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Radelei

Es ist eigentlich ein Traum. Annette hat sich endlich zu ihrem1 neuen Rad per Jobrad durchgerungen und das Rad ist seit einigen Tagen im Keller. Und unterwegs. Dank angepasster Ergonomie ist das Radeln für sie weniger schmerzhaft, sobald es über die Einkaufsdistanz hinaus geht. Und zur Rheinfähre in Leopoldshafen muss es nicht mehr der direkt Weg sein, sondern es kann der schönere durch den Wald, der etwas länger ist, genommen werden. Schwuppdiwupp waren die ersten Touren mit 20 bis 30 km geschafft.

Gestern dann das bisherige Meisterstück: Zweieinhalb Kilometer zur S-Bahn-Haltestelle, nach der Überbrückung der drögen Stadt- und Gewerbegebiete. Siebeneinhalb Kilometer bis zur Mittagseinkehr bei der Rheinfähre in Neuburgweier und abschließend 35,5 km mit Umwegen nach Hause. Macht satte 45 km an einem Tag und ein klein wenig unterschwelligen Sonnenbrand. Nur Schlafen Annette dann doch noch zwischendurch die Füße ein, da klemmt noch was. Aber sie genießt die schöne Landschaft quasi vor der Haustür, die zu Fuß allein nicht erreichbar war. Nebeneffekt für mich: Etliche Kilometer auf der Uhr, da wir bei dem schönen Wetter praktisch an jedem meiner freien Tage unterwegs sind. Zwei Wochen hintereinander über 100 km, mit Ende der KW 22 genau 1100 km aufs Jahr und somit ein Wochenschnitt von exakt 50 km, Tendenz steigend.

Eins noch zur angesteuerten Gastronomie und den gefahrenen Wegen: Lockerungen allenthalben, damit Wohnmobile und sogar Zelte an allen möglichen Stellen am Rhein und so. Urlaub in der Heimat offenkundig. Vor zwei Wochen in der Pfalz konnten wir schon auswärts essen. Mit Schnuffeltuch vorm Gesicht, das nur am Tisch abgenommen werden durfte. Der Weg zum zugewiesenen Tisch oder zum Klo war nur vermummt erlaubt. Gestern, immerhin im Biergarten und in BaWü: Ach, das brauchen sie doch nicht tragen nur wir Mitarbeiter müssen. Dementsprechend eine Tragequote von praktisch null auch im kleinen Toilettenkabuff und auf dem Weg knapp an den besetzten Tischen vorbei. Gut, Biergarten mit bewegter Luft zumindest bei letzterem. Und so kam es auch, daß bei steigendem Andrang plötzlich auch Fremde gemeinsam an einem Tisch saßen. Bin gespannt, was die Zahlen demnächst sagen. Es wäre ja schön, wenn es folgenlos wäre.

  1. ok, es gehört noch drei Jahre lang der Leasingfirma und dann sind noch ein paar Euro fällig []

Gadget: Vanucci Urban Gear Shift Protection

Auf dem Motorrad mit Schuhen zu fahren, die nicht nach Motorrad aussehen, wird ja immer beliebter. Ich habe da ja seit einiger Zeit die TCX und neuerdings die Haix. Beiden oder eigentlich allen ist gemein, daß sie keine Schaltverstärkung haben. Das ist das auffällige Plastik-, Gummi- oder werweißwasteil auf der Oberseite des linken Fußes, an der sonst beim Hochschalten der Schalthebel schubbert und das Leder so verfärbt, daß man dem Schuh doch wieder ansieht, daß er auf einem Motorrad genutzt wurde.

Als Abhilfe lag schon bei dem TCX ein kleiner elastischer Riemen mit einem Stück Leder bei, das die Stelle abdecken und so schützen soll. Nur rutscht dieser Gurt leicht ab und schon liegt mehr Müll auf der Straße. Blöde Idee, deswegen haben die TCX besagte Gebrauchsspuren. Eine gute Idee hatten wiederum unsere Produktdesigner bei diesem Teil, das unter dem Vanucci-Label verkauft wird. Eine kleine angenähte Lasche mit Druckknopf fixiert das Teil zumindest so, daß es nicht verloren werden kann. Bevor ich lange erkläre, schaut das Bild unten an.

Beim ersten Test mit den TCX und ihrer glatten Sohle schaffte ich es gerade bis zur Haustür und das Teil wäre ohne diese Befestigung schon verloren gewesen. An dem abgebildeten Haix dürfte es besser funktionieren. Test steht aus, da ich beim Einsatz am Samstag noch drauf verzichtet hatte. Nach dem Schnüren der Schuhe kriegt man die Sicherungslasche schlecht rein und ich bin zum Aushängen von Pheromonen durch Weinberge gestolpert. Wobei sich die Haix mal wieder bewährt haben. Ebenso wie auf ihrer ersten Motorradfahrt. Die Patina kommt vom Staub der palatinischen Rebgärten.


