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Und zurück

… aus dem schönen Südtirol. Musste ja mal wieder sein. Gestern Abend hatten wir nicht mehr richtig Lust auf Packen, schafften es aber locker zwischen dem gewohnt frühen Aufwachen und dem Frühstücksbeginn. Eben dieses war wieder gewohnt lecker und reichhaltig. Dann hieß es auch schon Abschied nehmen vom Villa Alba.

Talabwärts gen Norden griffen wir in Zwischenwasser noch Mitbringsel ab und stellten fest, daß alle Tankstellen bis zur Autobahn auf der falschen Straßenseite sind. Riskieren wollten wir da nichts, der Verkehr lief in unsere Richtung prächtig und staute sich mal wieder in der Gegenrichtung. Und schließlich meckerte die Reifendruckkontrolle des Mazda nur verhalten. Erste Raststätte mit Tanke: Kein Luftdruckgerät sichtbar. Dafür aber ein WC-Container mit schönem Spruch: Benutzung kostenlos, das schönste Trinkgeld ist, daß Sie diesen Ort in einem ordentlichen Zustand zurücklassen. Gerne doch.

An der Mautstelle staute es sich wieder erheblich. Irgendwie wird an keiner Spur auch mehr angezeigt, daß man mit Karte zahlen könne. Dafür gab es diesmal Personal und am Fenster diverse Kreditkartenaufkleber. Wir hatten jedoch unser Kleingeld nun schon griffbereit. Direkt dahinter war ein Autohof ausgeschildert, der jedoch so verwirrend befahren wird, daß das Garmin mehrfach meckerte, wir würden entgegen der Fahrtrichtung auf der Autobahn unterwegs sein. An der Tanke wieder kein Schlauch oder abnehmbares Teil für Druckluft zu finden, aber Zapfpunkte konnte ich sehen. Also rein ins Häuschen und gefragt. Signore sprach weder Deutsch noch Englisch und ich stellte wieder fest, daß ich beim Versuch, in Italien zu kommunizieren, dann ins Französische verfalle. Muß an Aosta liegen1. Nachdem ich auch gemerkt habe, daß Signore zwar den Schlauch rausgebracht und eingesteckt, nicht jedoch den Absperrhahn geöffnet hatte, klappte das auch mit der Druckluft. Merken: Der Mazda braucht bei voller Beladung auch mehr Druck. Steht so im Türrahmen. Das angebotene Trinkgeld lehnte Signore ab und grinste eher anerkennend. Ob das mit dem Absperrhahn doch kein Versehen war?

Brenner dann soweit ereignislos. Lustig wurde es erst wieder am Fernpass. Oben an der Tanke wollten wir Volltanken. Zwei grüne Parkplätze davor hatte ich noch passiert, denn ich wollte dann doch lieber das WC2 an der Raststätte nutzen. Deshalb auch kurz auf den kleinen Parkplatz vor den langen Schlangen der Tanke gefahren. An der Tanke hingen jedoch große gelbe Schilder “Keine Toilette!”. Ok, dann halt gegenüber, obwohl ich das Überqueren der Straße sowohl mit dem Auto als auch zu Fuß vermeiden wollte. Für 50ct am Drehkreuz eingeworfen gab es dann ein schäbbiges WC. Zurück am Auto wurde ich dumm angemacht, ich solle doch drüben Parken, wenn ich eh dort hin will. Machte ich dann auch und beschloß, an jener Tankstelle kein Geld mehr auszugeben. Der Schlange nach hatten die ja genug Kundschaft, da braucht es keine Umgangsformen. Annette wollte dann eh noch Käse kaufen, wobei sie ihren WC-Bon einlöste und ich griff mir aus dem selben Grund noch eine Cola. Der herzhaft hinterm Tresen niesende Typ ohne MNS lies mich das noch kurz überdenken, zumal man nur Cash3 sehen wollte und mir es vorm angegrabbelten Wechselgeld graute. Nicht gerade gastfreundlich dieses Österreich und die Hygiene kommt auch zu kurz4.

