September 2020
M D M D F S S
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
282930  

Archive

Kategorien

Fahrradbasteltag

Mir hatte es vor den anstehenden Arbeiten gegraut, weshalb ich im Februar die vorderen Zahnräder nicht getauscht hatte. Dabei ist das dann doch ein Klacks verglichen mit dem Aufwand, den ich hinten betrieben hatte. Da hatte ich ja auch noch gleich die Radlager auseinander genommen, gesäubert, neu gefettet und eingestellt. Mordsaufwand.

Erschwernis heute: Dank viel Altpapier im Zählerraum1 und recht leerem Fahrradraum bastelte ich halt in letzterem, der aber komplett am anderen Ende des Ganges liegt. Da läuft man mal ein paar Meter. Merken: Werkzeugwagen endlich mal aus der Pfalz holen bzw. erst mal im Keller Platz dafür schaffen. Dafür gabs gute Lüftung. Die Schrauben der Kurbelgarnitur wehrten sich erst mal ordentlich, gingen mit etwas Kraft aber auf. Hoffentlich hilft die Montagepaste beim nächsten Demontieren. Hier kurz eine Erklärung für die nicht-Fahrradschraubenden: Die Hebel der Pedale2 werden auf einen leicht konischen Vierkant gesteckt. Eine Schraube drückt diese beim Anziehen dann so weit auf den Vierkant, daß das ordentlich klemmt. Dementsprechend braucht es bei der Demontage eine Abdrückschraube. Auch hier anfänglicher hoher Widerstand, aber lösbar. Die vorderen Zahnräder waren tatsächlich in einem erbärmlichen Zustand, einem Mix aus verschlissen und “mach ich nicht mehr sauber, kommen eh bald raus”. Und mir fiel auf, daß ich bei der neuen Kurbelgarnitur 5mm längere Hebel geordert hatte. Zwischenzeitlich vergessen, dabei war ich doch gespannt, wie sich das auswirkt.

Übrigens war eine Demontage des Kettenschutzes völlig überflüssig. Pedale weg, Abdeckkappen raushebeln, Schrauben raus, Abdrücken, Reinigen und Schmieren, neue Teile dransetzen, neue Schrauben3 anziehen und Pedale wieder anschrauben. Stück Kuchen, wie der Angelsachse sagt. Das alles mit dem Fahrrad umgedreht auf dem Boden. Das Schaltwerk verlangte dann nach dem Montageständer und etwas Lauferei. Die Einstellung war erschreckend. Schraube gelöst, Umwerfer wieder so gedreht, daß er mit den Zahnräder in einer Flucht läuft, Schraube angezogen, alle Gänge mal durchgeschaltet und festgestellt, daß es keinen weiteren Handlungsbedarf mehr gibt. Schaltete sich schon lange nicht mehr so butterweich.

Dann kam noch das Tern schnell ran. Da lief die Schaltung auch nicht mehr ganz so cremig. Motorradkettenfett aus der Tube ist am Fahrrad großer Mist. Verhärtet wie eine Kunststoffbeschichtung. Zahnräder und Kette hatte ich schon bearbeitet gehabt, heute fielen mir die Schaltröllchen auf. Da musste ich noch bei, bevor das Justieren Sinn hat. Mir wurde schon Bange, daß einzelne Zähne abgebrochen wären. Dann merkte ich, daß das die Originalform ist und die Spitzen der anderen Zähne purer Kettenfettdreck. Nach dem Ptzen lief die Schaltung schon besser, nach wenigen Drehunngen am Einsteller praktisch perfekt.

Probefahrt gabs fürs große Rad dann in Form einer Einkaufstour. Alles wunderbar. Die Knarzgeräusche stammen übrigens nicht vom unauffälligen Tretlager, sondern von der einfachen Sattelfederung. Wenn ich mich jetzt noch bei der Gabel mal bemühen würde…

  1. der unserem Kellerkabuff am nächsten gelegene Gemeinschaftsraum, den ich gerne als temporäre Werkstatt nutze []
  2. mal vereinfacht benannt []
  3. mit integrierter Abdeckkappe []

Mit dem Fahrrad nach Frankreich

Geht. Ab der Haustür.

Gut, wir haben nur kurz den großen Zeh ins Meer gestippt, sinnbildlich. Über Knielingen ging es zur Wörther Rheinbrücke, da dann südwärts und leider nicht so sehr am Rhein entlang wie gewünscht. Wobei wir den Weg direkt am Rhein entlang vom Frühjahr in übler Erinnerung haben. An der Rheinfähre in Neuburg dann noch ein Stück weiter flußaufwärts, an der Stelle, an der letztes Mal pandemiebedingt gesperrt war, vorbei und plötzlich gab es französische Schilder zu lesen. Die iegentlich Grenze konnte ich erst im Nachhinein auf der Karte ausmachen, so grün ist die da: Es ist die Alte Lauter, in natura ein kleiner Bach, der den Fahrweg auf dem Damm kreuzt bzw. da durch den Damm fließt. Recht unscheinbar, da man gefühlt nicht mal eine Brücke quert.

