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Olle Kamellen: Warum ich Werkstätten meide

Oder meidete. Inzwischen habe ich wieder kleine Tätigkeiten machen lassen. Vorneweg auch größeres wie Ventilspielkontrollen, jeweils mit Shims. Da habe ich nunmal kein Sortiment zum Wechseln und was mir von einer Werkstatt als Einzelpreis genannt wurde, erleichterte mir die Entscheidung, es machen zu lassen. Weiterlesen

Quax, Teil 2

Scheint eine Pechsträhne zu werden dieses Jahr. Der gebrochene Fuß vom Motorradunfall ist noch immer nicht beschwerdefrei und schon übe ich Rollerwerfen. Diesmal aber mit Fremdbeteiligung. Aber ohne Kontakt.
Die Lage: Der Weg zur Arbeit. Unsere Straße1 mündet in eine Einfallstraße in die Stadt. Diese Kreuzung ist per Ampel geregelt. Etwa 50m davor mündet eine kleine Straße von links ein, was aber recht unrelevant ist, denn auf meinem Weg habe ich dort Vorfahrt. Auch ist „meine“ Straße an der Stelle schon zweispurig, denn an der Ampel hat es eine separate Links- und Rechtsabbiegerspur. Durchaus nicht unüblich ist es, daß allerdings ein Auto rauszieht und auf der Linksabbiegerspur dann stark beschleunigt. Wäre wohl ja noch schöner, wenn an auf den popeligen Roller warten müsste. Störte mich bisher auch nicht weiter, denn man kam sich ja nie ins Gehege.

Heute hat sich diese Konditionierung bitter gerächt. Da an der Kreuzung2 eh einige Linksabbieger standen, dürfte qua re von links eh nichts kommen. Denn die Linksabbieger auf meiner Straße haben Vorfahrt vor jeglichem Querverkehr und stehen auch nicht aus Langeweile rum, sondern weil sie den entgegenkommendern Verkehr erst passieren lassen müssen. Mit anderen Worten: Wer mir von der Seitenstraße aus kommend in die Quere kommen will, muß erst durch zwei befahrene Fahrspuren hindurchfroggern. Findet also nicht statt. Sollte man zumindest denken. Auch ist ein von links kommendes Auto nichts besorgniserregendes. Vollgas auf der Linksabbiegerspur, an der Kreuzung Vollbremsung und nach rechts abbiegen, die alte Nummer. Sollte man zumindest denken.

Dadurch realisierte ich erst relativ spät, daß der rote Twingo auf dem besten Weg war, die selbe Position wie ich in der Raumzeit zu belegen. Die Schreckbremsung kommt mir auch im Nachhinein recht gelungen vor wenn man bedenkt, wie gut sich die Rollerbremsen -nicht!- dosieren lassen. Kurz vor dem Feindkontakt bremste ich nur noch ein wenig heftiger und schon lag ich auf der Nase. Oder auf dem Hintern. Was auch immer.

Es folgte das alte Problem, wenn ich mal wieder einen Einschlag verhindert habe: Die versagt habende Kamikazedose setzt erst mal unbekümmert ihren Weg fort. Ich versuche mir das Kennzeichen einzuprägen, doch meine Sicht wird verdeckt. Da fährt doch einfach ein weiteres Auto an mir, dem am Boden liegenden Zweiradfahrer, vorbei, blinkt wichtigtuerisch mit den blauen Lampen aufm Dach und macht per Lautsprecher eine Ansage.

Einmal ist die Polizei genau dann da, wenn man sie braucht!

Der Rest ging ne Weile, lässt sich aber schnell zusammenfassen: Unfallgegner erst mal gar nicht zu Gesicht bekommen, hätte aber auch für ihn schmerzhaft sein können. Mit deinem der beiden Polizisten rumgestresst, weil ich das seit dem ersten März gültige Versicherungskennzeichen noch im Topcase statt angeschraubt hatte. Und mehr Papiere hätte ich auch dabeihaben müssen. Außerdem wäre ich ja ziemlich flott angerast gewesen, was ich mir aber verbat, denn ich kenne die Ampelschaltung gut genug, um zu wissen, daß ich mich auf dem rumpeligen Fahrbahnbelag nicht unnötig beeilen muß. Die gesamte Schilderung meiner Sicht der Hergangs zu Protokoll gegeben, wegen der Papiere und dem rauhen Ton wieder versöhnt und den Gegner bzw. die Gegnerin kennengelernt. Eine völlig aufgelöste ältere Dame, die nicht fassen konnte, daß sie mich so in Gefahr gebracht habe. Und so. Auf so Texte steh ich furchtbar spätestens seit der Geriatriker, der mich vor 10 Jahren bös erwischt hatte, sowas sagte wie „Hier kommt doch sonst auch nie jemand…“
Abschließend noch ein paar Aufnahmen der Schäden an Bekleidung und Fahrzeug und ab zur Arbeit. Wird sicher lustig werden. So mit den notorisch zahlungsunwilligen Versicherungen und so. Aber wenn die meinen, meine zerschrammte Lederjacke und Hose wäre doch viel zu teuer und Jeans wären billiger, dann dürfen die sich anhören, was sie die entsprechenden Verletzungen gekostet hätte, die diese Kleidung verhindert hat. Die (neue) Hose ist nämlich auch schon wieder ziemlich durch. An der Stelle möchte ich noch abschließend einflechten, daß Motorradbekleidung keine Taschen zu haben hat. An der Stelle, an der der Schlüsselbund in der Hosentasche lag, war das Material beide Male in Fetzen. Nicht gut.