Pech mit der Gastfreundschaft hatten wir dann auch am Weissensee. Kurz nach 14 Uhr liefen wir an der Steigmühle auf und wollten Essen. Vorher telefonisch reservieren scheiterte an dem Anrufbeantworter, der ausgelastetes Personal als Grund für seinen Einsatz vermutete. Vor Ort erfuhren wir, daß durchgehend geöffnet nicht durchgehend warme Küche heißt, wir waren wohl sonst schon früher dort. Und die Tische waren eh gut gefüllt. Schade um die 20 Minuten Umweg.

Beide Navis – Google Maps und das Garmin zumo mit Verkehrsinfos – waren sich wieder einig, daß man durch Ulm fahren soll. Und dahinter nicht wieder zurück auf die A8 wegen Stau. So juckelten wir durch ein paar Dörfer, die allesamt wegen Lärmschutz auf Tempo 30 gedrosselt waren. Und alle Schilder waren so provisorischen aufgestellt, daß man unterstellen könnte, daß sie nur bei Stau auf der Bahn schnell hervorgeholt werden. Ansonsten ist man im Dorf ja unter sich und will vorankommen.

An der nächsten Autobahnauffahrt waren die Geräte sich uneinig. Wir entschieden uns für die Autobahn statt weiter daneben her zu juckeln. Volltreffer. Der Stau endete direkt vor der Auffahrt in einer Vollsperrung5. Wir sahen nur noch Blinklichter und hatten sprichwörtlich freie Bahn. Inklusive einem Drackensteiner Hang, den ich so noch nie erlebt habe. Selbst um Stuttgart und bei Pforzheim war dank dem fehlenden Nachschub aus dem Süden kein wirklicher Stau zu finden.

So waren wir dann kurz vor 18 Uhr daheim, luden das Wichtigste aus, warfen die erste Ladung in die Waschmaschine und fuhren direkt wieder los, um keine Stunde später beim Thai im Biergarten zu sitzen. Denn das Konzept “selbstgemachtes Abendessen” war uns doch inzwischen fremd…

Nun sind wir satt und müde, wie im Urlaub. Zweite Waschladung ist für morgen früh eingerichtet und ich wette, daheim schläft es sich so auch erholsam.

  1. Für die, die es hier nicht mitbekommen haben: Aosta gehört zu Italien, Französisch ist aber quasi zweite Amtssprache []
  2. ja, mein Dauerthema []
  3. O-Ton []
  4. Kanzlerwortspiel beabsichtigt []
  5. oder begann dort, wie man es sieht []

Assietta

16.07.2020 22:00

Colle Assietta ist sowas wie der zentrale Punkt, das ganze wird auch Assietta-Kammstraße (AKS) genannt und ist eine alte Militärstraße, die inzwischen als unbefestigte, aber recht gut erhaltene Piste beliebt ist. Beliebt genug, daß in der Zeit der Sommerferien an mehreren Wochentagen die Strecke gesperrt ist.

Einstieg ist der Colle delle Finestre, der im oberen Teil auch unbefestigt ist, was ich vergessen hatte. Wohl auch der Holländer im SUV, der wohl feststellte, daß es halt doch kein Geländewagen ist und er weniger Fahrpraxis hat als ich. Was ihn nicht davon abhielt, staubend und dieselnd die komplette Wegbreite für sich zu beanspruchen. Da sollten ganz andere Fahrzeuge später noch kooperativer sein. Nicht nur E-Klassen, sondern auch regelrechte Expeditionsmobile.

Wobei mir gerade einfällt, daß an der Einfahrt zur eigentlichen AKS ein Schild steht, das eine Maximalbreite von 2m erlaubt. Und da weiß man aus diversen Autobahnbaustellendiskussionen, daß es da für so manchen PKW eng wird. Wie da diese Geländewohnmobile im wahrsten Wortsinne reinpassen, weiß ich nicht. Aber egal, nach der Abfahrt auf der befestigten Südrampe des Finestre begann als Abzweigung die eigentliche AKS. An die 30km/h Höchstgeschwindigkeit hielten sich längst nicht alle und ich ließ sie ziehen, so wie auch alle Zweispurigen Platz machten, sobald wir auf sie aufliefen. Geht doch, ist schön.

