für einen Rucksack neben dem Sitz, ohne daß der im Durchgang stünde.

Wenn man die Wagenstände bei Buchung schon häufiger ablesen könnte1, dann wäre es sogar möglich, bei Zugwechseln am selben Bahnsteig die Wege zu minimieren. Aber ich will nicht meckern.

Meckern könnte man bestenfalls darüber, daß der heute in aller Frühe in Oldenburg gestartete Zug schon aussieht, als hätte er seit der letzten nächtlichen Überholung schon ein bis zwei Reisen hinter sich. Speziell was Toiletten und so angeht. Und da muß man wohl noch froh sein. Neulich im Frühstücksfernsehen amüsierte man sich bei dem Thema über zwei abgesperrte Toiletten mit vollen Tanks. Stand so auf den Aufklebern an der Tür. Beide waren auf zwei Tage davor datiert…

Aber auch was Positives. Bei allen Verspätungen der letzten Fahrten, die wohl auch zum Teil noch Nachwirkungen des Streiks waren, zeigte man sich doch engagiert und kreativ. Mehrfach kamen Durchsagen, daß man bereits früher umsteigen oder erst mal sitzenbleiben2 soll, damit man am Ziel ankomm,die obwohl der eigentliche Umstieg nicht zu schaffen ist. Erwischte mich neulich überraschend am Frankfurter Flughafen, so daß ich sehr schnell zusammenpacken musste. Auf der Hinfahrt nach Oldenburg wären wir aber beinahe reingefallen. Auch hier sollten in Frankfurt Reisende Richtung Düsseldorf etc. bereits umsteigen. Das waren zwar auch Ziele unseres Anschlußzuges in Köln, der vermutlich verpasst würde. Jedoch wollten wir ja nach Bremen. Und so passte alles: Gaspedal am Bodenblech sozusagen, 308km/h in der Anzeige der Bordinfo. Aus 10 Minuten Verspätung bei der Abfahrt in Karlsruhe zuzüglich diverser Minuten durch einen Halt auf offener Strecke3 wurden am Zielbahnhof Köln ganze zwei Minuten. Respekt. Ohne das Volk, das zum Einsteigen immer press an der Tür steht und dann völlig überrascht feststellt, daß auch erst mal Leute aussteigen wollen, wären wir durch die kürzeren Bahnhofsaufenthalte womöglich pünktlich gewesen! Aber ist ja skandalös, daß man durch eigenes Verhalten zur Pünktlichkeit der Bahn beitragen soll.

Jedenfalls passte alles, unser knapper Anschluß in Köln war selbst verspätet. Nun denn, verkürzte den langen Aufenthalt in Bremen unmaßgeblich und gut. Fast so wie bei der zuletzt erwähnten Rückfahrt aus Düsseldorf. 10 Minuten Verspätung auf der letzten Etappe von Mannheim aus. Macht aus einer knapp verpassten Straßenbahn im 20-Minuten-Takt eine bequem erreichbare. Die, auf die ich sonst fast 20 Minuten in der Kälte hätte warten dürfen. Verspätung am Ziel, also daheim: Null. Darf man ruhig auch mal so sehen.

  1. gut, die berüchtigte „heute geänderte Wagenreihung“ kann immer zuschlagen []
  2. also wenn man gerade umsteigen müsste []
  3. Signalstörung []

Bye Bye Düsseldorf

Anderthalb Wochen Aufbau als Vorbereitung für einen Umzug gehen zu Ende. War mal wieder eine sehr interessante Zeit.

So viele Handwerker wie hier habe ich noch nie in einer Filiale gesehen. Hauptsächlich, weil ihr Werk getan sein sollte, bevor ich zum Einräumen der Ware anrücke. Hier zähle ich mal lieber nicht auf, was noch nicht fertig war. Anders herum: Verkaufsfläche, das KundenWC als einziges WC notdürftig, die Lagerflächen weitgehend und der Pausenraum. Na gut, da tropfte es von der Decke, als das KundenWC drüber undicht und damit für einige Zeit außer Betrieb war. Aber egal.

Einräumen ging flott. Ausräumen auch, irgendwer hat sich mein Wera Tool Check aus meiner Werkzeugtasche gegriffen, die im Personalraum rumlag. Mögen ihm seine Klöten zu Rosinengröße schrumpeln…

Über die erste Anreise schrieb ich ja, Rückreise und zweite Anreise mit je rund einer halben Stunde Verspätung im Rahmen. Endgültige Rückreise sieht bisher gut aus. Und morgen geht’s nach Oldenburg. Über Düsseldorf. Aber das ist eine andere Geschichte.

Sänk ju for not treffeling wiss Deutsche Bahn.

Hach, es sollte so entspannt werden. Naja, nicht die Woche. Filialaufbau für Umzug in Düsseldorf. Aber wenigstens die Anfahrt.

Früh raus, in den Zug und bis Köln erst mal Ruhe haben. Kurzes zweites Stück nach Düsseldorf, mit der U-Bahn zur Filiale, Hotel in Laufweite.