Ende der Durchsage.

  1. zumindest die mit dem selben Namen []
  2. der ohne Ampel []

Freiheit!

Oh Du Segnung des Individualverkehrs!

Man lernt Mobilität erst richtig schätzen, wenn man mal einige Zeit nicht „mal eben wo hinfahren“ kann. Motorrad, Roller, Fahrrad, all das ging ja nicht. Vorhin war ich mit dem Roller unterwegs, es ging hervorragend und ich hätte schon früher mir was für den Krückentransport überlegen sollen.

Daß einem ein kleiner Einkauf bei Penny so viel bedeuten kann…

Nachtrag:
Bei der Gelegenheit stellte sich noch ein Kollateralschaden raus. Handschuhe und Helm hatte ich ja nach der Fahrt ins Krankenhaus im Topcase verstaut. Total verpeilt ausnahmsweise ohne den Helm in den plüschigen Helmbeutel zu packen. So rumpelte er dann auch auf der Heimfahrt rum, denn der Fahrer zu der Zeit trug seinen eigenen Helm. Ergebnis: Fette Schrammen im Visier, wenn auch etwas außerhalb des Sichtfelds. Naja, ein Wink, daß ich das Visier endlich mal tauschen soll, taufrisch war es nach über zwei Jahren eh nicht mehr. Aber demnächst bekomme ich ja ein neues zusammen mit meinem neuen Klapphelm.

Topcase für alle!

Es war zwar eine elende Frickelei, aber es hat geklappt. Es gibt sogar eine Stelle, an der der Topcaseträger des Piaggio so geformt ist, daß eine Mutter festgehalten wird und man so ohne 10er Schlüssel nur mit dem Inbus die Schraube anziehen kann. Ja, die eine und einzige, die dann den Träger halten soll. Das war mir zu wenig und so habe ich noch zwei Schellen drangeschustert. Grottenhässlich, aber dafür ein weiterer Befestigungspunkt für einen Spanngurt.

Jetzt kann ich mein MonoKey-Topcase nicht nur für die CBR und die F, sondern auch für den Piaggio verwenden. Sehr praktisch, da in dessen sogenanntes Helmfach alles mögliche passt, nur kein Helm. Zudem erweitert das theoretisch die Wassertransportkapazität auf 3 Sixpacks mit 1,5l-Flaschen.

Vollbracht

Die F ist reglungstechnisch wie geplant instandgesetzt. Das Kabel des neuen Reglers ist auch lang genug, um ihn ggf. im Bereich des Kühlwasserausgleichbehälters an die frische Luft zu verlegen, aber das hat erstmal keine Priorität.

Achja, die Posi-Lock Verbindungselemente rocken definitiv. Einer der blöden gecrimpten Japanstecker für die Bordsteckdose hatte sich an sämtlichen nicht vorgesehenen Stellen getrennt, nur Stecker und Buchse hielten sich hartnäckig die Treue. Gedacht als Verlegenheitslösung lasse ich das erstmal und beobachte für spätere Anwendungen.

Bei der Gelegenheit habe ich nach Jahren auch endlich mal den einen Gepäckträger an den TPH dranbekommen. Feine Sache, jetzt muß nur noch eine Adapterplatte fürs Topcase drauf, dann habe ich endlich ordentlich Stauraum. Immerhin aber auch endlich eine Befestigungsmöglichkeit fürs Helmschloß.

20 Gründe, warum ein Motorroller…

… in der Stadt Vorteile gegenüber einem Motorrad hat.20gruende

Piaggio wieder fast betriebsbereit

So, endlich habe ich mir mal die Zeit genommen, mich um das Ding zu kümmern. Seit damals war ja nichts mehr geschehen außer einer kurzen Schadensbesichtigung (Lenkerverkleidung vorne und hinten gesprungen, Halterung für den linken Hebel und ebendieser gebrochen) und daß ich im April das neue Kennzeichen drangeschraubt hatte.