Schön waren auch die Aussichten und auch hier lauerte wie am Iseran ein Photograph auf Beute. Anstrengend war es, aber die positive Art von Anstrengung. Wo man sich hinterher über das Geleistete freut. Am namensgebenden Colle die Assietta gab es einen kleinen Fotostop und Smalltalk mit einem Schweizer. Der trug eine Leihjacke wie nur Louis sie ausgibt und sein Motorrad eine Züricher Nummer. Da konnte ich mir nicht verkneifen, ihn in der Walliseller Filiale Grüße ausrichten zu lassen.

Die viel erwähnte Baustelle am Abstieg nach Süden hin scheint es nicht mehr zu geben, aber um den langen Weg im Tal um den Gebirgszug herum zu vermeiden fuhren wir wie geplant nordwärts durchs Skigebiet. Auch gut machbar und die Gastronomie war auch zu vorgerückter Mittagsstunde noch bereit für Gäste. Ich parkte dann auch prompt in einer Gruppe Enduros direkt im Blickfeld des Außenbereichs.

Entgegen meiner Befürchtungen hatte ich doch keinen zugeparkt, als die Jungs aus Frankreich aufbrachen. Wahr wurde jedoch die Ahnung, daß so eine Skibutze nicht die billigste sein wird. Das Essen auf der Karte war akzeptabel bepreist, Getränke bestellten wir auf Verdacht. Was die genau kosteten, bleibt ebenso wie die Höhe des in Italien üblichen “Brot und Gedecks”1 im Dunkeln. Die Rechnung bestand nur aus dem einen Posten “Divers” in einer Höhe, der noch vertretbar war. Da hatte man wohl den Logenparkplatz eingepreist oder es ist ein Steuersenkungsmodell. Egal. Rückfahrt.

Die hatte es vom Start weg in sich. Beim Wenden vom Parkplatz runter über eine Art Feldweg kippte mir erst mal die KTM um. Dann drängelte ein Rettungswagen – ohne aktives Blauchlicht! – dermaßen, daß ich ihn durchwinkte. Prompt bedankte der sich mit dem Versuch, in einer engen, abschüssigen Gasse sich an einem abgestellten Postlieferwagen durchdrücken zu wollen. Es blieb beim Versuch, die Gasse war zu schmal und der Rettungswagen setzte mit Schmackes zurück, bis mein Gehupe ihm Millimeter vorm Vorderrad Einhalt gebot. Ich schrieb schon, daß die Gasse abschüssig ist?

Mit Hilfe des nachfolgenden Autofahrers bugsierten wir das Motorrad rückwärts und die beiden großen Wägen mogelten sich irgendwie aneinander vorbei. Warum nur hatte ich der Besatzung des Rettungswagens etwas mehr Pause auf der Wache gönnen wollen? Wir hätten längst etliche Kilometer weiter sein können… Oder beim Tanken, den der Stop musste kurz drauf auch noch sein.

Da wir nun schon eine warme Mahlzeit – es war übrigens ein großes, geteiltes Schnitzel Wiener Art mit Pommes und großem Salat gewesen – holten wir auf dem Rückweg noch was für eine Brotzeit ein und gönnten die uns auf dem Bänkchen im Garten. Oder besser in dem Unterstand, in dem auch die KTM unterschlüpfen durfte. Duschen, Heia. Morgen geht es wieder über den Mont Cenis, Iseran und kleinen St. Bernhard nach Aosta.

  1. auch als Servierpauschale gedacht und somit das Trinkgeld ersetzend []

Flixbus

Kurze Zusammenfassung der heutigen Fahrt:

  • Pünktlicher als die Bahn ist er auch nicht. Und heute war da Arbeitskampf.
  • Das Klo war defekt. Das einzige Klo.
  • Selbst wenn das Klo nicht defekt gewesen wäre, wäre es platzmäßig eine Zumutung. Habe mal kurz reinsehen können.
  • Alleine das Aufstehen, um im Zug zum Klo zu gehen, hilft gegen dermaßen plattgesessenen Hintern.
  • Die Fahrt dauerte deutlich länger.
  • Der Koffer liegt im Keller und ist nicht greifbar.
  • Immerhin war die Fahrkarte günstig.

Ach ja, selbst die aufgezeichneten Ansagen für die Haltestellen waren durchweg auf Italienisch und Englisch. Krass.