Denkste. Wer den Artikel halbwegs aktuell liest, weiß, daß heute die EVG streikt und nach „vorraussichtlichen Behinderungen“ innerhalb kurzer Zeit ein kompletter Zusammenbruch des Fernverkehrs wurde. Bahn rät, morgen zu fahren, Chef1 fände das auch ok. Ich kein bißchen.

Guter Tip einer Kollegin: Flixbus. Unter anderem, die anderen Vorschläge sagten mir etwas weniger, sprich überhaupt nichts. Ich werde alt. So sitze ich hier gerade in dem bei der Abfahrt in Karlsruhe bereits um 25 Minuten verspäteten Seelenverkäufer und hoffe, daß keine weiteren Verspätungen dazu kommen.

Nicht, daß die Deutsche Bahn dafür bekannt wäre, daß Menschen auf der Suche nach einem entspannten Job dort ein Vermögen verdienen könnten. Aber allein bei der Warterei zeigte sich, wie die grün-orangen Busse funktionieren: Zulassung gerne mal im wohl billigeren Ausland. Selbst bei meinem aktuellen Bus mit deutscher Zulassung ist die Amtssprache mit dem Personal englisch und vom Personal untereinander italienisch. Alles klar.

Ganz aktuell genieße ich jetzt den Stau zwischen Kronau und Heidelberg. Bis 15 Uhr (statt 10Uhr) wollte ich in der Filiale sein. Inshallah!

  1. der temporäre vor Ort []

Sieg Faltrad

Panne für die Bahn. Gleich beide Türen im einzigen Wagen des Regionalexpress mit Fahrradabteil sind defekt. Man kommt nicht wirklich mit Rad rein. Sitze jetzt mit zusammengefalteten Rad im normalen Abteil. Pah!

Bin übrigens für zwei Tage in Reutlingen.

Retour aus Hamburg

Schon vor einer Woche kam per Mail der sogenannte Verspätungsalarm mit dem Hinweis daß unsere gebuchte Verbindung ausfallen würde. Na toll!

Wurde aber alles gut. Ein Mal kann man die Reservierung kostenlos umbuchten, was ich aber erst am Donnerstag machte. Ich traute der Sache nicht. Womöglich würde der gebuchte Zug dann doch wieder fahren…

Tat er laut Zugbegleiter wohl auch, nur deutlich früher. Das war der vermeintliche Ausfall. Aber gut, wir haben unsere Reservierungen und fuhren eben statt um 06:11 Uhr um 06:43 Uhr los. Mit Bus und U-Bahn fuhren wir jedoch wie geplant, um vor 6 Uhr noch in den Genuß des bis dahin gültigen Tagestickets von gestern zu kommen. So viel länger hätten wir mit der passenden Verbindung auch nicht schlafen können, dafür aber 6,60€ zahlen dürfen. Ach so, das Auschecken war so gut wie nichtexistent. Chipkarten abgeben, Frage, ob man eine Rechnung benötige verneinen und weg.

Eine kleine Tradition für frühe Abreisen ist bei mir der McRib. Ich sagte nicht, daß es eine gute Angewohnheit ist. Stammt wohl auch von noch früheren Abfahrten oder vom Frankfurter Flughafen, denn unter Protest der doch erkennbaren Schlange dreht man die Leuchttafeln von der Standardkarte auf Frühstück um und lies so gefühlt die Hälfte der Leute ziehen. Während der Rest grüppchenweise diskutierte, ob Frühstück auch ok wäre. Da orientiert man sich offensichtlich stark an den Kundenwünschen. NICHT.

Dafür gab es beim Umstieg in Kassel-Wilhelmshöhe eine Currywurst. So!

Strasbourg – Rennes

Während wir wie üblich flott im TGV Richtung Rennes unterwegs sind, kann ich mal den gestrigen Tag Revue passieren lassen.

Der Start war wie geplant entspannt. Annette musste erst mal packen und so konnte ich mit dem Rad noch ein paar Besorgungen machen. Mittagessen besorgen, Schnäppchen abgreifen und noch ein Umtausch für Reiseartikel. Gegen halb Vier bestiegen wir dann auch mal die Straßenbahn für die letzte sinnvolle Verbindung gen Strasbourg. Interessant hier: Der Umstieg in Appenweiher ist mit einem mittleren Fußmarsch verbunden, weil die Gleise so weit auseinander liegen. Rein theoretisch könnte man mit dem Länderticket1 auch bis Offenburg weiter, dort bequemer in immer noch 9 Minuten umsteigen und dann eben wieder über Appenweiher den neuen Zug nehmen. Spuckt die Reiseverbindung so aber nicht aus, wohl wegen der höheren kostenpflichtigen Kilometerzahl. Und ob im Falle eines Falles der Anschlußzug warten würde? Also Fußmarsch und warten in der Sonne.

