Crespeïna-Joch

Mir geht der Humor aus. Auch die Wanderung ist wahrlich nichts Neues. Änderungen: Weniger Pausen und damit eine Viertelstunde (!) eingespart. Am Grödnerjoch nehmen sie jetzt 6€ für das Tagesticket am Parkplatz, wobei das Hotel auf der Sella-Seite seinen großen Parkplatz jetzt verrammelt und mit Schranken versehen hat. Der Weg zwischen Edelweisstal und Forcelles-Hütte ist immer noch übel rumpelig. Kam mir heute schlimmer vor als letztes Jahr beschrieben. Da hat der Betreiber der Hütte wohl Lobbyarbeit betrieben, damit auch ja die Leute den bequemeren Fahrweg an seiner Hütte vorbei nehmen. Auch wenn Annette weniger Zeit benötigte, um die Verbesserungen und weiter bestehenden Unzulänglichkeiten ihrer Schuhe zu erklären, waren wir dann doch alles in allem gute 7,5 Stunden unterwegs. Entsprechend kürzer war heute die Zeit zum Abendessen. Außer Duschen und Ausrüstung richten war nicht viel drin. Es gab nach dem Buffet Schwarzbrotknödel mit Graukäse, danach dünnes und zartes Rindfleisch “auf Nudelteig”, sprich das Fleisch lag als oberste Lage auf einer Art Lasagne. Beim Dessert hat es sich der Koch ordentlich gegeben. Das Eis war quasi von einem Crepes-Beutel umhüllt, das ganze heiß und mit Schokoladen- und Vanillesoße umgeben. Gerne wieder.

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Das ist kein Scherz

Ich bleibe albern, denn Monte Cherz war eines der Stichworte heute. So heißt der Grashügel – Berg ist etwas unpassend im Angesicht der Felsriesen – den wir heute vom Campolongo-Pass aus erklommen. Eine schöne Aussicht tät es geben, wenn nicht alles wolkenverhangen wäre. Wobei das Wechselspiel aus Verstecken und sich Zeigen der Berge auch spannend ist. Erst mal ging es dann über die Wiese zurück bis zu einer Liftstation. Die war zwar geschlossen, hatte aber eine praktische Überdachung zum Anlegen der Regenklamotten. Beim wieder Loslaufen prasselte es nur so, aber nicht lange. Nur war der Weg an einem kleinen Bergrücken entlang nicht nur wegen diesen Regens reichlich rutschig. Der Wanderführer mag die Tour zwar als tollen Lückenfüller für halbgare Tage anpreisen, aber Matsch macht auf der Runde keinen Spaß. Das Incisia-Joch war der Wendepunkt, es ging auf der anderen Seite zurück zum Hotel Boe am Pass. Somit gab es mal wieder viel Zeit zu Überbrücken bis zum Abendessen, aber Tourplanung, Wetterbericht, der sorgenvolle Blick in die Hochwassernachrichten aus Deutschland und ein erstes Bildersichten füllten sie aus. Zum Abendessen gab es dann nach dem üblichen Buffet grüne Tagliatelle mit Specksoße, gefüllte gegrillte Tomaten nebst leicht panierten dünnen Lachsscheiben und Vanilleeis in einer Schokosoße, die wohl mit etwas Chili aufgepeppt war. Zum Glück sind die beiden Gänge eher Seniorenteller, dem größten Teil des Publikums hier halt angepasst. Sonst währe die Kalorienbilanz hier deutlich positiv, was negativ wäre.