Echter Profi

Berufskraftfahrer sind so eine Sache. Meist eben routinierte Profis, gerne aber auch mal überforderte Volldeppen. Gerade eben ein Prachtexemplar in einem Taxi. Fährt am Amtsgericht aus der Waldstraße raus und hupt wild die Fußgänger an, die an ihrer Ampel die Straße queren. Inklusive demonstrativer Notbremsung, so daß zwischen Bein und Stoßstange nicht mehr viel passte.

Nun gut, die Ampel ist sehr kurz geschaltet. Wird kurz grün und die wenigsten schaffen es, die Straße zu überqueren, bevor es wieder rot wird. Ist aber egal, solange nicht unnötig getrödelt wird. Könnte aber zu Mißverständnissen führen, wenn man als Taxifahrer zum Beispiel den Beginn seiner Grünphase verpennt, losschießt und sich wundert, daß bei Fußgängerrot1 Leute die Straße queren. Darum mein prüfender Blick: Nö, die Fußgänger hatten sogar noch grün.

Mal davon ausgehend, daß die Karlsruher Taxen fahrergebunden sind: In die Kiste mit dem Kennzeichen KA-RK215 setz ich mich freiwillig nicht mehr.

  1. mittlerweile wieder []

Barcelona Nachtrag

Oder Zusammenfassung. Ein paar Gedanken zum Urlaub.