Ansonsten Ganz nett, in Neuburg/Neuburgweier mit der Fähre übern Rhein, Mittagessen im Biergarten des Zollhauses und dann heimwärts. Nicht wie ber der anders herum gefahrenen Runde zuletzt mit der S-Bahn ab Forchheim, sondern komplett aus eigener Kraft durch die Stadt. War an sich gar nicht so schlimm wie befürchtet. Mag ich aber als regelmäßiger Innenstadtradler anders sehen als Annette. Blöd war dann nur meine runtergesprungene Kette auf der Kaiserallee. Beim rückwärts Rangieren verkeilte sie sich noch dermaßen im voreren Umwerfer, daß es diesen verdrehte. Waidwund konnte ich aber auch das letzte Stück fahren. Übermorgen habe ich frei, da wird dann gleich noch mehr gerichtet.

Radelei

Es ist eigentlich ein Traum. Annette hat sich endlich zu ihrem1 neuen Rad per Jobrad durchgerungen und das Rad ist seit einigen Tagen im Keller. Und unterwegs. Dank angepasster Ergonomie ist das Radeln für sie weniger schmerzhaft, sobald es über die Einkaufsdistanz hinaus geht. Und zur Rheinfähre in Leopoldshafen muss es nicht mehr der direkt Weg sein, sondern es kann der schönere durch den Wald, der etwas länger ist, genommen werden. Schwuppdiwupp waren die ersten Touren mit 20 bis 30 km geschafft.

Gestern dann das bisherige Meisterstück: Zweieinhalb Kilometer zur S-Bahn-Haltestelle, nach der Überbrückung der drögen Stadt- und Gewerbegebiete. Siebeneinhalb Kilometer bis zur Mittagseinkehr bei der Rheinfähre in Neuburgweier und abschließend 35,5 km mit Umwegen nach Hause. Macht satte 45 km an einem Tag und ein klein wenig unterschwelligen Sonnenbrand. Nur Schlafen Annette dann doch noch zwischendurch die Füße ein, da klemmt noch was. Aber sie genießt die schöne Landschaft quasi vor der Haustür, die zu Fuß allein nicht erreichbar war. Nebeneffekt für mich: Etliche Kilometer auf der Uhr, da wir bei dem schönen Wetter praktisch an jedem meiner freien Tage unterwegs sind. Zwei Wochen hintereinander über 100 km, mit Ende der KW 22 genau 1100 km aufs Jahr und somit ein Wochenschnitt von exakt 50 km, Tendenz steigend.

Eins noch zur angesteuerten Gastronomie und den gefahrenen Wegen: Lockerungen allenthalben, damit Wohnmobile und sogar Zelte an allen möglichen Stellen am Rhein und so. Urlaub in der Heimat offenkundig. Vor zwei Wochen in der Pfalz konnten wir schon auswärts essen. Mit Schnuffeltuch vorm Gesicht, das nur am Tisch abgenommen werden durfte. Der Weg zum zugewiesenen Tisch oder zum Klo war nur vermummt erlaubt. Gestern, immerhin im Biergarten und in BaWü: Ach, das brauchen sie doch nicht tragen nur wir Mitarbeiter müssen. Dementsprechend eine Tragequote von praktisch null auch im kleinen Toilettenkabuff und auf dem Weg knapp an den besetzten Tischen vorbei. Gut, Biergarten mit bewegter Luft zumindest bei letzterem. Und so kam es auch, daß bei steigendem Andrang plötzlich auch Fremde gemeinsam an einem Tisch saßen. Bin gespannt, was die Zahlen demnächst sagen. Es wäre ja schön, wenn es folgenlos wäre.

  1. ok, es gehört noch drei Jahre lang der Leasingfirma und dann sind noch ein paar Euro fällig []

Merkhilfe fürs Fahrrad

In den letzten Tagen war ich viel mit dem Tern unterwegs. Das große Rad war malad. Erst hatte ich endlich erfolgreich die Schaltröllchen getauscht, aber festgestellt, daß die Kette irgendwie nicht (mehr) passt. Dann ein kleines Drama beim Kettenwechsel, verkehrt eingesetzter Nietstift. Als die endlich drin war, bewahrheitete sich die Befürchtung: Ritzelpaket war schon zu weit eingelaufen und sprang über. Also auch getauscht. Seit heute morgen läuft es wieder halbwegs. Aber bei den Radlagern sollte ich auch mal bei…

Fazit übrigens: Ketten häufiger tauschen, nicht wie beim Motorrad nur zusammen mit den Zahnrädern. Dann halten letztere länger, dafür braucht es häufiger Ketten. Merke ich mir.

Fleissig radeln

74km in einer Woche ist daheim eher selten, die Zeit ist leider meist zu knapp. In Oldenburg hingegen trotz suboptimalem Wetter machbar, es hat ja auch viel flaches Land drumherum.

