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Die Bahn macht es spannend

Ankunft in Oldenburg über eine Viertelstunde später, Abfahrt mit 8 Minuten Verspätung. Sollte die technische Störung im Zug, die daran schuld sein soll, nicht noch mal zuschlagen bzw. das Streckennetz weitere Verspätungen wegen Wartezeiten auf den regulären Verkehr bedingen, dann schaffen wir unseren Anschluß in Hannover.

Da wird schon vorgewarnt, daß die zweite Klasse komplett reserviert wäre. Wird wohl dann spannend mit dem Gepäck, denn die Gepäckabteile waren auf der Hinfahrt schon gut überfüllt.

Immerhin ist es hier halbwegs entspannt, keine Leute, die im Flur stehen und das Gepäck ist auch verstaut.

Mal wieder Bahn

Ja, ich sollte öfter schreiben und im Zug bietet sich die Gelegenheit. Zumindest im ICE wie gerade auf dem Weg nach Hannover und Oldenburg. Im IR neulich mit dem Rad ist es da kniffliger.

Geschichte wiederholt sich, sagt man. So wiederhole ich sicher auch was, was ich bei anderer Gelegenheit schon beschrieben habe. Weil sich in den Köpfen der Mitreisenden1 nichts ändert.

Ein Klassiker darunter: Man wälzt sich mit großem Gepäck durchs Abteil und rempelt in spätestens jeder zweiten Sitzreihe jemanden an und kommentiert das Ganze zur Begleitung mit „Unser Wagen ist ganz hinten“. In einem der vordersten Wagen. Und nein, der Zug verkehrt nicht in umgekehrter Reihenfolge.

Das ganze geht auch lokaler: Wenn sich der Verkehr durch den Wagen kreuzt, weil sich immer noch nicht rumgesprochen hat, daß neben den Türen die Sitznummern stehen, die zu dem Eingang gehören. Und somit die ganz vorne sitzenden ganz hinten einsteigen und umgekehrt.

Platzreservierungen snd ja im Gegensatz zu Frankreich2 nicht inklusive und obligatorisch, sondern Luxus. Und uncool. Zumindest in den Augen derer, die mit den fettesten Rucksäcken zwei Mal durch den Zug laufen, um möglicherweise doch noch einen Sitzplatz zu bekommen. An der Stelle verrate ich ein Geheimnis aus langer Erfahrung: Wer den Gegenverkehr3 durchlassen möchte und sich dabei höflich schmal machend zur Seite dreht, haut seinen Treckingrucksack mit ziemlicher Sicherheit einem Sitzenden an den Kopf. Die Kehrseite der Medallie mit der Prägung „Rücksicht“.

Das alles allein von heute bzw. erneut bestätigt.

Im IR gibt es auch Klassiker. Gerade die Teenager sind heutzutage so fußlahm, daß sie nach der Tür direkt in den ersten Sitz fallen. Oder den dritten, falls der erste belegt ist und man will sich ja nicht direkt neben jemanden setzen. Optional ist das Erkennen und Verstehen der Tatsache, daß dieses Großraumabteil dazu dienen soll, daß dort Rollstühle, große Koffer und Fahrräder4 abgestellt werden. Aber auch Radler sind da stellenweise im Sozialverhalten herausgefordert: Lässt man sein Gepäck am Rad, statt es in der Ablage darüber zu verstauen, dann stellt wenigstens niemand mehr sein Rad daneben, weil es keinen Platz hat.

Irgendwie bin ich wieder nur am Mosern. Fällt aber auch leicht, so bescheuert, wie sich die Menschheit um einen herum benimmt. Und einem dabei leider all zu oft vergessen lässt, wie unauffällig der größte Teil die Herausforderung des Sozialverhaltens herrlich meistert.

Ausgenommen sind hiervon natürlich solche Pfosten, die eine Straßenbahnhaltestelle mit den Verpackungen ihres Besuchs im Schnellimbiß zumüllen und als Sahnehäubchen ihre Glasflaschen obendrauf zerdeppern. Nur eines von vielen Beispielen, daß die Bahnfahrerei nur ein winziger Ausschnitt der Problematik ist.

So, und jetzt Ende des Gemaules. Urlaub!