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Höher, weiter, aber nicht schneller

Mir fällt gerade auf, daß ich in den Titeln rumalbere und wenig informativ bin. Malga Valparola war das Ziel, der Valparolapass wurde fast erreicht. Gemütliche Wanderung mit Start im Regen. Eine gemütliche Wanderung zu einer Alm also, trotz Regen. Entsprechend lange fiel das Frühstück aus und die Regenhosen wurden schon im Zimmer angezogen. Und die Regenjacke. Da hatte ich zu meiner blauen kein Zutrauen mehr, nachdem ich beim Radeln in die Firma neulich abgesoffen war. Deshalb wurde die alte Mehrfarbige1 zu einer Reserveübung herangezogen. Schwerer und weniger atmungsaktiv, dafür aber dicht. Annette wollte auch nicht ihre Regenjacke anziehen, sondern warf sich ihren Poncho aka Froschkostüm über. Der half immens, da er die Regenwolken dauerhaft vertrieb und so nach kurzer Zeit im Rucksack verschwinden konnte. Dafür war die Aussicht mit den Wolkenfetzen in den Bergen mal was Anderes als immer nur Sonne und blauer Himmel. Nur war die Alm schnell erreicht und dank Ruhetag nicht so interessant. Hühner samt stolzem Gockel, Schweine und Kühe gab es zum Ablichten, aber insgesamt zu wenig Betätigung. Da die anderen Wanderer und auch Mountainbiker den Hinweisschildern zum Valparolapass folgten, zog es auch Annette da hin. Kurzum, wir sparten uns dann die letzten paar hundert Meter zum Pass, da die auf der Straße zu laufen gewesen wären und davor war dies auch mal der Fall. Aus knapp 6km wurden so über 13km und über die Höhenmeter will ich nicht nachdenken. Gab aber nette Aussichten und die müden Beine konnten etwas gelockert werden. In der Unterkunft waren wir damit nicht all zu spät, weshalb wir noch einen Abstecher in den Ort machten. Annette wollte in dem Laden, in dem sie letztes Jahr ihre Schuhe gekauft hatte, über diese noch mal drüber sehen lassen. Denn die drücken neuerdings an den Knöcheln und es kommen eh im Stundentakt auf den Wanderungen Kommentare, wo was kneift. Klingt ganz anders als der Lobgesang über die besten Schuhe jemals, den sie letztes Jahr angestimmt hatte. Aber halt auch nicht zwei Tage hintereinander drin steckte. Ich schnappte mir vom Grabbeltisch eine wasserdichte Telefonhülle von Sea to Summit. Auf weniger als ein Drittel reduziert und perfekt passend für mein Telefon. Abendessen war dann spannend. Es gab eine Gulaschsuppe, die im Gegensatz zu den anderen Suppen bisher im Aushang erwähnt wurde. Das ladinische Buffet, das wohl Salatbuffet und ersten Gang ersetzen sollte, bestand unter anderem aus leckeren Knödeln, Schlutzkrapfen, Feigen im Speckmantel2, Kartoffelsalat, Speck und so weiter. Bei gegrilltem Schinken mit Käsefüllung dachte ich irgendwie an so am Stück gegrillten Schinken mit einer Käsefüllung, von dem dann jeder eine Scheibe bekommt. War aber dünn aufgeschnitten, einmal um den Käse umgeklappt und dann gegrillt. Lecker aber dennoch und irgendwas in der Art Balsamico mit Honig war da auch im Spiel. Die mit Preiselbeeren gefüllten Crepes waren zum Glück nur Stückchen und keine ganzen Crepes, die hätten nicht mehr gepasst. vor allem Grün- und Brauntöne fleckig angeordnet [↩]hätte ich nicht für ladinisch gehalten, das gehörte wohl in die Kategorie “übrig von gestern” [↩]