  • Reisezeit
    Oktober ist zwar vom Wetter her schön, aber überlaufen. Und eine Woche davor war Dauerregen, also ist das Wetter auch nicht verlässlich. Würde wieder eher im März hinfahren.
  • Vorbereitung
    Im März mag es wieder einfacher sein, aber ich rate hier mal dazu, möglichst viel im Voraus zu buchen. Aus mehreren Gründen. Es gibt nicht “die Touristeninfo” der Stadt, sondern mindestens drei verschiedene Privatunternehmen, die sich so nennen. So mein Eindruck. Man bekommt nicht alle Karten überall, teilweise werden Gebühren beim Verkauf erhoben, teilweise nicht. Klar kann das damit enden, daß man bei Sonnenschein im Museum hockt und es regnet, wenn man draußen bummeln wollte. Immer noch besser, als alles mögliche zu verpassen, weil man mangels rechtzeitig gebuchtem Ticket nicht reinkommt. Außerdem kann man sich dann noch seinen Zeitplan zurechtstellen und muß sich nicht danach richten, was noch verfügbar ist. Was die Zeitplanung angeht, ruhig Luft lassen, man ist im Urlaub. Wenn man zwischen zwei Eintritten Zeit hat, ist das kein Problem in Barcelona: Irgendeine Bar mit Getränk und Tapas ist fast immer in Sichtweite. Zumindest in der Innenstadt.
  • Mobilität
    Die Fahrt von El Prat mit dem Aerobus kommt mir zwar fast so lange vor wie die von Girona, aber es fühlt sich alles viel flüssiger an. Sogar Ryanair fliegt inzwischen El Prat an, wenn auch nur von Köln, Hamburg und Berlin aus. In der Innenstadt, insbesonder im Gotic und Raval, läuft man natürlich gerne. Außerhalb und im weitläufigen Eixample hat man sich meiner Meinung nach schnell sattgesehen. Und läuft sich die Hacken ab. Mag sportlich sein, aber man kann seine Zeit auch besser verwenden. Mein Tip daher die Metro. Annette mag zwar nicht immer die Erdmännchenmethode1, aber nicht jeder mag es so gemütlich angehen wie wir. Lohnend sind die 10er-Karten, die man quasi auch als 5er-Karte für 2 Personen verwenden kann. Oder eine bzw. mehrere Tageskarten, die es gerne auch zusammen mit einem Citypass mit freien bzw. vergünstigten Eintritten gibt. Hier informieren und idealerweise die Besuche “außerhalb” so zusammenlegen, daß man mit wenig Tageskarten auskommt.
  • Fotografieren
    Ein Selfie-Stick, auch Deppenzepter genannt, ist für den modernen Touristen wohl ein Muß. Kurz wünschte ich mir, ich hätte doch das Einbeinstativ mitgenommen und es für die Spiegelreflex derart zweckentfremdet. Nicht, daß wir neuerdings gerne Bilder haben wollen mit uns im Mittelpunkt und dem Reiseziel als bloße Kulisse. Manchmal war es schwer, dem Wald der Stöckchen zu entkommen und ein vernünftiges Bild ohne sie zu machen. Aber ich muß auch zugeben, daß man damit kreativ werden könnte für ungewöhnlichere Perspektiven. Mal tüfteln im Winter.
    Als Kameratasche2 hatte ich den Slingshot 302 dabei. An sich hat er sich bewährt, war aber dann doch immer wieder mal zu sperrig. Pluspunkte: Ich konnte das ganze Geraffel problemlos den ganzen Tag tragen und hatte alles dabei, was ich brauchte. Dazu konnte ich ihn einfach vor den Bauch ziehen oder vorm Bauch tragen, wenn es heikel (im Sinne von eng oder langfingrig) wurde und hatte einen bequemeren, weil nicht so ausladenden Bauchladen als beim Flipside. Negativ: Sperrig. Kleinere Slingshots haben aber nicht den bequemen Beckengurt. Verzichten können hätte ich auf Tour auf die Reservespeicherkarten, 3 der 4 Reserveakkusätze fürs GPS3 und diversen Kleinkram. Dafür war immer zu wenig Platz für Wasser und Softshell. Ich denke für Städtereisen an eine Art Umhängetasche, die man auch mit einem Hüftgurt fixiren/stabilisieren kann um die Schulter zu entlasten. Dann wäre der Rücken frei für einen Rucksack, wenn es mehr Stauraum braucht. Wenn dies in mein Osprey Handgepäck passte, wäre es fast perfekt. Das Street&Field-System wäre auch nicht verkehrt, aber nicht so leicht aus dem Weg zu drehen und die vielen modularen Taschen sind diebstahlgefährdeter. Mal schauen bis zur nächsten Städtereise.
  • Klamotten
    Hört auf den Wetterbericht, auch wenn ihr vor der Abreise noch friert wie die Schneider. Das ist mein Tip. Auch wenn ich auf dem Rückweg noch mal gut gefroren habe am Frankfurter Bahnhof.
  • Internet
    Es gibt kleine Schilder mit einem weißen W auf blauer Raute. Die signalisieren einen Hotspot der Stadt. Viele Busse und Lokale haben offenes WLAN oder das Paßwort am Tisch. Ich hatte kein Auslandspaket für mobiles Internet gebucht und auch kaum vermisst.
  • Gastronomie
    Die Stadt ist voll von Lokalen. Tapas gibt es praktisch immer, aber auch “ausländisches Essen”, womit der Katalane auch schon mal was aus anderen Regionen Spaniens bezeichnet. Wir haben ganz gut indisch und Sushi gegessen. Klar kann man auch auf Touristenfallen stoßen. Oft genug waren Touristen auch wohl die einzigen Gäste. Aber solange Preis und Qualität stimmt, soll es mir recht sein. Denn in Barcelona gibt es offensichtlich einen ordentlichen Wettbewerb, da kann man sich keine zu derben Ausrutscher leisten. Gegenbeispiel Bayeux: Da war die Tourifalle beim Museum das einzige Lokal, das außerhalb der französischen Essenszeiten was Warmes anbot. Da zahlt man dann halt mal 7€ für zwei Scheiben Toast mit was dazwischen.

So, mehr fällt mir gerade nicht ein. Hoffentlich helfen Euch mal meine Tips für Barcelona.

  1. im Tunnel untertauchen und immer wieder mal den Kopf rausstrecken, ohne einen Zusammenhang zu bekommen []
  2. weia, das Kapitel muß ich mal dringend überarbeiten []
  3. Annettes alte Kamera nutzte die selben Akkus, da waren die wichtiger []

Panikmache

Hinweis vom ADAC und auch ein Schild direkt vorm Loch: Lämmerbuckeltunnel und somit auch die dort durchlaufende A8 gesperrt von Freitag Nacht bis Sonntag Nacht. Aber kein Hinweis im Radio und Google Maps vermeldet normal fließenden Verkehr. Können wir bestätigen: Keine Sperrung. Und wir wollten schon über Heilbronn nach München fahren…

Bzw, ja, wir sind auf dem Weg nach Slowenien.