  1. mal allgemein gesprochen []
  2. ich muß diesen Vergleich einfach immer ziehen []
  3. genau, begegnen sich zwei auf Sitzplatzsuche: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, daß da noch was frei ist, wo der andere herkommt? []
  4. in den letzten beiden Punkten leider auch in Reihenfolge der Priorität laut Beförderungsbedingungen der Deutschen Bahn []

Heimweg

Mal wieder eine Geschichte aus der Bahn und dieses Mal eine gute. Hoffentlich auch bis zum Ende.
Ab Oldenburg ging es bis Hannover wie üblich im IC. Heute aber in einem nagelneuen einer mir bis dato unbekannten Baureihe. Zweistöckig, mit großem Rad- und Kinderwagenabteil im vorderen Triebwagen, Radabstellmöglichkeiten in jedem Abteil (statt nur im Triebkopf bei den alten Zügen), schön viel Platz in den Eingangsbereichen und reichlich Regalfläche für Koffer. Gut, dafür sind die Ablagen über den Sitzen mal wieder zu flach für Koffer, aber dann stopft man da eben die dicke Winterjacke hin.

Insgesamt sehr schick und auch mit reichlichen und guten Anzeigetafeln für Anschlußzüge etc. Kleiner Anlaß zum Schmunzeln jedoch: Die automatische Ansage schaltete regelmäßig mitten in der Ansage ab. Irgendwas ist immer.

Überpünktlich waren wir in Hannover und auch der klassische ICE1 Nr. 77 nach Karlsruhe sammelte uns ohne nennenswerte Verspätung ein. Da keine Schneeflocke des Grauens in Sicht ist und auch die Orkanlage unbedenklich, sollte unserer pünktlichen Rückkehr nach Karlsruhe nichts im Wege stehen.

Und was haben wir heute gelernt: Sitzplatzgenaue Reservierungsmöglichkeit ist toll. Allerdings sitzt man generell mit dem Rücken zum Regal, hat seine Koffer somit nicht im Blick. Gegenüber vom Regal klingt erst mal verlockend. Ich muß aber mal beobachten, wie oft man da von den Leuten, die an den Koffern hantieren, beim Bücken den Hintern ins Gesicht gedrückt bekommt. Und die neuen ICs mal im Auge behalten, da reist es sich gemütlich.

  1. 2 []

Und wieder zurück…

Entgegen diverser Ratschläge, in Hamburg zu übernachten und morgen gemütlich heimzufahren, bin ich doch wieder auf dem Rückweg.

Aber wie war die Hinfahrt ausgegangen? Mit ziemlich genau 4 Stunden Verspätung war ich in Hamburg, damit bekam ich von der zweistündigen Besprechung noch 30 Minuten der regulären Zeit mit plus 10 Minuten Nachspielzeit. Dann wieder ab zur S-Bahn. Schnell ne Currywurst auf dem Weg1, dann direkt rein in den fast pünktlich einfahrenden Zug. Der dann mit 20 Minuten Verspätung losfuhr. Und laut Durchsage die Umleitung über Bremen fährt. Keine Ahnung, warum in der Bahn-App alle vorangeangenen Züge pünktlich angezeigt wurden, wenn der Baum noch auf den Gleisen liegt. Und warum der da überhaupt noch liegt.

Die Besprechung war zwar ganz gut – was ich davon noch mitbekommen habe – aber selbst ohne Pannen frage ich mich, ob es den Aufwand bedurfte.

Nachtrag: Kurz vor 2 Uhr kam ich daheim an. Es gab im Zug noch einen Taxigutschein und natürlich wieder ein Fahrgastrechteformular. Dafür habe ich meine Bluetooth-Tastatur, die mir just auf dieser Fahrt so gute Dienste geleistet hatte, vergessen. Sie war samt Hülle auf den Boden gefallen gewesen und etwas schmuddelig. Drum hatte ich sie neben den Rucksack auf den Sitz gelegt und nach fast drei Stunden Schlaf vergessen, daß sie eben nicht im Rucksack war. Verlustmeldung an die Bahn ist raus und da niemand mehr im Zug weiterfuhr, sollte spätestens bei der überfälligen nächtlichen Reinigung das Teil aufgetaucht sein. Hoffentlich ist der Finder ehrlich.

  1. neben zwei Müsliriegel, die halbwegs zufällig noch im Fotorucksack waren und etwas Knabberkram am Besprechungstisch mein Essen für heute []

Die Schneeflocke des Grauens

Hat dieses Jahr ausgerechnet dann zugeschlagen, wenn ich mit der Bahn unterwegs bin. Alles war gut bis vor Hannover.