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Seen, Weiher, Tümpel

Mit schlechter Wetterprognose und schwindender Fernsicht verkleinern sich auch die Ambitionen. Heute war damit eine kleine Talrunde angesagt. Zwei Seen anschauen und nicht all zu viel ansteigen nach dem gestrigen langen Abstieg. Der ging mal wieder mehr in die Beine, als man vorher wahr haben will. Den Sompuntsee kannten wir schon vom letzten Jahr, da waren wir ja vom Villa Alba aus hier am Albergo Stella vorbei gelaufen. Und es ist immer noch der kleine Schwanenweiher mit großem Hotel daneben. Aber am Weg, den der Wanderführer von Pedratsches aus gehen wollte. Schöner sollte da der Lago Lalunch weiter nördlich sein. Grob am Tal entlang, aber dennoch mit einigen Höhenmetern in den Beinen kamen wir an und teilten mit den anderen Wanderern die Enttäuschung. Bilder zeigen einen klaren Bergsee vor großer Kulisse1 aber durch die Regenfälle der letzten Zeit gab es nur einen graubraunen Tümpel zu sehen. Bis auf die Seerosen eine Baustellenpfütze in groß. Die Umrundung sparten wir uns, wie der Kreuzkofel aussieht, wissen wir. Die Rückrunde gingen wir natürlich nicht bis runter in den Ort, wo laut Wanderführer Start und Ziel lagen, sondern kürzten entlang ausgeschilderter Wege oberhalb ab. Relativ ereignislos kamen wir so wieder zur Unterkunft zurück. Naja, bis auf die protestierenden Schienbeine, Waden und Knie, aber das liegt ja an der gestrigen Tour. Früh war es auch, aber die Erholung im Zimmer wurde gerne genommen. Kopfschmerzen und Dauerdurst2 plagten mich eh, weshalb ich bis zum Abendessen durchschlief. Da gab es nach dem Buffet3 Nudeln mit Tomatensoße und gratinierten Zucchini, Wiener Schnitzel4 mit Feigen und Fritten und abschließend Sachertorte. gerne den Kreuzkofel von der anderen Seeseite aus [↩]mit entsprechend häufiger Suche eines geeigneten Plätzchens [↩]mit Canellonistückchen, in denen von gestern wohl das Fleisch war [↩]eher Wiener Art [↩]

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Regen? Soll vorkommen…

Ein Haken unseres aktuellen Urlaubs: Die Wetterprognosen sind beginnend ab heute, dem Tag unserer Anreise, einfach grottig. Hat uns aber nicht abgehalten, irgendwas kann man schon machen. Und die Gewitterwarnungen des letzten Aufenthalts hatten sich ja auch nie bewahrheitet. Der Plan für den heutigen Tag also: Mit der Seilbahn bis zur Mittelstation des La Crusc Liftes, von dort an einem kleinen idyllischen See vorbei wenigstens etwas bergauf gehen bis zur Kirche von Heiligkreuz und da dann genießen, was sich an Aussicht so findet, den Wanderweg mit zwischengeschaltetem Klettersteig zum Heiligkreuzjoch1 von Weitem in Augenschein nehmen und zuguterletzt bis La Villa absteigen. Naja, und dann wieder bis zum Auto bei der Talstation laufen. Letzteres wäre zumindest für Annette optional gewesen. Ich hatte schon gesagt, daß ich im Zweifel bei Sauwetter das Auto alleine hole, während sie schon zur Unterkunft geht. Das Wetter hielt von ein paar Tropfen abgesehen ganz gut. Just an der Abzweigung, an der sich Annette gegen den direkten Weg zur Unterkunft entschied, regnete es dann doch genug, um sich wasserfest einzukleiden. Ich machte das ganz flott, denn bei der zu erwartenden flachen Talwanderung wollte ich dem guten alten Poncho mal wieder eine Chance geben. Der Weg zog sich, es ging doch noch gut bergauf und -ab, aber keine weiteren Schwierigkeiten durch den Regen. Der Poncho funktionierte ganz gut und hält mal eben auch den Rucksack trocken. Nur die Waden mussten beim Rückenwind leiden, da war es etwas feucht. Wogegen die kniehohen Gamaschen helfen würden, lägen sie nicht im Rucksack, sondern würden getragen. War aber nicht schlimm. Der etwas ausgedehntere Nachmittag wurde dann gemütlich verbracht, bis der Wecker zum Aufbruch zum Abendessen mahnte. Nach dem Salatbuffet gab es “aufgeblasene Gnocchi”, irgendwie überbacken und was Cremiges. Unter dünn aufgeschnittenem Fleisch versteckte sich neben den Kartoffeln wie gestern auch Polenta. Vanilleeis mit heißen Früchten gab es als Nachtisch und in der Bar noch einen Kaffee. Apropos “Kartoffeln wie gestern”. An sich finde ich es klasse, wenn so gekocht wird, daß alles verwertet wird. Interessant ist hier immer wieder, daß es beim Buffet noch etwas vom Vorabend gibt. Gestern irgendwelche Nockerl, heute Hackbällchen. Auch gerne genommen. Doch wie gerne? Reinsetzen und aufessen wäre die sponatne Reaktion. Eingedenk dessen, daß wir aber immer mit die ersten am Buffet sind, traue ich mich stets nur, eine kleine Menge zu nehmen. Andere sollen auch eine Chance haben. Andererseits wäre es auch zu schade, wenn dann immer noch was über bleibt und möglicherweise irgendwann weggeworfen werden muß. Eine Zwickmühle. und damit den Ansteig zum Heiligkreuzkofel [↩]