Heimreise, zweiter und dritter Teil

Memmingen erkannte ich nach der Ankunft direkt wieder. Auch von hier flog mal Air-Y. Vom Flieger fällt man direkt ins kleine Terminal, wartet an einem der zwei Gepäckbänder auf seine Koffer bzw. abwechselnd an der Toilettenschlange auf Erleichterung. Ca. 40m weiter1 ist man schon durch die Eingngshalle durch und steht an der Bushaltestelle. Da entgegen der Ansage “Alle unsere Fahrzeuge tragen unser Logo” an der richtigen Haltestelle ein vermeintlich falscher Bus stand, mussten wir noch mal nachfragen, doch dann ging es schon los gen München. Es wird übrigens auf alle Passagiere des Flugs gewartet, man kann den Bus nur schwer verpassen. Memmingen wäre somit2 fast eine Alternative zu Hahn.

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  1. gefühlt []
  2. mit Bus ab Ulm und Bahn dorthin []

Heimreise, erster Teil

Na, das ging ja recht entspannt dieses Mal. Gestern Abend haben wir dann noch das Hotelrestaurant heimgesucht. Ebenso wie vier andere Deutsche, während der Kindergarten samt Eltern in der Bar/Lounge rumrandalierte. Wenn man drauf eingerichtet ist, finde ich das dann wieder ganz goldig, wie die Eltern zusammensitzen, plaudern, was trinken und die Kleinen unbekümmert dazwischen spielen, malen etc. Anstatt bei einem Babysitter weggeparkt werden zu müssen, wenn die Eltern sich mal mit Freunden treffen wollen. Wie wir an der Rezeption noch erfuhren, kannten die sich alle untereinander und sind Freunde des Hotelbesitzers, die übers Wochenende bleiben. Wie aussichtslos Beschwerden wären und was das Personal selbst davon hält, konnte man an dessen Augenrollen ablesen.

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Leaving Trondheim

Trondheim wollte uns dann doch noch so verabschieden, wie es uns begrüßt hatte. Nieselregen war aus dem Fenster des Hotelzimmers zu erkennen, nachdem uns der Wecker um 7Uhr zum Aufstehen bewegt hatte. Morgentoilette, Restkrams wie Kulturbeutel einpacken, finales Kofferwiegen, abschließen und es verblieb uns doch glatt noch ein wenig Zeit bis zum Beginn des Frühstücks um 8Uhr. So entspannt war eine Rückreise schon lange nicht mehr, dementsprechend hatte ich Appetit. Der jedoch von Annettes noch getoppt wurde. Immer wieder erstaunlich, was in so einen Zwerg alles reinpasst. Und wir hatten auch Zeit. Auschecken ging automatisch und die Koffer waren schnell zur Bushaltestelle getragen.

Dort ließ dann allerdings der Bus auf sich warten. Doch nicht nur Annette war beruhigt, so lange der Pilot, der mit uns wartete, nicht hektisch wird. Obwohl der seinen Flieger nur schwer verpassen kann. Und der Nieselregen konnte uns eh nicht mehr schrecken.

Der Flybussen ist ähnlich aufgebaut wie ein Reisebus, d.h. mit großem Kofferabteil im Unterflur, anders als ein Stadtlinienbus. Dort wuchtete ich unser Gepäck rein, Annette war schon im Bus und unser Rückfahrticket wollte der Fahrer gar nicht sehen. Komische Sitten.

Das klärte sich dann aber an der letzten Zustiegshaltestelle. Türen zu, Motor laufen gelassen und dann erst mal 20min lang kassieren1. Sahnehäubchen war dabei das offene Gepäckabteil, während alle möglichen Leute am Bus vorbeiliefen. Na klasse. Aber in Norwegen ist man wohl so vertrauensselig.

