Westwärts, bis zur Küste!

25.09.2011 23:00 PDT Der halbe Tag war schon rum und ein Tagwerk lag vor uns, als wir am Mono Lake aufbrachen. Nicht weniger als die fast komplette Durchquerung Kaliforniens von Ost nach West stand auf dem Plan. Und damit es nicht zu einfach wird, quer durch den Yosemite Nationalpark.

Weiterlesen

Mono Lake

25.09.2011 11:00 PDT Mono Lake war ein weiterer Punkt auf unserer Wunschliste. Annette hatte ihn entdeckt und so stand fest, welche der möglichen Routen nach Westen wir nehmen würden. Gestern hatten wir uns bereits erfolgreich bis hierher durchgeschlagen, heute sollte der See fällig sein.

Weiterlesen

The long way round

24.09.2011 22:05 PDT Kommentar von Peter: Eigentlich ein Irreführender Titel, wir sind fast Luftline gefahren, keinen Umweg. Aber weit… Heute beginnt unsere große Fahrt nach Westen zum Mono Lake, einem Salzsee, der an seinen Süßwasserzuflüssen seltsame Säulen aus Kalk bildet. Die Fahrt zu diesem See setzt Peter mit 6 Stunden reiner Fahrzeit an1, dazu müssen wir durch eine Wüste und 3 Bundesstaaten! 9h30 um genau zu sein, Annette und Zahlen 😉 (Peter) [↩]

Weiterlesen

Nice Bryce Reloaded

23.09.2011 20:00 Uhr MDT Heute morgen sind wir pünktlich beim Frühstück um kurz nach halb acht. Trotzdem sitzt schon ein Pärchen an einemTisch. Egal, für uns bleiben ja noch genug andere zur Auswahl. Diesmal wissen wir auch schon bescheid, was wir essen werden. Mir mundet der Grüntee mit Ingwer und Zitrone, der ist echt fruchtig-erfrischend und hat nicht den staubigen Charakter, der mir z.B. auf der Insel der Teetrinker (GB) untergekommen ist. Essenstechnisch wiederhole ich den Vortag (Beagel & Creamchees), Peter nur die Cerials. Das sichert uns einen frühen Start, der uns bei der langen und als anstrengend ausgewiesenen Wanderung zu Gute kommen wird.1 Außerdem haben wir ja noch unsere Brote von gestern (Peter) [↩]

Weiterlesen

Nice Bryce

22.09.2011 20:30 MDT Der Morgen beginnt für uns gegen 6 am, noch bevor sich die Sonne blicken läßt, mit der Fortsetzung des Reisetagebuches am Laptop. Ich arbeite bereits mehrere Tage an einem Bericht von nur einem Tag in NY – so wird das ja nie fertig :-/ Tatsächlich bleibt der Bericht auch diesmal unvollendet und ich habe Mühe mich noch einigermaßen rechtzeitig zum Frühstück um 7:30 am fertig zu machen. In der Nacht hat es ganz schön abgekühlt, und ich beschließe heute die langen Sachen herauszuholen, die bis jetzt unbenutzt im Koffer lagen. Oh Schreck, wer hat denn meine Hose enger genäht? Dabei habe ich mich beim Süßkram, der all über all lockt, zurückgehalten und Softdrinks, wie Peter sie liebt, sind mir ein Graus. Anscheinend verwandeln sich auch gewöhnliche amerikanische Speisen bei Verzehr zu Hüftgold 🙁

Weiterlesen

Zwischenbericht

21.09.2011 22:00 MDT Utah Time, so nennt man das hier in der Gegend. Im Gegensatz zu Arizona Time. Was zwar die selbe Zeitzone ist, nur in Arizona gibts keine Sommerzeit und somit derzeit eine Stunde Zeitversatz. Allerdings nicht in ganz Arizona. Die Navajos machen die Sommerzeit dann doch mit1, und schon ist alles sehr sehr lustig. Und führt dazu, daß man gerade bei den Unterkünften gerne mal gefragt wird, was denn die eigene Uhr anzeigt, um einem dann ggf. die richtige Ortszeit zu nennen. Aber zum kurzen Zwischenbericht: Gestern gabs nach einem nicht ganz so reichhaltigen Frühstück2 einen kleinen Abstecher mit dem Shuttle zum Viewpoint “Court of the Patriachs”3, dann gings mit dem Auto zu einer kleinen Wanderung zu einem Aussichtspunkt in den Zion Canyon hinein. Dann zog sich die vermeintlich zweieinhalb Stunden lange Fahrt nach Page ewig hin. Mittagessen in einem urigen Diner in Kanab, Utah. Immer wieder kurze Stops zum Sehen, Staunen und Fotografieren. Kaibab National Forest, Vermillion Cliffs und was alles im Weg war. Es war eben die landschaftlich schöne Strecke. In Page dann erst getankt, Horseshoe Bend fotografiert, B&B bezogen4, frisch gemacht, im Schaufelraddampfer gefuttert und Walmart heimgesucht. Frühstück mit leckeren Pancakes nach Familienrezept, noch mal Horseshoe Bend, noch mal Walmart und ab zum Antelope Canyon. Dort lief alles besser, als alle uns weiß machen wollten. Und dann wieder fahren, fahren, fahren. Dieses Mal die “offizielle”, direktere Strecke bis Kanab bzw. Mt. Carmel Junction. Einchecken in der Hütte in Tropic, UT. Was für ein Winzdorf, was für eine Weite hier überall! Wenn die Fahrt mal nicht durch die Berge ging, dann ewig geradeaus. Tempomat auf 65 Meilen oder was grad erlaubt war und rollen lassen. Wie angekündigt war in einem der beiden Futtertröge5 des Ortes ordentlich Andrang. “Please wait to be seated” – “Bitte warten Sie, bis man Sie zum Tisch bringt”: Und wie, 15 Minuten Wartezeit oder so. Mindestens. Aber ganz lecker. Morgen gehts in den Bryce Canyon hier um die Ecke, der ja eigentlich keiner ist. “They’re on Utah Time”, “Die haben Utah-Zeit”, wie man dort sagte [↩]wir waren ja nun gewarnt [↩]50ft Fußweg von der Haltestelle aus, Annette war enttäuscht [↩]sehr sehr nette Familie! [↩]wobei der Ausdruck hier nicht ganz zutrifft [↩]