Dann war die Aussicht aus dem Fenster plötzlich weiß. Ein wenig zumindest. Nicht schlimm. Aber der Zug wurde langsamer. Und stand im Hauptbahnhof von Hannover erst mal länger als geplant. Grund war wohl eine Störung zwischen Hannover und Celle, wie später durchgesagt wurde. Kaum waren wir mit 20 Minuten Verspätung losgefahren, standen wir auch schon wieder. Länger. Fast 10 Minuten nach der geplanten Ankunftszeit rollen wir jetzt rückwärts gen Hannover, um eine Umleitungsstrecke zu nehmen. Denn zwischen Celle und Lüneburg war es ein Baum leid, nur dumm rumzustehen und nahm die nächstbeste Schneeflocke als Vorwand, um sich auf die Gleise zu stürzen.

Nicht zum ersten Mal frage ich mich, warum Bäume überhaupt so nah an den Gleisen stehen bleiben müssen oder nicht zumindest regelmäßig auf Standsicherheit geprüft werden. Wenn ein Baum wegen einer solchen Nichtigkeit in den Nachbargarten fällt, ist das Theater groß. Muß da erst mal ein Baum direkt vor einen Zug fallen und „Personenschäden“ verursachen, bis sich da was tut?

Immerhin ist  das Personal gut drauf und rettet meiner Meinung nach mit dem ansteckenden Frohsinn die Stimmung. Allein die pointierten Durchsagen des Zugchefs sind fast bühnenreif. Allerdings kann sein Publikum auch nicht flüchten…

Aus der letzten Durchsage entnehme ich, daß die spät in Hannover Zugestiegenen wohl nach Bremen wollten, diese Strecke aber auch dicht war und sie umgeleitet wurden. Deren Strecke ist jetzt frei und sie können in Hannover wieder Richtung Bremen fahren. Mit uns, denn das ist wohl unsere Umleitung.

Neben den Formularen für die Fahrpreiserstattung wurde auch schon Wasser gereicht. Insgesamt eine regelrechte Charmeoffensive des Bordpersonals.

„für alle die, die tapfer mit uns weitermachen beim Abenteuer Bahnfahren“ ist grad eine aktuelle Formulierung gewesen.

Auf dem Heimweg

Mal wieder gemütlich im TGV. Bequem war auch wieder die Fahrkartenkontrolle: Kundenkarte vorzeigen, mit der man die Reise gebucht hat, und gut. Naja, auf dem Handy dann noch Annettes Ticket, denn die kann mal wieder unbekümmert schlafen. Beneidenswert. Positiv anzumerken ist auch, daß bisher im Zug außer grad eben in zwei langen Tunneln südlich von Paris durchgehend schnelles mobiles Internet vorhanden ist. Von solch Infrastruktur kann man in Deutschland träumen.

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TGV – immer wieder nett

Sogar das kleine Kind drei Reihen weiter ist recht ruhig und eher drollig plappernd als nervig. Das haben ja gestern die Erwachsenen nicht hinbekommen.

Auch sonst lief gestern noch alles ganz gut. Das Hotel war gegenüber vom Bahnhof schnell gefunden, wobei „gegenüber vom Bahnhof“ dank des geräumigen Vorplatzes ein weit gefasster Begriff ist. Auf dem Platz war dann auch noch ein Fest, bei dem wohl irgendein Bahnjubiläum gefeiert wurde und sich die verschiedenen, von Strasbourg aus erreichbaren Destinationen vorstellten und natürlich Werbung für sich machten. So war es wohl weniger ein schottischer als ein bretonischer Dudelsack, der zwischenzeitlich im ansonsten recht ruhigen Hotelzimmer zu hören war. Gut, später am Abend gab es da noch einige hupende Autos, aber das ist eine andere Geschichte.