Vor ein paar Tagen habe ich die als intakt bei eBay erworbene Lenkerfrontverkleidung, an der dann doch eine Halterung gebrochen war, instandgesetzt. Dazu habe ich sie einfach aus meiner ursprünglichen Verkleidung, die ich vorausschauend nicht weggeworfen hatte, herausgeschnitten und in die neue verklebt. Passt wunderbar.

Heute fiel beim Austausch dann auf, daß die hintere Verkleidung gar nicht kaputt ist. So war es alles in allem weniger Arbeit als erwartet. Da hab ich mich noch entschlossen, den Gepäckträger anzuschrauben. Nur der passt nicht. Mist, wieder was, das verscheuert werden muss. Und der andere, der weniger elegant aussieht, aber sicher passt, lungert natürlich bei meinen Eltern in der Garage rum. Ich brauch wohl doch ne Schraubergarage hier in der Nähe.

Dafür zickt noch die Batterie. Die ist bei der Standzeit ohne Pflege (die zweite derartige Aktion) endgültig gestorben. Ankicken geht noch, aber die Elektrik verhält sich lustig. Ich hoffe inständig, daß es nur an der platten Batterie liegt.

Nachtrag: Es war die Batterie, alles bussifein jetzt.

Sturm

So langsam wird der Sturm doch etwas übler. Die Bäume verbiegen sich deutlicher als jemals hier bewußt erlebt und im Arbeitszimmer flackert das Licht, da bei dem Tosen schlicht das Dach wackelt. Und wie man bei jedem kräftigen Regen hören kann, ist zwischen Dachoberfläche und Zimmerdeckenunterseite nicht viel.
Hoffentlich haben die Kollegen den Roller an einen windgeschützten Platz gestellt. Versprochen hatten sie mir es am Telefon. Raus traue ich mich jetzt nicht mehr, denn immer häufiger fliegt auch schon ein Ast tief.

Nachtrag: Der hier beschriebene Sturm war nicht der vielbeschriebene Kyrill, sondern ein namenloses Lüftchen davor. Wobei mir Kyrill nicht schlimmer vorkam.

Fliegender Rolländer

Oder so ähnlich. Da mich Annette diese Woche mal von der Arbeit abgeholt hatte, steht dort noch mein Roller. Oder stand. Steht wieder. Wie auch immer, meine Kollegen riefen mich an, sie hätten ihn wieder eingesammelt, nachdem der aufkommende (!) Sturm ihn umgeweht hatte. So ein Dreck. Der stand da schon öfter bei starkem Wind und das derzeit ist noch nichtmal was Bedeutendes.

La bestia piccola

Man entschuldige mein Italienisch.

Der Roller ist wieder da. Mit abholbereiten ordentlichen Papieren. Mein Vorbesitzer hatte die Kiste ja gleich als Mofa drosseln lassen, denn der Führerschein war weggetrunken und in dem Alter darf man sowas dennoch fahren. Der TÜV in der Werkstatt hat die Originalpapiere ungültig gestempelt und einen Wisch zur Erlangung neuer Papiere (Mofa) ausgestellt. Was nie geschah. Vorbesitzer bekam seine Pappe wieder, sein Sohnemann entdrosselte die Kiste und die Frau fuhr damit zur Arbeit. Und irgendwann kaufte ich das Teil. Seither hatte ich es vor mir hergeschoben, mir einfach wieder Papiere für 50km/h zu besorgen, zumal es den Versicherungen eh leidlich egal war. Immerhin habe ich jetzt auch so einen Wisch, diesmal für 50km/h und muß nur noch zur Zulassungsstelle. Bei Gelegenheit.

Viel wichtiger aber: Leistungsmäßig war das kleine Stadtluder ja arg unter den Serienstandard abgefallen. Das wurde gleich mit behoben, nachdem das eine oder andere störende Teil „abgefallen“ war. Höchstgeschwindigkeit dank Variomatikanschlag immer noch legal, aber meine Fresse, was zerrt das Vieh plötzlich am Gurt! Klar, kein Vergleich zu meinen Motorrädern, aber um nicht von Autos an der Ampel angeschoben zu werden reicht es. Bei vielen sogar, um beim Ampelstart kein Vollgas geben zu können, wenn sie vor einem sind.

Somit ist es wieder offiziell: Die kleine Kloschüssel darf brav ihre Verschleißteile hinhalten für den Stadtverkehr, die Motorräder werden für richtiges Fahren geschont. Und ich kann jetzt an der BMW bei.

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