Gadget: Haix Ranger GSG-9X

Schon seit geraumer Zeit gehe ich allen möglichen Motorradstiefelproduzenten, mit denen ich zu tun habe, auf die Nerven. Bike&Hike meint eigentlich Fahrrad und Wandern, ich meine Kraftrad und Wandern. Und überhaubt sind in einem Motorradurlaub schwere Wanderbotten ein gewaltiger Posten im immer zu knappen Gepäckbudget. Aber die Hersteller machen lieber motorradzertifizierte Schlipsträgerschühchen, die sich ja unter rollerfahrenden Bänkern in Südeutopa gut verkaufen mögen. Auf die herstellerseitige Verwunderung, warum die Schläppchen in Deutschland so schleppend verkauft werden, antworte ich regelmäßig, man solle den Deutschen mal auf die Füße schauen. Auch da geht der Trend zum SUV, gewissermaßen, und man trägt im Mittelgebirge auch schon mal gerne 4000er-taugliche Bergstiefel. Kurz und gut, ein motorradtauglicher Wanderstiefel, das wärs. Allerdings bastelt man lieber den drölften Cafe-Racer-Retro-Schnickschnack-Boot, der kernig aussieht, aber eben keine wirklich bergtaugliche Sohle hat.

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Gadget: Kern Stabi Rangierhilfe mit Vorderradaufnahme

So eine einfache Rangierhilfe hatte ich ja schon. Nur war es immer eine Plackerei, das Heck runterzudrücken, damit das Vorderrad vom Boden abhebt. Zudem wirbt Kern Stabi auf den Produktschulungen immer damit, wie leichtgängig die Rollen wären, auch und gerade bei Richtungsänderungen. Da das diesjährliche verlockende Angebot des Arbeitgebers diesen Lieferanten mit einschloß, war es an der Zeit, zu testen. Und sich das Leben leichter zu machen.

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Mal raus: KTM

War eh mal Zeit und vielleicht drehen Annette und ich demnächst zur Gemütsaufhellung eine kleine Runde. Bei mir hat es heute schon mal geholfen. Weiterlesen

Merkhilfe fürs Fahrrad

In den letzten Tagen war ich viel mit dem Tern unterwegs. Das große Rad war malad. Erst hatte ich endlich erfolgreich die Schaltröllchen getauscht, aber festgestellt, daß die Kette irgendwie nicht (mehr) passt. Dann ein kleines Drama beim Kettenwechsel, verkehrt eingesetzter Nietstift. Als die endlich drin war, bewahrheitete sich die Befürchtung: Ritzelpaket war schon zu weit eingelaufen und sprang über. Also auch getauscht. Seit heute morgen läuft es wieder halbwegs. Aber bei den Radlagern sollte ich auch mal bei…

Fazit übrigens: Ketten häufiger tauschen, nicht wie beim Motorrad nur zusammen mit den Zahnrädern. Dann halten letztere länger, dafür braucht es häufiger Ketten. Merke ich mir.

Fleissig radeln

74km in einer Woche ist daheim eher selten, die Zeit ist leider meist zu knapp. In Oldenburg hingegen trotz suboptimalem Wetter machbar, es hat ja auch viel flaches Land drumherum.

So gab es eine Tour vom Mittagessen in Varel bis nach Wilhelmshaven auf den Brompton Falträdern, knappe 25km. Zwei Runden um Oldenburg, davon eine heute bei ordentlichem Wind. Die Nabenschaltung von Schwiegervadderns Hollandrad ist erstaunlich lang übersetzt und reichte für 38km/h entspanntes Reisetempo oder 47km/h Spitze. Gut, zurück gegen den Wind war dann etwas langsamer…

Es sind die kleinen Dinge

… die einem begeistern. Manchmal. Hoher Nervfaktor beim Faltrad im Alltag: Das Bügelschloß war immer irgendwie mit dem Spanngurt auf dem Gepäckträger verzurrt. So fummelig, daß mich das durchaus schon davon abhielt, doch mal das Kleine zu nehmen.

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Winterreifen

… oder was man so nennt. Den Schwalbe Land Cruiser Plus hatte ich ja schonmal drauf und 2018 (hust!) durchgefahren wegen „dreckiger Waldwege und eh fast runter“. Gut, 2019 war die Zeit knapp und die Laufleistung gering. Aber diese orange Linie, die zum Vorschein kam, sollte mir wohl was sagen. Als kleinen Bonus habe ich mir dieses Mal die Variante mit Reflexring gegönnt.

Kurzum, Wechsel klappte ganz gut diesmal. Nur die völlig festgebackene Kette hielt auf und bei den Schaltröllchen muß ich wohl auch endlich mal bei. Einen Ventilausdreher hatte ich nicht greifbar, schaffte es aber, ein Ventil beim Reindrücken so zu drehen, daß es undicht wurde. Also ab in die Tiefgaragen, Werkzeug vom Motorrad holen. Kilometerstand ist 21065 auf diesem Rad. Falls ich mal nachsehen will, wie lange die Gummis halten. Und wobei mir auffällt, daß das Rad keine eigene Seite hat…

Auf halbem Wege

Grob gesehen trafen Annette und ich uns da. Luzern und Arbeit ist das Stichwort, aber erst morgen.

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