Mit dem Essen war das noch so eine Sache. Es gab eine Flammkuchenempfehlung, aber die war (noch?) geschlossen. Das andere empfohlene Restaurant ohne elsässer Küche machte uns dann doch nicht an. Um die Ecke fanden wir jedoch die Karte vom Bistro M interessant. Nur war da noch quasi zu, draußen futterte an einem Tisch wohl die Belegschaft. Wir fügten unserer Tourirunde zu den Ponts Couverts also noch das Münster hinzu und stellten fest, daß die drumherum in den Restaurants aufgerufenen Preise gar nicht mal so touristisch übel sind. Unsere Wahlstand ja aber fest und etwas weg von der Masse gefällt uns eh besser. Was dann mal wieder hieß, daß weder Deutsch noch Englisch gesprochen wurde. So musste man sich auch zwei Tische weiter entsprechend weiterhelfen und das englisch parlierende Pärchen landete klischeemäßig beim Burger für ihn und dem Salat für sie. 🙂

Wir hatten insgesamt drei leckere Flammkuchen. Zwei traditionelle1 und einer mit Ziegenkäse und Honig. Kleiner grüner Salat für die Dame dazu, etwas Wasser, ein dunkles Bier, schon sind die Wellers satt und zufrieden. Auf dem Rückweg stolperten wir noch vor so manchem Großfernseher vorbei, auf dem die Franzosen dem Spiel ihrer Mannschaft gegen Island entgegenfieberten.  Wir ließen dann auch im Hotel den Fernseher nebenbei laufen. Duschen und startklar machen für den nächsten Tag war angesagt.

Heute morgen dann gab es ab 06:30 Uhr Frühstück, welches eh inklusive war. Passte genau zu unserer Abfahrt um 07:29 Uhr. Wir waren früh am Bahnhof, doch von den angekündigten Sicherheitskontrollen keine Spur. Im TGV ist es in der ersten Klasse erwartungsgemäß angenehm. Und so rollen wir ganz entspannt mit teilweise über 300km/h auf Nantes zu. Allemals besser, als zwei Tage im Auto zu sitzen.

  1. ein Mal ohne Zwiebeln []

Fahr Zug, dann hast Du immer Unterhaltung…

Regionalzüge sind immer wieder mal witzig. Mehr oder weniger. Sonntags hat man dann statt Pendlern, die einfach wissen, was sie tun, die Freizeitfahrgäste. Da muß man dann aufpassen, daß das innere Kopfschütteln nicht zum Schleudertrauma führt.

Aktuell die muntere Reisegruppe mit Rad. Da wird innerlich „Erster!“ gerufen, die vollbepackten Räder im Radabteil hingeballert und dann mal die Situation beobachtet. Löst sich alles von selbst, wenn man nur wartet, so in etwa wurde die Devise geäußert. Daß die nachfolgenden Radler dann eben ein Problem haben, weil wegen entgegen der Beförderungsbedingungen am Rad verbliebenem Gepäck mal eben der Platz nicht reicht, ist dann egal.

Ansonsten: Ja, wir sind unterwegs. Heute noch nach Strasbourg mit der Bimmelbahn, morgen früh mit dem TGV gen Nantes.

Verkaufsstart

Lange haben wir darauf hin gewartet, heute trudelten die Mails ein. Verkaufsstart für die Züge, mit denen wir nach Nantes und zurück wollen. Es gab ein wenig Trubel, weil ein „Zurück“ bei der Auswahl das Ticket in einen Warenkorb legte und das Ticket dann auch noch jedes Mal teurer wurde. Was aber auch zeigt, daß wir wohl aus einem sehr kleinen Kontingent die günstigsten Tickets bekommen haben.

Kurz und Gut: 1. Klasse war sogar günstiger als 2. Klasse und wir fahren von Strasbourg aus für schlanke 204€ hin un zurück. Beide. Dazu die beiden BaWü-Tickets für die Fahrt nach Strasbourg und zurück, macht insgesamt 260€.

Jetzt müsste nur noch das Verwenden der Tickets etwas klarer sein. Zum Ausdrucken gab es nur eins mit Annettes Namen drauf. Meins könne ich über die App darstellen. Für den einen Weg kann ich es aber gar nicht laden, für den anderen wird eins angezeigt, aber mit Annettes Namen. Mal bis morgen warten und dann klären.

Der Sommerurlaub wird konkret

Mit der Bretagne hatten wir noch so unsere liebe Not. Die Anfahrt ist doch recht lang und dank Maut kostspielig. Die Flugverbindungen sind eher kurios und die Bahnverbindungen ab Karlsruhe führen im zentralistischen Frankreich über Paris. Welches leider keinen Zentralbahnhof hat, so daß man als Durchreisender den Bahnhof wechseln muß, sprich aus ein Mal umsteigen wird ein doppeltes Umsteigen mit METRO-Intermezzo.
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