Das Hotel konnte dann den Standard dessen von vor zwei Jahren2 nicht halten. Aber immerhin 10€ günstiger und für eine Nacht allemal ok. Nach etwas Suche landeten wir mit kleinem Hunger schlußendlich doch bei einem Asiaten3 mit selbst zusammenstellbaren Nudel- und Reisgerichten. Irgendwas mit Ramen hieß es. Neben den bekannten Sehenswürdigkeiten gab es auch einen kleinen Autokorso zu bestaunen. Die Franzosen sind mit einem knappen 4:3 ins Viertelfinale der Fußball-WM eingezogen und man fuhr nicht nur hupend durch die Stadt, sondern hielt auch mal an4, um auf der Straße zu tanzen und zu trommeln. Krasse Show!

Zum aktuellen TGV bleibt nur anzumerken, daß er für hiesige Verhältnisse ein wenig abgerockt, also auf dem durchschnittlichen Niveau der Deutschen Bahn ist. Aber alles da, wenn auch weniger Gepäckregale als gewohnt. Voll wird es hier in Lorraine auch schon langsam.

  1. Fahrtstrecke ist da ja egal []
  2. heuer ausgebucht []
  3. Kette? []
  4. und den ganzen Verkehr auf []

Bahn flexibel

Geht auch. Bisher sieht es gut aus. Was war?

Ursprünglicher Plan war, von Oldenburg über Hannover und Frankfurt Hauptbahnhof nach Karlsruhe zu fahren. Schon beim Buchen wurde aber gewarnt, daß das nicht klappen könnte. Sollte aber kein Problem sein, ich dachte mir, warum: Vor der Buchung war ich schon öfter in Zügen gesessen, die statt am Hauptbahnhof am Südbahnhof hielten. Da das der gebuchte IC auch machen sollte, sah ich es als unkritisch.

Die Bahn sah das anders. Kaum in Oldenburg angekommen, wurde mitgeteilt, daß es unsere Rückfahrverbindung gar nicht gäbe wegen Fahrplanänderungen. Link auf die Verbindungssuche mit den entsprechenden Daten. Ok, effektiv in Frankfurt woauchimmer sitzen bleiben, bis Mannheim weiterfahren und dort in einen ICE steigen. Allerdings mit etwas Wartezeit, somit Ankunft satte 3 Minuten später als geplant. Passt.

Gut, zwischendrin etwas Hektik, ob man sich von Frankfurt bis Mannheim und weiter bis Karlsruhe nicht doch einen Sitzplatz reservieren sollte. Nebensächlich.

Hannover. Wir stehen schon in Jacke bereit, um unser Gepäck zu schnappen und den Zug zu verlassen, da bremst uns eine Durchsage. Unser ICE wäre ausgefallen, stattdessen gäbe es einen Ersatzzug ab Kassel. Sprich, sitzenbleiben bis Kassel. Der fährt dann bis Mannheim, dort dann wie gehabt ein letztes Mal umsteigen. Keine große Änderung also, nur zwei Haltestellen später in den Ersatz umsteigen.

Da kam der DB Navigator und erzählte was von einem verspäteten IC, den wir in Kassel auch noch kriegen würden und mit dem wir ohne weiteres Umsteigen nach Karlsruhe kämen. Beinahe hätten wir dort zwei Plätze reserviert, so wegen der Bequemlichkeit.

Aber wenn es bei der Bahn mal läuft, soll man laufen lassen. IC als Ersatz für den ausgefallenen ICE war leer bei der Einfahrt und weit von überfült bei der Abfahrt. Es fehlten ja die ganzen Fahrgäste, die zwischen Hamburg und Kassel zugestiegen wären. Fein. Und zum Glück hatten wir nicht im anderen Zug reserviert. Um Zeit aufzuholen, kürzt der ab und lässt Kassel ausfallen.

Aktuell verlassen wir Frankfurt Flughafen, alles bestens, der Rest sollte auch glatt gehen. Lob an die Bahn, die hat den Ausfall souverän ausgeglichen.

Ohne Probleme

Muß man ja auch mal erwähnen. Praktisch pünktlich und beim Umsteigen in Hannover stand der IC schon am Gleis. Also nix mit Frieren am Bahnsteig. Und die Brotzeit zum Mittag lief so auch ohne Geschaukel ab. Perfekt. Trotz vorangegangenem Sturm. Ich sage es ja immer wieder, Bahnreisen ist entspannend.

Die Bahn macht es spannend

Ankunft in Oldenburg über eine Viertelstunde später, Abfahrt mit 8 Minuten Verspätung. Sollte die technische Störung im Zug, die daran schuld sein soll, nicht noch mal zuschlagen bzw. das Streckennetz weitere Verspätungen wegen Wartezeiten auf den regulären Verkehr bedingen, dann schaffen wir unseren Anschluß in Hannover.

Da wird schon vorgewarnt, daß die zweite Klasse komplett reserviert wäre. Wird wohl dann spannend mit dem Gepäck, denn die Gepäckabteile waren auf der Hinfahrt schon gut überfüllt.

Immerhin ist es hier halbwegs entspannt, keine Leute, die im Flur stehen und das Gepäck ist auch verstaut.