Am Flughafen dann erste Verwirrungen. Am automatischen Gepäckabgabeschalter2 wollte der Scanner die Bordkarte nicht lesen und auch keine Anhänger für die Koffer rausrücken. Info von den Wartenden hintendran: Gepäckanhänger gibts am anderen Automaten beim automatischen Einchecken. Ahja. Der Apparat nahm wieder nicht unsere Bordkarten, dafür aber die Buchungsnummer. “Sie sind ja schon eingecheckt” vermeldete der Bildschirm, spuckte zwei Bordkarten aus, aber keine Kofferanhänger. Frust.

Am Infoschalter dann die Aufklärung: Das ganze Prozedere klappt nur bei SAS-Kunden, mitgehangene Lufthansa-Kunden dürfen den ganz normalen Schalter verwenden. Ok, dafür habe ich mich also gestern abend und heute morgen eingecheckt. Kann man ja auch mal direkt auf der Seite drauf hinweisen. Die Schlange war jedoch kurz und wir schnell unsere Koffer los. Die Riesenschlange quer durchs Terminal endete zum Glück nicht bei der Sicherheitskontrolle, sondern an einem anderen Eincheckschalter3. Dadurch waren wir auf einmal so abrupt im Viehgatter der Kontrolle, daß uns unsere Wasservorräte plötzlich sehr belasteten. Irgendwie übergangen wir die Methode aus Frankfurt4 und ich süffelte hektisch den restlichen dreiviertel Liter aus meiner Camelbak-Flasche. Annette wollte die wassergefüllte Ananaslimoflasche entsorgen und die halb volle Wasserflasche leertrinken, während ich die Limoflasche ja behalten wollte. Für die Idee mit dem Umfüllen war sie nicht empfänglich, entsorgte die halbvolle Flasche und trank unter Protest die volle aus. Muß ein Mann nicht kapieren. Dafür hatte ich dann das volle Geraffel mit beiden Laptops bei der Sicherheitskontrolle an der Backe. Wo noch dazu meine Kniemanschetten mit ihren Metalldrähten die Aufmerksamkeit sämtlicher Detektoren auf sich zog. Die nachfolgenden Sendungen verschieben sich um wenige Stunden…

Nach einem Gang durch die Läden gabs für die Nimmersatte dan noch ein Mal das Nationalgericht Hot Dog5 und der Rest der Kronen wurde bis auf eine in Läkerol angelegt. Nun ist Warten angesagt in Sichtweite des Gates inklusive Verfassen dieses Berichts, denn unser Flieger hat eine halbe Stunde Verspätung.

Update 12:48: Grad pfeift er ans Gate ran. Alles Aussteigen, dann können wir wohl bald rein.

  1. bzw. unser Retourticket entwerten []
  2. ich hatte ja am Vorabend schon eingecheckt, übrigens per SAS, weitergeleitet von der Lufthansa-Seite []
  3. Billigflieger wahrscheinlich []
  4. einfach beim nächsten WC ins Waschbecken auskippen []
  5. hier eher ein Wiener Würstchen []

Ona geht noch

Da es beim gestrigen Stadtrundgang schon zaghafte Proteste gegen jede weitere Steigung gab, war für heute eine Schiffsfahrt angesagt. Von Smage aus klappert eine Fähre die kleinen Inseln Orta1, Finnoya, und Sandoya ab, um schließlich nach über anderthalb Stunden Fahrt Ona zu erreichen. Diese Insel beherbergt einen angeblich berühmten Leuchtturm, das südlichste Fischerdorf Norwegens2, zwei Keramikwerkstätten und liegt eben so ganz toll romantisch draußen im offenen Ozean. Helgoland3 in verschärfter Form sozusagen. Mindestens vier4 Stunden Zeitvertrieb für 44NOK5 pro Person und Strecke und das ohne laufen zu müssen, das ist doch hierzulande mal ein Schnäppchen. Das wollten wir mitnehmen. Dabei hatten wir großes geplant gehabt, eine Wanderung auf der Anfahrt und eine große an unserem Aufenthaltstag in Molde. So dachte ich, ich sähe Ona nie. Doch Romsdalseggen hat uns die Lust am Laufen vorerst genommen 😉 Weiterlesen
  1. angeblich 16 Einwohner []
  2. was auch immer das heißen mag []
  3. ich war nie dort, ist nur so ne Theorie von mir []
  4. just die von uns angepeilte Tour hat 50min Aufenthalt auf Ona []
  5. 5,50€ []