So gab es eine Tour vom Mittagessen in Varel bis nach Wilhelmshaven auf den Brompton Falträdern, knappe 25km. Zwei Runden um Oldenburg, davon eine heute bei ordentlichem Wind. Die Nabenschaltung von Schwiegervadderns Hollandrad ist erstaunlich lang übersetzt und reichte für 38km/h entspanntes Reisetempo oder 47km/h Spitze. Gut, zurück gegen den Wind war dann etwas langsamer…

Es sind die kleinen Dinge

… die einem begeistern. Manchmal. Hoher Nervfaktor beim Faltrad im Alltag: Das Bügelschloß war immer irgendwie mit dem Spanngurt auf dem Gepäckträger verzurrt. So fummelig, daß mich das durchaus schon davon abhielt, doch mal das Kleine zu nehmen.

Weiterlesen

Winterreifen

… oder was man so nennt. Den Schwalbe Land Cruiser Plus hatte ich ja schonmal drauf und 2018 (hust!) durchgefahren wegen “dreckiger Waldwege und eh fast runter”. Gut, 2019 war die Zeit knapp und die Laufleistung gering. Aber diese orange Linie, die zum Vorschein kam, sollte mir wohl was sagen. Als kleinen Bonus habe ich mir dieses Mal die Variante mit Reflexring gegönnt.

Kurzum, Wechsel klappte ganz gut diesmal. Nur die völlig festgebackene Kette hielt auf und bei den Schaltröllchen muß ich wohl auch endlich mal bei. Einen Ventilausdreher hatte ich nicht greifbar, schaffte es aber, ein Ventil beim Reindrücken so zu drehen, daß es undicht wurde. Also ab in die Tiefgaragen, Werkzeug vom Motorrad holen. Kilometerstand ist 21065 auf diesem Rad. Falls ich mal nachsehen will, wie lange die Gummis halten. Und wobei mir auffällt, daß das Rad keine eigene Seite hat…

Lastenkarle

Lastenkarle ist ein Projekt bzw. ein Verein in Karlsruhe, der es ermöglich, Lastenräder auszuleihen. Aber lest am besten selbst hier.

Ich hatte mir schon länger Gedanken gemacht. Nach einem Aufruf in der Stadtteilzeitung letztes Jahr (!), sich zu beteiligen, um mehr Ausleihzeiten zu ermöglichen, wollte ich mich einbringen. Aber bei meinen unregelmäßigen Arbeitszeiten? Irgendwie verschwand die Idee wieder.

Weiterlesen

Rad 2018

Zwei Monate nichts geschrieben und die Auswertung hinkt auch hinterher. Vorneweg: Die monatlichen Statusberichte mögen fad gewesen sein, motivierten mich aber zu Beiträgen zwischendrin. Erschrak gerade selbst über die lange Zeit seit dem letzten Beitrag. Und Gadgetbeiträge stehen auch noch aus… Zudem saugt der neue Editor von WordPress immer noch.

2576km waren es insgesamt, davon 272km auf fremden Rädern im Urlaub. Namentlich die der Schwiegereltern. Macht 49,54km pro Woche, knapp am Ziel von 50km vorbeigeschrammt. Heuer sieht es da deutlich schlechter aus bisher. Klar, ständig unterwegs ohne Rad. Stand hier nach 10 Wochen: 275km, also 27,5km pro Woche. Schwamm drüber.

Veränderungen

Manchen fallen Veränderungen bzw. die Anpassung daran echt schwer. Letzte Woche wurde zwischen Kaiserstraße und Markgrafenstraße die Fritz-Erler umlackiert. Statt zwei Autospuren, die an der Kreuzung noch um eine Linksabbiegerspur erweitert wurde, gibt es jetzt einen Radschutzstreifen, eine Fahrspur1 und eine Linksabbiegerspur an der Kreuzung samt Abbiegespur für Fahrräder. Leicht erkennbar, daß der neue Radstreifen quasi die alte rechte Fahrspur ist. Was man an der breiten, durchgezogenen Linie zwischen den Spuren und den Fahrradsymbolen erkennen kann.

Aber nicht muß. Gestern zum zweiten Mal genutzt, da hängt mir ein Auto am Rücklicht. Gut, ich habe es nicht eilig und prompt wird das Rollenlassen ohne treten mit einem wilden Hupkonzert honoriert. Unglaublicherweise endet dies zwar, als ich auf das Radsymbol am Boden deute, doch ein Spurwechsel findet nicht statt. Ich muß eh links und so kann das Kraftfahrzeug mit viel Emotion einmal in den Begrenzer gejagt werden, damit man auch ja keine Sekunde zu wenig vor der eh schon roten Ampel an der nächsten Kreuzung steht.

  1. im weiteren Verlauf der Straße wird es baustellenbedingt eh für längere Zeit einspurig []