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Mal wieder in Südtirol

Wie angekündigt hat es uns mal wieder nach Südtirol verschlagen. Gestern auf dem Messplatz in Karlsruhe je einen Test abgegriffen und prompt beim Besuch im griechischen Restaurant eh nicht benötigt. Auch Österreich mochte sie nicht mehr, schon allein wegen Transit und 21 Tage nach der Erstimpfung auch nicht. In Italien waren sie für die Einreise notwendig und für den Fall, daß jemand kontrolliert. Angemeldet hatten wir uns ja. Zur besten Pendlerzeit reihten wir uns in diverse Staus gen Pforzheim und Stuttgart ein. Nicht schlimm, nur nervig. Anstrengender war dann der Stau vor einer Baustelle auf dem Fernpass. Den durfte Annette auch noch fahren, denn beim Puller- und Futterstop auf einem bayrischen Rastplatz hatten wir nicht getauscht. Irgendwie hatte ich die OMV-Tanke falsch verortet, an der wir immer wieder einen Stop einlegen. So durfte ich dann noch Brenner und natürlich die letzten Kilometer auf Südtiroler Landstraßen fahren. Ging flüssig. Die Begrüßung war herzlich, ist auch unser dritter Aufenthalt in dieser Unterkunft. Es wäre der vierte, wäre letztes Jahr nicht geschlossen gewesen wegen Umbaumaßnahmen. Und so führte man uns schon ein wenig stolz in eines der neuen Zimmer, das uns prompt von den Socken gehauen hat. Geräumig, riesiges Bad mit offener Dusche1, Sofa und echtem Doppelbett. Modern, aber nicht ohne Anleihen an der Tradition wie zum Beispiel das Holz mit der stark herausgearbeiteten Maserung2. Abendessen war dann gleich wieder lecker. Das bekannte Salat- und Vorspeisenbuffet, das immer wieder Neues und Überraschendes aufbietet, Spaghetti mit Knoblauch und einer Art gerösteter Semmelbrösel, gefolgt von Hackbällchen begleitet von gegrillter Zucchini und Bratkartoffelscheiben. Abgeschlossen von einem Obstsalat, der definitiv nicht aus dem Eimer kam. Nicht gefolgt von einem Kaffee in der Bar, die im Rahmen der Umbauten jetzt direkt aus dem Speisesaal erreichbar ist und deutlich aufgewertet wurde. Da hatte bereits die hier vorherrschende italienische Rentnerklientel sich ausgebreitet. Durchgeimpft und furchtlos passt da wohl am Besten als Beschreibung. Auch freuen die sich sicher über den Aufzug, der neu installiert wurde. Wir nutzen ihn traditionell nicht, auch wenn unser neues Zimmer ein Stockwerk höher liegt als gewohnt. Annette möchte so was jetzt für daheim [↩]Sandstrahlen? [↩]

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Das lange Schweigen

Erschreckend, wie lange nichts mehr kam. Nach dem Schwung mit der Marokko-Nachbereitung fiel ich erst mal in ein Loch. Gut, teilweise das Kellerloch, das jetzt etwas aufgeräumter ist. Aber auch sonst dümpelte der Alltag auf Sparflamme so vor sich hin. Lockdown, Arbeiten mit Kurzarbeit, Arbeiten unter Vollast und so weiter. Irgendwie alles außer dem Pflegen von Kontakten, weil irgendwie geht das ja nicht in letzter Konsequenz. Aber egal. Sowas wie Urlaub soll möglich sein, stellte sich plötzlich mit den fallenden Fallzahlen raus. Und neben einem schweren Nachdenken über Aosta im Herbst sind wir für Südtirol wild entschlossen.

