September 2017
M D M D F S S
« Aug    
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
252627282930  

Archive

Kategorien

Salewa und weg

Heute war dann der letzte Steig angesagt, quasi ein Vormittagsprogramm vor der Heimfahrt. Weiterlesen

Hindelanger Klettersteig

Das heute sollte der Höhepunkt unserer Tour werden. War es auch in vielerlei Hinsicht. Neue Horizonte, Grenzen, alles hat sich aufgezeigt.

Weiterlesen

Mindelheimer Klettersteig und das Drumherum

Heute mal keiner dieser Reiseberichte mit künstlich zurückgesetztem Datum, sondern ein Rückblick über die letzten Tage in „Echtzeit“.

Weiterlesen

Letzter Vorbereitungstag

Heute mache ich die letzten Vorbereitung für die „Expedition„. Finales Packen, letzter Ausrüstungscheck und so. Lustig wird es noch dadurch, daß ich eine Etappe erst mal mit dem Motorrad zurücklegen werde, um dann auf ein Auto umzusteigen. Also gepackten Rucksack in eine wasserdichte Gepäckrolle rein, das nicht-Hüttentour-Gepäck in einen Koffer und die Wanderklamotten zum direkt umziehen in den anderen. So in der Art.

Und Wettercheck. Ja, Wettercheck. Bisheriger Stand: Niederschlag am Mittwoch. Verschmerzbar, denn da gehen wir ja auf normalen Wanderwegen. Nicht schön, aber soll ja auch nicht viel sein. Ansonsten eher trocken. Fein.

Aber.

Aber.

Derzeit ab 1600m aufwärts zunehmend Schneedecke bis zu 15cm. Waaaaaah! Ok, Samstag bis Montag soll die Temperatur auch auf unserer „Arbeitshöhe“ von 2000m bis 2300m um gut 10°C gegenüber den letzten Tagen ansteigen und selbst nachts über dem Gefrierpunkt bleiben. Vulgo Tauwetter. Am Mittwoch dann besagter Niederschlag. Ich habe bewusst nicht Regen geschrieben.

Wird aber schon. Zur Not wird halt „normal“ gewandert.

Klettersteig

Ach übrigens, seit ein paar Tagen steht die Urlaubsplanung. Details hier. Meinjanur.

Gorropu-Klamm fest in deutscher Hand!

Korrekt heißt das Teil Gola su Gorropu und ist eine recht beeindruckende Schlucht. Und gestern war dort anscheinend bis auf die Dame am Ticketzelt1 und ein anscheinend nicht-nativ englischsprachiges Pärchen deutsch die faktische Amtssprache.

Schon auf der Anfahrt über die holprige Piste sammelten wir vor uns drei Autos ein, von denen zwei deutsche Kennzeichen hatten und das andere offensichtliche ein Mietwagen war. Mit Kind, Kegel und Oma machte man sich auf den Weg zu Schlucht. Und der ist schon nicht schlecht. Nach ca. 15min war nach einem letzten kleinen Parkplatz für Autos die Durchfahrt endgültig verboten2 und ein Schild teilte auf italienisch und englisch die Eintrittspreise, Spielregeln und Uhrzeiten für die Führungen mit. Annette meinte, wir würden doch die 11Uhr-Führung locker schaffen. Sie wollte nicht glauben, daß es ab da noch gut zwei Stunden durchs Tal flußaufwärts geht. Tja, die 12:30Uhr-Führung hätten wir schaffen können, erkundeten aber nach einer Brotzeit die Schlucht doch auf eigene Faust. Beeindruckend, die riesigen, teils wie Kiesel rundgeschliffenen Felsbrocken. Ein herrliches Kletterterrain. Geklettert wird übrigens auch an der Wand an der tiefsten Stelle der Schlucht, 400m hoch und bis zum Grad 8+ versicherte man uns. Wir begnügten uns damit, die Felsbrockenhindernisse zu überwinden. Ich bin überzeugt, daß wir ein gutes Stück über jenen Punkt hinausgekommen sind, den die Dame im Ticketzelt3 als den beschrieben hatte, an dem man ohne Ausrüstung nicht weiterkäme. Ich hatte ja zuvor schon auf zwei Fixseile verzichtet und eine andere Route gewählt. Faszinierend auch, wie weit Annette mitgehalten hat. Ist halt doch was anderes als eine Wand in einer Halle, in der man dann auch noch drauf achten soll, nur Griffe einer Farbe zu verwenden.