Weiterlesen

Antelope Canyon

21.09.2011 13:35 PDT (Arizona Time) Frisch auf Gesellen, heute muß die Glocke werden! Oder so ähnlich. Relativ unvorbereitet gingen wir ans Werk. Und das, wo der Antelope Canyon nicht weniger war als einer der Hauptgründe, warum wir hier in den USA sind. Das Erlebnis hat sich durchaus gelohnt. Aus fotografischer Sicht muß ich sagen, daß ich glatt am Ziel vorbeigeschossen und von mir enttäuscht bin1. Annette jedoch hat mit meiner DSLR jedoch fantastische Bilder gemacht. Mit meiner DSLR? Wo sie doch so ihre Kompakte mag? Es wird Zeit, den vollständigen Text zu lesen! Da ich analog fotografiert habe, kann man erkennen, daß dieser Text erst nach der Rückkehr final geschrieben wurde [↩]

Weiterlesen

Horseshoe Bend revisited

21.09.2011 11:10 PDT (Arizona Time) Betriebsam war der heutige Morgen. Erst gab es ausführlich Jims vielgerühmte Pfannkuchen. Dabei mussten wir unbedingt eine Kopie des Rezepts annehmen und ich suchte noch die Seite des Auswanderermuseums im Bremen raus. Auf das waren wir im Gespräch gekommen und unsere Gastgeber waren sehr interessiert. Dann gabs noch einen kleinen Kommentar im Gästebuch, wir durften uns noch fotografieren lassen und kamen schlußendlich viel zu spät los für unser Tagesprogramm. Dachten wir zumindest. Erste Station war Walmart, um Tagesverpflegung einzuholen. Auf dem Parkplatz bastelte ich noch einen leeren 2,5gal-Kanister zu einer primitiven Eisbox um, in die wir einen Sack Eis vom Walmart kippten und unsere zu kühlenden Sachen reinlegten. Getränke waren nun auch wieder an Bord und los gings wieder zum Bend. Annette war ja überzeugt, daß das Licht besser sein müsste. Klarer als gestern war es allemal und so zogen wir los. In der Tat, es fehlt das Gegenlicht und es ist auch ein bißchen weniger los gewesen als gestern abend. Aber die Asiaten hatten recht: Stativ und Sonnenuntergang, das rockt. Zumal morgens der Aussichtsfelsen einen unschönen Schatten auf das ganze wirft. Ich experiemntierte ein wenig mit Belichtungsreihen, Filtern und – welche abwegige Idee – endlich auch mal mit dem Fischauge rum. Dieses hat aber das Problem, daß man den Horizont schlecht in die Bildmitte bringen kann und er somit auffällig krumm wird. Ich sollte mir echt mal eine aktuelle Version von Photoshop leisten, da kann man nämlich wunderbar mit entzerren. Es gibt sogar schon vorgefertigte Dateien für diverse gebräuchliche Objektive. Dann schlappten wir ein letztes Mal den langweiligen Weg zum Parkplatz zurück und brausten los gen Antelope Canyon. Mehr hiervon im nächsten Artikel.

Weiterlesen

Page

20.09.2011 23:00 PDT (nicht ganz korrekt, es ist zwar die selbe Uhrzeit als jetzt während der Sommerzeit am Pazifik, aber nur, weil Arizona keine Sommerzeit kennt) Ein langer Tag neigt sich dem Ende zu. Von Kanab aus hatten wir die etwas längere Südroute nach Page genommen. So gab es ganz nette Aussichten am Kaibab National Forrest und zu den Vermillion Cliffs. Beeindruckende Weite mal wieder. Alles zusammen gehört ja nun wieder zum Grand Staircase, der großen Treppe. Zahllose Stufen werden gebildet durch die einzelnen Schichten aus Jahrmillionen der Erdgeschichte, die leicht schräg gestellt hier emporgehoben wurden. Selbst mit einem 10mm.Objektiv oder einem Fischauge kann man diese Weite nicht vermitteln. Das kann man nur durch eigenes Erleben nachvollziehen. Aber trotz dieser Aussichtslosigkeit der Bemühungen klickten die Auslöser nur zu oft.

Weiterlesen