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Marokko – habe fertig

Uff, gut eineinhalb Jahre hat es gedauert. Der Workflow für die Bilder musste neu gemacht werden, ein Video geschnitten, das OSM Plugin neu bezwungen, aber nun ist es so weit: Als erste Reiseseite seit langem ist die der Marokkoreise von 2019 fertig. Viel Spaß damit!.

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Piz La Ila

Nachtrag vom 10.09.2020 Oder Piz La Villa, je nach Sprache. Bißchen gemütlich heute. Der Berg ist Teil eines grün bewachsenen Plateaus, das wir bisher ignorierten. Die Seilbahn hoch startet hier quasi von der Haustür und wenn ich beim Frühstück durchs Fenster sehen, wie sich die Kabinen in Bewegung setzen, werde ich nervös und will aufbrechen. Ja, ein grüner Hügel, kann ja nicht spannend sein. Stimmt, aber nur teilweise. Der Hügel ist keine Herausforderung, aber nett zum Spazierengehen und die Rundumsicht grandios. Rentnerprogramm sozusagen. Ganz so alt sind wir dann doch nicht und sind deshalb haben wir den Aufstieg selbst gemacht. Als Vorschlag im Wanderführer1  war die Fahrt aufwärts mit der Bahn und der Abstieg nach Corvara. Abstiege mögen wir nicht so, also umgekehrt. Hat den Vorteil, daß man in Corvara nicht auf den Bus warten muß. Und für die Abfahrt hier in La Villa hat sich die Mobilitätsapp der hiesigen Verkehrsbetriebe bewährt. Hatte ich an Bord, falls wir wegen eines Wetterumschwungs mal wo hin absteigen müssen, von wo aus wir mit dem Bus zum Auto fahren müssten. Irgendwie war ich doch nicht so fit wie gestern. Zwackte doch ein wenig in der Brust und ich musste für die leichte Wanderung ja die große Kamera mitschleppen. Das machte sich beim Aufstieg bemerkbar, der auch noch ausgesprochen langweilig sich über Teerstraßen zog, um dann mal über einen Schotterweg endlich zum Wanderpfad zu werden. Klar, im Abstieg will man nur noch ankommen und es geht flotter, da passt sowas eher. Doch als wir endlich oben waren, war alles vergessen. Die Aussicht, wie gesagt. Auch und gerade auf den Sassongher, der aus der Perspektive gleich noch mal unbezwingbarer ausschaut. Wie gut, daß wir den Weg kennen. Das vermeintlich schnell erreichte Ziel war dann aber doch die Bioch-Hütte etwa auf halber Strecke des Weges über das Plateau. Da musste ich auf die Terrasse. Gut, erst mal ich den gekachelten Raum, aber irgendwie Essen trotz reichhaltigem Frühstück und was Herzhaftes trinken. Annette kam rechtzeitig zum Bestellen nach, verzichtete aber. Bier und Penne Bolognese taten mir sichtlich gut, ich war den Rest des Weges dann deutlich umgänglicher und auch flotter. Eigentlich wäre damit ja auch das Problem “draußen Essen”2 und “mindestens 14 Stunden nichts essen”3 gelöst, aber aufs Abendessen wollte dann doch niemand verzichten. An der Bergstation des Liftes entspannten wir noch etwas. Schön, was hier oben auch für die Kleinsten alles geboten wird. Die Variante, hier mal ein Rad zu mieten und rumzufahren haben wir aber verworfen. Die Stundensätze von Moviment sind erschreckend hoch. Und zu Fuß ging es ja auch schnell genug. Mit dem eigenen Rad wäre das mal was anderes. Zum Abendessen haben wir dann die letzte der vier Empfehlungen ausprobiert. Wir sollten schonmal hier gewesen sein, unsere Erinnerungen sind jedoch so unterschiedlich, daß es sogar in zwei verschiedenen Ortschaften gewesen sein müsste. Auch das L’Fana ist nicht schlecht, dennoch bleibt unser Favorit. Zumal wir für morgen eh reserviert haben wegen dem Fritto Misto. der übrigens in der Gegend einiges drin hat [↩]geht ja abends wegen der Temperaturen schlecht [↩]statt Abendessen bis Mittagessen halt Mittagessen bis Frühstück [↩]