Wichtigste Maßnahme bei der Rückkehr zum Ticketzelt: Wasser trinken! Wir hatten wie angeboten unser Gepäck beim Zelt gelassen und damit auch unser Wasser. Dann ging es auf den zwar relativ einfachen, aber 7km langen Rückweg. Der ging dann noch mal in die Knochen4. Annette vertrieb sich die Zeit mit dem Outen von Deutschen. Der wünscht sich ja bis zur Dämmerung gerne einen guten Tag, also in Italien einen „Buongiorno“. Der Italiener jedoch betrachtet bereits ab dem Mittagessen den Tag als gelaufen und wünscht somit schon in der Mittagshitze einen Buonasera, einen schönen Abend. Und somit kann man leicht die Deutschen erkennen: Einfach am Nachmittag mit Buongiorno grüßen. Erwidern sie den Gruß ebenso, sinds Deutsche. Klappt zuverlässig. Mal abgesehen davon, daß man sich damit auch als Deutscher zu erkennen gibt.

  1. english spoken []
  2. wir hatten bereits nach der angeblich eingestürzten Brücke geparkt []
  3. ja genau, die Schlucht kostet Eintritt, welcher von zwei Leuten in einem kleinen Zelt am Eingang erhoben wird. Die erklären dafür auch die Schlucht und worauf man achten soll. Aufgescheuchte Mufflons z.B., die man zwar nicht sieht, die aber Steine lostreten, die auf dem eigenen Kopf landen könnten []
  4. Nachtrag: Auch die Kletterei sollte sich am nächsten Morgen in den Schultern und Armen bemerkbar machen []

Kletterkurs, Teil 1

Annette hatte es sich ja nicht nehmen lassen und mir zu Weihnachten einen Kletterkurs geschenkt. Uns, um genau zu sein, denn sie wollte dann doch auch mitmachen. Und hatte seither Bedenken, da sie nach dem Kauf des Gutscheins einen Blick in die Halle geworfen hatte.

Lange währte die Einlösung des Gutscheins. Annette hatte im Frühjahr einen hartnäckigen Husten, mit dem sie nicht Klettern wollte. Zurecht. Als der endlich weg war, waren es auch die freien Plätze in den Kursen. Erst mit Erscheinen der neuen Kurstermine fanden wir endlich was Passendes. Heute und am nächsten Sonntag.

Los ging es um 19Uhr. Kletterschuhe und Gurte wurden ausgesucht und richtig angelegt. Ja, ich habe auch einen Leihgurt genommen, da meiner etwas locker an der Hüfte ist wenn ich nicht reichlich Klamotten anhabe. Also nix für gestern im T-Shirt. Kletterschuhe sind auch in der Tat sehr gewöhnungsbedürftig. Nicht ganz kapiert habe ich hinterher, warum wir sie auch während der ganzen Theorie anließen. Da wäre ein kleiner Hinweis der beiden Lehrer nett gewesen.

Aber ja, die Theorie. Richtiges Einbinden mit dem Achterknoten und HMS sind natürlich elementar. Seilaufnehmen ist aber auch nicht unwichtig. An einem Geländer wurde dann paarweise das Sichern geübt, wobei der zu sichernde „Kletterer“ nur am Boden hin- und herlief. An der Wand wurde dann noch hintersichert, d.h. hinter dem Sichernden hielt noch ein weiterer das Seil für den Fall, daß der Sichernde einen Fehler macht. Und ja, ein Satz leuchtete schnell ein: Auch Sichern ist Sport und geht gut in die Arme, wenn die Technik nicht stimmt.

Zwei Personen konnten so zeitgleich Klettern, wobei beim Wechseln das Einbinden und der Partnercheck auch Zeit fraß. So kam jeder zwei Mal die Wand hoch. Ich sogar ein drittes Mal, weil unsere Gruppe kleiner war. Leider konnte ich wie beim zweiten Mal wieder nicht die eine Route korrekt klettern. Der Rest hat aber auch alles greifbare genommen. 😉

In der Boulderhalle1 durften wir uns dann nach der Schlußbesprechung noch einmal austoben, so lange wir wollten. Oder konnten. Zwei Mal habe ich es dort geschafft, eine Route zu klettern2. Ein Mal jedoch meinte ich runterklettern zu müssen (auf einer anderen Route), rutschte prompt ab und drehte mich um die noch greifende Hand so blöd, daß ich mit Schwung gegen die Wand knallte. Das wird morgen schöne blaue Rippen geben und der unerklärlichen Schürfwunde an linken kleinen Finger fügte ich so noch einige Kratzer am rechten Arm hinzu.

Dann war ja auch schon weit nach 22Uhr und wir machten uns auf den Heimweg. Die Arbeit ruft… zumindest Annette.

  1. nur ca 2,5m hoch und mit Matten ausgelegt zum Klettern ohne Sicherung und dafür praktisch nur aus kniffligen Passagen (Schlüsselstellen) bestehend []
  2. d.h. nur die Griffe und Tritte einer Farbe zu verwenden, der Rest gilt als nicht existent []