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Boéseekofel

Nachtrag vom 09.09.2020 21:00 Uhr Heute sollte es etwas sportlicher werden. Fordern und fördern für Annette sozusagen. Wobei der gesicherte Steig zum Boéseekofel nicht lang ist und die größte Herausforderung eine 10m hohe Wand, die man wie auf einer Leiter auf Eisentritten hoch geht. Wobei bis zuletzt auch eine Tour zum Piz Boé als Alternative bereit lag. Länger, mehr Höhenmeter, aber technisch einfacher. Ich hatte jedoch eh die Faulenzervariante eingeplant, da Annette nicht gerne bergab geht. Heißt Boé-Kabinenlift hoch, den Vallon-Sessellift auch und beide wieder runter statt zu ersterem zu laufen. Macht übrigens für zwei Personen knapp 50€1, ganz ordentlicher Eintritt für die Bergwelt… Und da wir das Klettersteiggeraffel eh mit hoch genommen hatten, wurde es auch die gesicherte Tour. Und die kürzere, denn wirklich zeitig waren wir auch nicht. Erste Überraschung war dann eine recht große Ansammlung uniformierter Italiener. Wohl eine Übung, es wurde reichlich in verschiedenen Routen geklettert und später übte (?2) man auch mit dem die ganze Zeit rumknatternden Heli auch eine Bergung. Einer lief in einer alten Uniform, geschätzt von vor 100 und mehr Jahren rum, einige liefen nebenbei in der Mittagspause mal eben zu “unserem” Gipfel hoch, die Wand wurde mit großen Boxen und Durchsagen beschallt; man hatte ingesamt wohl recht viel Spaß dabei. Was auch die meist getragenen Flecktarnuniformen irgendwie unwirksam machte: Auch wenn man sie nicht sah, man konnte sie von Weitem hören… Der gesicherte Teil war dann nicht wirklich schlimm. Einzig die “Mutprobe” einer zehn Meter hohen Wand, die mittels Eisenbügel überwunden wird und so auch im Wanderführer beschrieben ist. Nicht vorgewarnt wird jedoch davor, daß die oberen drei Bügel um einen halben Meter zur Seite versetzt sind. Aufwärts kein Problem, abwärts doof, wenn frau nicht nach unten sehen will und die Bügel ertasten muß. Auch kurz vorm Gipfel wird es etwas kniffelig. Wohl wissend, daß dieser quasi senkrecht zum Mittagstal hin abfällt, will man der Kante nicht zu nahe kommen. Besonders, wenn man Höhenangst hat. Doch es fand sich ein Plätzchen quasi wie hinter einer Brüstungsmauer, von wo aus sich die Aussicht genießen ließ. Und der Gipfel ist etwas zurückversetzt, so daß das Fotografieren am Gipfelkreuz auch kein Problem war. Beim Abstieg ließen wir uns entsprechend Zeit, wohl wissend, daß wir nur bis zur oberen Bahn müssen. Aber selbst beim Bahnfahren sind die Aussichten spektakulär. Die Suche nach einem Blumenladen verlief leider erfolglos und wir trösteten uns mit Kaffee und Kuchen im Garten der Villa Alba. Essenstechnisch haben wir und weiter der Unterkunft genähert und das La Ciano getestet. Auch ok, aber das La Bercia von gestern bleibt unser Favorit. Und für genügend Bettschwere reicht es dann doch schon wieder. ohne Anrechnung der 5€ Parkgebühren vor der Talstation [↩]hoffentlich [↩]

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